BWL Studium

MaveL88

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Hallo zusammen ;),
es geht sich in diesem Thread, wie der Titel schon vermuten lässt, um ein BWL Studium.

Zu mir:
Ich bin 18 Jahre jung und besuche ein kaufmännische Schule. Den Zweig den ich belege nennt sich Gymnasiale Oberstufe und meine Leistungskurse sind BWL & Englisch. Ich interessiere mich sehr für Wirtschaft, Unternehmen und Geld. Buchführung, Kosten Leistungsrechnung und so was behersche ich, aber es ist nicht sonderlich interessant. Mir gefallen die Stunden wesentlich besser in den es konkret um Wirtschaft, Unternehmen und Geld geht.

Folgende Fragen hab ich jetzt bezüglich eines BWL Studiums.

Nach Abschluss meines Vollabiturs (Schnitt 2,2-2,6) bin ich doch bestens für ein solches Studium vorbereitet oder? (BWL, VWL, Wirtschaftsgeographie, Wirtschaftsinformatik habe ich momentan)

Wie hoch/niedrig sind die Anforderungen an die Studenten?

Wie siehts aus wenn ich fertig studiert habe? Arbeitlosigkeit oder bin ich heiß begehrt?


Vielen Dank Mavel
 
Arbeitslosigkeit unter BWLern ist recht niedrig.. das durchschnittliche Einstiegsgehalt hoch. Glaube momentan toppen das nur Ingenieure. Solche Statistiken sind aber natürlich mit Vorsicht zu genießen.

Die Anforderungen sind.. nunja.. was soll ich sagen? Angemessen? o_O

Die üblichen Klischees, dass man nichts können musst, stimmen imho nicht. Ein Studium ist ein Studium.. Irgendwo ist da auch Anspruch. Allerdings: Wenn ich mir ansehe was die Mathematikeroder teilweise auch nur Ingenieure/Physiker draufhaben, fühl ich mich manchmal echt bescheiden.
Auch jemand der nicht so gut in Mathe ist, wird mit viel viel Lernen irgendwie noch die paar Matheprüfungen in BWL bestehen. In anderen Fächern ist dann wohl Sense.
 
thema mathe
ist auch in bwl studiengängen sehr unterschiedlich
ich studiere zb international management was ja im prinzio nicht "viel" anders ist. wir haben grundlagen im bereich mathe und statistik. das was wir brauchen und nicht mehr. wirklich für jeden schaffbar.


für mich stand zwar fest das ich in richtung bwl/wirstchaft/wie auch immer möchte aber alleine schon die masse an bwl studenten (ingesamt / in den vorlesungen) haben mich abgeschreckt. wir sind ca 40 leute und es lernt sich sehr angenehm

um anforderungen würd ich mir keine sorgen machen wenn du in dem bereich eh schon vorbelastet bist. mach dir nur mehr gedanken was genau du studieren möchtest. erkundige dich bei studenten über die profs usw. ich zb werde mich auch in richtung rechnungslegung spezialisieren. in diesem bereich haben wir meiner meinung nach auch nen sehr guten dozenten/prof. marketing zb würd ich bei uns hingegen niemandem empfehlen....
was ich auch noch sehr interessant fand war ein wirtschaftsmathematik-studium...

aber du musst dich letztenendes entscheiden. für mich ausschlaggebend war im endeffekt die tatsache dass ich 2 fremdsprechen habe, vorlesungen teils auf englisch und ein integriertes auslandssemeser...
berücksichtige wirklich alles bei der wahl des studienganges und -ortes....
 
Zum Thema Mathe:
Ich habe schon zu Beginn der Oberstufe gewusst, dass ich BWL studieren will. Daher habe ich mich im zweiten Abiturfach ausdrücklich für Mathe und gegen Englisch entschieden, was zweifellos die richtige Entscheidung war. Ich habe einige Leute erlebt, die mit Mathe-Grundkurs-Kenntnissen zunächst einmal an der Einstiegsklausur gescheitert sind. Aber das hängt nicht zuletzt davon ab, welches Niveau man mitbringt und ob man bereit ist, den Stoff notfalls nachzulernen. Manche Studienkollegen waren der Meinung, dass der Stoff der ersten Mathe-Klausur eigentlich nur den Schulstoff im Leistungskurs abdeckt. Andere dagegen mussten noch ganz schön nachlegen. Das A und O ist die Analysis, die verfolgt einen das ganze Studium hinweg, mal mehr und mal weniger.

Viel hängt im späteren Verlauf von den gewählten Schwerpunkten ab. Wenn Du Statistik wählst, sitzt Du nur noch vor Formeln. Aber auch im Marketing wird z. B. Marktforschung betrieben. Und da kann es Dir ebenso gut passieren, dass Du Auswertungen machen musst, die in reiner Statistik enden.

Die Vorkenntnisse, die Du mitbringst (z. B. von der HöHa) sind schnell verpufft. Bei Buchführung machen sie das Leben leichter, im Privatrecht nutzen sie Dir vielleicht noch ein paar Vorlesestunden lang und bei BWL merkst Du schnell, dass Du zwar schon recht viele Begrifflichkeiten kennst (was ein echter Vorteil ist), aber dass die Herangehensweise an der Uni sich doch komplett von der in der Schule unterscheidet. Ich hatte im ersten Abiturfach damals noch VWL (bevor BWL daraus wurde). Und da labert man in der Schule viel über Geld- und Konjunkturpolitik usw. An der Uni wundert man sich dann, dass all diese Diskussionen in Formeln enden, also in Mathematik.

Über die Einstiegsgehälter und die Jobaussichten würde ich mir noch keinen Kopf machen. Wenn Du gut bist, wirst Du keine Sorgen haben.
 
Danke für Eure Antworten.

@ bonnis82 Ich denke nicht das ich meine Studienwahl vom Professor abhängig mache, sondern von meinen Interessen.

Um Mathematik mach ich mir weniger sorgen. Ich kann es eig recht gut, stand damals zwischen der Entscheidung Mathe oder Englisch LK (es ist dann Eng geworden). Außerdem haben wir momentan auch ein recht kompetenten, fordernen Lehrer.

Also was ich jetzt aus Euren Posts schließe, ein BWL Studium hat mehr mit Mathe zu tuen als man denkt. Was mich jetzt noch interessieren würde, was bonnies kurz angesprochen hat, ist die große Studentenzahl die BWL studiert. Ist es wirklich so, dass zum Teil 1000 Leute in einer Vorlesung sitzen? Sind das alle fähige Studenten oder geht die Hälfte nach 2, 3 Semestern?

Grüße
 
wg den interessen:

das meine ich doch damit. was bringt es dir wenn die fächer die dich interessieren von professoren gelesen werden die auf welche art und weise auch immer am thema vorbei lehren bzw nur dünnschiss erzählen.
ich meine natürlich bekommst du auch so deine scheine / credits aber was bringt es dir?! => nichts (weil du hast ja nix brauchbares gelernt)

was ich meine ist dass du dich entsprechend deiner interessen erkundigst ob der unterricht der profs an den hochschulen an denen du dich bewerben möchtest in ordnung ist



zu genauen zahlen kann ich dir nichts sagen aber wenn man zb die uni münster oder köln nimmt so fangen da ohne ende leute mit bwl an....
 
Als ich ich der zweiten Hälfte der 80er-Jahre an der Uni Münster anfing, waren wir ca. 1.300 Studienanfänger. Einige Jahe später wurde der NC eingeführt, wodurch die Anzahl der Erstsemester auf 240 Personsn beschränkt werden sollte. Effektiv hieß es dann aber, dass der Fachbereich durchaus eine Auslastung von 150 Prozent verkraften könne, weshalb 360 Studierende zugelassen wurden. (Zeitgleich traten die Sozialpädagogen in den Streik, weil sie über annähernd 100 Prozent Auslastung klagten - wir schüttelten darüber nur die Köpfe).

Das Problem mit der Masse stellt sich im gesamten Studienverlauf. Da gibt es Wahlfächer im Hauptstudium, die sehr begehrt und daher überfüllt sind. Je nach konkreter Ausgestaltung und Raumangebot kann es dann sein, dass man mit über 200 Studienkollegen in einem Raum sitzt, der vieleicht nur 160 Plätze bietet. Da heißt es dann, entweder rechtzeitig einen Platz zu reservieren (was aus organisatorischen Gründen leider nicht immer möglich ist) oder auf der Treppe zu sitzen. Das nervt allerdings auf Dauer.

In anderen Wahlfächern geht es dagegen vergleichsweise gelassen zu: die Anzahl der Studienkollegen ist überschaubar, der Prof. kennt jeden Seminarteilnehmer persönlich, die Atmosphäre und das Arbeiten fallen leichter.

In einem stark nachgefragten Wahlfach kann es Dir zum Diplom hin passieren, dass Du Deine Arbeit nicht bei Deinem Wunsch-Prof. schreiben kanst, weil er und sein Assistenten-Team nur eine begrenzte Anzahl an Arbeiten betreut. Im schlimmsten Fall wird dann z. B.. gelost. So lief das jedenfalls in Münster. Da landete so mancher Marketing-Studient plötzich beim Prof. für Steuern und bekam ein entsprechendes Thema serviert. An anderen Unis (Köln) lief es anders. Dort mussten die Studis z. B. ein Semester warten, bis sie ihre Diplomarbeit schreiben konnten. Auch das war ein Tribut, den die Überfüllung forderte.

Wie die aktuelle Lage aussieht, kannst Du Mitte Oktober beobachten, wenn die Erstsemester anfangen. Da empfliehlt es sich, mal einen Blick in die Uni zu werfen. Infos erhältst Du von der Fachschaft.

Während die Unis nach klassischer Sichtweise daran interessiert sind, ihren eigenen wissenschaftlichen Nachwuchs heranzubilden, geht es in den Fachhochschulen eher um die Berufsvorbereitung. Hier wird mehr Wert auf Praktika und Werksbesichtigungen gelegt. Der Stoff ist nicht ganz so theoretisch abgehoben, weil es dort mehr um die Lösung konkreter betrieblicher Probleme geht. Viele der Profs. haben Praxiserfahrung. Außerdem ist der Lehrplan mehr an die Schule angelehnt. Es gibt weniger Freiräume als an der Uni und das Lernen erinnert eher an die Schulzeit, als es neben den Kursen noch den Klassenverband gab.

http://www.das-ranking.de/che8/CHE?module=WasIst&do=show&esb=24

Du kannst ja mal in eine Buchhandlung gehen und Dir die BWL-Literatur ansehen. Dann weißt Du schon in etwa, was Dich erwartet. Einer der Klassiker wäre z. B. Günther Wöhe: "Einführung in die Allgemeine BWL" (die Betonung liegt auf Einführung).
 
Zuletzt bearbeitet:
Was ist denn genau der Unterschied zwischen Fachhochschule und Uni. Ich denke mal ein Uniabsolvent hat ein höheres "Ansehen", weil die Anforderungen höher sind?!
Ich konnte aber uach rauslesen, dass an Fachhochschule Praxis eine große Rolle spielt?!

Grüße
 
Das kommt ganz auf deinen Job danach an. Mein BWL-Studium dauert an einer privaten FH drei Jahre, von denen 1,5 Jahre für Praktika genutzt werden. Trotz der geringen Zeit in der FH sind wir im Gehaltsvergleich nicht besser oder schlechter als die Uni-Absolventen.

Wenn du also direkt nach dem Beruf einsteigen willst, und nicht erst als Trainee anfangen möchtest, dann ist imho eine FH die bessere Wahl. Ich habe zum Beispiel als Schwerpunkt Mittelständische Wirtschaft gewählt - so etwas gibt es an der Uni nicht - gut fürs Gehalt später ;)

Ich denke jede Hochschulform hat seine Daseinsberechtigung, aber wenn du danach direkt eine Unternehmensgründung planst oder in die Führung einsteigst, dann sind die Studienangebote an der FH eher etwas für dich. Wenn du aber ins Controlling möchtest (als Beispiel), dann bekommst du an der Uni mehr Fachwissen mit - nicht zuletzt auch durch die höhere Studiendauer.

Je nachdem wo du dann einsteigst und wie gut dein Wissen ist wirst du auch bezahlt - und dann ist die Frage ob Uni oder FH eher Zweitrangig, wenn der Name der Hochschule einigermaßen passt ;)

@bonnis82: Bist du an der FHDW? ;) Klingt sehr danach...
 
nope
da bin ich net ;)
studiere "hier" in düsseldorf an der fh....

unterschiede fh = uni:
ich hab mich noch nicht mit den kursen oder der prüfungsordnung von nem bachelor-bwl studiengang an einer uni auseinandergesetzt. natürlich gibt es unterschiede (die es aber auch zwischen unis und fhs unterienander gibt), aber diese unterschiede werden sich qualitativ doch eher "im rahmen" halten. natürlich ist an einigen hochschulen die qualität des unterrichts besser als anderswo.
wenn der studiengang akkreditiert ist kann man den anschließenden master machen "wo man will"....was wiederum gegen großartige qualitative unterschiede spricht.
aber zu diesem thema gibts es sicher noch andere meinungen...
 
Das was len erzählt gefällt mir. 3 Jahre und davon 1,5 Jahre Praktika. Viel mehr Praxiserfahrung. Wielange dauert ein BWL-Studium an einer Uni? Wenn ich dich Fachhochschule erfolgreich abgeschliessen würde, hätte ich eine durchaus gute Chance auf einen guten Beruf mit guter Bezahlung?

P.s. Controlling was muss ich mir darunter vorstellen?

Grüße
 
Controlling Umfasst eine Vielzahl von Aufgaben und kann eigentlich erst mal nicht abgegrenzt werden. In der Vorlesung umfasst das Thema z.B. Konsolidierung, Kostenrechnungssysteme und Kostenmanagement, Unternehmensbewertung und Wirtschaftsprüfung, internationale Rechnungslegung und Bilanzanalyse und -politik. Es gibt auch einen direkten Teil nahmens Controlling, der Umfasst Informationsmanagement, Planung, Kontrolle und Steuerung (englisch Controlling, nicht Kontrolle ;) ). Du siehst der Bereich ist weit, wobei man sich in der Praxis natürlich spezialisiert, kaum jemand macht mehrere Bereiche gleichzeitig.

Die Jobchancen vor allem mit dem Schwerpunkt Controlling im Zeugnis sind IMO hervorragend.

Zum Thema Mathematik: die Anforderungen sind nicht so hoch wie im Informatik oder Ingeneursstudium, aber trotzdem nicht zu unterschätzen. Lin. Algebra, Statistik, Wirtschaftsmathematik, Operations Research kommen dran, es kann aber je nach FH/Uni Unterschiede geben.
 
Jop, ist aber alles machbar. Ich hab im GK Mathe zw. null und fünf Punkten gehabt. ;)
Jetzt fehlt mir noch eine Prüfung zum MBA und eben die Abgabe der Thesis. Bekommt man alles irgendwie gedreht, man muß nur wollen.
 
Das heißt aber, dass du vorher unter Diplomstudiengangbedingungen studiert hast oder?

Bei uns in Hannover ist der Bachelor schon recht gemein.. man hat nur einen Versuch bzw zwei Versuche pro Klausur.. je nachdem wie man zählt. Wer es beim zweiten mal nicht packt ist draußen..
Wenn ich mir da so manche Diplomstudenten ansehe, die im 10. Semester ihre Mathescheine noch nicht haben.. weiß nicht ob die ihre Mathe I und Mathe II Prüfungen gepackt hätten..
 
So wie ich das mitbekommen ahbe, sollte man die Schiene, wo man sich nciht sicher ist, ob man die Pakt, immer so schnell wie möglich machen. Ein Bekannter von mir hat sein Studium nicht geschafft, weil er im 6. Semester den Mathe I Schein nie bestanden hat. Aus der Traum vom Batchelor of Sience (so heißt der doch jetzt, oder?)...
 
das sah im Schriftbild irgendwie so komisch aus mit dem c hinter dem S...

gibt es bei dem Studium denn irgendwelhe Unterschiede zewischen Bachelor of Science und Bachelor of Arts?
Hab nämlich auch überlegt ind ie Richtung zu gehen.

Und wie sind die Berufschancen, wenn man noch keine Berufserfahrung hat, mit einem Master?
 
Das sind vorallem die inhaltlichen Unterschiede. Bei BWL gibt es beide Möglichkeiten, wobei Bsc eher an den Unis vergeben wird (meine Beobachtung, kann auch falsch sein, steht ja jeder Hochschule offen).

Man kann mit dem Bachelor in Arts auch den Master in Science machen, also kein Problem. An den "Titel" wirds auch nicht gehängt, steht also nur in der Urkunde später.

Berufserfahrung ist immer gut, lässt sich aber auch gut mit guten Noten kaschieren.
Die ersten sind grade mit ihren Master-Abgängen fertig, momentan wird das Diplom noch bevorzugt. Das ändert sich aber, wenn du fertig bist :)

@Jace: Das klingt hart, ich studier auch in Hannover, hab aber noch die Möglichkeit eine mündl. Prüfung abzulegen. Wobei das in Mathe auch sehr unangenehm werden könnte, also nehm ich mir vor, alles im ersten Rutsch zu schaffen ;)
 
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