@ThirdLife
Ui ui ui, das ist ganz schön wirr. Also ich fang mal ganz hinten an: Es sollte beim Lesen meiner Beiträge eigentlich ziemlich klar geworden sein wo im politischen Spektrum ich stehe und lass es dir gesagt sein:" Right Wing bubble" war ein ganz tiefer Griff ins Klo bzw. hast Du mich inhaltlich nicht verstanden.
Du kannst dir gerne mal Alice Weidels Doktorarbeit durchlesen, denn die Olle von der AFD hat zur Rente geschrieben. Das ist so diametral zu dem was ich denke, dass ich echt nicht kapiere, wie man mich dort verorten kann ?!?
In deren Wahlprogramm steht auch genau das Gegenteil zum Thema was ich fordere. Kannst aber dir auch durchlesen was MAGA aus den USA zu diesem Thema fordert, wenn du schon den Begriff right wing bubble nutzt.
Du wirst dort den Begriff "privatizing" gefühlt 500 mal zu lesen bekommen, also anscheinend ungefähr genau das was du dir ja anscheinend vorstellst:" Scheiss auf eine gemeinschaftlich, solidarische Rente, lieber alles privatisieren". Und mich verortest du da, nach all dem was ich geschrieben habe?
Textverständnis? Ich bin maximalverwirrt.
Im übrigen waren die Auszahlungen nicht immer so niedrig. Ich kann nix dafür wenn die Mehrheit hier im Lande immer wieder die Parteien mit Stimmen belohnt haben, die tatkräftig bei den Renten gekürzt haben.
Dagegen gewehrt hat sich niemand, großartig anders gewöhlt auch nicht. Dasselbe ist mit den "Gehältern", seit Jahrzehnten höre ich hierzulande immer wieder neidische Sprüche, dass man ja in Skandinavien so viel mehr Geld verdienen kann, die Sozialsysteme so viel besser dort sind, aber niemand fragt sich warum das so ist, oder was man dagegen machen könnte.
Dort hat man halt gewerkschaftliche Organisationsquoten von weit jenseits der 80%, wohingegen hier seit 40 Jahren eine Massenflucht aus den Gewerkschaften stattgefunden hat und diese dadurch zahnlose Papiertiger wurden. Und wenn man nicht massenhaft zusammensteht und miteinander kämpft, wird man eben klein gehalten und über den Tisch gezogen. Und das ist ja auch alles nachlesbar in den Statistiken bei der Lohnentwicklung seitdem. Kaum Bewegung nach oben.
Und das zieht natürlich einen Rattenschwanz mit sich, denn oh wunder, der Rentenbeitrag wird prozentual von den Gehältern abgezogen. Sind die Gehäler gering, bleibts die Rente im Alter eben auch. Hängt alles zusammen. Oder schauen wir ins Nachbarland Österreich, im Schnitt 800€ Rente pro Monat mehr als bei uns.
Von nix kommt nix. Und da waren wir hier die letzten Jahrzehnte ziemlich faul.
Viel schimpfen und meckern, aber eben auch nicht dafür kämpfen wollen das es besser wird. Geschenkt bekommt man von Kapitalisten nämlich gar nix. Gesetzliches Recht auf bezahlten Urlaub, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, Maximalarbeitszeiten, Mutterschutz, Krankenversicherung, die von dir verhasste Rente und noch ne lange Liste mehr, wurden auf der Strasse erkämpft. Nichts davon gabs geschenkt. Und all das kann auch ganz schnell weg sein, wenn wir nicht gehörig aufpassen und bei vielem ist ja schon Kahlschlag. Und dann ist halt so ein pauschales "Renten-Bashing" nicht nur wenig hilfreich, sondern massiv kontraproduktiv.
Setz dich lieber dafür ein, dass die Arbeitgeberseite wieder soviel zahlt, wie sie es jahrzehntelang mussten, bis Lobbyisten sich durchsetzten. Es gibt soviele Vorschläge wie die Rentenkassen stabilisiert werden können, ohne die Menschen total über den Tisch zu ziehen, man muss es nur wollen und sich damit beschäftigen.