News Bundesnetzagentur: Wann DSL-Anschlüsse zugunsten von Glasfaser abgeschaltet werden

Krausetablette schrieb:
Niemand wird überrascht sein, wenn Glasfaser anliegt. Liegt Glasfaser nicht an, braucht es auch keine Ankündigung, weil schlicht nichts abgeschaltet wird.
Es geht dabei auch eher darum, sich nicht ohne Vorwarnung plötzlich um einen Wechsel auf einen Glasfaser-Tarif kümmern zu müssen. Man soll also nicht vom notwendigen Tarif-/Anbieterwechsel überrascht werden, sondern genügen Zeit haben, sich in Ruhe einen passenden Anbieter und Tarif für den Glasfaseranschluss suchen zu können.

Verringert auch die Gefahr, das windige Drückkolonnen den Leute auf den letzten Drücker irgendwelche Verträge aufschwatzen. Denn wenn die Abschaltung kurzfristig erfolgt, fehlt einem die Zeit für überlegte Vergleiche und man nimmt potentiell das erstbeste Angebot - also von den umherziehenden Drückerkolonnen.
 
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Nebula123 schrieb:
gibt es das überhaupt noch?
Aktueller Screenshot zur den DSL-Informationen im Menü meiner Fritzbox:

1768917262102.png
 
dh9 schrieb:
Warum auch ein funktionierendes Backup in der Hinterhand halten? Machen wir ja sonst auch nicht. Also abschalten und nicht weiter drueber nachdenken.
LoRa wäre doch bestimmt eine Lösung? als Notlösung um überhaupt Messages oder kleinst Daten zu übermitteln.
 
Web-Schecki schrieb:
Die Patente und das know-how dürften nicht bei deutschen Firmen liegen. Wie genau willst du eine US-amerikanische Firma dazu bewegen, in Deutschland eine Produktion von Komponenten für eine sterbende Technologie hochzufahren? Merkste selbst, hoffe ich..
Meines Wissens nach kommt das Zeug aus Fernost. Patente kann man lizensieren. Warum sollte irgendeine Firma, die an einer "sterbenden" Technik bald nichts mehr verdient, diese nicht weiterlizensieren? Fertigen können wir das, das ist 0815. Teile der Anlagen haben wir wahrscheinlich sogar gebaut. In jedem Fall sehe ich ebenso die Möglichkeit, die Fertigungsanlagen zu kaufen und hier weiterzunutzen. Warum nicht? Das ist doch Gang und Gäbe. Das einzige, was wir vielleicht verlernt haben, ist wirklich mal zu agieren und nicht ständig als Getriebene zu reagieren als ob das alles gottgegeben wäre. Das machen wir schon viel zu lange, machen uns abhängig, wegen ein paar kurzfristig gesparten Cents.
 
Nebula123 schrieb:
gibt es das überhaupt noch? Meine Eltern wurden vor Jahren von ADSL6 (mehr ging nicht) auf VDSL16 umgestellt (ankommen tun nun ~20Mbps, statt 5)
1768917993291.png


Ja gibt es noch. Würde ich knapp 300m südlich oder östlich wohnen, gäb es VDSL100. Der Netzausbau fühlt sich durch Kabelinternet irgendwie schöngepfuscht an. Kann den Verteilerkasten aus dem Fenster sehen.
 
jurrasstoil schrieb:
Ja gibt es noch. Würde ich knapp 300m südlich oder östlich wohnen, gäb es VDSL100.
An meiner alten Adresse hatte ich ADSL16 (die voll ankamen) und VDSL50 endete ca. 20m vom Haus entfernt...
 
p-trettin schrieb:
Meines Wissens nach kommt das Zeug aus Fernost.
Broadcom ist eine US-amerikanische Firma und die sind bekannt für ihre DSL-Chipsätze. Andere Netzwerkausrüster sind z.B. Nokia, Ericsson und Huawei, die allesamt Komponenten im DSL-Bereich bereitstellen.
Gebaut wird sicher in Fernost, weil es dort am günstigsten ist. Die Patente dürften verteilt bei verschiedenen Firmen liegen...

p-trettin schrieb:
Fertigen können wir das, das ist 0815.
Große Worte, mehr nicht.

Halbleiterfertigung ist alles andere als trivial. Du brauchst das know-how für den Prozess, du brauchst Fachkräfte, du brauchst entsprechend ausgerüstete Fabriken. Allein letzteres ist eine riesige Investition.
WENN wir das so einfach tun könnten und dabei noch profitabel wären, dann sollten wir angesichts der aktuellen Marktsituation vielleicht lieber mit DRAM anfangen. Da wird es in den nächsten paar Jahren weltweit einen absehbaren Bedarf geben, sodass immerhin die Chance besteht, dass wir die Investitionen wieder hereinholen. DSL hingegen ist ein absolut beschränkter Markt, der absehbar nur kleiner werden kann. Eine größere Fehlinvestition wäre kaum denkbar.
 
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AMDFX schrieb:
Und dann sitz ich hier in der Mietwohnung, wo die Telekom Glasfaser ausbauen wollte aber der Vermieter abgelehnt hat 🙄
Bitte den Hauseigentümer benennen. Dieses Thema hat leider noch zu wenig Aufmerksamkeit. 😞
 
Die wilde Inge schrieb:
Da sind wir hier sogar schon ein Schritt weiter. Die alte Oberlandleitung, die hier mehrere Grundstücke (auch meines) versorgt hat, wird demnächst zurückgebaut, da sämtliche Nachbarn einen aktiven GF-Tarif gebucht haben.
bei uns liegt Glasfaser und die Masten für die Oberlandleitung wurden erst kürzlich erneuert - sinnloserweise...
 
Ghostshield schrieb:
Was kann ich machen, SWB Telekom und Vodafone haben Glasfaser für unserer Mietwohnung, die staewog will aber nur Vodafone im Haus Glasfaser ausbauen lassen.
Im Grunde kannst du nur vor Gericht ziehen.
Auch wenn der Hauseigentümer hier mal wieder rechtswidrig handelt und man durchaus gute Aussichten hätte, würde ich mir das aber gut vorher überlegen weil:

1. Rechtsstreit kostet Zeit, Geld und Nerven

2. Der Vermieter könnte dazu motiviert werden dich in irgendeiner Weise zu drangsalieren bis hin zur Kündigung wegen "Eigenbedarf".
 
Solange in dieser Freiluftpsychiatrie Deutschland Subunternehmer für die Verlegung der bestehenden Glasfaserleitungen von der Straße in das Wohnhaus versuchen sich die Taschen dick zu machen, bleibe ich so lange bei meinem Kupfer VDSL 100Mbit Anschluss wie es mir möglich ist.

Hängt bei mir auch mit der Zustimmung der Vermieterin als Hauseigentümerin ab. Als die Firma Leo Net hier Anfang 2024 versucht hat, den Kunden Glasfaseranschlüsse aufzuschwatzen mit äußerst zu hinterfragenden Behauptungen und am Schluss so, das es zu Lasten meiner Mietunkosten gegangen wäre mit der zusätzlichen Belastung auch bei Leo Net einen monatlich völlig überteuerten Glasfasertarif anzuschließen, bin ich ganz froh das die Mehrheit der Bevölkerung sich in unserem Landkreis dagegen entschieden hat.

Wenn man den Glasfaserausbau vorantreiben will, dann schließlich zu 100% und nicht so das nur 90% Prozent erfüllt werden. Wenn die Bundesnetzagentur diese Infrastruktur nicht vollständig bis zur Verlegung ins Wohnhaus fördern will oder kann, dann darf sich in Berlin keiner wundern, warum das weiterhin so stockt.

In meinem Fall hätte das Angebot von Leo Net die Faser Verlegung meine Vermieterin 1500€ gekostet.

Hab dann mal bei meinem Anbieter 1&1 angefragt, was mich das ganze als 14 Jähriger Bestandskunde kosten würde. Da bei unserem Knotenpunkt auf der Hauptstraße in ca. 300 Meter Entfernung schon seit 2021 Glasfaser anliegt, könnte ich meinen bestehenden Vertrag auf einen Glasfaser/VDSL Kombivertrag umswitchen lassen und sobald meine Hausbesitzerin das ok geben würde, hätte das ganze zum gleichen Zeitpunkt nur 800€ Verlegungsgebühren gekostet.

Wie können solche Preisunterschiede zustande kommen ? Alles nur noch eine unsittliche Abzockerei in diesem Land.
 
Kritisch bewertet sieht der Verband hingegen die FTTH-Quote von 80 Prozent, das könne nach Ansicht des Breko die Kupfer-Abschaltung deutlich verzögern. „Eine realistischere Schwelle wären 85 Prozent Homes Passed“, so Albers. Bei Homes Passed ist das Haus nicht direkt angebunden, das Glasfaserkabel liegt aber in der unmittelbaren Nähe. Den Anschluss final zu schalten, sollte dann binnen kurzer Zeit möglich sein.

Genau das was er da anspricht ist aber aktuell in SEHR VIELEN REGIONEN das Problem! Die Techniker kommen eben nicht binnen kurzer Zeit sondern im Gegenteil die Leute warten oft Jahre das das Haus/Wohnung endlich von einem Techniker angebunden wird!

Beispiel Telekom , die vor dem Glasfaserausbau als sie ihre 80% + erreicht hatten mit dem DSL Netz Stück für Stück ihren Bestand an Technik Personal reduziert haben und nun für DSL + Glasfaser nicht genug haben wodurch man eben "Termine" von 8-12 oder 12-16 Uhr bekommt wo dann aber auch gerne kein Techniker erscheint (selber 3x in Folge erlebt!) oder eben im Falle von Glasfaser erst gar keinen Termin bekommt weil der FTTB Ausbau zum Haus über externe Partner schneller voran geht als die Techniker der Telekom selbst dann mit dem Anschluss im Haus/Wohnung nachkommen.

Bin froh mit "nur" 1 Jahr Verzögerung (obwohl zum Einzug FTTB bis in Haus schon fertig war und ein anderer Mieter auch schon per Glasfaser FTTH angebunden war) endlich meine Glasfaser Anschluss bekommen zu haben. Wie bei V-DSL zuvor auch ist die Glasfaser Leitung der Telekom darüber Bombe Stabil. Aber der Weg dahin, da willst schnell einige Manager der Telekom erwürgen... :stock:
 
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RedPanda05 schrieb:
Oh cool, bezahlst du dann den Unterhalt von 2 nutzlosen Infrastrukturen für ganz Deutschland?
na klar, mit meinen steuern und mit meinen gebühren beim anbieter.

und nutzlos sind sie nicht, denn ich würde beim fernsehkabel bleiben, wenn die glasfaser weiterhin das doppelte kosten würde. deshalb ist sie nicht verlegt worden, weil ich keinen teuren tarif buchen wollte. stattdessen hätte sie einfach überall gelegt werden sollen, damit ich irgendwann bei einem guten angebot wechseln könnte.

firmen könnten mehrer leitungen buchen, um ein backup zu haben.
wir haben bei uns in der firma zb 500mbit/s 5g bei o2 und 40mbit/s dsl bei telekom.
per 5g haben wir manchmal sehr schlechte verbindung und dann stellen wir auf dsl um, damit wir weiterarbeiten können.
 
In meiner 8.000 Einwoher Stadt muss sich erstmal ein ISP finden der den Ausbau übernimmt. Zuerst wollte es die Telekom machen, ist dann aber abgesprungen. Dann kam die GigaNetz, auch daraus wurde nichts. Und zuletzt sollte es die Open Infra wohl durchführen, aber auch die haben sich anders entschieden 😆.

Die einzige Glasfaser die es also gibt, ist die in meinem HomeLab und das wird wohl auch noch eine Zeit so bleiben 🤷‍♂️

Würde mich interessieren wie es anderen kleinen Gemeinden mit der selben Einwohnerzahl ergeht...
 
Solange die Kosten für Glasfaser über denen von DSL liegen wird keiner freiwillig zu Glasfaser wechseln. Oder kann mir einer sagen, warum die 1000er Leitung über Glasfaser bis zu 50 % mehr Kostet und weniger Leistet.. immerhin gehen über meine Kabelleitung auch gleichzeitig noch TV/Radio
 
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Painkiller72 schrieb:
Wie können solche Preisunterschiede zustande kommen ?
Indem man sich veräppeln lässt wie du es mir dir hast machen lassen.

Der Anschluss von Leonet (UGG) wäre ne gute Sache gewesen, auch mit o2 als Provider wem das besser gefällt. Besser als viele andere Angebote hierzulande.

Wenn du dich von 1&1 in einen Übergangstarif drücken lässt, zahlst du unnötig lange Hochpreis, da das überhaupt nur möglich war weil die Telekom versucht, die UGG zu überbauen bzw. anzukündigen zu überbauen, um der UGG den Ausbau unwirtschaftlich und unmöglich zu machen. Mit dem Ergebnis, dass sich vielerorts beide zurückziehen. Ist hier auch so.

1&1 baut selbst überhaupt kein Glasfaser für Privatkunden.
 
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Das dauert in Oberbayern noch 100 Jahre, die Kabel wurden nur für die Geschäfte und die
Innenstadt verlegt!
Sonst rein gar nix, da werden nur die neu gebauten Straße wieder aufgerissen.
 
alyk.brevin schrieb:
na klar, mit meinen steuern und mit meinen gebühren beim anbieter.
Du warst ja nichtmal bereit für den Glasfaser Tarif zu bezahlen, aber für 3 Leitungen, von denen du 2 nicht nutzen würdest, würdest du dann lieber zahlen xd
 
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wenns dafür sorgen würde, dass ich ENDLICH glasfaser bekäme, könnte DSL von mir aus garnicht nicht schnell genug abgeschaltet werden
 
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