Grundkurs schrieb:
Modularität als übergeordnetes Designprinzip aber dann verlöteter RAM bei einem 1600€ Einstiegspreis ist Ja mal völlig bescheuert.
XMG Support schrieb:
Ursprünglich war LPCAMM2 vorgesehen; aus Kosten-, Verfügbarkeits- und Platzgründen wurde es für diese Generation schließlich 8 GB DDR5 onboard + ein frei zugänglicher SO-DIMM-Slot.
Da muss mich wirklich deutlich unter die Kritiker einreihen
@XMG Support , ohne die Zahlen zu kennen ist verlötet + SO-DIMM stehts die schlechteste Lösung von allen.
Mein HP zBook 8 G1a hat 2xSO-DIMM, bei Lenovo und Dell gibt es immer häufiger LPCAMM2, bei Framework auch. Wenn der Platz auf dem Board nicht für 2xSO-DIMM gereicht hat, war das kein gutes Design und man hätte bei LPCAMM2 bleiben sollen.
Die Lösung zur Überbrückung der Speicherkrise ist Modularität, nicht von vornherein limitierter Speicher.
Ein Board mit 8GB verlötetem Speicher wird für Dualchannel immer auf 16GB limitiert bleiben, alles darüber wird nur mit 64Bit angesprochen. Maximal wären momentan auch nur 56GB oder 72GB möglich, davon dann 40/48GB im Singlechannel.
Von so einem Mist hat sich Lenovo nach Raptor Lake bei den Thinkpads verabschiedet, aktuell gibt es das dort nur bei Ideapad Slim 3 und einigen älteren 5.
Hinzu kommt, dass ihr DDR5-5600 gewählt habt, obwohl es CSO-DIMM mit DDR5-6400 gibt und die APU selbst das auch unterstützt. Die APUs der Core Ultra X-Reihe unterstützen sogar DDR5-7200.
Ich hatte große Hoffnungen auf das Konzept gesetzt, aber dies und die Entscheidung, den Mainboardtausch nur bei Schenker vornehmen lassen zu können, machen es relativ uninteressant. Da kann ich ja noch eher bei meinem zBook selbst das Mainboard tauschen lassen.
Selbst wenn ihr das beim nachfolgenden Board ändert, ist das Kind schon in den Brunnen gefallen. Wer sich jetzt dieses Notebook nicht kauft, wird in der nächsten Generation wieder die Zusicherung von ein bis zwei Upgrades wollen, um das Konzept sinnvoll zu finden.
Ich finde es übrigens gut, dass ihr bei den Anschlüssen einen anderen Weg gegangen seid als Framework, wo das zwar sehr modular ist, aber doch eingeschränkt durch die größe der Module und weil immer intern ein USB-C-Port gebraucht wird. Da bleiben doch einige Möglichkeiten auf der Strecke.
Chinaquads schrieb:
Auch wenn es viele nicht mehr kennen werden, früher konnte man CPUs austauschen, INDEM MAN EINFACH DIE CPU GETAUSCHT HAT. Da war nichts verlötet, man konnte alles tauschen.
RAM, CPU, GPU, alles kein Problem.
Dazu muss man aber sagen, dass 1. mobile CPUs nie frei zu konkurrenzfähigen Preisen erhältlich waren. Es war fast immer nur eine Option, um ein recht altes Notebook aufzurüsten, nie in der aktuellen oder gerade vergangenen Generation, da die CPUs zu teuer und schlecht erhätlich waren.
2. hatten auch Desktop CPUs damals noch viel kleinere Sockel mit weniger Pins und die mobilen Sockel waren noch kleiner, AFAIR alle PGA und die CPUs ohne IHS. Die letzten gesockelten CPUs gab es glaub ich von Intel als Haswell von Ende 2013/ Anfang 2014 mit 946 Pins, bei AMD als Trinity-Refresh "Richland" mit Piledriver-cores von 2013 mit 722 Pins.
Ich bezweifle stark, dass moderne mobile CPUs noch so gestaltet werden können, dass überhaupt so kompakte Sockel wie damals möglich wären, geschweige denn welche, die den heutigen Vorstellungen von Laptops gerecht würden. Das wären weiterhin nur DTRs, die es auch heute noch tlw. mit Desktop-CPUs gibt. Wer Notebooks aus dieser Zeit generell und mit o.g. gesockelten CPUs kennt, weiss, dass das ganz schöne Klopper sind.
Naitrael schrieb:
Im Notebook? Das war nur selten der Fall, wenn mal Desktop-Komponenten verbqut wurden.
S.O., bis 2013/14 gab es immer auch gesockelte mobile CPUs.
Chinaquads schrieb:
@Naitrael Nein, war früher mehr die Regel, als die Ausnahme. Ich sag nur MXM.
Naja, am Ende eher die Ausnahme als die Regel und MXM ist ein ganz schlechtes Beispiel, das hat sich nie durchgesetzt außer bei den allerfettesten Gaming-DTR. Verlöteter RAM ist eine Entwicklung, die sich in den letzten ca. 10 Jahren leider immer weiter verbreitet.