kreadon schrieb:
Also komplett das Hirn ausschalten ist ned wirklich ratsam. Vor allem sauf dir nicht die Birne weg. Ich fand es immer schade das viele Wehrpflichtige die BW genutzt haben um sich ihr Hirn wegzusaufen. (Ich war Z4 Stabsunteroffizier)
Das ist glaube ich das was die BW nirgendwo zugeben würde. Aber leider stimmt es, von den Leuten die ich kenne die beim Bund waren und das erlebt haben (mich eingeschloßen), kann man hören das der Alkohol wohl ein Art Grundnahrungsmittel beim Bund ist.
Das beweisen selbst jetzt immernoch die Tage So. Abend und Frei. Nachmittag (Hinfahrt und Rückfahrt) in den Zügen oder öffentlichen Verkehrsmitteln, wenn die angetrunkenen Bundis unterwegs sind. Ich war 1997/98 beim Bund.
kreadon schrieb:
Nutze die Zeit um was zu lernen (stichwort BfD Berusfoerderungsdienst), und falls irgendeiner deiner Chefs meint das geht nicht, geh dich beschweren. Warte allerdings einen Tag, dann kannst du die Beschwerde muendlich zur Niederschrift (ja, du musst diese nicht selbst schreiben) abgeben. Wenn dir aufgrund der Beschwerde ein Vorgesetzter das leben schwer macht, oder dir davon abraet. (Was ich mir nicht vorstellen kann, soll aber schon Vorgekommen sein).
Dann wende Dich direkt an den Wehrbeauftragten.
Denn es gibt in meinen Augen _keinen_ Grund warum ein Wehrplichtiger eine Bfd Massnahme nicht besuchen kann.
Das ist ein sehr guter Tip, wenn man beim Bund etwas will, gibt es immer Mittel und Wege man darf sich nur nicht ins Boxhorn jagen lassen.
Das gilt aber auch in anderen Fällen. Ich hatte zum Bsp. um örtliche Versetzug gebeten, da ich einige private Sachen inkl. Behörden zu klären hatte, zusätzlich auch noch nen Hund mit dem keiner klar kam, vom Tierheim ganz zu schweigen. Der damaliger Leutnant (dieser hatte einen 5 Minuten-Heimweg, Kaserne raus, umfallen und schon fast zu Hause sozusagen) der mir diese Versetzung verweigerte rechnete aber nicht damit, das ich dieses Thema auch mit dem zuständigen Stabsarzt hatte (kein Ahnung mehr welchen Rang der hatte, irgendwas mit Kommandeur oder so, aber kamen auf das Thema nachdem mich eine bettlegerische Grippe beim Bund erwischt hatte, außgerechnet übers Wochenende vor allem, aber ich hab bei knapp 40° Fieber eh nix gemerkt

). Man muß dazu sagen, ich hatte dieses Thema zuvor mit meinem direkten Vorgesetzten (Stabsfeldwebel, meinem Spieß sozusagen) der auch einer Versetzung zugestimmt hatte.
Dieser Arzt meinte dann: "Wie bitte? Dieser Leutnant verweigert ihnen die Versetzung?". Daraufhin schrieb er mich einen Monat kzH (krank zu Hause), und sagte nur er kümmert sich um die Versetzung, während ich mich zu Hause um mein Zeug kümmern soll. Ich muß den angeschaut haben, wie ne Kuh wenns donnert. Nach dem Monat wurde ich dann nicht nur Ortsnah versetzt, nein, der Standort war wahnsinnige 10 Minuten innerstädtische Zugfahrt von mir entfernt.
Muß allerdings sagen hier spielt wohl auch die Beliebtheit gewisser Personen in gewissen Rängen eine Rolle. Teamplay beim Bund ist wichtig, erstens wegen deiner eigenen Nerven, 2. um überhaupt rauszubekommen wie der Hase läuft. In privater Runde plaudern nämlich auch gern Vorgesetzte aus dem Nähkästchen.
Salve