News ChatGPT-Superapp und Agenten: Wie sich OpenAI aus der (öffentlichen) Misere befreien will

Smockil schrieb:
Wie sollen sonst die Politiker wissen, was die Wirtschaft braucht?
Und dafür bevölkern zehnmal mehr Lobbyisten das Regierungsviertel, als wir Abgeordnete haben? Und das nicht nur in Berlin, sondern auch in Brüssel und den Landeshauptstädten

Unsere Abgeordneten sollen Volksvertreter, keine Wirtschaftsvertreter, sein und angesichts dieser massiven Beeinflussung und der Tatsache, dass diese Lobbyisten sogar direkt an Gesetzen mitschreiben, darf man getrost bezweifeln, dass unsere Abgeordneten überhaupt noch ihre Mandate so wahrnehmen, wie es dem demokratischen Gedanken entspricht.

Und genau deshalb sieht es in diesem Lande, des immer wieder mantrahaft wiederholten "der Markt regelt es", auch so aus wie es aussieht. Schnellen kurzfristigen und auf die Spitze getriebenen Gewinnen wird alles geopfert, muss sich dem unterordnen und vor allem die abhängig Beschäftigten werden nur noch systematisch ausgepresst.

Von unserer sozialen Marktwirtschaft ist nichts mehr übrig,, die wurde längst einem asozialen Turbokapitalismus geopfert, in dem man uns an jeder Ecke über den Tisch zieht und bescheisst. Selbst unser Staat zieht uns nur noch systematisch über den Tisch, hält uns in maximaler Abhängigkeit von seinem Wohlwollen und erfindet immer neue Geschäftsfelder, mit denen er den Abzockern weitere Möglichkeiten schafft uns systematisch zu betrügen.
 
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SIR_Thomas_TMC schrieb:
@MelbarKasom Da aktuell überhaupt nichts Konkretes oder Inhaltliches von dir kommt, passt das für mich. Dann lassen wir diesen ‚Diskussions‘faden doch einfach ruhen.

Ich unterhalte mich tatsächlich lieber konkret, und am praktischen Beispiel gemessen.
Das kann sehr erhellend sein. Stochern im Nebel dagegen für mich nicht.

Dir schöne Feiertage.
Dann lies dir einfach noch ein paar mal meine Beiträge durch. Vielleicht kommst du drauf. Ich wiederhole mich zum x-ten Mal: Wenn Du meine Beiträge zerpflückst, diese zitierst und da so Stilblüten unterbringst wie "Das ist nicht ganz richtig, aber auch egal" und dann auf mehrfache Nachfrage nicht inhaltlich, sachlich die Unterstellung begründen möchtest, was genau daran falsch ist, dann bist Du genau das was du mir im letzten Beitrag schon wieder unterstellst, nämlich eine Person die an einer sachlichen, inhaltlichen Auseinandersetzung nicht im geringsten interessiert ist. Ich hab dich mehrfach (und andere hier), konkret zu werden. Du weichst aus und beantwortest nicht. Das ist sprichwörtlich der Nebel in dem wir hier herumstochern, was du in diesem Fall mir vorwirfst. Du solltest in die Politik gehen. Da sind solche Skills gefragt. Nicht die Frage eines Journalisten beantworten, auch auf mehrfaches Nachfragen keinen Beleg/Nachweis für die eigene Behauptung liefern und stattdessen immer wieder versuchen alle Beteiligten in ein anderes Thema zu ziehen, ohne die vorigen Antworten geliefert zu haben. Und darauf angesprochen, wird immer wieder der Angriff nach vorne versucht mit Unterstellungen.
 
MelbarKasom schrieb:
Dann lies dir einfach noch ein paar mal meine Beiträge durch.
Nein Danke. :)
SIR_Thomas_TMC schrieb:
@MelbarKasom Da aktuell überhaupt nichts Konkretes oder Inhaltliches von dir kommt, passt das für mich. Dann lassen wir diesen ‚Diskussions‘faden doch einfach ruhen.

Ich unterhalte mich tatsächlich lieber konkret, und am praktischen Beispiel gemessen. Das kann sehr erhellend sein. Stochern im Nebel dagegen für mich nicht.

Dir schöne Feiertage.
 
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@SIR_Thomas_TMC

Ja das sagst dann alles aus. Du kannst das noch hundertmal zitieren und wünschen, solange ich von dir keine Belege zu deiner Behauptung aus deiner ersten Zitation von mir erhalte, brauchen wir wirklich nicht weiter reden. Du hast Dich da wirklich in etwas verrannt und besitzt nicht die Größe es zuzugeben. Zum Glück vergisst das Internet nichts und es bleibt für alle nachlesbar.
 
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MelbarKasom schrieb:
Unser Rentensystem "investiert" in nichts, denn es ist ein Umlageverfahren, d.h alle Rentenversicherungsbeiträge die diesen Monat eingenommen werden, werden sofort als Renten ausbezahlt.
Ja wenn das für Deutschland so gilt, dann ist der Rest der Welt natürlich nicht betroffen. Und wenn der Rest der Welt abtaucht, dann Deutschland natürlich nicht, man ist da komplett aussen vor und gegen alles geschützt.

Was ich damit aussagen wollte sollte klar sein. Und deutsche Rente ist eh ein Witz, wenn du nicht privat vorsorgst kannst du im Alter eh Flaschen sammeln gehen - und die privaten Vorsorger SIND eben betroffen.
 
ThirdLife schrieb:
Lol. Was denkst du wo unsere Rentenkassen rein investieren ? 🤣

Aha. Ja nee, is klar. Wer etwas so formuliert, muss auch einfach akzeptieren, dass es genau so verstanden wird wie es dasteht. Für wahrscheinlicher halte ich allerdings, dass es sich hier um eine Wissenslücke handelte und nun so getan wird als müssten alle hier wissen, dass man natürlich genau das Gegenteil gemeint hat von dem was da steht. Ist mir aber auch egal.

Was mir nicht egal ist, das deutsche Rentensystem als "Witz" zu bezeichnen. Dieser "Witz" hat seit dem vorletzten Jahrhundert kontinuierlich Renten ausbezahlt, wo andere Vorsorgesysteme in anderen Ländern, ganz oder teilweise gecrashed sind, weil halt mal irgendein Weltkrieg war, ne Staatspleite, ne Währungsreform wegen Hyperinflation, oder auch ein Klassiker, oder auch vorgekommen: Weil fehlinvestiert wurde.

Niemand wird daran gehindert zusätzlich privat vor zu sorgen, bitte gerne. Aber hört endlich auf diesen in den Köpfen eingepflanzten Mist nachzuplappern, die Rente sei "nicht sicher", oder wie du es sagst : "Ein Witz".

Schon vor knapp 30 Jahren fing der größte neoliberale ThinkTank damit an die öffentliche Meinung dahingehend zu beeinflussen. Das ging damals schon so weit, dass man gegen Bezahlung ganze Textpassagen z.B. in ein Drehbuch der Serie Marienhof unterbrachte (alles nachlesbar und dokumentiert zum ISNM) und heute werden Influencer bezahlt, um in Nebensätzen den Stein mit stetem Tropfen aus zu höhlen.

Das deutsche Rentensystem zu kippen und der Privatwirtschaft zuzuführen, wäre das größte Geschäft ever für diese Branche, da geht es um hunderte Milliarden jährlich. Und diese Lobbyisten werden schon dafür sorgen, dass am Ende (wie immer) nur gewisse Kategorien Finanzprodukte zugelassen werden, die selbstverständlich nur gewisse Firmen managen dürfen (so war es auch schon bei Riester, oder anderen Versuchen in die Richtung) und ab dann bezahlt man mit seinen Rentenbeiträgen erstmal schön fleißig die Kostenstruktur dieser Unternehmen, mitsamt Vorstandsgehältern, achja und die Dividenden der Aktionäre dieser Firmen auch noch und erst ganz am Ende kommt eine mögliche Wertsteigerung durch Rendite zustande.

Wobei ich mir aktuell wirklich die Frage stelle, ob das so kommen wird. Für wahrscheinlicher halte ich, dass die US Staatsverschuldung (oder konkreter die Zinsen darauf) bald nicht mehr bezahlbar sind, schon jetzt hangeln sie sich von einem Haushaltsstopp zum Nächsten. Und wenn die Märkte das dann final realisieren crashed das Weltfinanzsystem mit dem Petrodollar. Kreditgeld löst sich in Rauch auf und im günstigsten Fall wird man neu anfangen, ohne Krieg. Eine Staatsverschuldung von knapp 40 Trillionen Dollar, ist nicht refinanzierbar.

Schon viele Jahre wird gesagt, dass ein Militär welches mehr pro Jahr kostet als die nächsten 10 Staaten danach für ihr Militär zusammen ausgeben, nicht nachhaltig finanzierbar ist. Aktuell kommen wir allerdings in den Bereich wo die Zinskosten der Staatsverschuldung der USA die Position der Militärausgaben überholen werden. Und nirgends ist in Sicht wie sich das ändern soll, ausser das es noch schlimmer wird und damit unbezahlbarer wird. In so einem Marktumfeld fordert man nicht Millionen Menschen ihr Alterssicherungssystem zu privatisieren. Das ist fahrlässig und selbstmörderisch.

Wie gesagt, jeder kann und darf privat vorsorgen, aber Finger weg von unserer krisenfesten Rente, die mag zwar nicht "sexy" sein, aber sie hat bisher jeden Sturm überlebt, wo andere den Bach runtergegangen sind. Und vielleicht auch einfach mal öfter hinterfragen, wer oder was ein Interesse daran haben könnte, dich das denken zu lassen, was du darüber aktuell wie denkst und ob es im Bereich des möglichen liegt, dass da finanzielle Interessen eine Rolle spielen könnten. Nur so als gut gemeinter Rat.
 
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MelbarKasom schrieb:
Aha. Ja nee, is klar. Wer etwas so formuliert, muss auch einfach akzeptieren, dass es genau so verstanden wird wie es dasteht. Für wahrscheinlicher halte ich allerdings, dass es sich hier um eine Wissenslücke handelte und nun so getan wird als müssten alle hier wissen, dass man natürlich genau das Gegenteil gemeint hat von dem was da steht. Ist mir aber auch egal.
Vom Gegenteil hab ich nie gesprochen. 🤷‍♂️

MelbarKasom schrieb:
Was mir nicht egal ist, das deutsche Rentensystem als "Witz" zu bezeichnen. Dieser "Witz" hat seit dem vorletzten Jahrhundert kontinuierlich Renten ausbezahlt, wo andere Vorsorgesysteme in anderen Ländern, ganz oder teilweise gecrashed sind, weil halt mal irgendein Weltkrieg war, ne Staatspleite, ne Währungsreform wegen Hyperinflation, oder auch ein Klassiker, oder auch vorgekommen: Weil fehlinvestiert wurde.
Was kriegst du denn raus wenn du heute 30 bist und in 35 Jahren in Rente gehst bei einem 4000€ Bruttolohn on average über die Zeit ? Reichts noch grad so für die Miete ? Und fürs Essen gehst dann anschaffen und Flaschen sammeln ? Oder ists dann auch schon eng mit Miete ?

Was du rauskriegst IST ein Witz (1594€ Netto vor EK Steuer). Das Argument "ja aber irgendwas kriegst ja raus" mag für vergangene Generationen gestimmt haben, schau doch mal was meine 86er Generation kriegen wird bei durchschnittlichen Einkünften. Und da reden wir ja noch von Menschen mit mittlerem Einkommen von 4k€ Brutto über die Lebenszeit, viele im Almanland haben dieses Glück gar nicht, das darf dann die Sozialkasse regeln oder ? Traumhaftes System ! Nach 40-49 Jahren Arbeit darfst dann leben wie ein Sozialhilfe-Empfänger. Mhhhh. Premium Feeling.

Und es ändert auch nix daran, dass deine armselige Almanen-Rente pupsegal ist und dir exakt gar nix mehr kauft wenn die Eurozone gesamthaft einknickt. So zu tun als wäre man unantastbar ist einfach das typische Alman-Denken das eurer Autobranche grad zeigt, wie man es nicht macht.

MelbarKasom schrieb:
Niemand wird daran gehindert zusätzlich privat vor zu sorgen, bitte gerne. Aber hört endlich auf diesen in den Köpfen eingepflanzten Mist nachzuplappern, die Rente sei "nicht sicher", oder wie du es sagst : "Ein Witz".
Will ich garnicht damit aussagen. Ist alles in deinem Kopf. Zuviele Bekannte in der Right-Wing Bubble bei dir die dich dieses Gefühl auf jeden anderen Menschen der was negatives drüber sagt projizieren lassen ?
 
@ThirdLife

Ui ui ui, das ist ganz schön wirr. Also ich fang mal ganz hinten an: Es sollte beim Lesen meiner Beiträge eigentlich ziemlich klar geworden sein wo im politischen Spektrum ich stehe und lass es dir gesagt sein:" Right Wing bubble" war ein ganz tiefer Griff ins Klo bzw. hast Du mich inhaltlich nicht verstanden.

Du kannst dir gerne mal Alice Weidels Doktorarbeit durchlesen, denn die Olle von der AFD hat zur Rente geschrieben. Das ist so diametral zu dem was ich denke, dass ich echt nicht kapiere, wie man mich dort verorten kann ?!?

In deren Wahlprogramm steht auch genau das Gegenteil zum Thema was ich fordere. Kannst aber dir auch durchlesen was MAGA aus den USA zu diesem Thema fordert, wenn du schon den Begriff right wing bubble nutzt.
Du wirst dort den Begriff "privatizing" gefühlt 500 mal zu lesen bekommen, also anscheinend ungefähr genau das was du dir ja anscheinend vorstellst:" Scheiss auf eine gemeinschaftlich, solidarische Rente, lieber alles privatisieren". Und mich verortest du da, nach all dem was ich geschrieben habe?
Textverständnis? Ich bin maximalverwirrt.

Im übrigen waren die Auszahlungen nicht immer so niedrig. Ich kann nix dafür wenn die Mehrheit hier im Lande immer wieder die Parteien mit Stimmen belohnt haben, die tatkräftig bei den Renten gekürzt haben.
Dagegen gewehrt hat sich niemand, großartig anders gewöhlt auch nicht. Dasselbe ist mit den "Gehältern", seit Jahrzehnten höre ich hierzulande immer wieder neidische Sprüche, dass man ja in Skandinavien so viel mehr Geld verdienen kann, die Sozialsysteme so viel besser dort sind, aber niemand fragt sich warum das so ist, oder was man dagegen machen könnte.

Dort hat man halt gewerkschaftliche Organisationsquoten von weit jenseits der 80%, wohingegen hier seit 40 Jahren eine Massenflucht aus den Gewerkschaften stattgefunden hat und diese dadurch zahnlose Papiertiger wurden. Und wenn man nicht massenhaft zusammensteht und miteinander kämpft, wird man eben klein gehalten und über den Tisch gezogen. Und das ist ja auch alles nachlesbar in den Statistiken bei der Lohnentwicklung seitdem. Kaum Bewegung nach oben.

Und das zieht natürlich einen Rattenschwanz mit sich, denn oh wunder, der Rentenbeitrag wird prozentual von den Gehältern abgezogen. Sind die Gehäler gering, bleibts die Rente im Alter eben auch. Hängt alles zusammen. Oder schauen wir ins Nachbarland Österreich, im Schnitt 800€ Rente pro Monat mehr als bei uns.
Von nix kommt nix. Und da waren wir hier die letzten Jahrzehnte ziemlich faul.

Viel schimpfen und meckern, aber eben auch nicht dafür kämpfen wollen das es besser wird. Geschenkt bekommt man von Kapitalisten nämlich gar nix. Gesetzliches Recht auf bezahlten Urlaub, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, Maximalarbeitszeiten, Mutterschutz, Krankenversicherung, die von dir verhasste Rente und noch ne lange Liste mehr, wurden auf der Strasse erkämpft. Nichts davon gabs geschenkt. Und all das kann auch ganz schnell weg sein, wenn wir nicht gehörig aufpassen und bei vielem ist ja schon Kahlschlag. Und dann ist halt so ein pauschales "Renten-Bashing" nicht nur wenig hilfreich, sondern massiv kontraproduktiv.

Setz dich lieber dafür ein, dass die Arbeitgeberseite wieder soviel zahlt, wie sie es jahrzehntelang mussten, bis Lobbyisten sich durchsetzten. Es gibt soviele Vorschläge wie die Rentenkassen stabilisiert werden können, ohne die Menschen total über den Tisch zu ziehen, man muss es nur wollen und sich damit beschäftigen.
 
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@MelbarKasom Wie kommt man darauf, dass bei uns jemals die Renten gekürzt worden sein sollen?

Bei wenig Beitragszählern wäre es jetzt zudem an der Zeit, wirklich Rentenzahlungen zu kürzen und Arbeitende zu entlasten, vor allem steuerlich, denn damit wird ja ein großer Teil der Rente finanziert.
 
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MelbarKasom schrieb:
@ThirdLife

Ui ui ui, das ist ganz schön wirr. Also ich fang mal ganz hinten an: Es sollte beim Lesen meiner Beiträge eigentlich ziemlich klar geworden sein wo im politischen Spektrum ich stehe und lass es dir gesagt sein:" Right Wing bubble" war ein ganz tiefer Griff ins Klo bzw. hast Du mich inhaltlich nicht verstanden.

Du kannst dir gerne mal Alice Weidels Doktorarbeit durchlesen, denn die Olle von der AFD hat zur Rente geschrieben. Das ist so diametral zu dem was ich denke, dass ich echt nicht kapiere, wie man mich dort verorten kann ?!?
Tu ich nicht. Aber du verortest andere (mich) wohl da, und das lässt mich drauf schliessen dass du solchen Genossen öfter über den Weg läufst, diese sich somit in "deiner Bubble" befinden. Anders lässt sich schwer erklären wie du das auf mich projizierst. Das war der Punkt. :D

MelbarKasom schrieb:
Also anscheinend ungefähr genau das was du dir ja anscheinend vorstellst:" Scheiss auf eine gemeinschaftlich, solidarische Rente, lieber alles privatisieren". Und mich verortest du da, nach all dem was ich geschrieben habe?
Textverständnis? Ich bin maximalverwirrt.
Hab ich irgendwie nirgendwo behauptet. Ich behaupte lediglich, dass die deutsche Rente schwach ist vom Auszahlungs-Aspekt her. Keine Ahnung wie jemand unterhalb der Top 25% davon im Alter überleben will ohne auf Sozialhilfe oder eben Flaschen sammeln zurückzugreifen.

MelbarKasom schrieb:
Im übrigen waren die Auszahlungen nicht immer so niedrig. Ich kann nix dafür wenn die Mehrheit hier im Lande immer wieder die Parteien mit Stimmen belohnt haben, die tatkräftig bei den Renten gekürzt haben.
Renten gekürzt ? In DE macht man doch alles für die Rentner. Ist ja mit eine der stärksten Wählergruppen.

MelbarKasom schrieb:
Dasselbe ist mit den "Gehältern", seit Jahrzehnten höre ich hierzulande immer wieder neidische Sprüche, dass man ja in Skandinavien so viel mehr Geld verdienen kann, die Sozialsysteme so viel besser dort sind, aber niemand fragt sich warum das so ist, oder was man dagegen machen könnte.

Dort hat man halt gewerkschaftliche Organisationsquoten von weit jenseits der 80%, wohingegen hier seit 40 Jahren eine Massenflucht aus den Gewerkschaften stattgefunden hat und diese dadurch zahnlose Papiertiger wurden. Und wenn man nicht massenhaft zusammensteht und miteinander kämpft, wird man eben klein gehalten und über den Tisch gezogen. Und das ist ja auch alles nachlesbar in den Statistiken bei der Lohnentwicklung seitdem. Kaum Bewegung nach oben.
Bin ich voll bei dir.

MelbarKasom schrieb:
Und dann ist halt so ein pauschales "Renten-Bashing" nicht nur wenig hilfreich, sondern massiv kontraproduktiv.
Ich glaube wir haben hier ein massives Missverständnis zwischen uns beiden. Ums Renten-Bashing gings mir nicht. Sie ist objektiv zu tief für die Meisten um davon sinnvoll leben zu können (bezogen auf mich, meine Bubble und die Leute die ich kenne, alles dabei von 30-80k Bruttogehalt). Aber thats it.

Mir gehts in der Hauptsache darum, dass die ganzen Sprüche von wegen "mir doch egal wenn die Börse abtaucht" auch genau eben diese Leute betreffen können. Sei es über Pensions/Rentenkassen oder andere Abhängigkeiten. Niemand ist hier Safe wenn die große Bubble komplett eindampft.

Im Gegenteil, zumindest in den USA würde man sich in einer tiefen Rezession befinden hätte man nicht die ganzen AI-Buden die jegliche Indexe hochziehen. Man kann sich noch so sicher wähnen, wenn die Bubble platzt war die Subprime-Crisis ein gemütlicher Spaziergang im Park dagegen.

Das ist mein Punkt. Vielleicht hab ichs auch schlecht rüber gebracht. Ich hoffe jetzt ists klarer. ;)

MelbarKasom schrieb:
Setz dich lieber dafür ein, dass die Arbeitgeberseite wieder soviel zahlt, wie sie es jahrzehntelang mussten, bis Lobbyisten sich durchsetzten. Es gibt soviele Vorschläge wie die Rentenkassen stabilisiert werden können, ohne die Menschen total über den Tisch zu ziehen, man muss es nur wollen und sich damit beschäftigen.
Ich hab mich fürs Auswandern entschieden. Passt so für mich. So merkts der Staat dann vielleicht am Geldbeutel irgendwann wenn jeder der halbwegs was kann einfach geht und nur noch Deppen im Lande stehen und die Hand aufhalten.
 
@ThirdLife

Ah ok! Da haben wir uns beide gegenseitig wohl an einigen Stellen missverstanden, bzw. missverständlich ausgedrückt, so dass es zu den Missverständnissen kam.
So wird vieles jetzt klarer und nachvollziehbarer.


Dein Eindruck, dass in D. alles für die Rentner gemacht wird, bzw. ihnen nix zugemutet wird, möchte ich allerdings widersprechen. Dieser Eindruck entsteht doch eigentlich nur, weil der mediale Diskurs sich seit Jahren völlig bei dieser Debatte einseitig um diese Bevölkerungsgruppe dreht. Auch wenn sie zahlenmässig die größte Gruppe ist, wissen alle Historiker, dass es auf diesem Planeten noch nie eine Seniorenrevolution gab oder Umstürze und Parteistrategen wissen, dass es die Bevölkerungsgruppe ist, mit der stärksten Parteibindung "hab ich schon immer gewählt und bleibe dabei". WIrkliche Gefahr droht von dort nicht wirklich.

Und rein sachlich gab es schon zuhauf Rentenkürzungen hierzulande. Sei es die Umstellung gewesen von Brutto auf Nettolöhne bei der Berechnung. Dadurch war damals schon allen klar, dass das langfristig eine Kürzung werden könnte, denn wenn sich durch andere Abgabenlasten das Netto im Verhältnis zum Brutto verkleinert (und das hatte es ja, KK Beiträge rauf, Pflegeversicherung eingeführt usw.) das es hier de facto eine Kürzung war bei der Reform.

In einer weiteren Reform wurde dann aber nochmals das Rentenniveau weiter abgesenkt. Also auch eine Kürzung. Dann kam die Reform Rente mit 67 erst. Nach Geburtsjahr geregelt. Zwei Jahre länger einzahlen müssen, bei gleicher Leistung ist nix anderes als eine Kürzung.
Gleichzeitig wurden bei vielen dieser Reformen aber auch die Arbeitnehmer zusätzlich belastet, die einzge Gruppe die eigentlich fast immer "fein raus" war, war die Arbeitgeberseite.

So hat man zwei maximalfrustrierte Bevölkerungsgruppen. Eine die über die Jahrzehnte immer stärker belastet wird und eine die immer weniger bekommt. Und eine dritte, die sich die Hände reibt.
Klar, fairerweise kann man auch behaupten, dass die "Mütterrente" ja eine Rentenerhöhung war, wobei es eigentlich nur darum ging die Erziehungszeiten besser anzurechnen und zu würdigen sowie die schlimmsten Auswirkungen von Altersarmut damit abzufedern. Im Verhältnis zu den anderen Reformen aber Peanuts.

Die Rezessionsgefahr in den USA ist sehr real und wäre längst da ohne den KI-Boom. Seh ich genauso. Frohe Feiertage!
 
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