News Breitband: EU-Kommissarin kritisiert „weiße Flecken“

Ich kann so Sprüche wie "Wer ruhig und billig auf dem Land wohnt ist selber schuld!" nicht mehr hören!
Solche Kinder haben zwei Dinge nicht verstanden:
1) Deutschland lebt von seiner Solidaritätsgemeinschaft. Ansonsten würde ich sofort keinen Cent mehr in die Arbeitslosenversicherung einzahlen.
2) Wenn DSL auf dem Land teurer verkauft werden sollte, dann müsste man den Städtern die Lebensmittel teurer verkaufen.

Wir sind ein Land, ein Volk und haben alle einen Wunsch: Schnelles DSL
 
Außerdem, seit wann lebt man auf dem Land billiger?

Ohne Auto kommst du nirgends hin, du musst wegen jedem bisschen irgendwo hinfahren. Weniger Läden, weniger Konkurrenz Kampf --> teuere Preise.
Was ist denn da billiger?
 
Anhand von euren Argumenten bekomme ich jetzt richtig Mitleid mit der Telekom. 1&1 und wie sie alle heißen sind eigentlich ja richtige Aasgeier.

Ich höre jetzt jedenfalls auf, dauernd DSL-Tarife zu vergleichen und bleibe bei der Telekom. Es gibt zwar manchmal Probleme und zu Stoßzeiten ist auch mal die Leitung dicht und trotz des DSL6000 Tarifs bekomme ich "nur" DSL 3000. Ich hätte ja schon gern die bezahlte Bandbreit, aber es ist ein echtes Wunder, dass die in meinem 350-Einwohner-Dorf, das auch etwas weiter von größeren Städten entfernt ist, ein derart schnelles DSL anbieten.

Aber total lächerlich: Die haben uns zuerst Entertain mit DSL 16000 verkauft. Und bei der Umstellung auf Call&Surf haben die einfach mal den mit 16000 genommen, der gleich viel wie Entertain kostet und weniger bietet. Aber jetzt, da alles so funktioniert wie es soll, und zwar zum richtigen Tarif, bin ich durchaus zufrieden. Bis dahin war es aber laaanger Weg...
 
Wir haben im Büro seit gestern!!! Breitband. Dafür gleich 'ne 16er, aber hat auch lang genug gedauert. Bisher war I-Net nur per ISDN oder, wie wir es seit einem Jahr hatten, per Satelliten-DSL. Aber letzteres ist auch nicht gerade prickelnd, wenn bei starkem Regen die Verbindung abbricht oder bei bewölktem Himmel man beim surfen gefühlte Modemgeschwinkeit hat, was den Seitenaufbau angeht.

Hätte die Telekom nicht endlich reagiert, den Grund wissen wir noch nicht, hätten wir eine Richtfunklösung bekommen, die ein Anbieter für uns, und einem Teil des Dorfes in der Nähe von uns, angeboten hat. Vielleicht hat auch darum die Telekom plötzlich einen Handgriff getan. ... Ja, einen Handgriff, weil Leitungen sind keine neuen verlegt worden. Jedenfalls laut Aussage des Beauftragten von der Stadt.

Nuja, heute kommt unser ext. EDVler vorbei und montiert alles *freu*
 
Hatte bis zu meinem Umzug auch eine 16000er Leitung, jetzt habe ich auch nur noch "Dorf-DSL".

Ich kann aber mit DSL 384 ganz gut leben, wenn da nicht die schlechten Signallaufzeiten wären ( Ping ca. 100ms ). Da ich meistens eh nur Online spiele. Wenn grosse Downloads anliegen, lasse ich den PC über Nacht laufen oder fahre eben zu meiner Schwester die eine 16000er Leitung hat.

Ich denke an den weißen Flecken wird sich so schnell nix ändern, da es für Unternehmen einfach nicht rentabel ist auf dünn besiedeltem Gebiet.
Solange es keine Alternativen gibt zur DSL Technik, wird die Kluft zwischen Land und Stadt immer grösser.
Alternativen sind für mich nur Techniken, die stabil hohe Bandbreiten und kurze Signallaufzeiten zur Verfügung stellen. Alles andere ist uninteressant.
 
@0815burner:
Bitburg soll - soweit ich weiß - nur ein Frachtflughafen werden, dann is es ja nicht so schlimm :D
Aber im ernst, du hast vollkommen recht.

@Gorby/Topic:
Wir haben DSL Light (384Kb) und zahlen auch den normalen DSL-Flat-Preis. Das ist echt der blanke Hohn.
 
Auch schön: Ich arbeite in Bitburg im Industriegebiet. Da gibts sagenhaftes DSL 1000. Schon cool, wenn man in nem Webdesign-Laden arbeitet ;) Dafür gibts in Bitburg selbst, also in der Innenstadt (Luftlinie ca 2km zum Industriegebiet) DSL 16000... Irgendwie auch nicht richtig. Aber 1000 geht ja noch, DSL Light is echt zu langsam.
 
Na super jetzt hats die Überschrift sogar schon bis auf http://ibash.de/neueste_1.html geschafft.

Naja zu der verbreitungsgebiet von DSL sag ich mal nix.
Schreibe auch grad von einer 2000er leitung wo mittlerweile nur noch 1200-1300 Kb/s durchkommen.
Online spielen ist mittlerweile unmöglich (Youve been kicked from the Server. Please fix Your ping!)
Bis auf Battlefield 2 und Diablöo2 kann ich nix mehr gescheit im Internet spielen.

Irgendwer bei uns im Dorf hat wahrscheinlich dsl gekriegt und deswegen hab ich jetzt weniger Bandbreite.
Hatte mal *seufz* knapp 1800er Dsl...

Naja noch 1-2 Jährchen und dann zieh ich eh in ne richtige Stadt wo es grossflächig wenigstens 6000dsl gibt.
 
Ich kann so Sprüche wie "Wer ruhig und billig auf dem Land wohnt ist selber schuld!" nicht mehr hören!
Solche Kinder haben zwei Dinge nicht verstanden:
1) Deutschland lebt von seiner Solidaritätsgemeinschaft. Ansonsten würde ich sofort keinen Cent mehr in die Arbeitslosenversicherung einzahlen.
2) Wenn DSL auf dem Land teurer verkauft werden sollte, dann müsste man den Städtern die Lebensmittel teurer verkaufen.

Wir sind ein Land, ein Volk und haben alle einen Wunsch: Schnelles DSL

1) Finde ich auch, das auf dem Land DSL Verfügbar sein sollte
2) Die Mieten sind auf dem Land deutlich niedriger
3) Zu Punkt 1 von dir, Solidargemeinschaft heisst aber nicht Kommunismus, oder Almosenstaat
4) Zu Punkt 2 von dir, es geht nicht darum Stadt oder Land zu bevorteilen, sondern nur einigermaßen wirtschaftliche Preise zu erzielen, und wenn sichs für die Bauern nicht lohnen würde, würden sie ihre Lebensmittel doch nicht in der Stadt verkaufen, genauso ist das mit der Telekom, die Verkauft ihr DSL nunmal auch nicht überall, weils sich nicht lohnt, die Bauern würden das genauso machen...
Wenn die Bauern dazu aber vom Gesetzgeber verpflichtet würden, würden sie ihre Lebensmittel an unrentableren Orten, zu höheren Preisen verkaufen, das ist nunmal die Marktwirtschaft, in der wir zum Glück leben, und nicht mehr in der Planwirtschaft des Kommunismus, wo du überhaupt nix bekommen hast
 
Zuletzt bearbeitet:
@ Shaq88

Ohne (schnelles) Internet geht es in heutigen Zeit nun mal nicht und man ist mit ISDN schon enorm eingeschränkt (und nein, damit meine ich nicht zocken und YouTube-Videos anschauen). Wenn ich im Internet recherchiere und mit PDFs und Webseiten ein Datenvolumen von sagen wir einmal 40mb zusammenkommt, dann kannst du dir schon einmal ausreichnen, wie lange ich mit ISDN brauche, bis ich alleine die Daten auf der Platte habe. Von den höheren Kosten will ich jetzt gar nicht erst anfangen...
Es geht auch nicht darum, dass jeder auf dem Land ein DSL16000 erhält. Es würde ja schon ein DSL1000/2000 ausreichen um wenigstens nicht so große Nachteile gegenüber den anderen zu haben. Ich kenne beides: ISDN bei meinen Eltern, DSL bei mir in der Wohnung.
Wenn du es Almosenstaat nennst, dass man darauf achten sollte, dass jeder in der Bevölkerung auf bestimmte notwendige Dingen zugriff erhält, dann zeugt das in meinen Augen nicht von Weitsicht!
Warum bindet man überhaupt noch Orte mit ein paar hunder Einwohner mit (teuren) geteerten Straßen an (Feld- und Wiesen-Weg tuts ja auch...)?
Überlege doch einmal, wo überall der Solidaritätsgedanke zum Einsatz kommt. Die Konsequenzen einer Abschaffung würde keiner wollen...
 
es ist zum :kotz: obwohl die autobehn A7 und die ice strecke ffm-hannover keine 2km von meiner wohnung entfernt liegen gibt es nicht mal dsl light.

es war der grösste fehler die telekom so zu privatisieren, das netz hätte in eine öffentlich rechtliche gesellschaft überführt werden müssen von der dann alle provider inkl. telekom ihre leistungen beziehen (fairer wettbewerb).

ziel einer solchen öffentlich rechtlichen gesellschaft ist dann der flächendeckende ausbau des netzes.

wir unterscheiden uns von den bananenrepubilken dieser erde daduch das wir nicht in der stadt die moderne und auf dem land die steinzeit haben, sonder überall einen mindeststandart was versorgung betrifft wie wasser strom telekommunikation.

zu leuten die sagen selbst schuld wenn man auf dem land wohnt kann ich nur sagen:

wo kommt eure wasserversorgung wohl her, denkt mal darüber nach !!

gruss grobjo
 
Es ist schon seit Jahren meine Meinung, dass die Bereitstellung von Infrastruktur eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist. Das gilt für alles, also Straßen, Kanalisation, Wasser, Strom, Verkehrswegen (Straßen, Schienen, Kanäle, ...) und natürlich auch die Kommunikationsnetze. Da sich die Versorgung von "Einöden" bei keinem dieser Netze rechnet, muss es stets solidarisch finanziert werden. So betrachtet, ist die Privatisierung der Telekom falsch erfolgt. Besser wäre gewesen, den Konzern in einen reinen Netzbetreiber (mit hoheitlichem Versorgungverpflichtung und regulierten Preisen) und einem Diensteanbieter aufzuspalten. Die Folgen der tatsächlich erfolgten Regelung sind ja in dieser Diskussion ausführlich beklagt worden.

Das schlimmste an der Sache ist die völlige Merkbefreiung der Politik. Mit dem Beispiel der Telekom vor Augen wird die selbe Fehlentwicklung bei der Bahnprivatisierung wiederholt. Auch hier sollte das Netz (incl. Versorgungsauftrag) und die Dienstleistung "Beförderung" getrennt werden. Auch in Großbritannien hat die Bahnprivatisierung in die Katastrophe geführt.

Genervte Grüße!
 
Internetzugang fällt in die Kategorie Infrastruktur.

Infrastruktur ist eine Aufgabe des Staats in dem wir leben. Schließlich wollen wir alle Straßen, Schienen und öffentliche Verkehrsmittel haben ... ganz zu schweigen von Strom, Wasser und Wärme.

Man könnte sich genauso hinstellen und sagen: Ich will keine Straßen auf dem Land bezahlen. Da wohn ich eh nicht.

Also mit anderen Worten: Die Privatisierung der Telekom (und jetzt auch der Bahn) war ein großer Fehler.
 
Wisst Ihr warum die Konkurenten der Telekom nicht aufs Land gehen und DSL selber anbieten?

Weil es sich für die nicht lohnt. Genauso ist es auch bei der Telekom.
Sobald die Telekom aber auf dem Land DSl anbietet, kommen die anderen auch sofort.
Scheuen sich selber was zu machen udn warten immer auf die Telekom.
 
Die Telekom muss doch sowieso DSL ausbauen wenn se bis 2014 auf NGN umstellen wollen.

Nach einem Bericht der "WirtschaftsWoche" plant der ehemalige Staatskonzern bis 2014 den größten Netzumbau der Unternehmensgeschichte. Dabei sollen weite Teile Deutschlands mit Glasfasernetzen modernisiert und dadurch die traditionelle Telefonvermittlung durch nahezu vollautomatische Internet-Techniken ersetzt werden.

..........

Einen Teil der Technik verlagere der Konzern laut "WirtschaftsWoche" in die bundesweit über 325.000 Verteilerkästen, die an den Straßenrändern stehen. .......... Sobald nur noch sieben Millionen Haushalte die traditionellen Analog- oder ISDN-Anschlüsse nutzen, wolle die Telekom das alte Netz komplett abschalten und die Kunden "zwangsmigrieren", wie es bei der Telekom-Festnetzsparte T-Home heißt.

Quelle: www.onlinekosten.de/news/artikel/30967/0/Telekom_will_Wettbewerber_ausbremsen


D. h. jeder Kunde der Telekom braucht dann mindestens DSL mit 128 kbit damit er die ISDN-Bandbreite (2 gleichzeitige Telefonate) auch mit DSL und IP-Telefonie hinbekommt.
 
bustaburner schrieb:
Auch schön: Ich arbeite in Bitburg im Industriegebiet. Da gibts sagenhaftes DSL 1000. Schon cool, wenn man in nem Webdesign-Laden arbeitet ;) Dafür gibts in Bitburg selbst, also in der Innenstadt (Luftlinie ca 2km zum Industriegebiet) DSL 16000... Irgendwie auch nicht richtig. Aber 1000 geht ja noch, DSL Light is echt zu langsam.

Dann muss Dein Cheffe halt mal den Geldbeutel aufmachen und schon bekommst mehr.

Mein alter Arbeitgeber hatte 1 Gbit/s Internet und laut Testprotokollen vor Inbetriebnahme sind an der LWL-Strecke sogar 10 Gbit/s drin, was wir 1 Monat lang sogar nutzen konnten. Sowas bekommt man aber nicht für die paar Euro des Privatkundentarif.

Wenn eine Firma jammert kann ich dies nicht nachvollziehen, denn für Firmenkunden reissen sich manche Anbieter richtig den Hintern auf und verlegen oftmals sogar extra Kabel - bei meinem jetzigen Arbeitgeber sind wir grad in der Verhandlungen mit dem größten Telekom-Rivalen und die würden sogar eine zweite LWL-Anbindung über eine andere Trasse legen nur um die Verfügbarkeit zu erhöhen.
 
@NewUser: Also ertens haben wir natürlich keinen Privatkundentarif. Zweitens ist das ein sehr junges Unternehmen wo man tatsächlich noch echt auf die Kröten achten muss, die man so rauswirft. Drittens: Wie geht das? Also wie soll man mit mehr Geld die Bandbreite erhöhen, wenn keine höhere angeboten wird? Mir fiele da nur ein, mehrere Anschlüsse zu machen...
 
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