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Coronavirus - welche Bedeutung hat das Thema für Euch?
Du beschreibst es doch selbst, während einer Pandemie kann es keinen 100% Unterricht geben, egal wie viel Glasfaserkabel und Laptops ausgeteilt werden. Ich bin kein Pädagoge, aber ich kann mir gut vorstellen, dass der persönliche Kontakt zwischen Lehrern und Schülern eine wichtige Komponente darstellt, die lässt sich nicht digitalisieren. Man merkt doch selbst, wie mit der Zeit die persönlichen Kontakte in der Arbeit fehlen (mir geht es zumindest so).
Ich bleibe dabei, wer während einer Pandemie von allen 100% fordert macht es sich zu einfach, zumal hierbei in keinster Weise berücksichtigt wird von welchem hohen Niveau aus dies eigentlich geschieht. Ein paar Flugstunden von hier liegen tote Kinder auf der Straße und hier wird rumgejammert, dass ein paar Wochen der Präsenzunterricht ausfällt bzw. Lerninhalte fehlen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass das Schicksal meines Kindes nicht von ausgefallenen Kunstunterrichtsstunden abhängt.
Ich sehe ehrlich gesagt nicht was daran elementar ist das Dinge wie Fernunterricht immer noch kurz vor knapp entschieden werden müssen. Oder das Eltern Sonntag abends noch hopp hopp die Kids auf irgend einer Lernplattform anmelden müssen.
Auch dieser Pauschalaussage möchte ich widersprechen. Zumindest ich kenne viele Menschen, die ihren Ölwechsel nicht im Wald machen weil sie Angst vor einer Strafe haben sondern aus der Einsicht heraus unsere Lebensgrundlagen zu erhalten. Auch dürften die wenigen Fälle von Kindsmord eher auf Mutterliebe basieren als auf das StGB.
Das nicht, ich bin mir auch sicher das der Ingenieurssohn seine tägliche "Dosis" Algebra schon irgendwie bekommt, was ist aber mit den Kindern die dann 2 Jahre eine stark unterbrochende Schullaufbahn haben und keinen elterlichen Support erhalten und dem Fernunterricht nicht folgen können?
Das wird für den einen oder anderen den Unterschied zwischen dem Leiharbeiter und Facharbeitergehalt ausmachen in der Zukunft, gerade wenn man in der kritischen Phase Grundschule/Sek I steckt.
Ich sehe ehrlich gesagt nicht was daran elementar ist das Dinge wie Fernunterricht immer noch kurz vor knapp entschieden werden müssen. Oder das Eltern Sonntag abends noch hopp hopp die Kids auf irgend einer Lernplattform anmelden müssen.
Auf welcher Grundlage würdest Du konkret den Zeitraum ab xx.xx.xxxx bis yy.yy.yyyy für Fernunterricht festlegen (inkl. welcher Jahrgangsstufen und Regionen)?
Du vergisst dabei allerdings, dass hier in elementare Bereiche des gesellschaftlichen Zusammenlebens eingegriffen wird. Ohne durchsetzbare Verbote, die eben auch sanktioniert werden müssen, wird es nicht gehen.
(...)Das wird für den einen oder anderen den Unterschied zwischen dem Leiharbeiter und Facharbeitergehalt ausmachen in der Zukunft, gerade wenn man in der kritischen Phasae Grundschule/Sek I steckt.
Und die Leute deren Job es ist sowas zu entscheiden hätten das was wie wo schon letztes Jahr ausarbeiten können und nicht wie z.B jetzt in NRW ein paar Tage bevor es wieder losgehen soll.
Ich bin kein Pädagoge, aber ich kann mir gut vorstellen, dass der persönliche Kontakt zwischen Lehrern und Schülern eine wichtige Komponente darstellt, die lässt sich nicht digitalisieren. Man merkt doch selbst, wie mit der Zeit die persönlichen Kontakte in der Arbeit fehlen (mir geht es zumindest so).
Quasi 100% Fernunterricht ist aber in anderen Teilen der Welt durchaus normal. Australien z.B. da die Schule zu weit entfernt ist. Auch in Deutschland gibt es grundsätzlich Fernschulen, wenn auch meist für Erwachsene. Für diesen Ausnahmefall sollte es also schon möglich sein für eine gewisse Zeit z.B. 1 Jahr auf Fernunterricht zu setzen. Das klappt auch ganz gut wenn es ordentlich organisiert wird und manche Schulen bzw. Lehrer schaffen das sogar. Fernunterricht bedeutet übrigens nicht das selbe Programm online zu präsentieren, welches man in einer Klasse getan hätte - das bedeutet sinnvolle Aufgabenblätter und Besprechung jener in Kleingruppen. Dafür eben keine langen Vorträge vor der gesamten Klasse sondern z.B. jeweils 10 min in Kleingruppen die Ergebnisse, Probleme und Fragen besprechen.
Persönlicher Kontakt ist außerdem auch digital möglich, ich merke in der Arbeit (seit März 100% Home Office) keine Einschränkungen. Wofür gibts Telefonkonferenzen, E-Mails und Instant Messages. Ja man muss Bedenken in Worte fassen und kann nicht einfach grimmig Dreinschauen oder mit der Körpersprache seinen Kollegen oder Vorgesetzten mitteilen was man von Plänen hält - das stärkt aber die Kommunikationsfähigkeit. Mein Chef fordert das auch aktiv ein in den regelmäßigen Gesprächen.
Das funktioniert dann auch, der Management Stil muss aber angepasst werden
Inhaltlich? Warum nicht? Du weichst permanent aus und eröffnest Strohmänner... Ich sprach ganz offensichtlich vom Lehrplan, ergo geht es mir um den inhalt. Das man die sozialen Kontakte über digitalen Unterricht nur bedingt rüberbringen kann ist doch selbstverständlich. Nur war das in keiner Weise das inhaltliche Agrument...
Du weichst auch aus bezogen auf dein Wissen, welcher Unterricht den bei dir per Fernunterricht stattfand und inwieweit das den Lehrplan und die Verzögerungen abbildet.
Selbst wenn man deine Ansicht annimmt: Wo entschuldigt diese, dass in Deutschland nichtmal im Ansatz darüber diskutiert wird, wie man digitalen Unterricht gestalten kann und welche Grundlagen dafür geschaffen werden müssen. Wir haben nichtmal digitale Tafeln und ich bin mir sicher, dass in vielen Schulen noch immer der Overheadprojektor ein Standardarbeitsgerät ist wohingegen Laptop/Tablet/digitale Tafel außer in wenigen Einzelfällen kaum bis gar nicht als Arbeitsgeräte vorhanden sind und auch keinerlei dafür angepasste Inhalte existieren. Es existieren für eine digitale Bildung auch keinerlei Fachkräfte an den Schulen, weder zum Vermitteln der Inhalte auf diesen Arbeitsgeräten noch zur Einführung /InStandhaltung dieser. UNd nichtmal daran geplant oder vorbereitet wird es. Wie soll sich etwas ändern, wenn nicht einmal der erste Schritt getan wird?
Corona hat uns das schmerzlich und eindringlich vor Augen geführt. Die Warnungen vor weiteren Seuchen gab und gibt es weiter und auch andere Katastrophen sind denkbar, die sowas nötig machen, ganz abgesehen von alltäglichkeiten wie das Schüler in einer digitalen Bildungswelt auch dann am Unterricht teilnehmen können, wenn sie wegen Krankheiten, die einen körperlich einschränken, am Unterricht teilnehmen können. Mit sowas kann man nicht erst anfangen, wenn es unabdingbar notwendig geworden ist.... Das muss man doch irgendwann mal begreifen, dass Fachkräfte, Material und Geld eben nicht von jetzt auf gleich vorhanden sein können und sowas Planung voin langer Hand her benötigt.
PS. Ich bin mir übrigens absolut sicher, dass die mangelnde digitale Bildung zu den ganzen Querdenkern/Reichsbürgern/VTlern mit geführt hat. Zur digitalen Bildung gehört auch, wie man die massenhaften Quellen des Internets nutzt und bewertet. Wie man Suchmaschinen benutzt. etc. pp.
(...)Selbst wenn man deine Ansicht annimmt: Wo entschuldigt diese, dass in Deutschland nichtmal im Ansatz darüber diskutiert wird, wie man digitalen Unterricht gestalten kann und welche Grundlagen dafür geschaffen werden müssen.(...)
Ich weiß nicht auf welchem Planeten Du lebst, auf meinem wird gefühlt seit Monaten über fast nichts anderes diskutiert und zwar vom Ansatz bis zum Ende hin. Sogar in diesem Forum.
Es wird über nichts anderes diskutiert, wie man digitale Bildung bewerkstellligt? Aha. Dann zeige mir bitte ensprechende Debatten in der Regierung, Pläne, Ideen und Finanzierungen. Nicht zu vergessen, dass es dieses Jahr ZU SPÄT IST! Ich brauche 2020 nicht darüber diskutieren, wie ich das bewerkstellige, wenn ich es da benötige! Es hätte 2020 da sein müssen und diese Kritik, dass die digitale Bildung massiv hinterherhängt, gibt es nicht erst sei 2020 oder 2019.... Dieses Thema ist weit über ein Jahrzehnt alt und es hat sich so gut wie nichts getan.
ich habe heute mein AL informiert, dass ich dieses Mal den Anspruch auf Kindkrank nutzen werde, wenn meine Jungs ab nächster Woche wieder zu Hause sind. Mir fehlt mittlerweile die kraft, nochmal Home Office und drei Jungs zu verbinden. Meine Frau ist Lehrerin, die ist dann auch (wieder) in der Schule. Bei uns heißt Home Schooling (erste, zweite und fünfte Klasse), dass der Leher Unterlagen schickt und die Jungs die dann bearbeiten müssen. Bei den Kleinen ist mir das ziemlich egal, da meine Frau eben an der gleichen Schule die dritte Klasse unterrichtet und wir zu Hause dann eh einen "Lehrplan" haben, beim Großen sehe ich (wieder) massive Probleme, der Server für das Onlinelernen ist für die Tonne, ganz davon ab, dass der Lehrer kaum Ahnung davon hat, wie er mit dem System umgehen muss. Ich bin mittlerweile ziemlich genervt von der ganzen Coronasache, man hätte den Sommer nutzen müssen, um sich auf die zweite Welle vorzubereiten.
Quasi 100% Fernunterricht ist aber in anderen Teilen der Welt durchaus normal. Australien z.B. da die Schule zu weit entfernt ist. Auch in Deutschland gibt es grundsätzlich Fernschulen, wenn auch meist für Erwachsene. Für diesen Ausnahmefall sollte es also schon möglich sein für eine gewisse Zeit z.B. 1 Jahr auf Fernunterricht zu setzen. Das klappt auch ganz gut wenn es ordentlich organisiert wird und manche Schulen bzw. Lehrer schaffen das sogar.
Hier ist eben genau das Problem, Deutschland ist auf soetwas nicht eingestellt, wir haben ein Schulkonzept (bis auf Ausnahmen) das im groben im Kaiserreich entwickelt wurde und insbesondere teils in seinen sozialen Schranken bis heute beständig ist. Ich habe keine Zweifel das die Aufgabenblätter in der 8 Klasse am Gymnasium in Düsseldorf-Oberkassel abgearbeitet, präsentiert und aufgebaut werden, in der 8 Klasse der Hauptschule in Essen-Altenessen habe ich da gewisse...sagen wir lieber definitive Zweifel.
In Deutschland hat man schon ewig lange gepennt bezüglich Digitalisierung in Schulen, denn die meist sehr hoch qualifizierten Entscheidungsträger gehen davon aus mit dem versenden von Laptops ist das Problem erledigt. Hier hat man nach der ersten Welle auch massiv Zeit vergeudet, die ganzen "Initiativen" sind im bürokratischen Sand versunken.
gerade Zahlen auf tagesschau gezeigt, Inzidenzwerte bei 10-14 Jähringen und 15-19 Jähringen halbiert, sind aber mit vorsicht zu geniesen, allerdings: deutlich stärker gesunken als in anderen Gruppen
Vll ist die Strategie die Schulungen offen zu lassen doch nicht so gut, damit die Leute arbeiten gehen können...aber abwarten, was die endgültigen Ergebnisse zeigen...
Bei allem scheiss mit der Digitalisierung der Schulen, vll passiert endlich mal was, Veränderungen kommen erst, wenn es weh tut...wird leider auf dem Rücken der Eltern ausgetragen...
Nö ist sie nicht. Denn das ist Modell Gießkanne. EInfach druff, wird schon irgendwie irgendwo ankommen. Zumal das nur Geld ist, was bereitsteht. Das ist so noch nirgends angekommen, denn dazu müssen die Länder aktiv werden. Das sind keine konkreten Geräte, da sind keine Empfänger, da sind keine angepassten Inhalte. Digitale Bildung findet dann statt, wenn ein Laptop/Tablet so verteilt wird wie ein Lehrbuch. Wird gestellt von der Schule/Staat und dem Kind in die Hand gedrückt und zwar mit allem installiert, was benötigt wird. Nur so lässt sich das mit der Chancengleichheit bewerkstelligen oder meinst du die Stars aus Hartz aber herzlich sind in der Lage, sich über solche Angebote zu informieren, geschweige den sie zu nutzen? Vor allem: Wer hilft, wenn das Gerät defekt geht oder Updates benötigt und und und? Hilfe vor Ort für die Schüler/Lehrer? Nicht vorhanden.
Und vor allem: 20.07.20 ist halt einfach verpennt und nichts anderes. Zu diesem Zeitpunkt war schon erheblich Unterricht hinfällig. Und bis sowas beantragt, gekauft und letztlich beim Schüler/Lehrer ankommt, vergeht ebenso noch Zeit. Zumal der Schüler/Lehrer mangels eigenen PC wohl kaum in der Lage sein wird, das Gerät entsprechend zu konfigurieren wie nötig....
Das ist genau das was ich meine mit der Kritik: Es wird nicht nachgedacht, es wird einfach Geld rumgeworfen (und das eben zu wenig. 500 Millionen sind ein Witz angesichts der Tatsache, dass diese Laptops dann auch ein entsprechende Infrastruktur benötigen auf Seiten der Schule, um diese sinnvoll nutzen zu können.) ohne Sinn, VErstand und Plan und dann wundert man sich, dass es nicht hilft und Kritik wird beiseite gewischt mit dem Argument, dass man doch eben solche Programme hatte. Das ist wie Verdi und der Mangel an Pflegepersonal. Ständig erhöht man den Lohn, beschafft Boni und pipapo und wundert sich, dass es das Problem nicht löst. Kein Wunder, da das eben gar nicht das Problem ist...
Ergänzung ()
methadron schrieb:
ab nächster Woche wieder zu Hause sind. Mir fehlt mittlerweile die kraft, nochmal Home Office und drei Jungs zu verbinden.
Und das als Beispiel (danke dafür) dass das mit dem Fernunterricht eben nicht "normal" ist und dass das einfache BEreit stellen von Geld und Material keine Lösung ist bzw. das es mit PCs für bedürftige Kinder eben nicht getan ist und das bei weitem eben nicht das ist, was nötig wäre um das Bildungssystem endlich in 21. Jahrhundert zu bringen, auch wenn das schon 2 Jahrzehnte hinter sich hat.