Clevo N960TD Lüftersteuerung

Tharful

Lieutenant
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Hallo alle.
Nutze seit ca einem Jahr auf meinen Desktops Nobara und dank Gemini komme ich soweit klar wenn mal was hakt.
Jetzt wollte ich mein älteres Clevo N960TD auch „frisch“ machen und soweit läuft auch alles. Was ich schmerzlich vermisse, ist eine Lüftersteuerung (unter Windows gabs da ne komfortable Software „ab Werk“). Selbst bei simplen Spielen wirds laut und jetzt bei WoW Beta hab ich sofort Düsenjäger (Unter win guter Kompromiss aus Wärme und Lautstärke)
Mit Gemini komme ich nicht weiter, da entweder die vorgeschlagenen Tuxedo Geschichten nicht funktionieren und alles andere auch entweder keine Wirkung hat oder direkt Fehlermeldung zeigt.
Also eine „Entschuldige, da hast du vollkommen recht. Wir müssen zuerst…“Schleife 🥲

Kann mir jemand weiterhelfen? Ich will echt weg von Windows, aber die Lautstärke ertrag ich nicht.
 
Habe mit TLP (gibt auch eine TLP UI) meinen Tuxedo lautlos gemacht. Allerdings basiert das auf beschneiden der Leistung. Für mich reicht das im Alltag absolut aus. Wenn ich wirklich mal Leistung brauche, ändere ich das Profil und dann wird es auch laut(er).

Das habe ich aber auch optimiert, Lüfter entstaubt und Wärmeleitpaste neu.

Sieht dann so aus. Profilwechsel über Taskleiste ohne besondere Rechte.
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Ja sauber und wlp ist alles neu, mache ich beim Lappy so alle 6-12 Monate sowieso.

Leistung brauche ich fürs zocken leider doch, ist nur n Desktop i5u und ne rtx 2060, die müssen schon „frei“ sein für wow.
Lies sich mit dem Tool unter Windows und 60fps Cap in Classic echt gut aushalten.
 
Letztendlich macht die 60fps Bremse ja auch nichts anderes wie geregelt die Leistung zu drosseln und damit die Wärme zu reduzieren.
Da das aber nun nicht automatisch geht müsstest du dich halt mit dem Tool solange annähern bis es in den Games auch nur noch für 60fps reicht.
Wieviele frames hast du denn bei WoW unter Linux?
 
Ja ich weiß ja das es die Leistung dann deckelt, meinte eher das es die Kombination aus 60fps und Lüfterkurve war.
Jetzt hab ich „alles low“ 60 fps aber trotzdem düsenjäger, selbst bei 30 fps. War neu unter Windows aber auch immer so, viel zu aggressiv.
Wow Classic mit flacher Kurve und erst ab 80grad bisschen pusten ging mit 60fps und „fast alles max“ ganz gut.
 
Hast du dir das Tuxedo Control Center mal angesehen? Das ist zwar für Tuxedo Laptops/PCs gedacht, aber das heißt nicht, dass es nur darauf läuft. Darüber hinaus, verwendet Tuxedo z.T. auch Clevo. Vielleicht hast du Glück und die Lüftersteuerung ist identisch oder gleich genug, dass es funktioniert.

Ansonsten habe ich auch direkt eine FanControl Software für Clevo Laptops gefunden. Die solltest du mal ausprobieren. Musst halt wahrscheinlich selber kompilieren.
Es gäbe dann noch Clevo Fan Control für Windows, aber weil es .NET verwendet, könnte man das mit mono starten. Ob es dann aber die Lüfter erkennt, würde ich eher anzweifeln.

Ich habe bei mir im AUR für Arch-basierte Distros geschaut. Es gibt diverse Pakete für Clevo Lüftersteuerung. Du müsstest nachsehen, ob ähnliche für Fedora-basierte Distros existieren.

Darauf (Single-Fan - Dual-Fan) beziehen sich diese AUR-packages.
 
Ok danke für die Infos, ich schaue mal wie weit ich da komme. Immerhin wieder Ansatz… wäre ärgerlich wenn ich wegen so banalen Dingen wie Lautstärke wieder zu Windows müsste
 
Es gibt ja auch reichlich Tools auf Github, die könnte man mal durchtesten. Sogar ein Appimage habe ich gefunden. Das tool braucht aber erhöhte Rechte, das war es mir dann nicht wert, vielleicht kannst du das besser beurteilen oder eine virtuelle Maschine oder so wo nichts passieren kann.
 
Ich möchte hier noch mal betonen, dass ich Umsteiger von Win bin. Ohne Vorwissen bzgl Linux. Alles was über „runterladen und installieren“ hinausgeht hab ich bis jetzt mit Gemini gemacht.
Also „selber kompilieren“ ist raus, außer Gemini sagt mir wie das geht 😅
 
@Tharful : Der Weg ist für Anwender leider steiniger als unter Windows. Damit musst du leben.
Ich verstehe auch nicht, warum solche Anwendungen noch nicht in der SW Verwaltung sind, das ist ja keine kleine Nische, wobei irgendeine Nischenspezialsoftware gerne 3 Alternativen dort hat.

Appimage ist das einfachste, runterladen und draufklicken. Aber das hier musst du beachten:
The dashboard is unprivileged; hardware control still requires the root daemon (AppImage daemon mode or the packaged fan-daemon).
Hier habe ich einfach mal die KI losgelassen, ging am einfachsten:
Der klassische und am weitesten verbreitete Hintergrunddienst (Daemon) zur Lüftersteuerung unter Linux Mint ist fancontrol, welcher als Teil der lm-sensors-Pakete bereitgestellt wird. [1]
Die Installation und Einrichtung erfolgt in vier Schritten über das Terminal: [2]

1. Pakete installieren​

Öffnen Sie ein Terminal (Strg + Alt + T) und führen Sie folgenden Befehl aus, um die benötigten Werkzeuge herunterzuladen: [2]
sudo apt update && sudo apt install lm-sensors fancontrol

2. Hardware-Sensoren erkennen​

Damit der Daemon weiß, welche Temperaturen und Lüfter Ihr Mainboard besitzt, müssen die Sensoren gescannt werden: [2]
sudo sensors-detect

  • Hinweis: Bestätigen Sie alle Abfragen (in der Regel die Standardvorgabe) mit YES (bzw. Enter). Am Ende des Scans werden Sie gefragt, ob die erkannten Kernel-Module automatisch beim Booten geladen werden sollen. Bestätigen Sie auch dies mit yes. [3]

3. Lüftersteuerung konfigurieren​

Erstellen Sie nun mithilfe des interaktiven Assistenten die Konfigurationsdatei für den Daemon: [4]
sudo pwmconfig
Dieser Befehl stoppt nacheinander kurz Ihre Lüfter, um herauszufinden, welcher PWM-Anschluss (Pulsweitenmodulation) zu welchem Lüfter gehört. Folgen Sie den Anweisungen auf dem Bildschirm, um Ihre gewünschten Temperatur-Schwellenwerte und Lüfterkurven festzulegen. Die Einstellungen werden automatisch in der Datei /etc/fancontrol gespeichert. [4, 5]

4. Daemon aktivieren und starten​

Damit die Lüftersteuerung ab jetzt automatisch im Hintergrund läuft, aktivieren Sie den Systemdienst: [6]
sudo systemctl enable --now fancontrol

Alternative für bestimmte Geräte​

Falls Sie spezielle Hardware nutzen, gibt es oft besser optimierte Daemons, die Sie direkt über die Anwendungsverwaltung oder per apt install laden können: [7, 8]


  • Apple MacBooks/iMacs: Verwenden Sie das Paket mbpfan.
  • Lenovo ThinkPads: Verwenden Sie das Paket thinkfan.
  • Moderne Desktop-PCs (mit GUI): Das Tool CoolerControl bietet einen modernen System-Daemon inklusive einer Weboberfläche zur grafischen Anpassung. [8, 9, 10, 11, 12, 13]
Möchten Sie den klassischen Weg über fancontrol gehen, oder nutzen Sie ein bestimmtes Notebook (z.B. ThinkPad, MacBook, Dell), für das ein spezialisierter Daemon ratsamer wäre?

[1] https://community.linuxmint.com
[2] https://www.reddit.com
[3] https://wiki.joeplaa.com
[4] https://www.baeldung.com
[5] https://www.baeldung.com
[6] https://wiki.archlinux.org
[7] https://forum.linuxguides.de
[8] https://forums.linuxmint.com
[9] https://community.linuxmint.com
[10] https://www.youtube.com
[11] https://gitlab.com
[12] https://community.linuxmint.com
[13] https://www.facebook.com

Das sollte alles absolut unkritisch sein bis hierhin und ich würde Schritt 3 überspringen, das sollte ja dann das Appimage leisten. Ein wenig Ausprobieren wird dir aber wohl nicht erspart bleiben.
Da es auch eine *.exe gibt, kannst du ja auch unter Windows vergleichen, ob deine HW überhaupt unterstützt wird.

Viel Erfolg.
 
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0815burner schrieb:
@Tharful : Der Weg ist für Anwender leider steiniger als unter Windows. Damit musst du leben.
Ich verstehe auch nicht, warum solche Anwendungen noch nicht in der SW Verwaltung sind, das ist ja keine kleine Nische, wobei irgendeine Nischenspezialsoftware gerne 3 Alternativen dort hat.
Solche Anwendungen haben immer Teile die als root laufen um auf die entsprechenden Files unterhalb von /sys zugreifen zu können.
Weswegen mögliche Fehler in solchen Tools auch entsprechende Auswirkungen haben.

-> Da muss man sich richtig drum kümmern.

Unix-like wäre ein de-fakto-Standard-meta-deamon der sich über unix-deamon-sockets exponiert den man per möglichst kryptischen regex-lastigen Configfile für die Zugriffe auf Files unter /sys für non-root policieren kann :-)
Welcher aber mal wieder mindestens 5 Jahre braucht bis ein Grossteil der Lücken aus dem Ding raus sind. :(
Quasi eine Mischung zwischen polkit, virsh, udev und sudoers.


BTW: Eine Nutzung dieses recht unbekannten Unix-Features könnte schon eine gewisse Entschärfung dieses Problems bringen bei gleichzeitig nicht zu hoher Komplexität:

https://gist.github.com/domfarolino/4293951bd95082125f2b9931cab1de40
 
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