News Bundesnetzagentur: Wann DSL-Anschlüsse zugunsten von Glasfaser abgeschaltet werden

wieso sollte das abgeschaltet werden?

infrastruktur sollte vom staat ausgehen: jeder haushalt und jede firma kriegt eine dsl-leitung, ein fernsehkabel und eine glasfaser (aon) direkt in die wohnung. egal was man davon will und egal was der vermieter will.

und dann kann jeder kunde bei jedem anbieter jeden tarif buchen, der anbieter mietet die leitung und fertig.

das gleiche natürlich auch bei mobilfunk: ganz deutschland wird mit masten zugepflastert, auf jedem mast ist jeder frequenzbereich aktiv, jeder kunde kriegt bei jedem anbieter jede frequenz (keine frequenzauktion) und damit hat jeder immer überall die beste verbindung (bei zuvielen benutzern an einem mast muss dort eben ausgebaut werden). die anbieter zahlen dann anteilig mastmiete für ihre kunden.

ein recht auf min 15+5mbit/s gibts ja schon:
https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Vportal/TK/InternetTelefon/Versorgung/start.html

da müssen eben solche passagen geändert werden:
Es besteht kein Anspruch auf einen Anschluss mit einer bestimmten Technik, zum Beispiel Glasfaser.
Wenn Sie einen Glasfaser-Anschluss möchten, dann sollten Sie mit den vor Ort tätigen Telekommunikationsunternehmen in Kontakt treten und eine Anbindung via Glasfaser klären.
 
chithanh schrieb:
@Myki dort ist der Leidensdruck noch zu gering
Gibt ja auch TV-Kabel über das 1 Gbit/s möglich ist

Bevor ich wieder zu Vodafone zurück wechseln muss, schalte ich lieber das Internet aus. Von deren Gigabit Zukunftsnetz will ich nichts mehr sehen, in Corona Zeiten starke 0,5mbit im Upload. Schön, wenn man einen Online Kurs hält, wo Leute sehr viel Geld bezahlt haben, einen zu sehen und nichts geht's mehr.
 
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Beitrag schrieb:
aber falls die GF nur von der Telekom angeboten wird, würde ich dennoch nicht wechseln.
Das Schöne ist, dass dort, wo die Telekom Netzbetreiber ist, mit die größte Auswahl an alternativen, etablierten Anbietern besteht. Und zumindest bei o2 bekommst du dann einen hervorragenden Internetdienst mit echtem Dual-Stack (öffentliche IPv4-Adresse).
Ein Glasfaser-Ausbau durch die Telekom ist de-facto in Deutschland so ziemlich das beste, was dir passieren kann.
 
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sarge05 schrieb:
Niemand wird mein DSL Anschluss wegnehmen :)
Da es der Anschluss ist, wird dir niemand deinen Anschluss wegnehmen. :mussweg:

Cr4y schrieb:
Weils extrem teuer ist und kaum Mehrwert bietet?
conf_t schrieb:
DSL verursacht höhere laufende Betriebskosten,
Interessant, dass dann diese geringeren Kosten beim Kunden nicht ankommen. Ich zahle derzeit 35 pro Monat für DSL 100 in der Stadt. Die kommen auch zu jeder Zeit durch die Leitung. Reicht mir[TM] für meine Ansprüche. Ich habe auch keinen Bock, mehr für Internet auszugeben, aber die GF-Geschichten sind allesamt teurer.
 
Postman schrieb:
Das bedeutet für den Hausbesitzer extra Kosten für Glasfaser, da auch am Haus einiges angepasst werden muss, und dass obwohl die DSL Geschwindigkeit für viele reicht. Für Mieter drohen dann eher Mieterhöhungen, weil der Hausbesitzer das mit einem technischen Update begründen wird.
Nö, muss es nicht.
Glasfaser ab der Hauswand lässt sich ja auf mehrere Arten realisieren und muss nicht zwingend bis in die Wohnung verlegt werden.
Die "Arbeiten" am Haus, sind i.d.r. minimal.
Bei mir z.B. haben die Jungs ne Stunde den Garten an zwei Punkten aufgebuddelt und eine "Rakete" durch den Boden gejagt (und danach natürlich wieder brav zugebuddelt ;) ).
In der Hauswand wurde dann ein 24-30mm großes Loch gebohrt (kann mich nicht mehr genau erinnern, war jedenfalls kein besonders großes Maß), das Leerrohr des GF durchgezogen und mit einer Halterung versehen/abgedichtet: Ende!

Die Realisierung im Haus selbst, ist dann flexibel und da müssen Vermieter nicht unbedingt einen riesen aufwand betreiben.
Gerade bei Einfamilienhäusern ist der Aufwand ab dem gelegten GF fast non-existent.
Ich z.B. klemme den GF Router im Keller an und der routet dann über bereits verlegte Patchkabel.
 
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Cinquedea schrieb:
Die allerwenigsten zahlen dafür
Kann ich bestätigen. Der deal hier ist eben, dass man einen etwas teureren Vertrag fuer 2 Jahre nehmen muss ~ 50€ pro Monat ( 350/50) für 2 Jahre und dafür erhält man den kostenlosen Hausanschluss.

Danach kann dann den Anbieter wechseln.
 
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Postman schrieb:
Das bedeutet für den Hausbesitzer extra Kosten für Glasfaser, da auch am Haus einiges angepasst werden muss, und dass obwohl die DSL Geschwindigkeit für viele reicht.
Ja und, dann ist das halt so. Es gibt nicht umsonst den Ausspruch "Eigentum verpflichtet", da du als Hauseigentümer durchaus auch bestimmte Pflichten hast und dazu gehört dann unter Umständen eben auch, bestimmte (nachträgliche) Erschließungkosten akzeptieren zu müssen.

Gerade aktuell beispielsweise, dass seit diesem Monat Bleirohre bei Wasserleitungen ausnahmslos verboten sind. Da kannst dich auch nicht hinstellen, dass dir die Bleirohre im Altbau ja noch völlig ausreichen. Die müssen getauscht werden und die Kosten dafür trägt der Hauseigentümer, ob er will oder nicht.

Außerdem wird dir doch gar nicht vorgeschrieben, einen Glasfaseranschluss legen zu lassen. Du oder deine Mieter stehen halt dann irgendwann ohne Festnetz-Internet da. Aber wenn man damit fein ist, brauchst du auch keine GF legen lassen.

Postman schrieb:
Für Mieter drohen dann eher Mieterhöhungen, weil der Hausbesitzer das mit einem technischen Update begründen wird.
Nein, denn die Kosten können nur in Form eines "Glasfaserbereitstellungsentgelt" umgelegt werden. Dieses Entgelt ist wiederum limitiert auf 5€ pro Wohneinheit und Monat, und auch nur für maximal 5 Jahre. Also im Endeffekt in Summe maximal 300€ pro Wohneinheit.

In Fällen, bei denen die Investitionskosten nachweislich über 300€ lagen, ist eine Verlängerung auf 9 Jahre möglich. Aber bei in Summe 540€ pro Mieter ist dann entgültig Schluss. Du kannst weder eine dauerhaft Mieterhöhung damit begründen, noch die Kosten in beliebiger Höhe und beliebig lange auf die Mieter umlegen.
 
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Also mir geht diese Abschalteritis grundsätzlich gegen den Strich. Aber das können wir ja: Infrastruktur aufgeben und vergammeln lassen (nichts anderes ist das ja. Da holt ja keiner Kabel aus dem Boden). Abschaltpläne bevor die Alternative auch nur ansatzweise vorhanden ist (siehe auch Gasnetz). Suuuuuuuper

Trotzdem sehe ich hier eine positive Entwicklung: Abschaltung erst bei 80% angeschlossen mit 3 Jahren Frist einleiten (nicht bei 80% homes passed oder wie das heißt), und wenn OpenAccess umgesetzt ist. Und dass die Regulierungsbehörde da analog zu DSL tätig werden wird.

Das ist ein sehr deutlicher Schritt in die richtige Richtung. Nur gehört es halt genau umgekehrt. Ganz zum Schluss kann man sich dann vielleicht Gedanken um Abschaltung machen - oder vielleicht einfach die Leitungen für klassisches Analogtelefon weiterbetreiben - millionen Kunden wären den Elektroschrott/Komplexitäts-Overkill los, den man ihnen bei der Abschaltung hingeklatscht hat nur um ein Telefon zu betreiben, und Notruf würde auch wieder funktionieren. Aber braucht man ja heutzutage nicht mehr.... Und nicht jeder braucht Internet, schon gar nicht per Festnetz. Aber Telefon, gerade für Notruf, braucht dann doch jeder.

PS: Das Argument ist ja immer, dass die aktiven Komponenten bald nicht mehr verfügbar seien. Da könnte/müsste man vielleicht einfach mal aktiv werden und die in Deutschland fertigen und nicht aus Fernost importieren. Das wäre jetzt nicht sooooo das Problem.
 
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DriveByFM schrieb:
Ich könnte auch schon längst auf Glasfaser upgraden, aber die Preise hier sind mehr als Frech
Habe 250er Kabel.
Glasfaser geht, aber die wollen 69€/Monat dafür(ja,ca 3x mehr Upload, aber 40€ für 37MBit/s mehr Upload?! Nö.
Ich zahle 29€/Monat für 250MBit/s down und 13Mbit/s Up.
 
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alyk.brevin schrieb:
infrastruktur sollte vom staat ausgehen: jeder haushalt und jede firma kriegt eine dsl-leitung, ein fernsehkabel und eine glasfaser (aon) direkt in die wohnung. egal was man davon will und egal was der vermieter will.
Oh cool, bezahlst du dann den Unterhalt von 2 nutzlosen Infrastrukturen für ganz Deutschland?
 
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Holzkopf schrieb:
Man braucht nicht mal bandbriete zu beschränken nur um preislich unter DSL zu landen.
einfach 1Gbit als Standardprodukt 5-10€ billiger wie DSL.

In Frankreich z.b. bekommst du 1G symmetrisch zum gleichen Preis wie ein DSL Anschluss.
1G ist bei dem Anbieter auch der kleinste Tarif auf Glas.
Frankreich ist faktisch halt auch pleite. Just saying 😉
 
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Donnerkind schrieb:
Interessant, dass dann diese geringeren Kosten beim Kunden nicht ankommen.
Bei der Glasfaser müssen sich halt auch erstmal die eklatanten Investitionskosten amortisieren. Und ich weiß nicht, inwiefern die Vorleistung da reguliert ist. Bei (Super)-Vectoring gibt es einen von der BNetzA festgelegten Preis, für den die Telekom die DSL-Vorleistung verkaufen muss. Einfach weil das Telefonnetz als ehemaligen Staatseigentum besonders behandelt wird und eine physische Entbündelung bei Vectoring nicht möglich ist.

Die Kosten pro Nutzer werden bei DSL sicherlich steigen, wenn es nur noch eine Hand voll Nutzer gibt: Der Stromverbrauch skaliert sicher nicht linear, und die Wartungskosten für die aktive Technik auf Netzbetreiberseite sind identisch. Insofern ist auch durchaus denkbar, dass da in Zukunft die Preise steigen.

p-trettin schrieb:
Da könnte/müsste man vielleicht einfach mal aktiv werden und die in Deutschland fertigen und nicht aus Fernost importieren. Das wäre jetzt nicht sooooo das Problem.
Die Patente und das know-how dürften nicht bei deutschen Firmen liegen. Wie genau willst du eine US-amerikanische Firma dazu bewegen, in Deutschland eine Produktion von Komponenten für eine sterbende Technologie hochzufahren? Merkste selbst, hoffe ich..
 
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In der neuen Wohnung hätte ich lieber wieder DSL statt Glasfaser gehabt. Die Glasfaser-Preise schmecken mir so gar nicht!
 
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großer Blödsinn ist das alles...
Ich wohne in einem gemischten Wohngebiet, eine Straße weiter sind es nur noch Einfamilienhäuser, eine Straße in die andere Richtung sind es Mehrfamilienhäuser.
Beide Straßen sind ans Glasfasernetz angeschlossen, die Straße wo mein Haus (und sieben andere Einfamilienhäuser) steht, bekommt kein Glasfaser.

Laut Hotline Telekom: "Sie gehören nicht zum Ausbaugebiet"
Selbst wenn man mehr Details erfahren möchte, immer die gleiche Antwort "...nicht im Ausbaugebiet"

Bin ja mal gespannt, was passiert in der Zukunft. 80% Abdeckung müsste mein Ort schon haben...
 
Mit reichen meine stabilen 100mbit VDSL für 25€ im Monat völlig aus.

Glasfaser bekomme ich für das Geld vermutlich nicht.
 
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Web-Schecki schrieb:
Die Kosten pro Nutzer werden bei DSL sicherlich steigen, wenn es nur noch eine Hand voll Nutzer gibt: Der Stromverbrauch skaliert sicher nicht linear, und die Wartungskosten für die aktive Technik auf Netzbetreiberseite sind identisch. Insofern ist auch durchaus denkbar, dass da in Zukunft die Preise steigen.
Auch werden Reparaturen potentiell teurer, weil DSL-Hardware für die Hersteller mittlerweile eine Nische geworden ist und bspw. Linecards kaum bis gar nicht mehr als Neuware zu bekommen sind oder halt zu entsprechend hohen Nischenpreisen.

Effektiv fährt die Telekom DSL quasi auf Verschleiß und tauscht defekte Komponenten nur noch da aus, wo es sinnvoll ist und so lange der Lagerbestand an Ersatz ausreicht.

Paradoxerweise würde eine geregelte, schrittweise Abschaltung des Kupfernetzes DSL insgesamt gesehen sogar länger am Leben halten können. Denn wenn es in Gebieten mit ausreichender Glasfaserversorgung abgeschaltet wird, kann die DSL-Hardware von dort als Ersatzteile für die noch in Betrieb befindlichen Gebiete eingelagert werden.
 
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Bevor der Migrationsprozess von Kupfer auf Glasfaser startet, müssen mindestens 80 Prozent der Haushalte und Unternehmen mit Glasfaser bis in die Wohnung versorgt sein.
Das klingt alles ziemlich unausgegoren. Die Kupfernetze können erst abgeschaltet werden, wenn (alle) einen Glasfaseranschluss buchen können und nicht nur 80 %. Was ist mit den Kundinnen und Kunden, bei denen sich der Ausbau aus Sicht der Anbieter nicht lohnt, weil das Haus zum Beispiel abgelegen steht? Solange der Ausbau nicht zu 100 % abgeschlossen ist, dürfen sie überhaupt nicht abschalten.

Von der Kupferabschaltung sollen Haushalte nicht überrascht werden. Von Ankündigung bis Abschaltung ist eine Mindestfrist von drei Jahren vorgesehen.
Niemand wird überrascht sein, wenn Glasfaser anliegt. Liegt Glasfaser nicht an, braucht es auch keine Ankündigung, weil schlicht nichts abgeschaltet wird.
 
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