Kritische Seiten der CoH-Demo – lohnt sich die Vollversion dennoch?
Hallo zusammen,
ich spiele seit ein paar Tagen die CoH-Demo – zwar finde ich die Grafik und Präsentation auch super, bin mir aber dennoch unsicher, ob sich der Vollpreistitel lohnt.
Abgesehen von der kleinen Kampagne auf nur einer Seite, was ich von Relic ziemlich dreist finde (DoW läßt grüßen…) und was für mich ein schwerwiegender Grund gegen die Vollversion wäre, stören mich an der Demo folgende Punkte:
Es felt eine brauchbare Simulation von Nahkämpfen – warum können meine Soldaten nicht mit Gewehrkolben, Spaten oder auch Bajonetten in den Nahkampf gehen und beispielsweise im Nahkampf ein Haus stürmen oder ein MG-Nest von hinten plätten?
Ferner haben die Panzer keinen eindeutig steuerbaren Rückwärtsgang – mal fahren sie rückwärts, wenn ich ganz nah hinter ihnen auf den Boden klicke, mal nicht.
Weitere störende Punkte:
- Panzer und Panzerwagen verheddern sich in der Gegend,
- auf der ständig eingeblendeten Minimap erkennt man kaum die eigenen Einheiten
- es gibt keine Möglichkeit, sich (wie z.B. bei Blitzkrieg) den Waffenradius anzeigen zu lassen
- die Zahl einer mit Shift gebildeten Gruppe wird nicht angezeigt, wenn ich sie markiere – so muß ich immer erst die verschiedenen Symbole am rechten Bildschirmrand wieder neu durchgehen…
- wenn das Spiel pausiert ist, werden Änderungen in der Gruppenzuweisung nicht sofort aktualisiert
- die Deutschen sprechen beknacktes Verarschungsenglisch und lächerlich wirkendes Deutsch, anstatt ordentlich synchronisiert zu sein
- statt weiß umrandeter Balkenkreuze und weißer US-Army-Sterne auf Panzern und Einheiten, sind sie – im Singleplayer! – hellblau bzw. rot!
Das macht die Glaubwürdigkeit zunichte und sieht einfach nur scheiße aus.
- Mit Shift lassen sich allem Anschein nach zwar Wegpunkte setzen, aber wenn sie gesetzt wurden, kann man die Route nicht durch nochmaliges Shift-Drücken anzeigen lassen.
- man kann nicht wie bei Dawn of War einstellen, daß alle Leichen liegenbleiben sollen
- Infanterie kann offenbar nicht auf Panzern aufsitzen
Nochmal zur Kampagnenkürze: Wie lange braucht man eigentlich für die US-Kampagne – und lohnt es sich bzw. macht es einen großen Unterschied, die drei verschiedenen Commanderarten nochmal durchzuspielen? Oder ähneln sich die Optionen dafür zu stark?
Zum Skirmish:
Sind die Einheiten von Deutschen und Amerikanern sich wirklich so superähnlich, wie es nach einigen wenigen Spielen im Skirmish wirkt?
Warum ist die KI im Skirmish-Modus so schwer – schwindelt der Computer bzw. kann er „hellsehen“?
Mir hilft da oft nur die Pausefunktion, um extremer Hektik etwas entgegenzukommen und den Überblick zurückzubekommen.
Kann man im Multiplayer auch mit Amerikanern bzw. Deutschen gegen Amerikaner bzw. Deutsche kämpfen??? Und können sich bei mehr als zwei Spielern auch alle Spieler untereinander bekämpfen, egal welchem Land sie angehören?
Wie hoch ist eigentlich der Zeitaufwand, um CoH im Multiplayer via Internet gegen andere Spieler zu spielen, ohne dauernd abgezockt und gefrustet zu werden? Muß man dafür täglich stundenlang üben – oder hat man auch als eher moderat spielender Spieler eine Chance? (hab momentan nicht so viel Zeit zum Zocken)
Bei DoW WA beispielsweise hatte ich immer den Eindruck, daß ich viel zu spät dran gewesen bin, um eine Chance gegen den Durchschnittsonlinespieler zu haben (hab „Winter Assault“ erst im Juni06 gespielt…)…
Wie lange dauert eigentlich das durchschnittliche CoH-1v1-Match? 40 Minuten???
Bitte versteht mich nicht falsch – CoH ist schon toll gemacht, aber ich persönlich sehe manche Punkte recht kritisch bzw. bin unsicher, ob ich nicht besser DoW Dark Crusade abwarten soll, das mir ein sehr viel besseres Preis-Leistungsverhältnis zu haben scheint (7 Kampagnen…). Andererseits gefällt mir an CoH, daß es nicht so aufbaulastig ist, wie DoW – und ferner bin ich ein alter Liebhaber des WW2-Sugets.
Sorry, daß das jetzt ein Roman war, aber mich interessieren eure Meinungen dazu.
Viele Grüße,
Harlequin24