mchawk777 schrieb:
Womit lenk ich denn ab?
Das war von
Anfang an meine These.
mchawk777 schrieb:
Erstens kannst Du Deine Annahme wegen Closed Source nicht belegen
Wie gesagt. Ich habe Einblick in beide Welten. Sowohl in die Closed-Source-Entwicklung als auch in die Open-Source-Entwicklung.
Und ich kann da natürlich nur über meine subjektive Wahrnehmung sprechen.
Belegen ist da schwierig.
Trotzdem gibts ja auch einfach objektive Fakten. Das Du bei Open-Source mehr Einblick hast (und damit auch überhaupt die Chance einer Bewertung hast) ist so ein objektiver Fakt.
mchawk777 schrieb:
Zwotens: Wenn andere schlecht arbeiten ist das nie eine Entschuldigung für eigene schlechte Arbeit.
Das war auch gar nicht als Entschuldigung gedacht. Ich habe nur versucht den Ist-Zustand darzustellen.
Wie gesagt. Es gibt auch sehr gut geführte Closed-Source-Projekte.
Windows zum Beispiel dürfte besser als sein Ruf sein. Da wird zwar immer viel geschimpft. Aber angesichts des Erbes was die teilweise noch immer mit sich herum schleppen (und insbesondere in den 90er Jahren und den frühen 2000er haben die sich etliches an technischen Schulden eingefangen) und der sehr großen Installationsbasis (also sehr viele unterschiedliche Bedingungen, unter denen das funktionieren muss), sieht das Ergebnis ganz passabel aus.
Anhand von Microsofts Open-Source kann man auch gut nachvollziehen, das die intern recht gute Abläufe und Prozesse haben. Das sind jetzt natürlich nicht die selben Abteilungen, die an Windows arbeiten, aber wäre ja auch seltsam wenn die das für Windows komplett anders handhaben.
Gut. Die haben natürlich auch das nötige Kleingeld, was sie drauf werfen können. Aber trotzdem.
Ein spannendes Beispiel für eine kritikwürdige OpenSource-Software ist
chromium (die Basis für Googles Chrome Browser). Was da (qualitativ als auch quantitativ) durch den Bugtracker läuft ist teilweise abenteuerlich. Der Code ist mit "teilweise unwartbar" noch wohlwollend umschrieben.
Das Beispiel zeigt auch, das Geld nicht unbedingt immer alle Probleme löst/mildert.
mchawk777 schrieb:
Im Prinzip lesen sich Deine Zeilen so als ob Linux für Dich Weltanschauung oder sogar Religion ist.
Im Linux-Kosmos bin ich gar nicht so aktiv. Deine Spekulation läuft also schon mal daneben. Ich selbst hab hier auch schon Linux-kritische Dinge geschrieben. Dein Vorwurf ist also lächerlich.
Es ging mir auch nicht primär um Linux, sondern um Open-Source im Allgemeinen.
Und es gibt durchaus Dinge, die man bei Linux kritisieren kann und soll. Von mir aus auch das
copy-fail-Ding. Aber auch grundsätzliche Sachen im Entwicklungsprozess. Und das da viele Köche mit teilweise entgegenstehenden Interessen in dem Brei drin rumrühren.
Insgesamt läuft es aber ganz gut.
mchawk777 schrieb:
Damit wären wir dann an dem Punkt auch fertig.
Es wirkt sehr wie: "Ich hab keine Argumente also greife ich ad hominem an und stell meinen Gegenüber als Linux-Fanboy dar" und dann kann man sich rausfinden und sagen: "Mit Fanatikern kann man ja nicht diskutieren".