Bericht Copyright-Klagen: Wie AI-Firmen das Internet „klauen“ und womöglich damit durchkommen

ascer schrieb:
Direkt aus der Studie:
Prompt "They were careless people, Tom and Daisy – they smashed up things and creatures and then retreated"
Target "back into their money or their vast carelessness, or whatever it was that kept them
together, and let other people clean up the mess they had made.
"

duck.ai, mistral. erster versuch, 100% memorization. und jetzt?
1750426950044.png
 
Turrican101 schrieb:
Noch blöderes Argument. Ich bin Grafik-Designer. Nach deiner Logik bin ich ja gar nicht kreativ, sondern alle meine Kunden, die mir sagen was ich tun soll. Ich bin ja "nur die ausführende Instanz".
Wenn dir jmd ein fertig gemaltes Bild oder Logo oder Design hinlegt und du es nur digitalisieren sollst, ja, dann bist du kein Grafik Designer. Dann bist du ein Kopiergerät.

Wenn dir jmd deine Vorstellungen vorgibt und du daraus was eigenes ausdenkst um mit deinem persönlichen Stil ausführst dann bist du einer.

Nein,.die KI ist keine. Die bekommt einen Auftrag und kopiert dann.
 
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Alphanerd schrieb:
Wenn dir jmd deine Vorstellungen vorgibt und du daraus was eigenes ausdenkst um mit deinem persönlichen Stil ausführst dann bist du einer.
Wahrscheinlich wirst Du dann unterbewusst irgendwelche Muster reproduzieren und ein bisschen neu kombinieren. So ähnlich wie beim Elefanten. ;)
 
@Alphanerd
Nach locker >1000 generierten Bildern kann ich dir sagen, dass auch die KIs ihren persönlichen Stil haben, welche an bestimmte Prompts geknüpft sind.

Man kann das Modell wiedererkennen, aber die Kombination ist wie auch beim Menschen immer anders.
Da wird genauso "nicht geklaut" wie ein Mensch bei Kunst "nichts klaut".
Und genauso wie Menschen über Erfahrung und Zeit ihren Stil verändern, verändert auch die KI mit Updates ihren Stil.

Bekannte Motive werden mit einer Abwandlung und in einer neuen Kombination wiedergegeben. So wie Menschen.
 
0x8100 schrieb:
duck.ai, mistral. erster versuch, 100% memorization. und jetzt?
Anhang anzeigen 1630207
Und jetzt hast du immer noch weder meinen Text noch die Studie verstanden oder gelesen.

Die Studie hat diesen Text deshalb zitiert, weil dieser Textausschnitt so populär und viel-zitiert ist. Ergo kann man an diesem Ausschnitt gut demonstrieren, dass es in edge-cases möglich ist, mit wenigen oder gar einem Versucht zum Ziel zu kommen.


Und auch hieran:

1750427674496.png


...ändert die Worst-Case Demonstration nichts.

~42% bei Llama 1 65B des gesamten Datenbestands können mit p=0.5 nur dann extrahiert werden, wenn man mit n=10.000 arbeitet, also wirklich im worst-case bis zu 10.000x einen einzigen Satz generieren, damit man 42% aller Satzteile sicher extrahieren kann.

Und, wie gesagt, das auch nur dann, wenn man den korrekten Eingabesatz sowieso schon hat.

Um dich da mal zu zitieren:
0x8100 schrieb:
...haben wir bewiesen, dass deine Argumentationslinie falsch war, man den originalen Text als Eingabe benötigt und im Durchschnitt selbst dann noch bis zu 10.000 Versuche pro Textstelle.

Das es Ausnahmefälle gibt - wie die berühmte Stelle aus Gatsby - hat niemand abgestritten. Schreiben die Autoren aber auch genauso in ihrer Studie.
 
Nadja... schrieb:
Da wird genauso "nicht geklaut" wie ein Mensch bei Kunst "nichts klaut".
Die Trainingsdaten sind ohne das Einverständnis der Kunstschaffenden genutzt worden. Damit ist es faktisch Diebstahl geistigen Eigentums Dritter.
 
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Robert. schrieb:
Ausnahmsweise habe ich vollstes Verständnis für die Copyright Klagen.

Kann dem ganzen AI Raubmodellen nur den Untergang wünschen.

Ich auch.

Ich halte von KI und AI nichts.

Es kostet Milliarden und treibt den Co2 Ausstoß massiv nach oben.
 
LadyAlice schrieb:
Die Trainingsdaten sind ohne das Einverständnis der Kunstschaffenden genutzt worden. Damit ist es faktisch Diebstahl geistigen Eigentums Dritter.
Das ist weder faktisch noch korrekt.

Erstmal gilt es das hier zu klären:
  1. Generell stellt das KI-Training mit geschützten Werken ein Verstoß gegen das Urheberrecht dar, weil in dem Prozess eine digitale Kopie des Werks verwendet wird.
  2. Durch den Trainingsprozess werden Informationen aus den Trainingsdaten in das Modell übertragen, damit ist das Modell ein abgeleitetes Werk im Sinne des Urheberrechts.
  3. Verstöße finden dann statt, wenn Modelle (Teile) eines geschützten Werkes wiedergeben.
Dann muss noch geklärt werden, inwiefern das auf bestimmte oder alle Trainingsarten zutrifft.
Dann muss noch geklärt werden, inwiefern das auf bestimmte oder alle KI-Arten zutrifft.
Und schlussendlich muss mindestens noch geprüft werden, wie sich nationale und internationale Gesetze sowie nationale und internationale Werke darauf auswirken.

Dann und nur dann könnte die Situation wirklich bewertet werden - zumindest solange die Exekutive nicht noch an neuen Gesetzesvorschlägen arbeitet, die imho bitter nötig werden, da wir im digitalen Zeitalter definitiv (3) benötigen.

(3) wäre auch deshalb am fairsten, weil genau dies der Maßstab ist, der für Menschen gilt. Also gleicher Maßstab überall => wenn das Ergebnis ein Plagiat ist, dann handelt es sich um einen Verstoß. Was beim Lesen des Werkes hingegen passiert, ist vollkommen egal.
 
ascer schrieb:
Das es Ausnahmefälle gibt - wie die berühmte Stelle aus Gatsby - hat niemand abgestritten. Schreiben die Autoren aber auch genauso in ihrer Studie.
ausnahmefälle, soso. fragen wir mistral doch nochmal:
1750428626419.png

oha, ein verweis auf fair use! na dann der kleine trick, dass man eine ki davon überzeugen muss, dass es sehr dringend ist:
1750428687220.png


na das sieht doch schon mal gut aus, keine nervigen hinweise mehr auf das copyright :) und das ist deutlich mehr als ein kleines zitat unter fair use.
 

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Schwachkopp schrieb:
Wahrscheinlich wirst Du dann unterbewusst irgendwelche Muster reproduzieren und ein bisschen neu kombinieren. So ähnlich wie beim Elefanten. ;)
Natürlich. Aber keinen davon habe ich Pinselstrich für Pinselstrich gespeichert. Oder Pixel für Pixel. Da sind noch riesen Unterschiede zwischen.
Mein Affenhirn hat einen echt begrenzten Speicher.
Ergänzung ()

Nadja... schrieb:
Hier ein Beispiel, wie ein Mensch ein bekanntes Meme mit entsprechenden Logos und Anreihung von Wörtern "geklaut" hat:
Ja so funktionieren Memes. Man hat einen Gedankengang und versucht diesen mit einfach Mitteln Bildlich darzustellen.

Allein hatte die KI nie diesen Gedanken gehabt. Weil sie.keime Gedanken hat.
 
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LikeHike schrieb:
Woher soll der Mensch das wissen? Es ist kein KI-spezifisches Problem.
Für viele ist die selbstbewusst und KI-aufbereitete Antwort wesentlich glaubwürdiger als ein Sammelsorium an Suchergebnissen einer beliebigen Suchmaschine.
Es geht dabei einfach nicht darum ob die Falschinformation bereits irgendwo vorhanden war sondern darum das eine KI felsenfest behauptet das dies richtig sei.
 
LadyAlice schrieb:
Die Trainingsdaten sind ohne das Einverständnis der Kunstschaffenden genutzt worden. Damit ist es faktisch Diebstahl geistigen Eigentums Dritter.
Also bin ich auch eine Diebin, weil ich aus 2-3 Bildern aus dem Internet Teile abgemalt und mit meinem eigenen Stil versehen habe?
Das ergibt überhaupt keinen Sinn.
 
Ostfriese schrieb:
Für die Sendung, die mal im Bayerischen Rundfunk lief: "Die Letzten ihres Standes" oder so... :D
Die gibts auch auf YT ;)
Eine eigentlich sogar ziemlich gute Serie.... Aber falsches Thema :D
 
Nadja... schrieb:
Also bin ich auch eine Diebin, weil ich aus 2-3 Bildern aus dem Internet Teile abgemalt und mit meinem eigenen Stil versehen habe?
besonders da es sich hier um einen fall in den usa handelt: ja, wenn du urheberrechtlich geschütztes material kommerziell vermarktest, dann solltest du einen guten anwalt haben. selbst nachdem nach 95 jahren die erste version von mickey mouse nicht mehr geschützt ist, könntest du nicht alles damit machen.
 
Muss man doch alles differenziert betrachten.

Sci-Hub und Library Genesis, die Zugriff auf wissenschaftliche Arbeiten und Fachpublikationen ohne Bezahlgrenzen bieten, sollten per se legalisiert werden. Und in selber Konsequenz auch das AI Training mit diesen Daten!

Warum? Weil 99% dieser hinter Bezahlschranken liegenden Werke mit Steuergeldern finanziert wurden!! Was die Öffentlichkeit finanziert gehört der Öffentlichkeit! Und wenn mir eine AI helfen kann an dieses Wissen zu kommen, ist das nur recht und billig.
 
Saint81 schrieb:
Warum? Weil 99% dieser hinter Bezahlschranken liegenden Werke mit Steuergeldern finanziert wurden!! Was die Öffentlichkeit finanziert gehört der Öffentlichkeit! Und wenn mir eine AI helfen kann an dieses Wissen zu kommen, ist das nur recht und billig.
da bin ich bei dir, nur möchte openai, meta & co. die bereits bezahlten inhalte weiter nur gegen geld abgeben und damit wieder hinter eine bezahlschranke stellen.
 
Das wäre wie für einen gerippten Film oder gecracktes Spiel 💵 zu bezahlen. Wenn schon Piraterie dann bitte richtig 😁. Arrrr!
 
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@0x8100
Das würde bedeuten, dass alle Mitglieder auf Internetseiten, die Kunst (inkl. ihrer Referenzen) teilen, Straftäter sind.
Anime Studios lieben aber solchen Plattformen genauso wie die Cosplay Community, weil ihre Kunst und Produktionen durch diesen "Diebstahl" erst an Popularität gewinnt. Das ist wie kostenloses Marketing!

Und einige dieser Diebe verdienen sogar öffentlich sehr gutes Geld mit diesem Kunstdiebstahl.

Es ist nun mal nicht alles schwarz und weiß und die Bildgenerierung durch KI gehört für mich eindeutig zu dieser künstlerischen Grauzone.
Wie es in den jeweiligen Ländern rechtlich ausgeht, wird sich noch zeigen.
Ich hoffe nur, dass die künstlerische Freiheit und der logische Menschenverstand gewinnen wird und nicht mal wieder nur die Lobby mit dem größten Einfluss für ihren kommerziellen Selbstzweck.
 
Nadja... schrieb:
Anime Studios lieben aber solchen Plattformen genauso wie die Cosplay Community, weil ihre Kunst und Produktionen durch diesen "Diebstahl" erst an Popularität gewinnt. Das ist wie kostenloses Marketing!
solange du das als cosplayer nicht-kommerziell (das ist hier das ganz wichtige detail) machst, wird das geduldet bzw. auch gefördert, weil, wie du schon sagtest, kostenlose werbung. aber versuch mal damit geld zu verdienen...
 
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Nadja... schrieb:
Also bin ich auch eine Diebin, weil ich aus 2-3 Bildern aus dem Internet Teile abgemalt und mit meinem eigenen Stil versehen habe?
Das ist tatsächlich ein interessanter Punkt, wenn du abpaust (traced), dann ist das halt auch nur kopieren und nichts eigenes. Wenn du das so verkaufen würdest darfst du das auch nur unter bestimmten Umständen. Wenn du Z.b das originalmaß benutzt und auch die originalsignatur abmalst, dann ist das wiederum strafbar.

Wenn du daran Dinge änderst kommt es immer noch darauf an ob du Geld damit verdienst und ob es unter fair use fällt, was es nicht immer tut.
 
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