meiershans
Lt. Junior Grade
- Registriert
- Juli 2006
- Beiträge
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Einleitung
Wollte mich schon lange einmal mit dem Intel Core i7 beschäftigen. Nun hatte ich die Chance für jemanden ein PC zu bauen, der unbedingt einen wollte und das Geld mal keine so große Rolle gespielt hat.
Einsatzzweck ist für teilweise Dauerbetrieb zwecks ständiger Druckjobs auf mehreren Plottern, Platz für das entsprechende Druckmaterial sowie die Bearbeitung mit Photoshop; Verwaltung einer Access-Datenbank; Internet surfen, Online-Banking etc und er sollte für weitere Aufgaben offen sein. Zum Spielen ist er nicht gedacht, daher „nur eine bescheidene Grafikkarte“. Workstationkarte wäre natürlich sinnvoller gewesen aber so offen war das Preislimit dann auch wieder nicht.
Die Hardware im Überblick
Prozessor - Intel Core i7 920
Natürlich das kleinste Modell, läuft ja wie ein großer.
Kühler – Scythe Mugen 2
Ein sehr schöner Kühler, zu einem super Preis. Sehr gut verarbeitet, besonders schön sind die Kappen auf den Heatpipes. Er ist auch nicht so schwer wie ich dachte. Die LGA1366 Montage ist etwas aufwändiger, da hierzu die CPU-Halterung abgeschraubt werden muss und dann wieder mit der Mugen Backplate verschraubt wird. Der Kühler wird dann von der Mainboardrückseite verschraubt. Zur Federung des Kühlers dient allein der Haltebügel und es gibt keine Spacers also keinen Anschlag. Insgesamt macht es aber einen sicheren Eindruck.
Mainboard - Gigabyte EX58-DS4 Rev 1.0
Habe mich für Gigabyte entschieden, da sie bisher immer einen guten Eindruck hinterließen. Natürlich habe ich mich im Internet etwas informiert – Hier ein schöner TEST, habe auch über die größeren Modelle gelesen, aber da letztendlich nie SLI zum Einsatz kommen wird, war der Aufpreis dann nicht gerechtfertigt.
Arbeitsspeicher – 3x 2GB Geil DDR3 1333MHz 1.5V
Die RAM Auswahl finde ich persönlich immer am schwierigsten. Habe hier auf die 1.5V geachtet und natürlich ein Tripple Channel Kit. Den Rest hat Verfügbarkeit und Preis geregelt.
Grafikkarte – MSI ATI Radeon HD4830 512MB
Die Karte hat ein sehr gutes Preis-/Leistungsverhältnis. Es ist eine Overclock Version, die Karte taktet im 2D-Modus nicht runter, wird aber auch kaum warm. Ich habe sie mal auf HD4850-Niveau getestet und es macht kaum einen Unterschied – trotz weniger Shadereinheiten. Der Lüfter wird nicht geregelt und ist mir persönlich auch zu laut, allerdings ist er etwas leiser als der ähnliche Kühler, der auf der Gainward HD4850 DualSlot verbaut wird (als Silent und Power Kühler kann ich den Skythe Musashi empfehlen). ACHTUNG: Der Lüfteranschluss der MSI HD4830 OC hat einen Wackelkontakt – beim ersten Start ist der Lüfter nicht angelaufen, habe dann auf die Drähte am Stecker gedrückt und er läuft jetzt auch dauerhaft, aber schön ist das natürlich nicht.
Netzteil – Enermax Pro82+ 525W
Diese Netzteil-Serie hat mich sehr begeistert. Nach dem ich schon mehrere 425W Modelle verbaut habe, ist dies die erste 525W Variante. Alle Pro82+ sind deutlich leistungsfähiger als andere Netzteile und dazu noch sehr leise und werden kaum warm. Letzteres wohl wegen der 80Plus Bronze Auszeichnung. Die Kabelaufteilung ist nicht optimal, dafür sind aber auch sämtliche Anschlüsse vorhanden. Die Modu82+ mit Kabelmanagement kenne ich nicht, aber ich denke dass sich der Aufpreis nicht lohnt. Das muss jeder für sich entscheiden, aber erfahrungsgemäß sparen die Leute meistens am Netzteil. Da ich aber schon so oft billige Netzteile „abrauchen“ gesehen habe, greife ich nur noch zu Enermax. Mein be quiet hat mich schon enttäuscht, wird sehr warm und quiet ist es auch nicht.
Gehäuse – LianLi PC-60F
Das PC-60F ist sein Geld echt wert. Die Verarbeitung ist sehr gut, das schlichte Design gefällt und die Lüfter sind angenehm ruhig. Vorne ist ein 140er Blue-LED Lüfter mit 2adrigem 3pin Anschluss – lässt sich also nicht auslesen – inklusive 4pin-Molex Adapter. Hinten ist ein 120er LianLi Lüfter mit 3pin Anschluss um die Geschwindigkeit auszulesen. Hier ist der Adapter leider fest mit dem Kabel verbunden und kann bei Anschluss per 3pin Stecker nicht entfernt werden. Der Festplattenkäfig sehr entkoppelt gut und wenn man die überflüssigen Schächte entfernt hat man auch einen guten Luftfluss und Platz für Kabel vom Netzteil welches unten sitzt. Die Mainboard-Rückwand bzw Halterung lässt sich leider nicht rausnehmen, was wohl die Steifigkeit verbessern soll. Dafür kann der Deckel abgenommen werden. Schön ist das im Deckel Start und Reset Button sind und die Alu-Klappe für 2xUSB 1xFireWire und Headset-Anschlüsse. Es werden auch fast überall Thumbscrews verwendet. Leider hat die rechte Seitenwand teilweise richtig Krach gemacht, wenn das DVD-Laufwerk schnell lief.
DVD-Brenner - Samsung SH-223F
Wahnsinn wie billig mittlerweile DVD-Brenner sind. Ich habe selbst noch ein älteres Modell. Schön ist die schnelle Zugriffszeit wenn man eine Disk einlegt, ansonsten brenne ich eh nie schneller als 8x daher kann ich sonst nicht viel dazu sagen. Wenn er voll auf dreht, dann ist das schon sehr laut, aber ich verwende Disks auch so selten wie nur möglich.
Cardreader
Sehr günstig und dennoch ein schönes langes schwarzes Metallgehäuse. Passt gut zum PC-60F. Funktioniert auch einwandfrei.
Festplatte – Western Digital Caviar Black 1TB
Ich favorisiere WD-Festplatten. Das schöne an dieser sind die 5 Jahre Garantie. Dazu ist sie auch sehr schnell und wird kaum warm. Sie ist relativ laufruhig, Zugriffsgeräusche sind aber hörbar.
Zusammenbau im Betrieb
Der Rechner startete einwandfrei und ich habe fast nichts gehört, das konnte ich nicht glauben. Wie schon erwähnt lief der Lüfter der Grafikkarte nicht an, was durch einen Fingerdruck auf den Lüfteranschluss schnell behoben war. Somit war die Stille dann doch vorbei, hält sich aber in Grenzen, für Silentfreaks ist der Grakakühler nichts. Der Speicher lief zu langsam bzw. wurde nicht richtig erkannt, wobei ich das mittlerweile gewohnt bin. Installation von Vista x64 ging zügig (bis auf die darauffolgenden Updates bis zum SP1) und die 6GB RAM standen auch sofort zur Verfügung. Der Stromverbrauch des gesamten Systems lag bei Standard Einstellung: IDLE 110W, LAST ohne 3D 180W – ich finde diese Werte überraschend niedrig. Die gefühlte Geschwindigkeit des Systems ist sehr gut, war ein deutlicher Unterschied zu meinem System (siehe Signatur), obwohl der Core i7 nur mit 2,66GHz (Turbo 2,83GHz) getaktet hat. Ich habe mittels EasyTune von Gigabyte mal auf 3GHz (Turbo 3,15GHz) übertaktet und es lief auch stabil mit 75°C Kerntemperatur. Allerdings nimmt er dich auf der Autospannung (VCore) ca. 1.317V, dadurch steigt der Stromverbrauch auf LAST ohne 3D 247W. Habe dann mal die VCore im Bios fest auf 1.3V gestellt und so wurden die Kerne nur noch ca. 70°C und laut CPU-Z lag die Spannung nur noch bei ca. 1.289V. Sieht marginal aus aber einiges gebracht LAST ohne 3D 204W. Leider hatte ich zwecks Auslieferung keine Zeit weitere Tests zu machen. Wird dann später noch optimiert. Er sollte diese Einstellungen auch mit 1.275V stabil betreiben können!?!
Fazit
Der Rechner ist insgesamt sehr schön und leistungsfähig. Bis auf die Grafikkarte ist das System sehr leise. Ob er die ca. 1100EUR wert ist? Ich bin mir nicht sicher… Das muss jeder für sich entscheiden. Benchmark gibt es leider nur einen von 3DMark2006 in Start Konfiguration wo er 13.832 Punkte erreicht (CPU 3,15GHz, DDR3 1200MHz, GPU 625Mhz, GDDR3 950Mhz)
Wollte mich schon lange einmal mit dem Intel Core i7 beschäftigen. Nun hatte ich die Chance für jemanden ein PC zu bauen, der unbedingt einen wollte und das Geld mal keine so große Rolle gespielt hat.
Einsatzzweck ist für teilweise Dauerbetrieb zwecks ständiger Druckjobs auf mehreren Plottern, Platz für das entsprechende Druckmaterial sowie die Bearbeitung mit Photoshop; Verwaltung einer Access-Datenbank; Internet surfen, Online-Banking etc und er sollte für weitere Aufgaben offen sein. Zum Spielen ist er nicht gedacht, daher „nur eine bescheidene Grafikkarte“. Workstationkarte wäre natürlich sinnvoller gewesen aber so offen war das Preislimit dann auch wieder nicht.
Die Hardware im Überblick
Prozessor - Intel Core i7 920
Natürlich das kleinste Modell, läuft ja wie ein großer.
Kühler – Scythe Mugen 2
Ein sehr schöner Kühler, zu einem super Preis. Sehr gut verarbeitet, besonders schön sind die Kappen auf den Heatpipes. Er ist auch nicht so schwer wie ich dachte. Die LGA1366 Montage ist etwas aufwändiger, da hierzu die CPU-Halterung abgeschraubt werden muss und dann wieder mit der Mugen Backplate verschraubt wird. Der Kühler wird dann von der Mainboardrückseite verschraubt. Zur Federung des Kühlers dient allein der Haltebügel und es gibt keine Spacers also keinen Anschlag. Insgesamt macht es aber einen sicheren Eindruck.
Mainboard - Gigabyte EX58-DS4 Rev 1.0
Habe mich für Gigabyte entschieden, da sie bisher immer einen guten Eindruck hinterließen. Natürlich habe ich mich im Internet etwas informiert – Hier ein schöner TEST, habe auch über die größeren Modelle gelesen, aber da letztendlich nie SLI zum Einsatz kommen wird, war der Aufpreis dann nicht gerechtfertigt.
Arbeitsspeicher – 3x 2GB Geil DDR3 1333MHz 1.5V
Die RAM Auswahl finde ich persönlich immer am schwierigsten. Habe hier auf die 1.5V geachtet und natürlich ein Tripple Channel Kit. Den Rest hat Verfügbarkeit und Preis geregelt.
Grafikkarte – MSI ATI Radeon HD4830 512MB
Die Karte hat ein sehr gutes Preis-/Leistungsverhältnis. Es ist eine Overclock Version, die Karte taktet im 2D-Modus nicht runter, wird aber auch kaum warm. Ich habe sie mal auf HD4850-Niveau getestet und es macht kaum einen Unterschied – trotz weniger Shadereinheiten. Der Lüfter wird nicht geregelt und ist mir persönlich auch zu laut, allerdings ist er etwas leiser als der ähnliche Kühler, der auf der Gainward HD4850 DualSlot verbaut wird (als Silent und Power Kühler kann ich den Skythe Musashi empfehlen). ACHTUNG: Der Lüfteranschluss der MSI HD4830 OC hat einen Wackelkontakt – beim ersten Start ist der Lüfter nicht angelaufen, habe dann auf die Drähte am Stecker gedrückt und er läuft jetzt auch dauerhaft, aber schön ist das natürlich nicht.
Netzteil – Enermax Pro82+ 525W
Diese Netzteil-Serie hat mich sehr begeistert. Nach dem ich schon mehrere 425W Modelle verbaut habe, ist dies die erste 525W Variante. Alle Pro82+ sind deutlich leistungsfähiger als andere Netzteile und dazu noch sehr leise und werden kaum warm. Letzteres wohl wegen der 80Plus Bronze Auszeichnung. Die Kabelaufteilung ist nicht optimal, dafür sind aber auch sämtliche Anschlüsse vorhanden. Die Modu82+ mit Kabelmanagement kenne ich nicht, aber ich denke dass sich der Aufpreis nicht lohnt. Das muss jeder für sich entscheiden, aber erfahrungsgemäß sparen die Leute meistens am Netzteil. Da ich aber schon so oft billige Netzteile „abrauchen“ gesehen habe, greife ich nur noch zu Enermax. Mein be quiet hat mich schon enttäuscht, wird sehr warm und quiet ist es auch nicht.
Gehäuse – LianLi PC-60F
Das PC-60F ist sein Geld echt wert. Die Verarbeitung ist sehr gut, das schlichte Design gefällt und die Lüfter sind angenehm ruhig. Vorne ist ein 140er Blue-LED Lüfter mit 2adrigem 3pin Anschluss – lässt sich also nicht auslesen – inklusive 4pin-Molex Adapter. Hinten ist ein 120er LianLi Lüfter mit 3pin Anschluss um die Geschwindigkeit auszulesen. Hier ist der Adapter leider fest mit dem Kabel verbunden und kann bei Anschluss per 3pin Stecker nicht entfernt werden. Der Festplattenkäfig sehr entkoppelt gut und wenn man die überflüssigen Schächte entfernt hat man auch einen guten Luftfluss und Platz für Kabel vom Netzteil welches unten sitzt. Die Mainboard-Rückwand bzw Halterung lässt sich leider nicht rausnehmen, was wohl die Steifigkeit verbessern soll. Dafür kann der Deckel abgenommen werden. Schön ist das im Deckel Start und Reset Button sind und die Alu-Klappe für 2xUSB 1xFireWire und Headset-Anschlüsse. Es werden auch fast überall Thumbscrews verwendet. Leider hat die rechte Seitenwand teilweise richtig Krach gemacht, wenn das DVD-Laufwerk schnell lief.
DVD-Brenner - Samsung SH-223F
Wahnsinn wie billig mittlerweile DVD-Brenner sind. Ich habe selbst noch ein älteres Modell. Schön ist die schnelle Zugriffszeit wenn man eine Disk einlegt, ansonsten brenne ich eh nie schneller als 8x daher kann ich sonst nicht viel dazu sagen. Wenn er voll auf dreht, dann ist das schon sehr laut, aber ich verwende Disks auch so selten wie nur möglich.
Cardreader
Sehr günstig und dennoch ein schönes langes schwarzes Metallgehäuse. Passt gut zum PC-60F. Funktioniert auch einwandfrei.
Festplatte – Western Digital Caviar Black 1TB
Ich favorisiere WD-Festplatten. Das schöne an dieser sind die 5 Jahre Garantie. Dazu ist sie auch sehr schnell und wird kaum warm. Sie ist relativ laufruhig, Zugriffsgeräusche sind aber hörbar.
Zusammenbau im Betrieb
Der Rechner startete einwandfrei und ich habe fast nichts gehört, das konnte ich nicht glauben. Wie schon erwähnt lief der Lüfter der Grafikkarte nicht an, was durch einen Fingerdruck auf den Lüfteranschluss schnell behoben war. Somit war die Stille dann doch vorbei, hält sich aber in Grenzen, für Silentfreaks ist der Grakakühler nichts. Der Speicher lief zu langsam bzw. wurde nicht richtig erkannt, wobei ich das mittlerweile gewohnt bin. Installation von Vista x64 ging zügig (bis auf die darauffolgenden Updates bis zum SP1) und die 6GB RAM standen auch sofort zur Verfügung. Der Stromverbrauch des gesamten Systems lag bei Standard Einstellung: IDLE 110W, LAST ohne 3D 180W – ich finde diese Werte überraschend niedrig. Die gefühlte Geschwindigkeit des Systems ist sehr gut, war ein deutlicher Unterschied zu meinem System (siehe Signatur), obwohl der Core i7 nur mit 2,66GHz (Turbo 2,83GHz) getaktet hat. Ich habe mittels EasyTune von Gigabyte mal auf 3GHz (Turbo 3,15GHz) übertaktet und es lief auch stabil mit 75°C Kerntemperatur. Allerdings nimmt er dich auf der Autospannung (VCore) ca. 1.317V, dadurch steigt der Stromverbrauch auf LAST ohne 3D 247W. Habe dann mal die VCore im Bios fest auf 1.3V gestellt und so wurden die Kerne nur noch ca. 70°C und laut CPU-Z lag die Spannung nur noch bei ca. 1.289V. Sieht marginal aus aber einiges gebracht LAST ohne 3D 204W. Leider hatte ich zwecks Auslieferung keine Zeit weitere Tests zu machen. Wird dann später noch optimiert. Er sollte diese Einstellungen auch mit 1.275V stabil betreiben können!?!
Fazit
Der Rechner ist insgesamt sehr schön und leistungsfähig. Bis auf die Grafikkarte ist das System sehr leise. Ob er die ca. 1100EUR wert ist? Ich bin mir nicht sicher… Das muss jeder für sich entscheiden. Benchmark gibt es leider nur einen von 3DMark2006 in Start Konfiguration wo er 13.832 Punkte erreicht (CPU 3,15GHz, DDR3 1200MHz, GPU 625Mhz, GDDR3 950Mhz)
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