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NewsBruch mit Nvidia: EVGA steigt aus dem Geschäft mit Grafikkarten aus
Das ist schon überraschend. Auch wenn viele das einseitig als problematisch für EVGA einstufen, ist das für Nvidia auch ein Schaden. Gerade in dem USA war EVGA der Boardpartner.
Welche Hintergründe da jetzt auch immer dahinter stecken, die schlechtesten Karten dieser Generation kamen von EVGA. Einen riesigen Verlust sehe ich hier nicht, zumal EVGA die Karten sowieso nicht selbst zusammengeschustert hat, sondern von irgendeinem Fertiger in Asien bezogen hat.
Bäm .... Paukenschlag aber bissl abzusehen wärend man sich bei Nvidia eine Golde Nase verdient und Gewinn-Marge stetig stieg hat man bei AIBs die Daumenschrauben angezogen . GPU Markt läuft eh gegen die Wand ,Minning ist weg wo blöde alles vom Markt gekauft was zu verfügung stand . Hinz und Kunz soll hohen 3 wenn nicht sogar 4 stelligen Betrag auf Tisch legen . Werden nicht letzten sein , da wirds ordenlich noch scheppern am PC Markt
Na ja, sie können ja mit Grafikkarten 80 % Umsatz und hunderte Dollar pro GPU Verlust machen. Schließt sich ja nicht aus 😂. Mal gucken was mit ihnen passiert. Aber wie schon jemand meinte, in anderen Ländern sind sie mit den Rest der HW vielleicht erfolgreicher als in DE.
Sollte die Graphik den Tatsachen entsprechen, deutet das für mich eher darauf hin, dass EVGA sich im Einkauf massiv übernommen hat.
Die 3080 ist nicht für hunderte Dollar unter EVGAs eigener UVP auf dem Markt, wo soll der Verlust in dieser Höhe also herkommen, wenn nicht aus dem Einkauf?
Viele Power Delivery Komponenten, aber auch PCB-Fertigung an sich sind 2021 massiv teurer geworden und gerade kleinere Hersteller wie EVGA dürften da im Gegensatz zu den Branchenriesen wie PC Partner, Dell oder Asus, die ihre Kontingente weit im Voraus zu fixen Preisen bestellen, stark im Nachteil sein.
Wahrscheinlich hat man sich darauf verlassen, dass die sehr hohen GPU-Preise die Komponentenkäufe zu erhöhten Spot-Preisen wieder auffangen und sitzt jetzt auf einem Berg an zu teuer produzierten Ampere-Karten, die nicht mehr zu rentablen Preisen verkäuflich sind.
Wenn die mit jeder verkauften Karte hunderte Dollar Miese machen, dann ist das nur folgerichtig diesen Geschäftszweig zu schließen. Geld verbrennen kann man anderweitig langsamer. Das hier ist wohl eine Art Gesundschrumpfung, bevor das Unternehmen gegen die Wand fährt.
Nvidia hats einfach übertrieben mit den eigenen Modellen. Man hat ja auch offensichtlich keinen Bedarf mehr an Partnern und bietet die Karten lieber selbst an und streicht die komplette Marge ein.
Da werden wohl noch mehr aussteigen mittelfristig. Nvidia wird das Geschäftsgebaren ja wahrscheinlich nicht nur bei EVGA an den Tag legen.
Ergänzung ()
ich_nicht schrieb:
, in anderen Ländern sind sie mit den Rest der HW vielleicht erfolgreicher als in DE.
Ist halt die Frage, wie sehr die Grafikkartensparte auf die anderen Bereiche abgestrahlt hat und wie sich das in Zukunft auswirken wird, wenn man nur noch den Rest anbietet ohne die kostenlose Werbung für die Marke durch GPU-Reviews.
Das Video von Gamers Nexus... "Nvidia GPU allocation". Es gibt keine Variation aber Nvidia gibt vor wie viele du bekommst in der Regel nach der Metrik wie viele verkaufst du. Da EVGA der größte Nvidia Partner war (~40% Marktanteil in den USA) haben die natürlich mehr bekommen als ein PNY oder andere kleinere Hersteller.
EVGA ist ein kleiner Nvidia-Partner, keine Ahnung, wo die 40% Marktanteil in den USA herkommen sollen. Vllt. extrem cherry picked bei einzeln an Konsumenten verkauften Highend-Karten.
Die Massen an Karten setzen PC Partner, Dell, Lenovo, HP, Asus, MSI etc. um. Auch PNY macht mehr Umsatz als EVGA.
EVGA erzählt hier nicht die ganze Wahrheit, die Abgabepreise für das GPU Die + Memory Bundle an die AIBs wurden massiv reduziert, um die neuen Preise der Ampere-Karten auch für die AIBs gangbar zu machen. Wenn EVGA zu diesen Preisen wirklich hunderte USD Verlust macht, ist das eine Fehlkalkulation auf deren Seite, Nvidia's BOM für die AIBs lässt die Preise zu.
Vllt. hat EVGA im Einkauf der anderen Komponenten Fehler gemacht, anders lassen sich hunderte USD Verlust pro Karte nicht rechtfertigen. Der US-Marktpreis einer 3080, die angeblich hunderte USD Verlust macht, ist ca. auf dem Niveau bis minimal unterhalb von EVGAs eigener MSRP. Entweder EVGA lügt oder es ist Eigenverschulden.
Die 3080 ist nicht für hunderte Dollar unter EVGAs eigener UVP auf dem Markt, wo soll der Verlust in dieser Höhe also herkommen, wenn nicht aus dem Einkauf?
Das Problem dürfte hier sein, dass Nvidia die Preise diktiert aber durch die eigenen Karten mit der FE-Linie quasi eine Preisobergrenze festlegt an denen sich die Partner zwangsläufig orientieren müssen.
Ist ja nicht so, dass das wie früher miese Referenzdesign sind wo Boardpartner mit Eigenentwicklungen deutlich mehr Leistung bei der Hälfte der Lautstärke rausschlagen und dadurch höhere Preise erzielen können.
Nvidia hingegen bekommt die Chips ja für den Selbstkostenpreis und dass man die Partner nicht mehr unbedingt braucht zeigen sie ja mehr als deutlich.
Fände das als Boardpartner auch ziemlich unfair, wenn ich nicht mit Konkurrenz kämpfen muss, die die selben Konditionen in etwa im Einkauf haben sondern mit dem Hersteller selber, der die Arbeit der letzten Jahrzehnte mit den Füßen tritt und den Markt für spezielle, (noch) teurere Lösungen schlicht kaputt gemacht hat.
Ergänzung ()
KlaasKersting schrieb:
anders lassen sich hunderte USD Verlust pro Karte nicht rechtfertigen.
Du machst aber eine Milchmädchen-Rechnung auf, die nur Einkaufspreis und Verkaufspreis einbezieht.
Das gilt maximal dann wenn man das Referenzdesign übernimmt und wenig anpasst.
Wenn man hingegen ein vollkommen eigenes Design entwickelt, dann kommen hier massive R&D-Kosten hinzu. Dann noch die Marketingausgaben, Support, sehr lange Garantiezeiten...
Das rechnet sich dann nur noch, wenn man deutlich höhere Preise verlangen kann und vorallem über Masse. Nvidia tritt aber selbst als Konkurrent auf und knöpft den Partnern so Marktanteile ab, was wohl bei EVGA unter anderem dazu geführt hat, dass man die Karten nicht mehr mit ausreichendem Deckungsbeitrag an den Mann bringt und unter den Selbstkosten verkaufen musste.
Wenn man in so einer Situation ist, dann hilft nur noch die Notbremse.
AMD hat bereits einen exklusiven Partner mit Sapphire, welcher einen hervorragenden Ruf genießt.
Das würde erstmal teuer werden, wenn man hier Fuß fassen will.
Zudem kannst mit einer AMD-Karte auch nicht die irren Preise verlangen, wie es EVGA mit Nvidia-Chips gemacht hat.
Der Markt der "ich kaufe das beste und teuerste" Leute ist ziemlich klein und die kaufen kein AMD.
EVGA wäre hier also nur ein weiterer unter bereits vielen Partnern die sich dazu noch einen allgemein recht geringen Marktanteil teilen müssen.
Die Strategie von EVGA ist bei Nvidia schon nicht mehr aufgegangen, bei AMD wirds noch krasser scheitern, weil man die Mengen für teuere Custom-Designs niemals erreichen kann
@rg88 dann bedenk aber auch mal, dass die hohen Crypto Margen lange Zeit nicht bei Nvidia angekommen sind sondern bei den Partnern und Händlern....die FEs gingen dauerthaft zur UVP raus während jede andere Karte für das doppelte weg gegangen ist....bis dann Nvidia selber mal angezogen hat und die Partner auch teurer einkaufen mussten....dass man dann bei fallenden Preisen Verlust pro Karte macht ist dann halt irgendwann so wenn die GPU Preise plötzlich wieder fallen, das darf man halt auch nicht vergessen. Wenn EVGA pro Karte hunderte Dollar Verlust macht, dann läuft bei EVGA was im Einkauf falsch, wenn die zu viele Chips zu teuren Preisen einkaufen und dann drauf sitzen bleiben....da sollte man nicht nur die Schuld Nvidia zuweisen, so wie ich das verstehe wollte EVGA, dass Nvidia die Preise für die Chips den Marktpreisen anpasst und das dann wohl rückwirkend wenn die GPU Preise gerade wieder gefallen sind...aber hat EVGA denn mehr an Nvidia gezahlt als ne 3080 für 1500€ im Laden weg ging? Das wage ich zu bezweifeln....
Der "Rest" sind für mich ASUS, Gigabyte und MSI mit tausenden Mitarbeitern und eigener Fertigung, auch wenn sie vielleicht nicht alles im eigenem Hause herstellen. Oben drauf noch Zotac, Inno3D und Manli als Hausmarken von PC-Partner.
Genauer genommen also nein, nicht wie der "Rest", was durchaus einer der Gründe für diesen Schritt sein könnte. Wenn man alles extern fertigen lässt, sieht die Kalkulation etwas anders aus, als wenn es in eigenem Hause passiert.
EDIT: Ganz vergessen, Palit mit den Marken Gainward, KFA² und Galax.
Nur, dass die Partner nicht ausreichend beliefert wurden sondern nvidia Containerweise eigene Karten direkt an die Miningfarmen verkauft hat.
Ich hab bei keinem Partner etwas mitbekommen, dasss die in der Zeit utopische Gewinne gemacht haben. Nur Nvidia selbst.
gunmarine schrieb:
Wenn EVGA pro Karte hunderte Dollar Verlust macht, dann läuft bei EVGA was im Einkauf falsch, wenn die zu viele Chips zu teuren Preisen einkaufen und dann drauf sitzen bleiben....
Wie bereits oben geschrieben lässt auch du hier Aspekte weg und gehst von Teilekosten - Verkaufspreis = Gewinn/Verlust aus, was bei eigener F&E nicht annährend so stimmt.
Zudem waren sie ja bei der 3000er Serie noch dabei, sehen aber angesichts Nvidias Marktgebaren keine Zukunft mehr für die eigenen Designs, zumindest nicht für die Preis, den sie erzielen müssten. Da sind ein paar Bauteile nicht das entscheidende.
gunmarine schrieb:
aber hat EVGA denn mehr an Nvidia gezahlt als ne 3080 für 1500€ im Laden weg ging? Das wage ich zu bezweifeln....
Gezahlt für die Chips? Sicher nicht. Kosten gehabt? Offensichtlich ja, sonst würde man nicht die hohen Verluste haben und hätte nicht die Notbremse gezogen.
Wenn man hingegen ein vollkommen eigenes Design entwickelt, dann kommen hier massive R&D-Kosten hinzu. Dann noch die Marketingausgaben, Support, sehr lange Garantiezeiten...
Nvidia stellt genauso wie AMD den Partnern Referenzdesigns zur Verfügung. Von "massiven R&D Kosten" kann man bei EVGA definitiv nicht reden, die Ampere Generation war von denen grottenschlecht und mit zig Problemen behaftet, die seltsamerweise die Konkurrenz nicht hatte.
Von "massiven R&D Kosten" kann man bei EVGA definitiv nicht reden, die Ampere Generation war von denen grottenschlecht und mit zig Problemen behaftet, die seltsamerweise die Konkurrenz nicht hatte.
Auch ein schlechtes Design kann viel Geld verschlingen R&D ist sehr teuer, egal was am Ende dabei rauskommt.
Sie setzen ja eben nicht auf das Referenzdesign, das ist doch genau die Krux und das Geschäftsmodell.
Haben sie halt eine Generation in den Sand gesetzt, kann passieren. Aber entweder sie haben die selben Fehler bei der 4000er Serie jetzt wiederholt oder man sieht die eigenen Custom-Designs nicht als konkurrenzfähig in der aktuellen Marksituation.
Es werden hier sicherlich viele Aspekte zusammenkommen, die zu der Entscheidung geführt haben, dass man aussteigt, das ist uns allen klar glaub ich.
Entweder kann ich mir eigenes Design leisten und mache es besser als die Konkurrenz oder ich sollte es schlichtweg lassen. Von EVGA haben wir Schrott gesehen und wenn sie dieser Schrott auch noch viel Geld gekostet hat, dann tut es mir ehrlich gesagt erst recht nicht leid.
Ich kenne das "Geschäftsmodell" von EVGA nicht, aber das Ergebnis war definitiv für die Tonne. Immer die "dickste" Karte auf dem Markt haben zu wollen und sich mit dem Namen eines Modders zu schmücken, ist für mich kein Geschäftsmodell wenn das Grundgerüst scheinbar von der Wurzel an längst verschimmelt ist.
erst verkaufens die dinger mit 10 jahren garantie - zggm waren das nicht grad die topprodukte, und im vergleich zur founders nicht mehr konkurrenzfähigg - und jez steigens aus. sehr vertrauneswürdig für alle anderen geschäftsbereiche. ich hoffe ja sehr dass ASR hier einspringt, denn deren AMD-karten sind hammer.