Cloud - ja oder nein (Datensicherheit)

Siri

Lt. Commander
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Feb. 2006
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Hallo, ich habe ein kleines Problem wo ich auf eure Hilfe setzen möchte. Mein Vater hat eine Dachdeckerei: Angebote, Rechnungen und Sonstiges (wichtige Schreiben, Kassenbuch usw.) erledigt er von seinem PC, besser gesagt seine Mutter. Da sie nun nicht mehr so kann (Büro ist zwar im Nebengebäude, aber bei der Glätte rausgehen ist für sie aktuell sehr gefährlich) und ich in der Zukunft auch ab und an ein paar Schreiben für die Firma aufsetzen muss (wohne allerdings 30 km entfernt), wollte ich die ganze Sache über eine Cloud lösen. Nun habe ich bedenken bzgl. der Datensicherheit. Zurecht? Würde dann evtl. die Lösung mit einem Raspberry besser sein auf dem die Cloud läuft?
 
Es gibt Lösungen wie z.B. Boxcryptor oder Cryptormator, welche die Daten vor dem Upload verschlüsseln. Damit kannst du auch ohne Probleme GoogleDrive oder einen anderen Dienst nutzen. Vorteil hierbei ist, das die Ausfallsicherheit von Google/Amazon/Dropbox wahrscheinlich höher ist als die einer DIY Variante.

Alternativ kannst du auch einen Veracrypt Container zum Daten hin und herschieben benutzen.
 
Wozu brauchst du da eine Cloud?
Internetzugang für alle 3 Standorte, VPN von Firma zu dir nach Hause und zu Oma. Fertig.
 
Was verstehst du denn unter Cloud? Der Begriff ist alles andere als klar definiert. Cloud ist normalerweise sowas wie "Infrastruktur für Zweck xyz und typischerweise ans Internet angebunden und irgendwo aufgebaut, aber nicht innerhalb deiner Reichweite". Im Gegensatz zu sowas wie Nextcloud, was ja spezifisch gedacht ist um es selbst zu hosten und dann Dateien darüber auszutauschen.

Geht es nur darum gelegentlich ein paar Dateien (Textdokumente) auszutauschen? Dann schickt euch verschlüsselte Mails bzw. Mails mit verschlüsselten Anhängen. Backups davon kann man dann lokal vorhalten ohne Internetanbindung. Da braucht man keinen Dienst im Internet für.
 
Cloud aus dem Grund, weil ich denke das das für mein Vater und meine Oma so einfacher wäre. Da braucht man ja nur die Datei speichern (so wie jetzt auch) und sie wird sofort synchronisiert und fertig. Denen das jetzt beizubringen wie man sich gegenseitig Mails schickt und die Dokumente dann auch richtig abspeichert, wird wohl im Chaos enden (mein Vater kann gerade so Mails checken^^).
 
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#3 So ist es.
Sicherer und einfacher in der Benutzung, allerdings je nach vorhandener HW auch etwas teurer.
 
Das muss aber auch alles eingerichtet werden, da halte ich eine Alternative ala Dropbox für wesentlich einfacher einzurichten und zu nutzen, vor allem für solche Nutzer die sich da nicht so gut auskennen.
 
Frage: Benutzt dein Vater eigentlich eine Finanzsoftware, mit der er seine Rechnungen, Angebote etc. erledigt oder wird einfach auf Excel/Word getippt?
 
Daten bei dritten zu lagern ist nie sicher auch nicht verschlüsselt! Verschlüsselungen sind zwar fast unknackbar ... Implementierungen und die Hostsysteme dagegen nicht!
 
Sorry das habe ich vergessen zu schreiben, er (wir) benutzen nur Excel bzw. für irgendwelche Briefe Word. Es stehen da auch nie extrem wichtige Daten drin, meist Adressdaten, geleistete Arbeiten mit Auflistung der Preise usw.

@umax1980
Genau das denke ich eben auch, bin aber natürlich für andere Meinungen offen!

@owned_you
Auch wenn die Daten direkt am Raspberry hängen? Die reine Internetlösung schmeckt mir auch nicht.
 
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Es stehen da auch nie extrem wichtige Daten drin, meist Adressdaten, geleistete Arbeiten mit Auflistung der Preise usw.


Keine wichtige Daten ? also Kundendaten / Daten Dritter ... das sind doch wichtige Daten kommen die Abhanden handelst dir Datenschutzrechtlich richtig Ärger ein! ...

@owned_you
Auch wenn die Daten direkt am Raspberry hängen? Die reine Internetlösung schmeckt mir auch nicht.

Na der Raspberry ist ja unter eurer eigenen Kontrolle ... ich meine das man keine wichtige Daten bei dritten lagert in der Coud!
 
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Dann könnt Ihr eure Daten auf OneDrive übertragen und von dort aus diese bearbeiten. Bildschirmfoto vom 2017-01-05 20-18-43.png

Hier könnt sogar online Excel/Word kostenlos mitbenutzen. Wenn mal ein Rechner seinen Geist aufgibt, sind die Daten nicht verloren.Bildschirmfoto vom 2017-01-05 20-21-02.png
 
@owned_you

Gut war jetzt vielleicht blöd formuliert ;) Finde bloß Adressdaten jetzt nicht so wichtig, wie oft mir arbeitsbedingt Adressdaten in die Hände fallen :rolleyes: Wie gesagt bei Online hätte ich da aber auch Bauchschmerzen. Dann käme ja für uns der Raspberry eher in Frage.
 
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xvaranx du solltest dich mal schleunigst mit dem BDSG vertraut machen hier geht es auch um Kundendaten ( Adressdaten Rechnungen ) ...
Ergänzung ()

@Siri naja wären meine Daten darunter und würden abhanden kommen ... wäre dein Laden dicht nach den Schadensersatzansprüchen. Die Strafen bei verstößen gegen das BDSG sind nicht ohne. Sony und Co. können solche Strafen vielleicht aus der Portokasse zahlen ... nen kleines Unternehmen eher nicht.
 
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Deswegen frage ich ja auch erst nach, bevor ich zur Tat schreite, eben weil ich mich in den Punkten so nicht auskenne ;)
 
Ihr krempelt schon die Hosen hoch, obwohl noch kein Fluss weit und breit ist. Die Daten von OneDrive werden in Irland gespeichert und sind nach EU Recht Datenschutzsicher.
 
Das Problem ist natürlich, dass das ohne technisches Know How alles potenziell in einer Katastrophe enden wird. Die Frage ist nur an welchem Ende.
Wenn Mails mit Anhang schicken schon eine Herausforderung ist, wer betreut denn dann euren Server? Den Begriff Cloud vermeide ich jetzt mal bewusst. Hinter jeder Cloud steht ein Server und der stellt die benötigten Dienste bereich. Nur weil man es dann neudeutsch "Cloud" nennt und das einfacher ist als sich die technischen Begriffe zu merken wird daraus ja noch kein Plug and Play System :)

Wenn man das mal systematisch betrachtet:

- Verschlüsselte Mails fallen raus
- Fertige Cloudangebote (OneDrive, Dropbox, Google Drive, ...) fallen raus
- Eigene Cloud (z.B. Nextcloud auf einem eigenen Server) fällt raus
- VPN fällt raus
- ...

Egal wie lange man die Liste noch macht, es gibt keine Lösung ohne irgendwo Know How aufzubauen. Irgendeinen Tod müsst ihr sterben, sozusagen.

Das einfachste wäre einen fertigen Dienst zu nutzen und die Dateien nur verschlüsselt auszutauschen. Aber dann müssen sich alle daran halten und lernen Dateien zu verschlüsseln und zu entschlüsseln. Auf ein Backup KÖNNTE man dann evtl. verzichten. Ich würde das AUF KEINEN FALL empfehlen, aber ich kenne das als Argument von Leuten, die darauf vertrauen, dass der Anbieter das alles korrekt für sie erledigt. Aber ansonsten müsstet ihr euch auch noch um Backups kümmern.
 
Also eine eigene Cloud wäre schon möglich, natürlich dann nur auf einem Raspberry (oder ähnlichen Gerät) der hinter einer FritzBox hängt.
 
Lars_SHG schrieb:
der war gut :D
http://www.itopnews.de/2016/02/hacker-bieten-apple-angestellten-20-000-euro-fuer-datenklau/
nur mal so als Beispiel......

Also ich würde auch von Cloud-Service die Finger lassen. Dann schon lieber so etwas wie von HominiLupus beschrieben.

Was hat das mit Microsoft zu tun?? Ich glaube, dass das Thema hier unnötig heraufgeschaukelt wird. VPN würde ich nicht bei der Größenordnung empfehlen, da sich der Aufwand wegen ein paar Excel/Word Dokumente nicht lohnt. Dazu muss ein Rechner immer laufen, damit die anderen darauf zugreifen können. Die offenen Ports und das einrichten von DynDNS & der FritzBox ist alles andere einfach, bzw. sicher. Raspberry kann ich nicht empfehlen, da ich auch diese kleine Kiste benutzt habe und es seit einiger Zeit im Schrank vor sich hingammelt. Der Grund: Unzuverlässig!
 
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