Komplexe DDR5-Stabilitätsprobleme auf AM5 trotz bestandener Speichertests
Ich stehe aktuell vor einem Problem, das sich seit mehreren Wochen nicht eindeutig eingrenzen lässt und mittlerweile eher nach einer Grenzbereichsproblematik zwischen Memory Controller, Infinity Fabric und DDR5-Training aussieht als nach klassischer RAM-Instabilität.
Hardware
Einstellungen
Das System läuft subjektiv absolut stabil. Es gibt keine Bluescreens, keine Anwendungsabstürze, keine beschädigten Dateien und keinerlei Auffälligkeiten im Alltag.
Das eigentliche Problem
Nach einigen Tagen Betriebszeit tauchen vereinzelt WHEA-19-Einträge im Ereignisprotokoll auf. Die Fehler sind korrigierbar und führen nicht zu Abstürzen.
Interessant ist jedoch:
Der WHEA-Eintrag verweist dabei regelmäßig auf:
«Cache Hierarchy Error»
oder
«Bus/Interconnect Error»
CPU-Kerne selbst scheinen jedoch stabil zu laufen.
Bereits durchgeführte Tests
Folgende Tests liefen ohne einen einzigen Fehler:
RAM
CPU
Alltag
Keine Auffälligkeiten.
Auffällige Beobachtungen
Die Häufigkeit der WHEA-Einträge verändert sich deutlich bei bestimmten Einstellungen.
FCLK
2200 MHz:
- gelegentliche WHEA-19
2167 MHz:
- deutlich seltener
2133 MHz:
- bisher keine Einträge
Das deutet für mich eher auf die Fabric als auf den Arbeitsspeicher hin.
Memory Context Restore
Mit deaktiviertem MCR:
Mit aktiviertem MCR:
Daher besteht der Verdacht, dass gespeicherte Trainingswerte nach Temperaturänderungen oder längeren Off-Zeiten nicht mehr optimal zur realen Signalqualität passen.
Was mich irritiert
Normalerweise würde ich bei Instabilität erwarten:
Hier passiert jedoch genau das Gegenteil:
Je stärker das System belastet wird, desto unauffälliger verhält es sich.
Die Ereignisse treten bevorzugt in Situationen auf, in denen die CPU zwischen verschiedenen Stromsparzuständen wechselt.
Deshalb frage ich mich, ob möglicherweise:
Fragen an erfahrene AM5-Nutzer
1. Hat jemand vergleichbare WHEA-19-Ereignisse trotz vollständig bestandener Stabilitätstests beobachtet?
2. Gibt es bekannte AGESA-Versionen, die Probleme mit Memory Context Restore verursachen?
3. Ab welchem Punkt betrachtet ihr vereinzelte korrigierbare WHEA-Einträge als tatsächliche Instabilität?
4. Würdet ihr eher:
- FCLK reduzieren,
- VSOC weiter erhöhen,
- MCR deaktivieren,
- oder die Konfiguration trotz der Ereignisprotokolle als alltagstauglich betrachten?
Mich interessieren insbesondere Erfahrungen von Nutzern, die tiefer im DDR5-Tuning unterwegs sind und bereits ähnliche „läuft perfekt, aber WHEA meldet trotzdem etwas“-Szenarien analysiert haben.
Ich stehe aktuell vor einem Problem, das sich seit mehreren Wochen nicht eindeutig eingrenzen lässt und mittlerweile eher nach einer Grenzbereichsproblematik zwischen Memory Controller, Infinity Fabric und DDR5-Training aussieht als nach klassischer RAM-Instabilität.
Hardware
- Ryzen 7 9800X3D
- ASUS X870E Hero (BIOS 1603)
- 2×32 GB G.Skill Trident Z5 Neo DDR5-6000 CL30 (Hynix A-Die)
- RTX 5080
- Samsung 990 Pro 4 TB
- Windows 11 24H2
Einstellungen
- EXPO I aktiv
- DDR5-6000
- UCLK = MCLK (1:1)
- FCLK 2200 MHz
- Memory Context Restore aktiviert
- Power Down Enable deaktiviert
- VSOC aktuell 1,22 V
- VDDIO Memory Controller 1,35 V
- VDD/VDDQ laut EXPO-Profil
Das System läuft subjektiv absolut stabil. Es gibt keine Bluescreens, keine Anwendungsabstürze, keine beschädigten Dateien und keinerlei Auffälligkeiten im Alltag.
Das eigentliche Problem
Nach einigen Tagen Betriebszeit tauchen vereinzelt WHEA-19-Einträge im Ereignisprotokoll auf. Die Fehler sind korrigierbar und führen nicht zu Abstürzen.
Interessant ist jedoch:
- Die Fehler treten niemals unter Volllast auf.
- Sie erscheinen überwiegend im Idle oder während Lastwechseln.
- Oft nach längeren Ruhephasen.
- Teilweise kurz nach dem Aufwachen aus dem Energiesparmodus.
- Manchmal mehrere Tage gar nicht.
Der WHEA-Eintrag verweist dabei regelmäßig auf:
«Cache Hierarchy Error»
oder
«Bus/Interconnect Error»
CPU-Kerne selbst scheinen jedoch stabil zu laufen.
Bereits durchgeführte Tests
Folgende Tests liefen ohne einen einzigen Fehler:
RAM
- MemTest86 (4 vollständige Durchläufe)
- Karhu RAM Test über 25.000 %
- TestMem5 Anta777 Extreme
- TestMem5 Absolut
- y-cruncher VST
- y-cruncher VT3
CPU
- Prime95 Small FFT
- Prime95 Blend
- OCCT Large Data Set
- Cinebench Dauerschleife
Alltag
- Gaming über mehrere Stunden
- Videobearbeitung
- virtuelle Maschinen
- große Datenkopien (>2 TB)
Keine Auffälligkeiten.
Auffällige Beobachtungen
Die Häufigkeit der WHEA-Einträge verändert sich deutlich bei bestimmten Einstellungen.
FCLK
2200 MHz:
- gelegentliche WHEA-19
2167 MHz:
- deutlich seltener
2133 MHz:
- bisher keine Einträge
Das deutet für mich eher auf die Fabric als auf den Arbeitsspeicher hin.
Memory Context Restore
Mit deaktiviertem MCR:
- Bootzeit deutlich länger
- bisher weniger WHEA-Einträge
Mit aktiviertem MCR:
- schnellere Starts
- Fehler treten häufiger auf
Daher besteht der Verdacht, dass gespeicherte Trainingswerte nach Temperaturänderungen oder längeren Off-Zeiten nicht mehr optimal zur realen Signalqualität passen.
Was mich irritiert
Normalerweise würde ich bei Instabilität erwarten:
- Speicherfehler
- Bluescreens
- Abstürze
- reproduzierbare Fehler unter Last
Hier passiert jedoch genau das Gegenteil:
Je stärker das System belastet wird, desto unauffälliger verhält es sich.
Die Ereignisse treten bevorzugt in Situationen auf, in denen die CPU zwischen verschiedenen Stromsparzuständen wechselt.
Deshalb frage ich mich, ob möglicherweise:
- die Infinity Fabric an ihrer Stabilitätsgrenze arbeitet,
- der integrierte Memory Controller einzelne Signalfehler korrigiert,
- AGESA-Probleme im Zusammenhang mit DDR5-Training vorliegen,
- oder ob moderne Ryzen-Systeme vereinzelt korrigierbare WHEA-Ereignisse schlicht als „normal“ betrachten.
Fragen an erfahrene AM5-Nutzer
1. Hat jemand vergleichbare WHEA-19-Ereignisse trotz vollständig bestandener Stabilitätstests beobachtet?
2. Gibt es bekannte AGESA-Versionen, die Probleme mit Memory Context Restore verursachen?
3. Ab welchem Punkt betrachtet ihr vereinzelte korrigierbare WHEA-Einträge als tatsächliche Instabilität?
4. Würdet ihr eher:
- FCLK reduzieren,
- VSOC weiter erhöhen,
- MCR deaktivieren,
- oder die Konfiguration trotz der Ereignisprotokolle als alltagstauglich betrachten?
Mich interessieren insbesondere Erfahrungen von Nutzern, die tiefer im DDR5-Tuning unterwegs sind und bereits ähnliche „läuft perfekt, aber WHEA meldet trotzdem etwas“-Szenarien analysiert haben.