"Cpu Upgrade"

simzep

Lt. Junior Grade
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Dez. 2010
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393
Hallo liebe Gemeinde,

Ich habe eine Frage an die Leute die sich mit Servern und Xeons auskennen.

Ich wollte nämlich mal wissen was es mit den sogenannten CPU-Upgrades auf sich hat?

Zum Beispiel der Xeon E 5620 ist ganz normal erhältlich link,
Aber auch als nahezu doppelt so teures "Cpu Upgrade" von IBM link.

Ähnlich Produkte gibt es auch von HP, Fujitsu-Siemens, und Dell meist zum 2-3 fachen Preis des normalen Prozessors.

Also meine Frage: was ist ein "CPU Upgrade"??
 
ich denke, es ist einfach eine tolle Bezeichnung von Amazon und ein entsprechend hoher preis, nichts wichtiges
 
Ich denke es handelt sich dabei ganz einfach um eine IBM-zertifizierte CPU.
Wenn du eine "normale" ohne IBM einbaust geht der Support seitens IBM flöten.
Das kann dann im Supportfall sehr teuer werden, da der Support komplett verweigert wird bzw. zahlt man dann evtl ab der 1 Minute für eine Stunde Telefonsupport evtl ca. 160 €...
 
Wenn Du zum Beispiel einen IBM-Server kaufst mit zwei Sockeln und erstmal nur einen in Benutzung hast kannst Du in der Regel auch nach zwei, drei oder gar fünf Jahren die zweite CPU dafür nachordern (und dann sind die Intel Boxed Dinger häufig schon lange vom Markt verschwunden) und diese ewigen Lagerkosten lassen sich die Hersteller natürlich fürstlich bezahlen.

Ausserdem lassen sich in vielen Servern die "gewöhnlichen Boxed-Xeons" von Intel nicht so einfach verbauen, denn in der Regel benötigt man für das Serverboard noch das passende "VRM" (Voltage Regulator Module) um die CPU überhaupt in Betrieb nehmen zu können sowie einen besonderen Kühlkörper, je nach Servertyp (1HE/2HE, Tower, spezifische Form). Da kocht natürlich jeder Hersteller sein eigenes nicht kompatibles Süppchen so dass man defacto auf die CPUs der jeweiligen Serverhersteller angewiesen ist.

Die CPU selbst ist bei entsprechender Bezeichnung schon immer das technisch gleiche Modell und beliebig untereinander austauschbar, nur ohne passendes VRM und Kühlkörper nützt es ja nichts.

Ebenfalls ein wichtiger Aspekt: IBM-Server zum Beispiel bieten direkt 36 Monate 24/7 Vorortgarantie mit 4h Reaktionszeit durch den Hersteller, Kunden verlängern diese gern auch auf fünf Jahre. Dies gilt natürlich dann auch NUR für alle Original-IBM-Teil innerhalb des Servers und nicht für die Brocken die man von "Serverteile-Billiger.de" meint pfiffig günstiger organisiert zu haben. Wäre ja widersinnig sich die Herstellergarantie kostenpflichtig zu verlängern und diese durch "billige Drittware" wieder unwirksam zu machen, gesetzt den Fall man schafft es überhaupt die technischen Hürden zu überwinden. Sprich ohne entsprechende Teilenummer des OEMs (IBM, Fujitsu, Dell etc. pp.) auch kein Herstellergarantieanspruch und wenn durch so etwas teure Ausfallszeiten entstehen weil man ein paar Hundert Euro gespart hat, sollte man sich schonmal warm anziehen.
 
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