Das geht solange leicht von der Zunge, bis man selbst im eigenen Umfeld Todesfälle (sei es durch Corona oder andere Ursachen) hat.
Tatsächlich ist erst vor einem Jahr mein Vater mit nichtmal 60 an Lungenkrebs gestorben.
Daher weiß ich sehr gut, was für eine persönliche Tragödie der Tod eines geliebten Menschen ist. Wenn man ganz plötzlichen weinen muss, wenn man die Frage "warum er" nicht aus dem Kopf bekommt.
Allerdings habe ich auch feststellen müssen, dass es für das Leben insgesamt ziemlich egal ist und die Welt sich trotz dieses schmerzhaften Erlebnisses unaufhaltsam weiterdreht. Und das hat mir auch gezeigt, dass obwohl der Tode eines nahen Menschen für einzelne eine extrem schmerzhafte Erfahrung ist, die Gesellschaft als ganzes eher unbeeindruckt ist und mir auch heute tatsächlich die Freiheit einer ganzen Gesellschaft mehr wert ist, als ein paar mehr Einzelschicksale, so tragisch sie auch sein mögen.
Deshalb: Maßnahmen, die viel bringen - Immer gerne!
Maßnahmen, die das Leben massiv einschränken, aber fast nichts bringen - sein lassen!
Und Maßnahmen nicht pauschalisieren und generalisieren.
Und weil ich im persönlichen Umfeld natürlich keinen Coronatoten haben möchte, halte ich mich an die Hygienemaßnahme, führe Kontaktreduzierung durch, lass mich impfen, soblad es möglich ist.
Aber ich bin rigoros gegen Ausgangssperren, die das Partyvolk genauso trifft, wie den Abendspaziergänger.
Ich bin rigoros gegen Schulschließungen, weil Bildung und das Erwachsenwerden eins der höchsten Güter sind, die es auf der Welt gibt.
Ich bin rigoros gegen Maskenpflicht im Freien, weil es eben keinen Mehrwert bringt.
Dafür bin ich absolut für Verbieten von Großveranstaltungen.
Ich bin gegen pauschale Geschäftsschließungen, weil man doch extra Hygienemaßnahmen hat erstellen lassen.
Dann lieber mehr kontrollieren und härtere Strafen bei Missachtung.