Compact-Flash-Karte als Festplatte... Tipps dazu?

Jösel

Cadet 2nd Year
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Hallo allerseits

Aus einem alten Rechner will ich mir einen lüfterlosen 'Strompar-Lautlos-Computer' bauen.

Dazu hab' ich mir von Pearl den CF-IDE-Adapter bestellt, den die in ihren Anzeigen bewerben.

Ich will also das Betriebssystem (Win98SE) von der CF-Karte booten. Mehr Speicherplatz kann ich dann ja per USB-Stick generieren.

Hat jemand Erfahrung mit dem Booten von CF-Karte?

Gruss, Jösel
 
Ist da ja defakto auch nur eine IDE-Device und dürfte sich nicht von einer Festplatte unterscheiden lassen.

Was willst du mit dem System machen? Für einen Server würde ich ein anderes Betriebssystem wählen! Z.B. SME-Server!
 
IDE Adapter Compact Flash CF HD als Festplatte

Nö, keinen Server. Soll erstmal nur eine Bastelei sein.

Ob ich die Kiste dann ernsthaft nutze, weiß ich noch nicht. Aber eine absolut lautlose Schreibmaschine oder ein ebensolcher MP3-Player könnte mir schon gefallen.

Wichtig ist mir, dass der Rechner dann wirklich sehr wenig Strom verbraucht. So wie ein kleines Radio, damit ich das Teil ohne Gewissensbisse Tag und Nacht durchlaufen lassen kann.

Dann könnte ich z.B. auch noch eine WebCam dranhängen und diese mit dem Prog 'Go1984' aus dem Fenster gucken lassen. Wie gesagt, eher Spielerei...

Meine Frage bezog sich aber garnicht so sehr auf das Booten allein, sondern auf den Bau eines solchen Rechners. Kann ich z.B. das 300-W-Netzteil durch ein 12-V-Steckernetzteil ersetzen, wenn keine Laufwerke mehr versorgt werden müssen?

Der Prozessor ist ein AMD K6-III mit 500 MHz (kann ich aber 'runtertakten). Die Grafikkarte ist eine ATI Rage Pro mit 8 MB (deren GPU bleibt im Betrieb echt kalt).

Vielleicht findet sich ja noch jemand, der mir dazu Tipps geben kann. Dank dir aber, theo.juhl

Jösel
 
Wichtig ist für dein Vorhaben ist, daß du eine ganz schnelle Compact-Flash Karte als Festplattenersatz benutzt, am besten eine mit x133 oder gar x150 facher Geschwindigkeit.
Mit müden 3-6 MB/s CF-Karten wirst du da nicht froh.
 
Ansonsten ist bei der CPU die größte einsparung drin. Eine 2,5" Festplatte braucht unter Vollast keine 3 Watt und außerdem wird sie wohl eher durch die gegend Idlen ;-]
Bei mir ist ein Celeron 700 mit einer Intel onboard-gpu im dauereinsatz, als printserver und schreibmaschiene/surfplattform meiner Mutter und der läuft 24/7 und wird nur durch einen Lüfter im Netzeil gekühlt.
Leider hab ich kein Strommessgerät sonst würde ich mal schnell den verbrauch messen.
 
Wie lange macht das cie CF Card denn mit?
Die Anzahl der Schreibzugriffe ist doch begrenzt.
 
Überwiegend wird dann eh nur gelesen! ;)
Aber 100.000 Schreibzyklen müssen auch erst mal erreicht werden.
 
Irgendwo hatte ich mal gelesen wie man win98 aufm Ram installiert.
Wenn du das hin bekommst und dort auch die Auslagerungsdatei liegt dann sollte es gehen.
 
Man könnte aber auch so eine Art Windows-Live-CD auf eine CF-Card erstellen. Wie das funktioniert steht z.B. in com! 3/2007.
 
Vielen Dank für die zahlreichen Anregungen


Ralf B. schrub: "Wichtig ist für dein Vorhaben ist, daß du eine ganz schnelle Compact-Flash Karte als Festplattenersatz benutzt..."

Genau. Deshalb hab' ich mir auch erstmal nur den Adapter bei Pearl gekauft, und die Karte nicht gleich dazu. Die sollte wirklich blitzschnell sein. Ich hab' da die goldenen Comodore 64-Zeiten im Sinn: Schalt an - pa-ling - und fertig. Wenn Win98 in 5 Sekunden bootet wär' ich bestens zufrieden.


theo.juhl schrub: "Eine 2,5" Festplatte braucht unter Vollast keine 3 Watt und außerdem wird sie wohl eher durch die gegend Idlen ;-]"

Mein Plan ist: Alle Festplatten (die alten vorhandenen, keine Notebook-HD's) sowie CD-Laufwerk und -Brenner drinnen lassen und über einen gemeinsamen Schalter mit Strom versorgen. Im normalen Lautlos-Betrieb kriegen die von mir keinen Strom und sind dann für das System nicht vorhanden. Wenn ich die Laufwerke mal brauche, dann: PC aus - Schalter an - und neu booten.


schmidmi schrub: "Wie lange macht das die CF Card denn mit? Die Anzahl der Schreibzugriffe ist doch begrenzt."

Soll mich nicht stören. Eine 256-MB-Karte reicht für ein abgespecktes Win98SE aus. An Arbeitsspeicher ist 384 MB vorhanden, auf eine Auslagerungsdatei kann ich also verzichten. Und als Datenspeicher soll ein USB-Stick herhalten. Die CF-Karte müsste also selbst bei täglichem Booten mindestens ein Jahr halten und kann dann ausgetauscht werden.


schmidmi schrub: "Irgendwo hatte ich mal gelesen wie man win98 aufm Ram installiert..."

Jo. Das war mal so'n Super-Spezial-Geheim-Tipp der PC-Welt anno 1999 oder 2000. Den Artikel hab' ich noch zuhause. Das wäre natürlich auch 'ne Möglichkeit: Den Rechner von Platte booten, den Windows-Order ins RAM kopieren, den Windows-Zugriff dorthin umbiegen, und dann die Platte in den Winterschlaf schicken.



Ralf B. schrub: "Man könnte aber auch so eine Art Windows-Live-CD auf eine CF-Card erstellen. Wie das funktioniert steht z.B. in com! 3/2007."

Sehr interessant, der Artikel bezog sich aber sicher auf WinXP, oder?


STFU-Sucker schrub: "Das größte Problem bei diesen Flash Adaptern ist, dass die CF Karte nur im Pio Modus läuft. Damit bekommt man zwar ein Leises, aber kein schnelles System hin."

Waaas? Nun mach' mir doch meine Träume nicht kaputt! Meine Informationen lauten: CF-Karten sind relativ schnell, weshalb sie auch von Profi-Fotografen bevorzugt werden, die gerne mal 5 Bilder pro Sekunde schießen ("Ja, Baby. Zeigs mir. Und lächeln! Und dreh' die Möpse mehr zur Kamera..."). Noch besser als die Übertragungsrate soll aber die Zugriffszeit sein! Und darauf kommt es beim Booten doch an, denn ein reduziertes Win98 lädt ja gerade mal 14 MB an Systemdateien ins RAM. Da hab' ich wirklich mit einem blitzschnell bootendem System gerechnet. Sag, dass das nicht wahr ist...

Gruss, Jösel
 
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