Binalog schrieb:
Tut mir leid, aber teilweise werden hier aus der bequemen Position eines nicht Verantwortlichen in einer Art und Weise Pauschalurteile gefällt,
Das ist schlicht nicht wahr und du bist quasi überhaupt nicht auf das Thema Digitalisierung der Bildungspolitik eingegangen außer mit dem Argument, dein Kind hatte vor den Weihnachtsferien Fernunterricht hatte. Der ganze Rest hat dann mit diesem Thema nichts zu tun und Homeoffice hat dann gleich gar nichts mit Politik groß zu tun, dass ist etwas, was die AN und AG unter sich ausmachen.
Und Fernunterricht zu Weihnachten schön und gut. Nach einem Jahr. Wenn das Kind aber keinen PC/Laptop hat (was eben NICHT selbstverständlich ist wenn man mal über den Tellerrand schaut) und/oder auch keine ausreichend Internetleitung (gleiches wie beim PC) was dann? Bildung muss Chancengleich sein, ergo muss diese Thematik eingeplant werden. Man kann sich bei sowas nicht drauf verlassen, dass es das schon geben wird in den Haushalten. So funktioniert (staatliche) Bildung nicht. Und, nachgewiesener Maßen, ist das bei dir wohl mehr die Ausnahme denn die Regel und ich bezweifele zudem, dass selbst in deinem Fall der Lerhplan inhaltlich über alle Fächer so weitergeführt wird wie vorgesehen und auch der Rückstand aufgeholt wird, der durch die Schließungen zwangsweise aufgetreten ist.
Ich möchte jedenfall nicht, dass mein Kind ggf. später nachteile hat weil es durch staatliches Versagen ein Jahr lang Stoff verpasst hat und nicht hinreichend Übung bekommen hat, was aufgrund des Lehrermangels auch vor Corona ohnehin schon ebenfalls ein Dauerproblem war. Der Staat behält sich vor, diese Bildung zu stellen und lässt keine Ausnahme diesbezüglich zu, zudem zahle ich dafür. Es ist das Recht des Kindes (und meines) das es durch das politische Versagen nicht benachteiligt wird. Der Staat hat sich dazu verpflichtet... Und bevor jetzt jemand kommt mit, das kann ich ja auch privat sicherstellen. Bedingt. Ich kenne die Stoffpläne nicht, kann keine Zeugnisse ausstellen und, je nach alter, habe ich auch erhebliche Zweifel daran, dass die Eltern den Stoff in allen Bereichen gerecht darstellen und erklären können. Die Mehrheit ist, je nach Fach, ja schon beim Stoff der Mittelstufe massiv überfordert.
Binalog schrieb:
Die Maßnahme ist ungeeignet, da sie nicht kontrollierbar ist" zeigt doch schon was für eine Denke hier am Werk ist.
Nein, dass ist etwas grundsätzliches. Ein Verbot funktioniert ausschließlich dann, wenn es sanktioniert wird und diese Sanktionen auch durchgesetzt werden. Wäre dem nicht so, würde es das StGb nicht geben... Also welche Denke soll hier am Werk sein außer einer logisch fundierte?