Brauchen wir die Kirche(n) noch?

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Ich finde das mit dem Glauben (geschichtlich gesehen) sehr traurig

Krauzzuge.
Die endekung von Amerika da wurden die Eingeborenen abgeschlachtet nur weil sie nicht an gott sondern an gottern glauben wollten.
Hexenjagt.
Juden verfolgung.

ach da gibt es noch sssssssssssssssssooooooooooooooo viel zu erzahlen.
Deshalb hasse ich reliegionnen weil sie jahrhundertte lang ehr leid als freude gebracht haben.
 
Wie besingt es Muff Potter so schön:

Für die Schwachen gibt es Regeln, für die Schwächsten gibt es Religion.

Wobei hier die Institution gemeint ist. Überall dort, wo sich Herrschaft auf Glaube stützt und rationaler Argumentation nicht zugänglich ist, ist die Manipulationsgefahr extrem hoch. Die Geschichte liefert aus fast allen (Welt-)Religionen Beispiele, die das zweifellos bestätigen.
 
Es ist eben immer so eine Sache, sicher ist der glauben bzw. die Kirche etwas gutes! Aber was mich wundert wieso dieer plötzliche sinneswandel der kirche!

Könnte mir bitte einer erklären wieso die Kirche ihre Machtposition/Politik so geändert hat?
Liegt es an der Aufklärung der Menschen? Das die Menschen sich von der Kirche abgewandt haben?
Bitte erklärt mir das mal!
 
deathhour schrieb:
Könnte mir bitte einer erklären wieso die Kirche ihre Machtposition/Politik so geändert hat?
Liegt es an der Aufklärung der Menschen? Das die Menschen sich von der Kirche abgewandt haben?Bitte erklärt mir das mal!
die aufklärung und der wandel der zeit haben sicher dazu beigetragen, dass die kirche von ihrem "kurs" abkehren musste. in westeuropa und nordamerika besitzt sie so gut wie keine authorität mehr.
in polen besitzt sie nach wie vor großen einfluß und ansehen, das liegt aber nicht unbedingt daran, dass der letzte papst pole war. die polen waren und sind seit jeher ein frommes volk. im rest der welt wohl weil sie es nicht besser wissen und eher abhängig von den pfaffen/missionaren sind - ergo fehlende schulbildung.

was genau verstehst du unter machtposition bzw politik der kirche?

dass keine ablassbriefe mehr verkauft werden oder niemand mehr auf dem scheiterhaufen landet, wenn einer "Hexe" schreit? :D
 
"Wenn ein Mensch an einer Wahnvorstellung leidet, nennt man das Krankheit. Wenn viele Menschen an einer Wahnvorstellung leiden, nennt man das Religion."

mehr gibts eigentlich nicht zu sagen. war bei den juden so, war bei den christen so und IST bei den moslems so. da sie alle ein gewaltpotential an den tag legen das wirklich erschreckend ist. lest mal die bibel das ist echt krass. hab den koran auf deutsch gelesen ist noch viel schlimmer!
 
deathhour schrieb:
Könnte mir bitte einer erklären wieso die Kirche ihre Machtposition/Politik so geändert hat?

Bis zum Aufkommen der großen Handelshäuser (Medici usw.) in der Renaissance hatte die Kirche so gut wie gar keine Konkurrenz zu fürchten. Doch selbst diese Kaufleute waren streng gläubig und wären nie auf den Gedanken gekommen, sie von der Kirche loszusagen.

Während des 30-jährigen Krieges waren es in erster Linie die weltlichen Herrscher, die den Streit vom Zaun brachen, als Protestanten die Anerkennung (Duldung) ihrer Glaubensrichtung einforderten. Bis dahin waren die Königshäuser untereinander durch Heirat verbunden und stützten sich gegenseitig. Nun aber schlug der Protestantismus eine tiefe Bresche in die gewohnte Ordnung. Gekämpft wurde nicht nur für den eigenen Machtbereich, sondern für die gerechte Sache: den eigenen Glauben. Da brauchte die Kirche gar nicht einzugreifen, weil sie in den Köpfen der Entscheider allgegenwärtig war.

Die Masse des Volkes war im Gegensatz dazu völlig ungebildet. Sie hatte höchstens Hunger und Armut, aber nichts zu melden. Der Einfluss der Kirche beruhte damals auch darauf, dass es außer der Bibel wenig Alternativen zu lesen gab. Wer konnte sich überhaupt ein Buch leisten?

Mittlerweile liegen die Dinge anders: Schulbildung ist überall vorhanden, Wohlstand auch. Die Autoritäten bröckeln und der Nachwuchs lässt sich nichts mehr sagen, sondern setzt seinen eigenen Kopf durch. Die Medien prasseln unentwegt auf die Menschen ein, die Botschaft der Kirche bringt es höchstens noch auf ein Grundrauschen, das kaum noch vernommen wird.

Hinzu kommt, dass der rational denkende Mensch auf die Idee gekommen ist, die Welt ohne Gott erklären zu können. Das hätte man früher nie zu denken gewagt. Und die „Gotteslästerer“, die ihre Stimme erheben, kann heute jeder hören. Früher hätte man sie sofort aufgeknüpft.

Schließlich noch: Demokratie. Früher wurden die Kaiser "von Gottes Gnaden" vom Papst gekrönt. Es war undenkbar, sich als Leibeigener dagegen aufzulehnen. Heute wählt der Pöbel seine Regierung selbst, ganz ohne kirchlichen Beistand.
 
Zuletzt bearbeitet:
@Bohemund
Rischtig xD ^^ ne wir wiesen doch wie es ist, die Kirche beeinflußt sicher Staaten und lenkt auch ihre Politik,teilweise! Sehen wir ja bei uns die kirchen sponsern vereine,krankenhäuser sie beeinflussen damit unser leben und unsere Politik! Was ich persönlich für gut finde, im jetzigen Zeitpunkt!

Der pöbel ^^ wähl! Würde die Bevölkerung heute nicht unbedingt als Pöbel bezeichnen ;)^^
 
keshkau schrieb:
Diese Kritikpunkte wären somit nicht entscheidungsrelevant.
Und wie soll man dann aus der Geschichte lernen? Darf ich fragen warum in Afrika, wo in manchen Ländern der Anteil der HIV-Infizierten über 30% liegt, die Kirche immer noch gg. Kondome ist?
 
hört,hört!

Is da was dran? Die Kirche ist doch sicherlich noch in Afrika vertreten!
 
Eben, daher sehe ich die Kirche und Religion auch als eine notwendige Instanz, um eine Zivilisation von der düsteren Steinzeit, über die Aufklärung in die Moderne zu führen. Sie bringt Stabilität in die Gesellschaft, stellt eine übergeordnete Moral an der sich alle orientieren können.
Doch heute ist sie einfach nicht mehr notwendig. Wieviele Menschen brauchen noch Seelsorge, wer war hier zuletzt in der Beichte? Die jungen Leute sind einfach nicht mehr darauf angewiesen.
 
@onetimepassword

Das nennt man dann: "proaktives Erschließen neuer Märkte"!

Der Zusammenhang zwischen Bildungsniveau und Empfänglichkeit religiöser Glaubenskonstrukte wurde bereits nachgewiesen. (die Quelle war hier im Thread zu finden).

MFG
 
OneTimePassword schrieb:
die Kirche immer noch gg. Kondome ist?
die benutzen keine kondome, nicht weil die kirche was dagegen hat ;)
da spielen faktoren wie aufklärung und aberglaube eine rolle, ausserdem werden die nicht überall kostenlos verteilt...
 
Und wie soll man dann aus der Geschichte lernen?
Lernen kann man, indem man sich die Geschichte anschau und daraus Rückschlüsse für sein eigenes Handeln zieht. Für kindisch halte ich die Vorstellung, die heute lebenden Menschen für Taten in Sippenhaft zu nehmen, die sie persönlich nicht zu verantworten haben. Anders formuliert: Was kann Papst Benedikt VI. dafür, was die Päpste vor 500 oder 1.000 Jahren verbrochen haben? Oder was kann ich dafür, dass im 3. Reich Krieg geführt und Menschen selektiert wurden? Gar nichts! Aber man kann daraus lernen und selbst anders handeln.


Thema Kondome: Die Kirche hält das sinnlose "Durch-die-Gegend-Poppen" nun einmal für nicht erstrebenswert, vielliecht sogar für Sünde. Und ihre Sichtweise ist objektiv betrachtet nicht einmal ganz verkehrt. Nicht die Kondome müssen her, weil es HIV gibt, sondern es gäbe gar kein HIV, wenn die Menschen die Sexualmoral der katholischen Kirche einhielten. Schmerzhaft, aber wahr.
 
Ich bin auch dagegen, bei der Vergangenheit der Kirche(n) auf einem Auge blind zu sein.

Vermutlich fast alle sind sich darüber einig, dass unsere heutigen Werte bzw. was man allgemein als "Vernunft" bezeichnet, egal ob ungläubig oder nicht, christlich geprägt oder beeinflusst sind.

Unter den Tisch lässt man aber fallen dass die ausführenden Organe (Kirchen) derselben Religion mit ihrem jahrhundertelangen Antisemitismus den Boden genährt haben für den Holocaust. Auch dieser Einfluss ist bei den Menschen immer noch vorhanden, genau wie all die anderen christlichen Werte denen positive Eigenschaften zugeschrieben werden. Da passt es gut, dass der Papst neuerdings wieder für die "Erleuchtung der Juden" beten lässt...
 
sturme schrieb:
...mit ihrem jahrhundertelangen Antisemitismus den Boden genährt haben für den Holocaust.
wer ohne sünde ist, werfe den ersten stein... ;)
soweit ich informiert bin ist ein gewisser österreicher für den holocaust verantwortlich.
 
@bohemund
Ich glaube Sturme bezieht sich auf die Konditionierung vieler Menschen zum Antisemitismus. Unter der Kirche war Antisemitismus z.B. im Mittelalter weit verbreitet, da man den Juden nachsagte, Brunnen zu vergiften und für die Pest verantwortlich zu sein.

Die Ideologie des Östereichers viel daher auf fruchtbaren Boden.

MFG
 
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