News Breitbandausbau: Ländliche Regionen fallen weiter zurück

Ein kaschiertes Schönreden, um die Zahlen zu drücken! Daran ist diejenige Lügenpresse nicht unbeteiligt.
Auf dem Lande ist ein Breitbandanschluss oberhalb von 2.000 MBit/s zumeist noch Fehlanzeige, selbst wenn nicht, so sind die 16.000 MBit/s die dominante Obergrenze, dennoch schon des Öfteren der Durchschnitt.
Mit dem Mobilgerät in ländlichen Gebieten nahe einer Großstadt ist gen UMTS (3G), HSPA und HSPA+ (3.5G) Endstation, zwar sehr schnell, wenngleich die effektive Bandbreite nicht der nominellen entspricht, ergo surft der Kunde tatsächlich auf dem Level der limitierten Bandbreite von GSM (2G), GPRS sowie HSCSD (2.5G), demzufolge fernab jeglichen gegenwärtigen Standards UMTS (3G), HSPA sowie HSPA+ (3.5G), geschweige denn den Standards LTE-A (4G) und LTE-AP (4.5G).
 
GamingWiidesire schrieb:
Unitymedia (Q3 2016):
~12,9 Millionen Anschlüsse
~3,3 Millionen Internet-Kunden
[...]
Oder anders augedrückt:
Nur 22% der Deutschen nehmen einen schnellen, verfügbaren Kabelanschluss in Anspruch (6,9/31,3).
Das müsste ich zu meinem Post noch ergänzen korrigieren, hätte auch die Möglichkeit einen Kabelanschluss zu nutzen, der wäre vermutlich schneller. Aber TV-Signal ist uns nicht wichtig/nutzen wir nicht. Und meine Kontakte mit UM waren alles andere als einladend. Da verzichte ich lieber auf Bandbreite. :freak:
 
mace1978 schrieb:
Aber TV-Signal ist uns nicht wichtig/nutzen wir nicht.
Du brauchst keinen TV Kabelanschluss, um Internet bei UM nutzen zu können. Es wird bei dir dann einfach ein Frequenzblocker installiert.

edit:
Hier der Link:
https://app.unitymedia.de/service/index.html/faqs/5616e62e-31b6-4706-9fa9-19a834c75803
Für Unitymedia Telefon (Telefon START/FLAT) oder Unitymedia Telefon und Internet (2play) ist kein Kabelanschlussvertrag erforderlich. Grundvoraussetzung ist lediglich die technische Verfügbarkeit und Rückkanalfähigkeit des Kabelanschlusses an Ihrem Wohnort.
 
Zuletzt bearbeitet:
Echt ein Witz...
Ich wohne mitten im Ruhrgebiet und hab nur DSL 2000.

Mein Vater hat nur DSL Lite 384k
Kein LTE verfügbar

Ein Spiel bei Steam updaten oder normales surfen ist ne echte Geduldsprobe
 
James120 schrieb:
Manche von euch habens echt gut, schreiben von 16Mbit von denen nur 6Mbit ankommen. Ich wohne hier in einem 700 Seelen Dorf. Bei uns kommen 2Mbits an somit bleibt einem für schnelles Internet nur das teure Hybrid Internet der Telekom.

Da wird genörgelt aber die 0 (Null) Euro Aufpreis für Hybrid sind schon zuviel.
Wovon soll dann ein Ausbau bezahlt werden?
 
deo schrieb:
Bitte nicht wie unsere Politiker argumentieren und alle Fakten benennen:
Nach dem Schuldenschnitt - Deutschland schenkt Griechenland Milliarden [FAZ, 12.09.2014]
und der nächste Schuldenschnitt wird gerade diskutiert.

Eurokrise: Verdienen wir an Griechenland? [Zeit Online, 19.07.2017]
Der Wahrheits-Check in der Wirtschaft: Deutschland profitiert von Athens Krise, heißt es. Das ist nur die halbe Wahrheit.
. . .
Die griechischen Schulden liegen mittlerweile größtenteils bei den europäischen Staaten und beim Rettungsfonds. Deutschland ist indirekt der größte Kreditgeber. Ein Schuldenschnitt bedeutete also: Deutschland wäre der größte Verlierer. Schon ein kleiner Schuldenschnitt könnte die Deutschen alle Zinsgewinne kosten, die sie bislang eingestrichen haben. Verdient Deutschland also an der griechischen Misere? Wir wissen es nicht genau. Aber höchstwahrscheinlich: Nein.
Vermutlich nach der Bundestagswahl oder Anfang 2018 wird es soweit sein. Die Konsequenzen sollten allen klar sein.
 
Zuletzt bearbeitet: (Ergänzung)
Was soll ich sagen:( hier kommt nicht mal 3500 an! Habe bestimmt schon 100 mal angerufen, da sagen sie immer ja wird bestimmt noch ausgebaut... ja ne ist klar neben uns die Dörfer wurden alle ausgebaut. Jetzt war ein Techniker bei mir, der meinte wir wären zu weit weg vom Hauptverteiler deswegen bestimmt,
 
Fördergelder sind schön und gut, aber Firmen die das ganze auch Bauen können gibt es nicht wie Sand am Meer.

Und gute Firmen erst Recht nicht! Was in diesem Geschäft gepfuscht und vertuscht wird ist unglaublich.

Herr Dobrindt denkt, wenn er mit einem Geldschein wedelt und einen Termin nennt ist das Problem gelöst.

Darüber kann ich aus eigener Jahrelanger Erfahrung nur lachen.
 
leipziger1979 schrieb:
Lebe auf dem Land und habe seit ca. 10 Jahren 16Mbit und bin vollkommen zufrieden, nutze den Anschluss sowohl intensiv als auch beruflich.
...snip....
Von daher kann ich dieses ganze Geschreie mit mind. 50 Mbit überhaupt nicht verstehen.

Du bist also Single? Wir sind hier zu viert inklusive einem Teenager, streamen allen unseren content, kaufen Spiele digital zumeist. 3 Smartphones, 3 tablets, 1 Spiele PC, eine OneS, ein FireTV.

16 mbit mögen als Alleinstehender reichen, aber niemals für eine kleine Familie, von einer großen nicht zu sprechen.

Musste nach einem Umzug von VDSL 50 auf Hybrid 50 wechseln und man merkt den Unterschied bei hoher last. Durch die Dose gehen nur 12 Mbit, Rest durch die Luft.
 
Musste nach einem Umzug von VDSL 50 auf Hybrid 50 wechseln und man merkt den Unterschied bei hoher last.

Ich weiß nicht auf was du alles bei einem Umzug achtest aber bei mir steht gutes Internet ganz oben auf der Must-Have Liste. Daher in den letzten 5 Jahren bin ich 4 mal umgezogen und hatte immer gutes Internet.

Wenn die Vermieter auf ihren lausig ausgestatteten Wohnungen sitzen bleiben würden dann würde der Ausbau schneller voran gehen. Hab einigen Vermietern das so ins Gesicht gesagt. Vielleicht würden sie investieren wenn sie paar mehr absagen deswegen bekommen.
 
@Lipovitan:

Vom Ansatz her ist das Ja auch richtig. Ich denke oftmals ist es aber so, dass das Gesamtpaket da eine Rolle spielt.

Wohnung/Immobilie muss bezahlbar sein, sollte im Idealfall nicht zu weit vom Arbeitsplatz entfernt sein. Hat man ne Familie kommt der Schulweg der Kinder oder der Arbeitsweg der Frau dazu. Kfz Stellplatz ist eventuell sehr wichtig, die Lage sowieso. Klar kommt heute auch Internet dazu aber viele Leute können sich diese Priorität kaum leisten, wenn die Kinder extrem lang zur Schule brauchen oder man selber mehr in Beförderungsmitteln unterwegs ist als einem lieb ist. Und der Faktor der bezahlbaren Wohnung ist ja immer wichtiger, auch auf dem Land. Auch wenn die Mieten hier im Vergleich günstig sind, ist das Lohnniveau auch sehr niedrig.

Vielen Menschen bleibt schlicht keine andere Wahl und dann wird gehofft, das ausgebaut wird...
 
@Flomek

So wie Du das beschreibst, war/ist es bei meiner Frau und mir. 2010 haben wir uns zum Hauskauf entschieden, Frau ca. 20km Arbeitsweg, ich gehe zu Fuß. Dorf, aber mit rel. guter "Versorgungslage" (Supermärkte 6km). Immobilie verhältnismäßig günstig. Eigentlich ein Traum.

Aber bis 2015 16K-Bambusleitung. Die Gemeinde hat sich stark gemacht, 2015 gab es VDSL25, seit ein paar Monaten haben wir VDSL50 (real 38000). Für uns ohne Kinder reicht das. Sehe ich mir die Nachbarschaft an, da haben viele zwei Kinder in einem Alter, in dem das Internet, auch was die Bildung angeht (Schule), immer wichtiger wird. Und wenn sich dann vier Personen eine 38000-Leitung teilen, sieht die Sache wieder anders aus.

Was auch schon hier angesprochen wurde, dass der mangelnde Ausbau oft an den Anwohnern selbst hängt, weil viele das gar nicht benötigen (wollen). Hier wurde vor dem Ausbau mal eine Umfrage gestartet, seitens eines Unternehmens, welches einen Ortsteil mit 50K versorgt hat (als Referenz). Die haben nicht weiter ausgebaut, zu wenig Interesse. Ob die damals nur 60+ befragt haben?
 
Das kann ich ja alles verstehen aber dann war es dennoch eine bewusste Entscheidung. Ich finde es absurd sich anschließend zu beschweren, dass man sich zu Gunsten anderer Vorteile über einen bewussten Nachteil beschwert. Es sind ja keine versteckten Informationen die man nicht kennt bevor man die Wohnung bezieht.

Es ist nun mal so, dass der Ausbau auch schleppend voran geht, da einige Vermieter sicher sperren Glasfaser in ihrem Haus verlegen zu lassen.

Und natürlich bleibt einem eine Wahl. Eventuell muss man länger suchen aber jeder kann für sich selbst entscheiden ob ihn seine aktuelle Wohnsituation gefällt oder ob man sich verändern will. Wenn es finanziell nicht reicht dann muss man sich halt beruflich verändern. Man muss halt nur wollen!
 
Shakyor schrieb:
Unitymedia Werbung für 400mbit im Briefkasten, 1&1 Werbung für 50mbit Dsl im Briefkasten.
Und effektiv hab ich hier 6k (5,5 kommen ca an) für 30€ im Monat.
Läuft

Wohne in ner Kleinstadt

Na, siehste? Kannst es buchen, also alles im Lot, alle Ziele erfüllt......

.....nicht.
 
heronimo schrieb:
Da wird genörgelt aber die 0 (Null) Euro Aufpreis für Hybrid sind schon zuviel.
Wovon soll dann ein Ausbau bezahlt werden?

Ich würde sofort Hybrid buchen, wenn es den ginge, allerdings lässt das die Telekom nicht zu, also sitzt man hier auf 2 Mbit fest, die letztmalig im letzten Jahrzehnt erhöht wurden, als die Telekom endlich RAM freigeschaltet hat.

Ausbau ist zwar hier durch den Landkreis geplant, zwar leider nur nach langer Diskussion ein Backbone Ausbau, aber zumindest würde überhaupt was passieren. Allerdings legt der Landkreis nicht gerade eine hohe Geschwindigkeit an den Tag, Ende Juni gab es einen ganz tollen Zeitungsartikel, das sie jetzt Gas geben würden beim Ausbau, ich habe mich fast tot gelacht beim lesen.

Sie würden im Juli mit den Betreiberfirmen sprechen, die die Ausschreibung gewonnen haben und dann wahrscheinlich im Januar 2018 mit der Ausschreibung des Ausbau beginnen und Ende 2019 würden dann 80% min. 50Mbit und 95% 30Mbit zur Verfügung haben.

Also unter Gas geben verstehe ich etwas anderes, vor allem wenn man auch noch weiß das die Betreiberausschreibung schon Anfang März beendet war, man also im Endeffekt 4 Monate so verschenkt hat, da sieht man wie wichtig die Politik doch das ganze nimmt. Aber seit ist es auch wieder ruhig geworden, bis auf etwas Wahlkampf geblubber hört man wieder nichts mehr vom Ausbau. Der Förderbescheid vom Bund und Land über 20 Millionen liegt auch schon seit März rum und alle beteiligten Kommunen haben dem Ausbau auch zugestimmt, es ist schon echt enttäuschend, wenn immer viel gelabbert wird, aber doch nichts passiert.
 
Lipovitan schrieb:
Ich weiß nicht auf was du alles bei einem Umzug achtest aber bei mir steht gutes Internet ganz oben auf der Must-Have Liste.

Platz und Garten haben gewonnen. Von 3,5 Zimmern in eine Haushälfte mit kaum höheren Kosten haben über die stabile VDSL Leitung gesiegt. War mir auch vor dem Umzug klar. Hybrid 50 läuft ja ganz gut (tlw bis zu 60 Mbit download, wenns schlecht leider auch mal nur 35 Mbit. Reicht noch, mehr wäre natürlich toll.

Muss halt Prioritäten setzen mit einem.Kind im Kiga und einem auf der weiterführenden.

Edit: ich finde es echt scheiße, was für Geschwindigkeiten hier manche ertragen müssen. Wir sind Wirtschaftsstandort NR1 in Europa. Also sollten wir eigtl das Ziel haben in Bildung, Infrastruktur (und da zählt in meinen Augen 100 Mbit, für alle die wollen, genau so dazu wie fließend sauberes Wasser) Umweltschutz, Forschung auch auch erster Stelle zu stehen. Und nicht überall irgendwo im Mittelmaß.
 
Zuletzt bearbeitet:
Daichi schrieb:
Ich würde sofort Hybrid buchen, wenn es den ginge, allerdings lässt das die Telekom nicht zu, also sitzt man hier auf 2 Mbit fest,

Es gibt klare Regeln zur Verfügbarkeit von Hybrid im Zweifelsfall kannst du davon ausgehen das es dir auch nichts bringen würde wenn es nicht buchbar ist.
Denn ein überlasteter Mast bekommt dann auch nicht mehr Bandbreite.
 
Lipovitan schrieb:
Wenn es finanziell nicht reicht dann muss man sich halt beruflich verändern. Man muss halt nur wollen!

Ich glaube, dass Du Dir das zu einfach vor stellst. Ich habe selber vor 2 Jahren eine berufliche Weiterbildung abgeschlossen, vom Fluggerätmechaniker zum Maschinenbautechniker. Nun verdiene ich 250 Euro Netto weniger, fahre dafür fast doppelt so lange (Entsprechend auch höhere Spritkosten) und mach wesentlich mehr Stunden als vorher... Mag vielleicht einfach nur Pech sein, nichts desto trotz kann es einem so gehen.

Sich mal eben beruflich zu verändern kann man nicht immer, vor allem nicht, wenn man nebenbei eine Familie ernähren muss. Man kann auch nicht immer einfach seinen Wohnort ändern, nur weil es z.B. schlechtes Internet dort gibt. Aber auch die Leute auf dem Land zahlen ja Steuern und von diesen Steuern wird ja auch der Ausbau in der Stadt finanziert.

Das Denken, dass die Leute die auf dem Land leben nur Vorteile haben ist schlichtweg falsch. Und sich darüber zu beschweren, dass der Ausbau nicht vorangeht - wohlgemerkt mit den Steuern, die man selber auch zahlt - ist ja auch das gute Recht der Leute.
 
Weil hier jetzt schon öfter die Frage aufkam warum man nicht einfach das schnelle Kabel verwendet wenn es doch verfügbar ist: Bei uns im Rhein-Main-Gebiet ist das zum Teil sehr unzuverlässig. Gelegentlich sind ganze Gebiete einfach mal komplett vom Netz getrennt, weil es überlastet ist. Ich persönlich habe dann lieber eine langsamere Verbindung als eine unzuverlässige.
 
Tja, bei uns auf dem Dorf kann man das mit dem Internet vergessen. Was gibt's zur Auswahl?
- DSL über Funk bis zu 6000er
- Vodafone LTE 50k, allerdings bei den aktuellen Volumenbegrenzungen noch sinnlos
- ISDN, UMTS = Schrott

Im Moment haben wir die Lösung über Funk mit 6000er DSL. Ist okay, bin eh nichts besseres gewohnt. Nur traurig, dass der Bürgermeister der größeren Stadt sich feiern lässt und alles Geld in seine Stadt pumpt, die Dörfer rundherum dafür vernachlässigt werden. Und hier sollten es wohl 10% Eigenanteil sein, den die Kommune dazuschießen muss - anscheinend zu viel für meine Kommune.. Einzig VDSL soll wohl irgendwann kommen, mit Kupferleitungen bis zum Ortseingang und ab dann per Funk weiter - erwarten tue ich da allerdings nichts.
 
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