Bundeswehrerfahrung? (Seth)

DarthSpot

Lt. Commander
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Mai 2008
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Hallo Leute. Ab 1. Oktober beginnt ja bald der Wehrdienst für viele. Ich wollte mal generell von Leuten, die den Wehrdienst schon hinter sich haben, wissen, wie die Bundeswehr denn so ist :-)

Optimal wäre ein Erfahrungsbericht über die Bundeswehrkaserne in Seth (falls möglich).

Super Optimal wäre auch, wenn sich jemand findet, der auch ab 1. Oktober in Seth stationiert ist =D (Kann man ja direkt Freundschaft schließen ;))
 
Es gibt einen Ort Seth? geil, da muss ich hin! Klick! ) :D

Mal on Topic:
So schlimm ist die BW gar nicht, wobei man natürlich bei den Standorten bessere und schlechtere erwischen kann. Da ich Seth wie erwähnt nicht kenne, kann ich dir dazu konkret leider nichts sagen.

Die 9 Monate gehen reht schnell rum und wenn du kannst, versuch dort noch nen Brummischein zu machen. Ist spaßig und man kann das evtl. später nochmal gebrauchen.

Ansonsten sind die ersten 3 Monate natürlich schon etwas anstrengend, aber man überlebt es...
So long...
 
Bundeswehr muss man erlebt haben...ich war 8 jahre dabei! Wenn man die ersten 2-3 Monate der Grundausbildung das Hirn abschaltet kann man durchaus Spass bei dem verein haben.

lern so schnell als möglich die Dienstgrade...das ist sehr hilfreich!

gez. StUffz (Stabsunteroffizier) a.D.
 
Lern schonmal Deine PK auswendig...
 
Kommt darauf an wo man seine AGA (Allgemeine Grundausbildung) macht und vorallem mit welchen Leuten zusammen. Wenn man einen Zug erwischt in dem viele OA und FA sind hat man meist nicht viel zu lachen und vorallem ist Schlaf dann Mangelware.

Führerschein gibt es erst ab 17 oder 18 Monaten, war bei mir so. Wenn man schlau ist verlängert man auf FWDL 23, kassiert nach der AGA den BCE Führerschein und sucht sich danach ein/e Ausbildung/Studium. Welche man dann ohne Probleme antreten kann, weil die Bundeswehr dir nicht in deiner beruflichen Zukunft im Weg stehen will. Also Tricks gibt es genug die man leider erst im Nachhinein weiß. So wie dir in der AGA jeder Vorgesetzte sagt, wenn du die AGA nicht schaffst musst du die wiederholen, ist der größte Blödsinn.

Gruß
 
c0mp4ct schrieb:
So wie die in der AGA jeder Vorgesetzte sagt, wenn du die AGA nicht schaffst musst du die wiederholen, ist der größte Blödsinn.

Ohhh, bei mir auf der Stube war jemand der die AGA wiederholen musste weil er zu lange krank war...
 
im grunde nen großer kindergarten ^^.

grundausbildung war öde, manöver waren nervig... aber panzerfahren, das war klasse^^. ich muss nich nochmal hin aber sollte man gemacht haben die erfahrungen.

wie schon gesagt lerne die dienstgrade und rangabzeichen. dann noch deine PK nummer
 
kann mich meinen Vorrednern nur anschließen

Fleißig die Dienstgrade und PK lernen und vor allem Meldungen wenn ein Vorgesetzter den Raum betritt. :D

Habe meine AGA auch Krankheitsbedingt wiederholen müssen. 4 Monate und das im Winter :(

8 Jahre können eine lange Zeit sein ;)

MfG

Stuffz im BFD (bald a.D.)
 
also ich kann dir nur sagen beis die ersten 2- 3 monate deine zähne zusammen danach wird normal ganz entspannt.
und wenn de erstmal aus der aga raus bist wünschste dir bestimmt du wärst wieder da weil der zusammenhalt unter den leuten riesig ist und das eigentlich auch ganz lustig ist was man da so macht.

musst nur dein gehirnabschalten keine große scheiße bauen un du hast nen gemütliches leben.
Ich schließe mich auch meinen vorrednern an lerne die dienstgrade un deine pk;) und nimm vielleicht 2 odder 3 karabiner mit ^^.


mfg.

OG (Fa) Schellenbeck
 
Hy,

He he jaja die BW Zeit. Mich hats noch 1994 erwischt mit 24. Jepp als alter Westberliner hamse mich noch dranbekommen.Ich durfte in das ehemalige Strafbatallion der NVA in Hagenow: Panzergrenadierbatallion 401.

Aber was soll ich sagen war schon spaßig. Natürlich erinnert man sich nur an die guten Zeiten, aber die haben bei mir überwogen.

In der Grundausbildung war ich auch lange krank (Nierenbeckenentzündung) und hier in Berlin im KKH´s, als ich wieder in der Kaserne anrückte hiess es nur, ja wir machen da was kürzeres und paff, fertig.

Danach ab in die 1. Kompanie zu den Fernmeldern:D, was natürlich cool war, denn rödeln war hier nicht angesagt. Wir haben uns immer schon richtig gefreut wenns mal auch Übung ging.

Ansonsten war nur Wache angesagt, ist aber auch cool, besonders Torwache.Immer schön ordentlich Grüssen und vorallendingen laute und richtige Meldungen sind das a und o dann haste keine schwierigkeiten.

FAZIT: 90% toll 10% scheisse. Das beste war MG und G3 vergewaltigen in Schiessübungen, oder mal den Panzer (naja MTW) auseinandernehmen wenns langweilig war LÖL.Und das man auch mal gerne nen Offizier abknallen möchte wird auch passieren.:evillol:

Ach ja und nicht vergessen: Saufen spielen war auch nen grosses Thema!

Also dann viel spass bei Y- Tours.
 
Zuletzt bearbeitet:
Also komplett das Hirn ausschalten ist ned wirklich ratsam. Vor allem sauf dir nicht die Birne weg. Ich fand es immer schade das viele Wehrpflichtige die BW genutzt haben um sich ihr Hirn wegzusaufen. (Ich war Z4 Stabsunteroffizier)

Nutze die Zeit um was zu lernen (stichwort BfD Berusfoerderungsdienst), und falls irgendeiner deiner Chefs meint das geht nicht, geh dich beschweren. Warte allerdings einen Tag, dann kannst du die Beschwerde muendlich zur Niederschrift (ja, du musst diese nicht selbst schreiben) abgeben. Wenn dir aufgrund der Beschwerde ein Vorgesetzter das leben schwer macht, oder dir davon abraet. (Was ich mir nicht vorstellen kann, soll aber schon Vorgekommen sein).
Dann wende Dich direkt an den Wehrbeauftragten.

Denn es gibt in meinen Augen _keinen_ Grund warum ein Wehrplichtiger eine Bfd Massnahme nicht besuchen kann.
 
JDC schrieb:
Wenn man die ersten 2-3 Monate der Grundausbildung das Hirn abschaltet kann man durchaus Spass bei dem verein haben.
Hirn abschalten ist vielleicht nicht das richtige Beschreibung. Man darf einfach die Kommentare der Ausbilder nicht zu ernst nehmen, wenn sie einen mal zusammenstauchen ;)

Ansonsten war bei mir die Grundausbildung das beste beim Bund. Meine Bataillon (Panzeraufklärer) gehörte zu Krisenreaktionskräften (KRK) und die Ausbilder/Zugführer waren dementsprechend motiviert. Auch die Ausrüstung war aktuell. Waren damals einen von den wenigen, die schon das G36 hatten (leider, das G3 wäre sicher auch interessant gewesen). Nach den 3 Monaten wurde ich zu den Heeresfliegern versetzt und als Stabssoldat eingeteilt. Danach war es wie bei der Arbeit, morgens um 7 anfangen und ab 16 Uhr Feierabend.
 
Ist schon ein paar Jahre her, aber insgesamt fand ich Bundeswehr ganz ok.

Die ersten 2-3 Monate sind scheiße da man hier die Grundausbildung machen muss die recht anstrengend ist. Wenn man dazu noch blöde Ausbilder hat (und davon gibts genug) ist das nicht sehr komisch oder angenehm. Aber danach ist der Bund nur langweilig. Wir haben die meiste Zeit einfach nur herumgesessen oder irgendeinen Schwachsinn machen müssen. Reine Zeitverschwendung.
 
Erstmal gut, dass du diese Jahreszeit erwischt hast. Wenn ich mich recht erinnere bekommt man nur 3 T-Shirts für 5 Tage. Das kann Erzählungen nach im Sommer recht ätzend sein.

Dann bereite dich drauf vor, dass du so circa 5-6 Sätze auswendig lernen musst, die dir die Zeit dort angenehmt machen, wenn du sie drauf hast. Z.B. der vom Zapfenstreich abends.

Einer meiner Vorredner hat schon erwähnt, dass es nicht viel Schlaf ist, den man bekommt. Bei uns ging es um 23 Uhr ins Bett (wie immer in der AGA denke ich) und aufgestanden wurde so zwischen 5 Uhr und 5:30 Uhr. Aber man schläft tief...

Im Großen und Ganzen machst du den Tag über nichts anderes als Stehen, Putzen, Aufräumen, Marschieren und nochmals Stehen. Die ersten Wochen jedenfalls. Dann wird es auch interessanter mit Biwag und Schießen und so :D

Wichtig zu wissen ist glaub ich auch die Größe der Stuben. Es gibt 10-Bett-Stuben und 4-Bett-Stuben (sog. Stube 2000). Wir hatten 10-Bett-Stuben und fand das eigentlich sau geil. War auf jeden Fall lustig, weil da immer auch voll die Hirnis drin sind, die fast nicht ihren Namen schreiben konnten. Mach dich auf eine bunte Mischung von Menschen gefasst :D

Und versuch mal dort einen auf krank zu machen und so ins Bundeswehrkrankenhaus in Hamburg zu kommen, falls du da noch nicht warst. Dann weißt du, wo die ganzen Millionen vom Verteidigungsetat hinfließen. Nahezeu keine Wartezeiten dort und solch moderne Ausstattung hab ich bis jetzt in keinem Krankenhaus gesehen (war zum Glück auch bis jetzt in kaum einem Anderen). Ein Blick lohnt sich.

Und am allermeisten solltest du dich auf die Lehrstunden freuen, wenn es um Atombomben und so geht. Da bekommst du Sachen beigebracht, die du im Leben nicht vergisst... Ich sag nur Gummicape und Dekontaminierungspulver...

Mein Fazit also: Es ist manchmal echt nervig und vielen Ausbildern wurde auch nicht sonderlich viel Hirn zugeteilt (das sind dann die, die immernoch Stabsunteroffizier sind, wenn du schon Leutnant bist und die, die du vielleicht auch schnell hassen wirst, weil sie denken, dass sie die Größten sind). Aber meistens ist es lustig, wenn auch nicht abwechslungsreich. Und einige Ausbilder sind einfach geil drauf. Bei denen macht sogar das Putzen Spaß!
 
Geheim Tipp: Sag deine Nummer nicht so auf: eine milliarde einhundertsiebenundachtzig millionen achtzigtausend und sech*****

Das kommt nicht unbedingt so gut vor gesammelter Mannschaft.
Für die Aktion hätte ich beinahe ebensoviele Liegestütze hingelegt. XDDD

Ich habe nach meinen 8 Monaten (Österreich) noch 3Monate verlängert und bin in diesen 3 Monaten auch einmal als Milizsoldat an die Grenze gegangen. (fett Kohle + Gruppenkommandant Stv.)
 
Hehe, meine PK weiß ich auch nach 9 Jahre weg vom Bund noch^^

Damals wars noch 10 Monate Grundwehrdienst, aber war ganz chillig. Klar nerven die ersten Tage mit irgendwas im Dunklen früh aufstehen, aber das ist auch ganz fix vorbei. Hast die AGA überstanden ist der Bund schon fast durch. Der Bund hat quasi kein Geld mehr für irgend etwas, so dass du mit banalen Aufgaben die Zeit totschlägst. Ich hatte damals noch Glück das ich in einer KRK-Einheit war, die in den Einsatz geschickt wurde. Dadurch waren wir alle 14 Tage schießen mit allem was der Bund so im Arsenal hat, dazu Manöver die für Abwechslung sorgen. Heute bekommst du sicher nen Gezi-Job oder sowas, wo du an der Kaffeemaschine ausgebildet wirst. :)

Aber lustig ist es irgendwie immer, weil alle im gleichen Alter sind und man immer Scheiße bauen kann :p
 
Ich glaub allgemeine Erfahrungen wiederzugeben is schwer...
Ich war 2000/01 beim Bund (damals noch 10 Monate). AGA (3 Monate) in der Marineoperationsschule und dann 7 Monate beim Marinefliegergeschwader 3 in Nordholz.
Ich hatte echt Glück, bei uns wurde nicht rumgebrüllt, Sport wär eher lässig (und ich bin eher unsportlich), die Leute waren alle gut drauf (die meisten) und allgemein war ne gute Stimmung und n gutes Verhältnis zw. Vorgesetzten und uns. Das galt sowohl für die AGA als auch für den Dienst danach.
Ich hab z.b. nach der Grundi insgesamt noch 4 mal gegrüßt. (das erste mal als ich beim MFG3 aufgeschlagen bin und noch nicht wusste wie locker das da is, dann als ich dem einzigen Offizier in dem Laden über den Weg gelaufen bin, der zumindesteinmal am Tag richtig gegrüßt werden wollte und dann noch zweimal bei den Beförderungen zum OG und später zum HG).
Ich hab aber durchaus schon andere Berichte über den Bund gehört. Allgemein kann man aber wohl sagen das es beim Heer härter ist als bei der LuWa und bei der LuWa nochmal härter als bei der Marine.
Kommt aber da natürlich individuell auf die Leute und die Einheit an.

Meine PK kenn ich auch noch :D
 
ha ich war 2000 beim Bund war irgenwie cool 2Monate Grundausbildung, und dann 8Monate Ordonanz, des war geil eine woche Arbeiten von 7-23Uhr oder auch biss um 4 und dann ne Woche Frei, und das Essen war um welten besser wie in der Kantine.
 
Ich hab in meiner Aga 16Kg abgenommen, es gab jeden Tag Sport, joggen, Military Fitness und Zirkeltraining.
Bei meinem ersten PFT hatte ich 12 Punkte, am Ende der Aga bekam ich 21 Punkte. Zwar wurde ich viel fitter beim Bund, aber habe eine gewisse Angst vorm Sport bekommen.
Die Aufenthalte auf den Truppenübungsplätzen waren schrecklich, jeden Tag Regen, nur 2-4 Stunden Schlaf am Tag usw.
Hab mir bei ner Übung ne Rippe gebrochen weshalb ich (zum glück) bei der Rekrutenbesichtigung im Krankenhaus lag.
Könnt noch zig andere Stories erzählen, alles in allem war es eine verdammt harte Zeit, hinter her ist man aber mächtig auf sich und das was du bei der Aga erleben wirst, wirst du wahrscheinlich nie wieder erleben.
Wenn du Glück hast, kommst du zur Luftwaffe, die soll laut Gerüchten relativ locker sein.
 
Ibn Tufail schrieb:
Wenn du Glück hast, kommst du zur Luftwaffe, die soll laut Gerüchten relativ locker sein.

keine geruechte, allerdings ist es nur relative locker wenn du in eine technische Einheit kommst.

Sicherungsstaffel ist eher ned locker ;)
 
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