News Claude-Entwickler: Anthropic nimmt 30 Mrd. Dollar bei Finanzierungsrunde ein

DonDonat schrieb:
derbe schrieb:
Modelle sind echt gut, muss ich sagen beängstigend gut sogar. Ich schätze mal in 1-2 Jahre wird es keine Entwickler mehr geben so wie wir jetzt die kennen. Und Software entwickeln wird sau billig im Vergleich zu jetzt.
Würde Sinn machen, da kein Entwickler mit Verständnis der Materie in irgendeiner leitenden technischen Position ernsthaft glaubt dass sowas in auch nur weiterer Zukunft möglich ist. Genau wie Wissenschaftler die sich mit sowas beschäftigen....

Die einzigen, die sowas immer und immer wieder predigen auch wenn es bisher meine einzige Studie gibt, die auch nur andeuten kann, dass "KI" sowas könnte, sind Manager der "KI" Buden.

Macht aber auch Sinn, weil die keinen Dunst von Software Entwicklung haben und da geht dann halt verloren, dass Software kein Produkt ist, welches du nur auf Basis von Stackoverflow & Co. erstellen kannst.

Und da waren wir noch nicht mal bei den massiven Halluzinationen die technisch unmöglich zu beseitigen sind bei allen LLMs...
Ganz unrecht hat @derbe nicht. Der entscheidende Teilsatz ist "wie wir sie kennen".

Früher war das Programmieren ein großer Teil. Heute schreibe ich immer öfter Rule-Files, Promps und baue Tests/Testmöglichkeiten (oft auch mit KI), damit die KI Ergebnisse verifizieren kann oder Probleme debuggen kann. Dass ich wirklich von Hand Code schreibe, kommt immer seltener vor.


DonDonat schrieb:
Die "Code Affen" wie sie gerne con CEOs verkauft werden und von Leuten wie dir angenommen werden, gibt es schlicht nicht.
Die gibt's durchaus, haben wir uns in einer Firma vor Jahren auch durchaus mal auf Fiverr geklickt. War gut für Fleißarbeit, die man aber auch mal selbst nachbessern musste.


DonDonat schrieb:
aber eigentliche Kern Logik und Architektur kannst du niemals einem Algorithmus überlassen weil ihm ein Verständnis der Materie fehlt: wer will den Kunden nach Anforderungen fragen? Wer will diese in Architektur für dessen speziellen Use Case übersetzen? Wer diese dann performant implementieren? Testen? Warten? Zertifizieren? In Kunden Hardware integrieren?
Davon sprechen auch die wenigstens. Aber selbst da verschieben sich Dinge:

Testen? Ich kann mir mittlerweile recht komplexe Testsetups aus dem Hut zaubern, die ich später wieder wegwerfe oder teilweise für CI/CD übernehme.
Hab da gerade wieder so nen Fall, bei dem "Tests im Feld" teuer sind und ein Testsetup ohne KI aufwändig zu wäre.
Früher hätte ich ein paar Unit Tests geschrieben und konservativ entwickelt, um wenig anzufassen. Heute bügel ich aus der Zeit noch ein paar Performancebremsen aus, kann ja jetzt einfach testen.

Designdetails, bei denen noch Fragen offen sind (was geht technisch wie gut)? Kurz skizzieren, parallel zwei Agents mal ne erste Version bauen lassen und vergleichen, statt ewig zu überlegen.

Warten? Da wären wir wieder bei den Tests.
 
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derbe schrieb:
Ich schätze mal in 1-2 Jahre wird es keine Entwickler mehr geben so wie wir jetzt die kennen. Und Software entwickeln wird sau billig im Vergleich zu jetzt.
30.000Millionen investierte Dollar sagen was anderes.
Das soll nach dem bezahlen der laufenden kosten mindestens doppelt zurückkommen.

Aktuell verdreifacht IBM die offenen Stellen für Einsteiger Programmierer Jobs.
“The companies three to five years from now that are going to be the most successful are those companies that doubled down on entry-level hiring in this environment,” Nickle LaMoreaux, IBM’s chief human resources officer, said this week.
https://fortune.com/2026/02/13/tech...ring-according-to-chro-rewriting-jobs-ai-era/
 
Beitrag gelöscht

@Andy @Jan sind Links zu archive.??? gestattet?
 
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@DonDonat Hast du dich in den letzten 2-3 Monaten wirklich ernsthaft mit dem Thema beschäftigt? Das ist kein Vorwurf aber es wirkt so, als hättest du die neusten Entwicklungen inkl. Opus 4.5 / 4.6 nicht auf dem Schirm. Und ja, man muss sich aktuell im Grunde täglich bis wöchentlich damit beschäftigen, die Fortschritte sind enorm. Erst gestern wurde von bspw. Spotify bekanntgegeben, dass von deren besten Entwicklern seit Dezember nicht eine Zeile Code mehr selber geschrieben wurde.
 
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OpticalFiber schrieb:
Naja, für solche Sachen und Firmen ist Geld genug da.
Ist es ja eben nicht - Anthropic muss sich das Geld ja leihen.
OpticalFiber schrieb:
Aber bei anderen Sachen wo die Menschheit in Armut oder verhungert fehlt das Geld.
Das muss man differenziert betrachten - hätte niemals jemand in technologischen Fortschritt investiert würden wir wahrscheinlich immer noch alle im Lendenschurz am Lagerfeuer sitzen und Lieder singen.
OpticalFiber schrieb:
So komisch ist die Menschheit und die Gier geworden.
Das war sie schon immer - nur hier macht man's grade im grossen Stil und nur deshalb fällts auch auf. ^^
 
@Slowz Na, das wird die Codequaliät bei Spotify aber sicher massiv steigern. Man hat in letzter Zeit auch bei Microsoft das Gefühl, dass deren Windows-Patches von der KI zusammengewürfelt werden, so buggy wie sie veröffentlicht werden. So sehr, dass sogar Microsoft aufgewacht ist.

Ich gebe @DonDonat Recht, sehe es genauso. Die KI ist für repetetive Arbeiten gut, Sachen die irgendwo zumindest in Teilen dokumentiert sind. Deshalb wird KI bestenfalls die schlechteren Entwickler ersetzen, zumindest wenn ein Unternehmen in der Software-Entwicklung besonderen Wert auf Qualität legen sollte. Wenn man KI Code ungeprüft und ungefiltert übernimmt, kommt ein Haufen Blödsinn raus. Und ja, ich verwende Claude selbst täglich und sehe durchaus Chancen.
 
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Slowz schrieb:
Erst gestern wurde von bspw. Spotify bekanntgegeben, dass von deren besten Entwicklern seit Dezember nicht eine Zeile Code mehr selber geschrieben wurde.
Habe ich auch gelesen. Nur was machst du, wenn es irgendwann mal zu Fehlern kommt, welche durch die KI nur noch verschlimmbessert werden?
Hast du dir mal angeschaut, mit wievielen Problemen Windows inzwischen zu kämpfen hat und welche immer wieder zurückkehren?

Wenn kein Mensch das mehr überblickt, wer soll denn dann noch die KI steuern? Ich halte Spotifys Ansatz für problematisch. Man macht sich als Entwickler zu 100% abhängig von irgendwelchen Sprachmodellen, da durch diese Art der Entwicklung kein Architekturverständniss mehr entsteht. Diese Art mag für die alte Hasen funktionieren. Doch was ist mit Neueinsteigern? Oder muss man am Ende nicht mehr wissen, wie die Software funktioniert? Macht nur noch die KI?
Eine weitere Frage wäre ja, wie die KI neue Technologien lernt, wenn es keine klassischen Entwickler mehr gibt?
Genauso auch die Probleme im Opensource-Bereich. Schau einfach mal nach KI, Slop und Bugreport. Das macht inzwischen viel kaputt.

Und selbst wenn die Modelle wirklich so gut sind, wer zahlt denn den Preis dafür, monetär und umwelttechnisch? Der Energie und Ressourcenbedarf ist gigantisch und wächst immer weiter. Ist es das wert?
Wir opfern auf dem Altar der KI so viel, dass ich mich ernsthaft frage, wann man aufhört.
 
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MORPEUS schrieb:
Das sind so unvorstellbare Geldmengen, jeder mit nur einem funken Verstand sieht doch, dass das Schiffbruch mit Ansage ist.
Hinter dieser Entwicklung sehe ich Persönlichkeiten wie Demis Hassabis, die sich bereits im Alter von acht Jahren ihren ersten Computer finanzierten – und zwar mit Preisgeldern, die sie bei Schachwettbewerben gewannen.

Jedem mit einen funktionierenden Verstand sollte klar sein, dass der nächste KI - Winter noch lange nicht angebrochen ist.
 
Ichthys schrieb:
Wenn kein Mensch das mehr überblickt, wer soll denn dann noch die KI steuern?
Gibt da nen Film - heisst Terminator ... :smokin:
 
Der Versicherungskonzern Allianz schloss im Januar eine Partnerschaft mit Anthropic ab und wurde zu einem Referenzkunden in Europa.
 
Was ich bei dieser Diskussion immer interessant finde ist, dass niemand Bedenken äußert Mal eben die ganze Code Basis der Firma auf Anthropic Server hochzuladen, damit mir der Agent ein paar Unit Tests schreiben kann.

Oder arbeiten hier alle an Open Source Software die eh frei verfügbar ist?
 
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Syrato schrieb:
Die Claude Modelle sind gut, aber wtf sind das für riesige Luftschlösser!
Am Ende bezahlen wir Kunden den Preis oder die Blase platzt!

Wer sagt das die Blase platzen muss ? Es kann, es muss aber nicht. Softlanding, es gibt was anders was platzen kann. Eure " Arbeitsverträge " wenn das Ding so gut wird das es alles textproduzierende liquideren oder stark reduzieren kann. Also nicht so sicher sein was " platzt " :)

Vl sind wir gerade die Kutschenbauer die zuschauen wie dieses morderne Zeugs namens Auto, derzeit noch unseren Kutschen komplett unterlegen, anfängt in Produktion zu gehen. Und noch lachen wir darüber. In paar Jahren gibs dann 80 % von unserer Berufsgruppe nicht mehr. Zahlen frei erfunden.
 
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xmimox schrieb:
Naja überlege mal wie lange KI aktuell im Umlauf ist und dann überleg mal 20 Jahre weiter.
Richtig! Wenn man sich die Qualität der aktuellen Windows-Ausgaben anschaut, bekommt man einen Vorgeschmack. ;)
Sicher, es wird besser. Aber ich sehe im Moment nicht, wie der aktuelle Ansatz zum gewünschten Ergebnis führen soll. Als Unterstützung - absolut! Aber als kompletter Ersatz sehe ich das nicht. Und selbst wenn es so wäre, wird es nicht wirklich günstiger.
Ergänzung ()

Bullz schrieb:
Vl sind wir gerade die Kutschenbauer die zuschauen wie dieses morderne Zeugs namens Auto, derzeit noch unseren Kutschen komplett unterlegen, anfängt in Produktion zu gehen. Und noch lachen wir darüber. In paar Jahren gibs dann 80 % von unserer Berufsgruppe nicht mehr. Zahlen frei erfunden.
Wenn es so wäre, dann wird die gesellschaftliche Antwort darauf sehr spannend werden.
Es sind schließlich nicht nur Programmierer betroffen. Die Liste der Berufe ist sehr groß (Ärzte, Taxi- und LKW-Fahrer, Lehrer, Programmierer, Anwälte, Steuerberater, Beamte usw.)
Falls es so kommen sollte, wird es einen ziemlich großen Umbruch bedeuten.
 
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Ichthys schrieb:
Hast du dir mal angeschaut, mit wievielen Problemen Windows inzwischen zu kämpfen hat und welche immer wieder zurückkehren?
Die gabs vorher schon, auch durch entlassende Testabteilungen.
Und auch auch KI kann man so oder so nutzen.

Ichthys schrieb:
da durch diese Art der Entwicklung kein Architekturverständniss mehr entsteht
Wo steht denn, dass man KI so nutzt, dass man keine Architektur mehr braucht? KI esetzt nicht Doc-Reviews (die es auch für Architektur gibt) oder das Involvieren vom Sicherheitsteam aus.

KRambo schrieb:
Die KI ist für repetetive Arbeiten gut, Sachen die irgendwo zumindest in Teilen dokumentiert sind
Über den Punkt sind wir hinaus. Ein bereits trainiertes Modell kann auf SOPs zugreifen, kann googlen und kann deine Rulefiles lesen.
Du kannst modernen Agenten auch Tools zum Testen und verifizieren mitgeben. Das ist nicht mehr "ich halluziniere was und sage, dass ich fertig bin".

OfficerTux schrieb:
Mal eben die ganze Code Basis der Firma auf Anthropic Server hochzuladen, damit mir der Agent ein paar Unit Tests schreiben kann
So funktionieren die Agenten nicht.
 
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derbe schrieb:
Modelle sind echt gut, muss ich sagen beängstigend gut sogar. Ich schätze mal in 1-2 Jahre wird es keine Entwickler mehr geben so wie wir jetzt die kennen. Und Software entwickeln wird sau billig im Vergleich zu jetzt.
Code schreiben ist nur ein Teilaufgabengebiet eines Entwicklers, außer du meinst die Code-Monkeys.

Ja Opus 4.6 ist gut aber macht noch immer Junior-Dev Fehler, auffällig noch immer der oft sehr verbose Spagetti Code wenn man keine genauen Anweisungen gibt. Der Code funktioniert ist aber dann mit der Zeit durch Menschen quasi unwartbar.

Die Frage ob man sich in so ein Rabbit-Hole begeben will...
 
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xmimox schrieb:
Naja überlege mal wie lange KI aktuell im Umlauf ist und dann überleg mal 20 Jahre weiter.
Du meinst obs dann noch immer Investoren gibt die Mrd reinpulvern ohne das irgendeine AI Firma bis jetzt Gewinn gemacht hätte?
Ergänzung ()

pseudopseudonym schrieb:
Wo steht denn, dass man KI so nutzt, dass man keine Architektur mehr braucht?
Nicht-Programmierer wissen nichts von Software-Architektur, solange es funktioniert passt es für sie. Das ist wie ein Haus zu bauen und die einzige Anforderung ist es, dass es steht...
 
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