Die Hospitalisierungsrate könnte also wirklich ein sinnvoller Indikator sein, wäre sie in den Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) nicht stark verzerrt. Wie bereits die
Recherchen zahlreicher Medien eindrücklich gezeigt haben, verfehlen die
RKI-Werte das Ziel, die aktuelle Schwere der Pandemie korrekt und vor allem rechtzeitig einzuschätzen. Ein Teil des Problems: Statt des Einweisungsdatums verwendet das RKI bei den Hospitalisierungen das Meldedatum, also jenen Tag, an dem das lokale Gesundheitsamt die hospitalisierte Person als positiv getestet registriert hat.