News Chuwi CoreBook X/Plus: Skandal um falsche Notebook-CPUs weitet sich aus

coxon schrieb:
Chuwis Credo: Fake it till you make it! :D
Und wenn sie dann erwischt werden: Fake it, deny everything and threaten anyone who reveals the truth.
Die gefakten Einträge im BIOS, im System usw zeigen eben, daß Chuwi hier nicht "aus Versehen" die Geräte falsch beworben und sich vorher bei den Aufklebern auf dem Notebook vertan hat, sondern weit darüber hinaus ging, und mit Vorsatz und Planung handelte.

@Jan : Wär interessant, wenn Ihr (CB, auch zusammen mit Notebookcheck) einen Rechtsanwalt fragen könntet, welche Ansprüche getäuschte Käufer gelten machen können, und ob sich hier eine Sammelklage lohnen würde. Solche Manipulationen schaden nicht nur den geprellten Kunden, sondern auch den ehrlichen Konkurrenten.

Abschließend: etwas "Mitschuld" hat hier IMHO auch AMD. Warum? Weil AMD auch APUs mit einer Vega iGPU mit 7xxx bezeichnet. Den Unterschied zwischen einer APU mit der Vega iGPU und einer mit der 780M RDNA3 iGPU (Phoenix und Nachfolger) merkt und sieht man ja sofort, egal was da im System oder sonstwo behauptet wird. Dagegen ist der Unterschied zwischen einer 5500 und 7430 APU zumindest im Moment erst einmal nicht offensichtlich.
 
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Berlinrider schrieb:
Warum weisen Tools wie CPU-Z etc. eigentlich nicht darauf hin, dass der Produktname nicht mit den technischen Eigenschaften laut Datenbank übereinstimmt?
Weil das von den Entwicklern des Programms auch als eigenständige Funktion eingebaut also programmiert werden muss. Das Programm soll eigentlich nur das IM DETAIL anzeigen was es aus den Chips auslesen kann. Und das genau tut es!

Man kann diese Informationen fälschen wenn es um die Bezeichnungen geht. Aber nicht wenn es um die tatsächlichen also physischen Eigenschaften geht. Wo einfach die Anzahl, Prozessor Kernen, Datenlanes und anderer physischer Bauteile gezählt wird. Die kann du eben nicht fälschen weil die schlicht vom Programm zusammengezählt werden für das Anzeigen und nicht aus einem Speicherbauteil ausgelesen und somit dort auch geändert werden können.

Lange Rede kurzer Sinn. CPU-Z muss nun wie bei GPU-Z auch das zusätzlich einbauen das ein Hinweis auftaucht wenn die Bezeichnung der CPU nicht zu der im Programm hinterlegten Datenbank mit den Werten aka technischen Daten dieser CPU übereinstimmt.

Weil wie bei den Grafikkarten die gefälscht werden/wurden kann nur das Wissen wie die genaue Spezifikation des jeweiligen Produktes auszusehen hat auf einen Betrug hinweisen.

Es wird praktisch immer schlimmer , egal wo , das jeder versucht jeden zu bescheißen um so einen zusätzlichen Profit für sich zu erzielen.
Ergänzung ()

Garmor schrieb:
Was zahlen OEMs eigentlich für die einzelnen Prozessoren? Also was ist zumindest grob die Marge, die sich hier erschummelt wurde?
Kannst du dir grob ausrechnen, geh nach geizhals.de und such den günstigsten Mini PC mit den beiden CPUs von EINEM Hersteller mit identischer Ausstattung (!) und rechne gut 75% bei beiden ab. Dann hast den grob den Rohpreis und somit die Differenz der beiden CPU`s und dann such dir eine Zahl aus die du davon auf einmal einkaufen würdest...je mehr du auf einmal der kleineren CPU einkaufen tust desto mehr Gewinn bleibt also bei dir wenn du es als die größere verkaufen kannst...
 
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Krümel-Hamster schrieb:
Das ist bei meinem Mini PC auch passiert.
Beworben mit Ryzen 3200u, so wird es auch im BIOS und per CPU-X ausgelesen, in Wirklichkeit ist es aber nur ein Athlon 300u
Zumindest selbe CPU Generation und nur 100 MHz Takt Unterschied, trotzdem Betrug.
Meine dementsprechende Rezession würde von Amazon aber gelöscht...
Daß Amazon dann Deine Rezession einfach gelöscht hat ist IMHO eine mindestens genauso große Sauerei. Denn damit schützt Amazon den Betrüger, und lässt noch mehr Kunden zu Opfern werden. Hier ist IMHO auch die Politik (Deutschland und EU) gefordert, dem Riesenkonzern mal auf die Füße zu treten. Gerade wenn schlechtes Verhalten richtig Geld kosten kann, geht es ja oft auf einmal auch anders.
 
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@eastcoast_pete Da hast du völlig recht. Das Löschen kritischer Rezensionen ist fast noch schlimmer als der ursprüngliche Betrug, weil Amazon damit aktiv Verbraucher schadet. Die EU-Kommission hat Amazon zwar schon im Visier, aber bis konkrete Konsequenzen kommen, dauert es leider meist viel zu lang.
 
Haldi schrieb:
Hat Lenovo nicht den Business Service ein Gerät innert 24h auszutauschen?
Privatkunde und angebliche Reparatur am nächsten Werktag, sofern das Ersatzteil vor Ort ist - und nein, das klappt nicht, weil das Subunternehmen überhaupt nicht die entsprechenden Verträge hat.
Ergänzung ()

TausendWatt schrieb:
Ich habe schon etliche Geräte bei meinem Kunden im Einsatz, es gab bisher nie Probleme die erwähnenswert sind. 99% der Technik funktioniert hervorragend und die 1% werden sofort und anstandslos ausgetauscht.
Wie geschrieben: Privatkunde mit eigentlich gebuchten Premium Service.

Hat jetzt drei Monate von der Meldung des Defektes zu einem neuen Gerät gebraucht.
Warum das Gerät aber immer wieder Macken hatte, hat mir Lenovo nicht mehr mitgeteilt. Nur, das ich die Kosten tragen soll und dann kamen die "schon" um die Ecke, das ich ein komplett Neues bekommes, welches seit gestern auch wirklich da ist.
Trotzdem hatte Lenovo nochmal, nach Versand, nachgehackt und meinte, das Informationen für die Reparatur fehlen🤷. Welche Information fehlt wurde mir immer noch nicht mitgeteilt, genauso was defekt sein soll.
 
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@andi_sco Drei Monate für einen Premiumservice-Fall ist eine Frechheit. Zumindest hat es am Ende mit dem Neugerät geklappt, aber die Kommunikation von Lenovo klingt durchgehend chaotisch. Solche Erfahrungen machen es schwer, den Premiumservice zu empfehlen.
 
Elan1338 schrieb:
aber die Kommunikation von Lenovo klingt durchgehend chaotisch
Du redest halt mit Bosnien*, und da konntest zehnmal nachfragen, warum die Reparaturfirma sich nicht meldet und was da los ist.
Habe die dann selber angerufen, weil das Lenovo nicht durfte. Da hieß es dann, das ich kein Next-Businessday-Reparatur Kunde bin, obwohl Lenovo für diese beworbene Garantieleistung bezahlt wurde.
Ich rede ja hier nicht mal von einem 500 € "Klapper"laptop und war entsprechend sauer das da nichts richtig klappt.
Zum Schluss musste er ins Werk und da wurde ein angeblicher Eigenschaden festgestellt, den ich tragen sollte und das sich Lenovo bald dazu äußern wird.
Das ist, wie gesagt, bis heute nicht passiert.
Und, die Zusage für ein neues Gerät, aufgrund des Ärgers, kam nach über einer Woche, nachdem der eigentliche Schaden festgestellt wurde. Da hätte Lenovo doch schon längst mal schreiben können, was denn nun immer wieder zum Ausfall geführt hat - aber nüscht. Siehe Mails vom 03.03. und 09.03., der Schaden selbst wurde am 26.02. festgestellt.

*bevor es jetzt heißt, das die automatisch schlecht sind: nein, gutes deutsch aber nervige Kommunikation und absolut keine Eigeninitiative.
Immer nur der Verweis, das die auch nicht wissen, warum das nicht geht und das die auf angebliche Mail Rückmeldungen warten, die anscheinend schon längst im internen System gelandet waren, aber nicht aj den Kunden weiterkommuniziert wurden.
 

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Tzk schrieb:
Da muss man ja von Vorsatz ausgehen, wenn die Cpu selbst im Bios falsch angezeigt wird.

Ich könnte mir aber durchaus vorstellen, dass der Betrüger an einem anderen Punkt der Zulieferkette sitzen könnte.

Als Großhändler z.B. wird man auch nicht alle CPUs auspacken, die da Palettenweise aus z.B. einer anderen Region kommen, solange die "Papiere" passen. Dann kaufst als Unternehmen bei deinem Großhändler und sparst noch etwas intern und Zack, hier sind wir.

Das Einzige was ich dem Laden aktuell vorwerfen würde, ist eine miese QC beim Einkauf...
 
Zuletzt bearbeitet: (Ich lass es stehen einfach weiter lesen)
@iron_monkey Der Punkt mit der Lieferkette ist interessant, aber eine falsch gecflashte CPU-ID im BIOS ist schwer als Zufall zu erklären. Das setzt gezieltes Eingreifen voraus. Chuwi hat zumindest die Pflicht, ihre Zulieferer zu prüfen, egal wo der Betrug genau stattfand.
 
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@Elan1338

Stimmt! Das Bios hat erstmal mit der CPU nichts zu tun... war ganz auf gefälschte CPU eingeschossen, habe den Beitrag nur überflogen!
 
@iron_monkey Kein Problem, der Unterschied ist aber trotzdem relevant: Ein gefälschtes BIOS-String ist leichter einzuschleusen als eine physisch gefälschte CPU. Das macht es für Chuwi einfacher zu behaupten, sie seien selbst Opfer geworden.
 
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Bei so einem Fall frage ich mich, um wie viel Geld es da wirklich geht. Was kostet so ein 5500U weniger als ein 7430U? Nen Zehner? Dafür Betrug? Ernsthaft. Klar die Menge an Einheiten machts. Vielleicht haben sie nen Posten der alten 5500U geschossen. Aber ganz ehrlich: Deswegen kauf ich keinen Noname Kram egal woher der kommt. Klar: Was ist noname? Und wie kommt eine neue Marke dann zu einem "name"?
Es sind nicht die 10 Euro, die die schneiden, oder vielleicht sogar nicht mal der Schaden, der dem Kunden entsteht (den meisten ist es vielleicht wirklich egal bzw. sie merken es nicht), was wirklich schadet. Sie zerstören Vertrauen, die Bereitschaft zu Vertrauensvorschuss - und damit die Chancen für Newcomer. Und das für paar schnelle dreckige Dollars.
 
Elan1338 schrieb:
Das eigentlich Erschreckende ist, dass falsch bestückte CPUs offenbar so lange unbemerkt blieben, was Fragen zur Qualitätskontrolle beim Hersteller und beim Handel aufwirft.
Wie soll der Handel jedes einzelne Notebook dahingehend prüfen (können)? Die müssen sich auf ihre Zulieferer verlassen und können dann, wenn als nötig erachtet, diese aus dem Sortiment nehmen.

Wobei Chuwi gerne über eigene Shops auf Market places, wie früher mal bei Amazon verkauft wird.
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Krümel-Hamster schrieb:
Meine dementsprechende Rezession würde von Amazon aber gelöscht...
Wenn ich mich recht erinnere, dann verkaufte Chuwi früher via Amazon Market place. Ich meine mich erinnern zu können, dass Rezensionen dort von den Anbietern selbst gelöscht werden können.

Doch wie auch immer, versuche heute mal ein Angebot von Chuwi auf Amazon (Market place) zu finden.
 
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Lieber @Jan , wer und was ist Chuwi? Für mich könnte die Firma auch gefälschte Adidas Schuhe verkaufen! Wäre schon wen da in der Einleitung etwas mehr Background wäre, die vielicht zeigen das Chuwi nicht nur irgendein chinesische garagen und scam Temu Unternehmen ist.
Also falls das der Fall sein sollte. Auch weil Internetplattformen ja schon des öftern so Temu-Scam bewusst getestet haben. Dann stellt sich die Frage, war das Teil überhaupt für den Europäischen oder Amerikansichen Markt bestimmt, designed. Oder ist das nur ein reiner China Import, der gerade aufgrund der horenden RAM Preise, wieder in Mode kommt.
Weil ich kenne nicht die Regeln, die Konsumentenrechte, auf dem chinesichen Festland. Auf der anderen Seite fände ich es schade wen man alles was aus China festland direkt kommt, kategorisch als potenziellen Scam gebrandmarkt würde.
Daher etwas mehr Backround Infos über das Unternehmen, aber auch wie und warum Notebookcheck das Produkt gesteste hat wäre schön. Ohne das ich jetzt einen Roman verlange. Aber ich lese nur "Chuwi, Scam ?!?" Wer ist Chuwi? Warum teste sowas Notebookcheck? Was sagt Chuwi?
Nicht böse gemeint. Nur etwas den Leser an der Hand nehmen, wäre schön. :daumen: Auch wen du möchtest das Sie die anderne verlinkten Artikel auch lesen. ;):evillol:
 
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AmDati schrieb:
Was bitte ist Betrug ohne Vorsatz?

Dass das kein Zufall ist, davon sollte auszugehen sein...
Angenommen ein Zulieferer hätte denen falsche CPUs untergeschoben. Das wäre in meinen Augen Betrug, aber halt “nur” durch mangele Qualitätssicherung. In diesem Fall wurde zusätzlich versucht über das BIOS zu verschleiern, was es definitiv vorsätzlich macht. Vielleicht jetzt klarer wieso ich das so formuliert habe?

Das es ken Zufall ist, ist relativ offensichtlich.
 
Chuwi... was zur Hölle ist Chuwi, butte kauft doch nicht jeden Chinashit
 
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Tzk schrieb:
Da muss man ja von Vorsatz ausgehen, wenn die Cpu selbst im Bios falsch angezeigt wird. In meinen Augen ist das vorsätzlicher Betrug. Hoffentlich gibt es entsprechende Konsequenzen für den Hersteller.
Vorsätzlicher Betrug :D. Sachen gibt's....
 
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