News Bundesnetzagentur: Wann DSL-Anschlüsse zugunsten von Glasfaser abgeschaltet werden

Sebbi schrieb:
ich korrigiere mal den Satz für die BNetzA:

Wenn die Kupfer-Infrastruktur dann final abgeschaltet wird, MUSS Glasfaser zu 100% flächendeckend und anbieterneutral verfügbar sein.


Eher brauchen die nicht anfangen, über Abschaltungen nachzudenken.
Falsch, das wird die BNetzA und vielmehr noch die Betreiber nicht interessieren.

Denn diese haben das Gestz auf ihrer Seite und können sich ganz einfach auf Teil 9 des Telekommunikationsgesetz berufen:

"Nach dem Telekommunikationsgesetz haben Sie einen Anspruch auf Versorgung mit einem Mindestangebot an Telekommunikationsdiensten. Der Anspruch umfasst auch den hierfür notwendigen Anschluss an ein öffentliches Telekommunikationsnetz und besteht für Ihre Hauptwohnung oder für Ihren Geschäftsort. Mit dem Anspruch wird das Recht auf eine angemessene soziale und wirtschaftliche Teilhabe verwirklicht."

Soweit so gut, jeder hat einen Rechtsanspruch auf Internetanschluss. Interessant wird es dann aber im weiteren Text:

"Ein gesetzlicher Rechtsanspruch auf einen leitungsgebundenen Anschluss besteht nicht. Vielmehr darf die Versorgung auch drahtlos erbracht werden. Hierfür kommen unter anderem der Mobilfunk und der Satellitenfunk in Betracht."

Die übrigen 20% haben dann eben die Wahl: Auf eigene Kosten an GF anschließen lassen, oder sie bekommen dann eben eine Mobilfunk/5G-Box hingestellt und dann wird abgeschaltet.
Da kann dann auch niemand vor Gericht ziehen und auf den Weiterbetrieb des bestehdenden DSL pochen solange der Anbieter im gesetzlichen Rahmen bleibt und als Ersatz eine "adäquate" drahtlose Alternative anbietet welche das Mindestangebot erfüllt.
 
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gbggbg schrieb:
Die übrigen 20% haben dann eben die Wahl: Auf eigene Kosten an GF anschließen lassen, oder sie bekommen dann eben eine Mobilfunk/5G-Box hingestellt und dann wird abgeschaltet.
Da kann dann auch niemand vor Gericht ziehen und auf den Weiterbetrieb des bestehdenden DSL pochen solange der Anbieter im gesetzlichen Rahmen bleibt und als Ersatz eine "adäquate" drahtlose Alternative anbietet welche das Mindestangebot erfüllt.
Einerseits hat man schon vor Ewigkeiten dünner besiedelte Gegenden gefördert mit Glasfaser erschlossen. Andererseits: Wenn das Angebot im gesetzlichen Rahmen und vergleichbar ist: Warum nicht?
 
Dorimil schrieb:
Dachte früher auch: wozu brauch ich mehr? Heute will ich es nicht mehr missen. Homeoffice, streamen, zocken und das mit 5-15 Geräten gleichzeitig! (alleine auf meinem Rechenr Online-Game, 2k Twitch und womöglich noch eine Sport-Live-Übertragung gleichzeitig) Das hätte die alte Kupferleitung im Leben nicht geschafft.
Das ist aber auch eine sehr spezielle Situation.

Ich arbeite z. B. überwiegend im Büro in Tech, da ist alles technisch vom Feinsten (bis auf Maus und Tastatur :D). Daheim mache ich fast nichts, selten mal etwas Homeoffice. Privat kein Gaming oder ähnliches. Ich merke keinen Unterschied zu meinem alten DSL, außer aufm Konto. Dafür hat sich Glasfaser richtig gelohnt ... nicht.
 
Die EU hat heute 2035 das europaweite Ende Kupfer verkündet, unklar ob auch Kabel dazu zählt.
Der 80% Punkt könnte dann bei 2032/33 liegen, dann rostet die Telekom-Elektronik schon deutlich. Im Norden ist man weiter bei Glasfaser, aber die salzige Luft wird dort früher die DSL-Technik zerfressen.
 
coxon schrieb:
Empfehle wärmstens den Clip hier, damit ihr versteht was ich meine. ;)
Ich verstehe einfach nicht wie unfähig solche Menschen sind, die so etwas entscheiden.
Die Frau spricht von kosten senken bei 6:22, wo die höchsten kosten bestimmt die ganzen Straßen aufzureissen und diese wieder zuzumachen, dann schließ doch einfach Ausnahmlos jeden in der Straße an, dann sparst du kosten, weil du es später nicht noch mal machen musst. Was Rauchen die den ganzen Tag?
Regelung hin oder her, wenn intressiert das im Endeffekt? Was soll so ein Blödsinn?
 
alkaAdeluxx schrieb:
dann schließ doch einfach Ausnahmlos jeden in der Straße an, dann sparst du kosten, weil du es später nicht noch mal machen musst. Was Rauchen die den ganzen Tag?
Wärst du begeistert, wenn da jemand auf deinem Grund/in deinem Haus arbeitet, den du da nicht haben willst? Der Aufwand vom Haus bis zur Straße zu graben ist ja jedesmal recht ähnlich, unabhängig vom Zeitpunkt.
 
Conqi schrieb:
Billiger kriegt man doch keine Wertsteigerung für seine Bude. In 10 Jahren wir das Ding ohne Glasfaser keiner mehr haben wollen.
Unser Hausbesitzer wird in solchen Dingen zu seinen Lebzeiten auch nix mehr machen oder zulassen, selbst wenn das für ihn keinerlei Kosten bedeutet. Abgesehen davon ist ein Glasfaserausbau bei uns derzeit gar nicht geplant - von keinem Anbieter, wie die Verfügbarkeitschecks zeigen.
 
rezzler schrieb:
Der Aufwand vom Haus bis zur Straße zu graben ist ja jedesmal recht ähnlich, unabhängig vom Zeitpunkt.
Ne da gräbt sich ein Roboter einfach bis kurz vor die Hauswand, da muss gar nichts extra aufgegraben werden.
siehe hier
rezzler schrieb:
Wärst du begeistert, wenn da jemand auf deinem Grund/in deinem Haus arbeitet, den du da nicht haben willst?
Warum sollte ich jemanden der mir Zukunftssicheres Internet ins Haus legen möchte nicht da haben?
Natürlich wäre ich begeistert
 
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alkaAdeluxx schrieb:
Ne da gräbt sich ein Roboter einfach bis kurz vor die Hauswand, da muss gar nichts extra aufgegraben werden.
siehe hier
Genau so wurde das bei mir von der Deutschen GigaNetz auch gemacht. Insg. völlig unkompliziert und schnell erledigt.
 
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Man gebe mir eine Faser, ich werfe sofort alles andere an Legacy Verbindungen über Board.
Dieses gequetschte um aus DSL alles raus zu holen, das hat viel mit absoluter Angst vor Veränderung zu tun. Klar, die Technik ist ausgereift, aber auch total abgenudelt.
Es wird Zeit für den Technikfriedhof.
 
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Knecht_Ruprecht schrieb:
Inexio hatte damals für unsere Minigemeinden auch Glasfaser realisiert. Die blasen das aber nicht selber ein, sondern beauftragen Dienstleister.

Die Internetverbindung über Inexio war ausgezeichnet. Keine nennenswerten Ausfälle. Der Support abseits der Endkunden-Telefonhotline ist aber grauenhaft. Schlechte Absprachen, unklare interne Prozesse, keiner Zuständig, keiner Erreichbar. Da geht es aber um technischen Kram im Hintergrund, Einhaltung von Zusagen oder Netzerweiterungen. Das ist für dich als Endkunden aber egal. Wenn die Leitung mal läuft, wirst du bestimmt zufrieden sein.
Wenn die Leitung mal kommt. Unsere Nachbarn warten seit fünf Jahren, dass Inexio einen Dienstleister beauftragt oder einen Techniker schickt, um die Glasfaser einzublasen. FÜNF JAHRE. Wenn man rechtlich keine Mittel an die Hand bekommt, um etwas zu erzwingen, passiert da einfach gar nichts.
 
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ich wünsche mir alle technologien. hauptsache der preis ist niedrig.

letztens gab es zum black friday 2025 bei klarmobil 50 mbit/s als flatrate für 15 € im monat. mehr brauche ich nicht.
 
Kadett_Pirx schrieb:
Schätzungsweise müsstest du bei dem Prozess, der dahin führt, daß du dein Glasfaserkabel in die Wohnung bekommst, mal von Anfang an eingebunden sein, um zu verstehen, wo die Probleme der "Deppen" überall liegen.
Es ist keine Wohnung. Es ist ein Haus. Das Leerrohr ist da, der Verteiler ist da. Ein Teil der Leute in der Straße hat schon Glasfaser, ein anderer Teil wartet, teilweise seit fünf Jahren. Das ist kein Problem "mit dem Staat" oder der Bürokratie oder der Überregulierung. Das ist einfach die Unfähigkeit von Inexio, einen Dienstleister oder Techniker zu beauftragen, den Anschluss fertigzustellen. Inexio ist schlicht der schlechteste Internetanbieter in Deutschland, mit weitem Abstand. Jeder Mensch der dort arbeitet, sollte sich schämen für dieses Unternehmen tätig zu sein.
 
alkaAdeluxx schrieb:
Ne da gräbt sich ein Roboter einfach bis kurz vor die Hauswand, da muss gar nichts extra aufgegraben werden.
siehe hier
wurde bei der Infoveranstaltung hier exakt so kommuniziert. Die Realität: Pickel, Spaten, Minibagger ;)
 
Warum reicht einem Privathaushalt keine 100 Mbit/s Internetanbindung?
Für was braucht man 1 Gbit/s oder noch schneller und warum ist man bereit, dafür dann soviel Geld zu bezahlen?
Welchen Mehrwert haben 1 Gbit/s gegenüber 100 Mbit/s?
 
Zuletzt bearbeitet:
blende11 schrieb:
Warum reicht einem Privathaushalt keine 100 Mbit/s Internetanbindung?
Für was braucht man 1 Gbit/s oder noch schneller und warum ist man bereit, dafür dann soviel Geld zu bezahlen?
Warum reicht einem Privathaushalt kein 110 PS Golf? Warum muss es ein aufgemotzter RS6-Kombi sein?
 
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rezzler schrieb:
Dort erwischt man halt mit relativ wenig Aufwand die meisten Leute. Der geförderte FTTH-Ausbau ist in manchen Regionen ja schon seit einem Jahrzehnt durch und 100% Anschlussquote kommt da auch vor.

nur wenn das ein Gebiet aus den 60/70er Jahren ist wo die ganzen Boomer drinhocken, die renitent erstmal mit dem zufrieden sind was sie haben. Lokale Negativ Schlagzeilen im Käsblättchen weils Dörfchen nebenan Themen mit dem DG Ausbautrupp eines anderen Subunternehmens hatte und schwupps.

Ein bisschen viel ist das halt schon wenn man TV Kabel und Telefondraht in der Bude hat.

Hier in der Zeile sinds 9 Wohnungen und ich bin der einzige der es als neu eingezogener haben will weil er im TK Bereich arbeitet.

Als Vermieter würde ich sofort zuschlagen aber das machen vermutlich auch wenige da das Thema Inhaus Anbindung auch so nicht ganz geklärt ist.
Und das Drama mit der Kabel Coax Anbindung der Wohnungen ist denen vermutlich auch im Gedächtnis geblieben. Dazu dann das Gekaspere nach Wegfall Nebenkostenprivileg welcher Anbieter nun übers COAX Hausnetz darf

(Vor zehn Jahren scheiterte das an einem anderen Wohnort schon dran dass man die Kabelnetz Anbindung jeder einzelnen Wohnung von Einzelkabel pro Silo auf Kabel pro Wohneinheit umstellen wollte, weil die Leerrohre sowas ned hergaben und keiner das Risiko mit der Nachtspeicherheizung wohl eingehen wollte.
G.Fast war wurde da auch nicht genommen von damals KabelBW/Unitymedia

Verpeilte Planungen bei der Hauszuführung machens dann nicht besser, wenn das Leerrohr ins Haus auf der ganz anderen Seite liegt, wobei ich die Hoffnung hat das regelt sich noch da Glas auf beiden Seiten der Zeile verlegt wurde. Ausser die spekulieren aufs Treppenhaus.

Es bleibt spannend
 
Pitt_G. schrieb:
nur wenn das ein Gebiet aus den 60/70er Jahren ist wo die ganzen Boomer drinhocken, die renitent erstmal mit dem zufrieden sind was sie haben.
Was schüttest Du Dir eigentlich morgens in den Kaffee, dass Du meinst eine ganze Altersgruppe von Menschen in eine Schublade stecken und diffamieren zu müssen?
 
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@blende11
Abseits der Computerbase Blase reichen 100 Mbit/s momentan wohl tatsächlich sehr vielen Haushalten. Wenn man davon ausgeht, ein klassischer Haushalt streamt auf 2-3 Geräte Prime/Netflix/Disney/etc. und/oder es wird ein Multiplayer Spiel gezockt. Aber 100 Mbit/s sind ja noch lange nicht überall verfügbar und werden es über Kupfer vielleicht auch nie mehr.

Bei Glasfaser ist die Geschwindigkeit halt nur noch eine Tarifwahl und quasi nicht mehr technisch beschränkt. Selbst wenn man ganz schnöde nur Online Spiele zockt, dann haben diese Spiele inzwischen Installationsgrößen jenseits der 100 GB. Und beim Download verkürzt eine hohe Bandbreite natürlich die Wartezeit. Könnte man nicht auch einfach 20 Minuten länger warten, weil man ja nicht täglich ein Spiel installiert? Klar, wenn man das möchte. Und wenn man das nicht möchte, dann holt man sich eben mehr Bandbreite.

Bei dem bei mir verfügbaren Provider für Glasfaser kann ich wählen zwischen:
50/20 Mbit/s für 39,95 €
100/40 Mbit/s für 49,95 €
300/200 Mbit/s für 54,95€
600/300 Mbit/s für 79,95 €
1000/500 Mbit/s für 99,95€

Wie man an der (Upselling) Preisstaffelung sieht, wirkt der 300/200 Tarif im Vergleich zum 100/40 attraktiver. Beim vorherigen Provider gibt als Einstieg nur einen 100/20 Mbit/s Tarif für 49,95 € + Routermiete. Weitere Alternativprovider gibt es nicht, bzw. nur Mobilfunk.
 
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@Incanus fühlt sich da jemand angesprochen, einige der Boomer die mir so übern weg laufen sind halt recht speziell.

Und ich sag Dir es wird manchmal nicht besser, je älter die werden..

könnte aber auch an süddeutscher Mentalität liegen.
 
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