News Cryorig C7 G: Graphen-Schicht verbessert Kühlleistung des C7 Cu

Wishbringer

Commander
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Ich habe meine Zweifel, dass es hier rein um Vergroesserung der Oberflaeche geht. Aehnlich der Graphen Pads fuer Kuehler duerfte es eher um die Waermeuebtertragung entlang des Materials gehen. Heisst, schnell Waerme auf die komplette Oberflaeche verteilen und keine Lamellenstelle schlecht ausgenutzt lassen. Bei den Pads ist die Uebertragung in Richtung CPU zu Kuehler zwar recht gut, aber entlang der Laenge des Pads um Welten besser.
Gerade etwas Wikipedia gequält:
Wärmeleitfähigkeit λ (Lambda) in W/m*K
Alu = 236
Kupfer = ca. 380 (je nach Reinheit. 100% = 401)
Diamant = 2.300
Graphen = 5.300 (ouchi)

Ich warte auf den ersten reinen Graphen-Kühler :love:
Ergänzung ()

Als kleiner Bonus kommt wieder hinzu, dass eine schwarze Oberfläche mehr Wärme abstrahlt. Aber das ist wahrscheinlich bei einem aktiven Kühler eher zu vernachlässigen, gegenüber dem direkten Wärmeübergang an die Luft.
Hier werden zwei verschiedene physikalische Eigenschaften verwechselt:
Für das Abstrahlen von Wärme ist die Farbe eines Materials vollkommen uninteressant!
Bei der Aufnahme von Wärme über Licht (Infrarot) ist wiederum die Farbe hochinteressant und auch die Beschaffenheit = Schwarz reflektiert Licht weniger, matte Oberflächen reflektieren Licht weniger wie glatte Oberflächen.
 
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Kacha

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Genau der, mir fiel der Name nicht mehr ein.

Das würde mich eher wundern. Der Grund, warum Kupfer, nach einem Boom vor einigen Jahren, inzwischen als Material für die Lamellen bei den meisten Kühlerherstellern wieder aus der Mode gekommen ist, war doch, dass der Flaschenhals im Wärmeübergang zur Luft liegt, nicht in der Verteilung der Wärme im Kühlkörper selbst. Dafür sorgen die Heatpipes normalerweise ausreichend gut.

Deswegen wundert mich bei diesem kompakten Kühler auch die Wahl des Werkstoffes. Gerade bei so wenig Oberfläche dürfte das Kupfer eigentlich nur sehr wenig bringen.

Ehrlich gesagt könnte ich mir sogar vorstellen, dass sowohl das Kupfer als auch die Graphen-Beschichtung in diesem Fall eher ein Werbegag sind, um den hohen Preis zu rechtfertigen.
Aber ich will auch nichts böses unterstellen. Dafür müsste man halt erst einen Vergleichstest sehen, mit einem guten, konventionellen Kühler (unbeschichtete Alu-Lamellen) in dieser Größenordnung, z.B. von Noctua.
Kann natuerlich rein PR sein. Falls sie aber irgendwelche unterschiedlichen Waermeverteilungen festgestellt haben wuerde es auch Sinn machen. Wird natuerlich nicht extrem viel ausmachen, aber es kann einen Unterschied machen. Gerade bei einem kompaktem Design.

Gerade etwas Wikipedia gequält:
Wärmeleitfähigkeit λ (Lambda) in W/m*K
Alu = 236
Kupfer = ca. 380 (je nach Reinheit. 100% = 401)
Diamant = 2.300
Graphen = 5.300 (ouchi)

Ich warte auf den ersten reinen Graphen-Kühler :love:
Bedenke dabei aber, dass Graphen Waerme nicht in alle Richtungen gleich leitet. Das ist bei den Pads ganz interessant. Die Struktur ist in Richtung der Laenge/Breite, nicht Hoehe. Damit erreichen sie nur bis zu 65 W/m*K (Cryonaut oder wie das heisst) aber teilweise mehrere hundert in Laenge/Breite.

Ich habe mir von denen was zugelegt und bin gespannt wie die funktionieren. Ich denke das praktischte wird sein, dass man die eigentlich unendlich lang nutzen kann und nicht wie bei Paste immer wieder wechseln sollte. Und nachdem ich Paste wechseln nicht das spannendste finde passt das.
 

Kazuya91

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estros

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Das würde mich eher wundern. Der Grund, warum Kupfer, nach einem Boom vor einigen Jahren, inzwischen als Material für die Lamellen bei den meisten Kühlerherstellern wieder aus der Mode gekommen ist, war doch, dass der Flaschenhals im Wärmeübergang zur Luft liegt, nicht in der Verteilung der Wärme im Kühlkörper selbst. Dafür sorgen die Heatpipes normalerweise ausreichend gut.
Hast du dazu Messergebnisse oder einen Artikel, um das nachzulesen?
Ich mein, in der Wakü Branche wird ausschließlich auf lackiertes Kupfer gesetzt. Wenn deine Theorie stimmt, wär das ja eine Hammer Innovation.
 
H

h3@d1355_h0r53

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Das würde mich eher wundern. Der Grund, warum Kupfer, nach einem Boom vor einigen Jahren, inzwischen als Material für die Lamellen bei den meisten Kühlerherstellern wieder aus der Mode gekommen ist, war doch, dass der Flaschenhals im Wärmeübergang zur Luft liegt, nicht in der Verteilung der Wärme im Kühlkörper selbst. Dafür sorgen die Heatpipes normalerweise ausreichend gut.

Deswegen wundert mich bei diesem kompakten Kühler auch die Wahl des Werkstoffes. Gerade bei so wenig Oberfläche dürfte das Kupfer eigentlich nur sehr wenig bringen.

Ehrlich gesagt könnte ich mir sogar vorstellen, dass sowohl das Kupfer als auch die Graphen-Beschichtung in diesem Fall eher ein Werbegag sind, um den hohen Preis zu rechtfertigen.
Aber ich will auch nichts böses unterstellen. Dafür müsste man halt erst einen Vergleichstest sehen, mit einem guten, konventionellen Kühler (unbeschichtete Alu-Lamellen) in dieser Größenordnung, z.B. von Noctua.
Einer der wenigen Beiträge hier, die Substanz haben.

Der Wärmeübergang zwischen den Materialien ist oft der Knackpunkt, der behindert teilweise mehr als er bringt. Die Wärmeleitfähigkeit selbst ist auch gar nicht so extrem wichtig, die Abgabe der Wärme an die Luft muss ja auch noch passieren. Da kann das Material noch so gut sein, für die Kühlung muss auch der Lüfter blasen. Die Kunst ist hier die richtige Mischung zu finden, denn es soll ja meistens leise sein oder extrem leistungsstark. Kupferkern im Kühler mit Aluminium darum sieht man ja bei den Boxed Kühlern. Ansonsten sind Heatpipes bestens geeignet die Wärme in sekundenschnelle zu verteilen. Auch Vapour Chamber werden teilweise eingesetzt, aber eher selten. Der Knackpunkt ist aber immer auch die Abgabe der Wärme an die Luft. Da reicht Aluminium, selbst bei den Wasserkühlungen sind Radiatoren aus Aluminium und werden "gelüftet" (wobei im Kreislauf sowieso die Metalle nicht gemischt werden sollten).

Und bei den Materialien selbst ist die Unterscheidung in Kupfer und Aluminium nur oberflächlich. Je nach Mischung bzw. Legierung und Härte unterscheiden sich die Materialien nochmals auch in der Wärmeleitfähigkeit.

Kupfer ist aus mehreren Gründen nicht mehr so oft im Einsatz. Preislich nicht attraktiv, teilweise ist Kupfer richtig teuer wenn man 10-20 Jahre Preisverlauf betrachtet. Auch kann Kupfer oxidieren, wird im PC also hässlich. Deshalb gibt es auch oft vernickeltes Kupfer oder Aufkleber über das Kupfer damit es nicht "schlecht wird".

Graphen ist sicherlich ein spannendes Material, aber mit edleren Metallen oder Diamant kühlt man auch nicht weil preislich unattraktiv obwohl der Wärmeleitwert viel besser ist. Außerhalb des PC gibt's natürlich ganz andere Techniken...

Wenn jetzt 1-2 Grad Unterschied gemessen wurde ist das gar nichts. Wenn ich im Handel 5x den gleichen Kühler kaufe kann ich den Unterschied auch messen, wahrscheinlich sogar mehr.
 
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SJAFNWEIF

Ensign
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Hype ist nicht gleich der Ingenieur und Materialwissenschaftler der dahinter steht.
Die wissenschaftliche Community ist an dem Hype um Graphen definitiv auch beteiligt. Die Zahl der wissenschaftlichen Publikationen zum Thema Graphen ist in den letzten ~15 Jahren explodiert und 2010 gab es sogar einen Nobelpreis für Forschung auf dem Gebiet. Und gerade beim Thema "mögliche Anwendungsgebiete" werden Wissenschaftler "kreativ", es geht schließlich darum, die eigene Forschung zu rechtfertigen und potentielle Geldgeber zu überzeugen, das geht dann teilweise in Richtung "Marketing in eigener Sache".

Hast du dazu Messergebnisse oder einen Artikel, um das nachzulesen?
Schau mal hier: https://www.ekwb.com/blog/aluminium-vs-copper/

Ich warte auf den ersten reinen Graphen-Kühler :love:
Also ein Kohleblock? :D Abgesehen davon: Graphen ist ein zweidimensionales Material und die Wärmeleitfähigkeit anisotrop. Die Wärmeleitung entlang der Schichtebene ist um ein vielfaches höher als senkrecht dazu. Daraus einen großen Kühlkörper zu konstruieren ist wohl (nahezu) unmöglich. Und wie andere auch schon gesagt haben, bringt das eh nichts, wenn der Flaschenhals woanders liegt.
Übrigens: Eine schnelle Google-Suche ergab, das Heatpipes eine Wärmeleitfähigkeit von 10.000 W/(m*K) und mehr erreichen.
 
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wern001

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Ich warte auf den ersten reinen Graphen-Kühler :love:
Es fehlt etwas wichtiges. Nämlich dort wo die Wärme entsteht.
Silizium ca 160
auch Kupfer ist nicht ganz richtig! Normales Handelskupfer hat ca 250-380 W/m*K
erst wenn dem Kupfer 1-4% Silber beilegiert wird kommt man auf die 380 oder wenn es hochrein ist. Dann ist es aber wieder extrem Teuer
 

Aslo

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Das Kupfer mit einer Kratzbürste aufzurauen hätte sicher den gleichen Effekt gehabt:p
 

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Das würde mich eher wundern. Der Grund, warum Kupfer, nach einem Boom vor einigen Jahren, inzwischen als Material für die Lamellen bei den meisten Kühlerherstellern wieder aus der Mode gekommen ist, war doch, dass der Flaschenhals im Wärmeübergang zur Luft liegt, nicht in der Verteilung der Wärme im Kühlkörper selbst. Dafür sorgen die Heatpipes normalerweise ausreichend gut.
Heatpipes ist ein gutes Stichwort. Die gab es nämlich beim letzten Kupfer-Hype meist noch gar nicht. Damalige Kühler hatten einen dicken Metallkern auf dem Die und daran angeflanschte, aufgeschumpfte oder schlicht aus dem Stück heraus gefräste Lamellen zur Wärmeabgabe. Oft gab es eine Cu-Al-Kombi der Art Kupferkern und Alu-Lamellen, wie bei einigen Boxed-Kühlern von Intel.

Da hatte Kupfer noch eine echte Funktion, um eben die Wärme möglichst schnell vom Kern wegzuleiten. Seit es Heatpipes gibt, kommt Kupfer nur noch als Heatpipe-Material und für die Bodenplatte zum Einsatz, die auch nur noch so groß ist, wie der Heatspreader.

Somit ist der Unterschied zwischen Vollkupfer und Alu-Kühlern heute nur noch auf die Lamellen beschränkt, und da ist der Unterschied marginal.
 

NightHawk-EFA

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Der Cryoring C7 G ersetzt das Modell aus Alu und kühlt nun in PC3 (Signatur) bereits seit einigen Wochen. Das G-Modell kühlt deutlich besser.
 

Botcruscher

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Ich warte auf den ersten reinen Graphen-Kühler :love:
Mein Bullshitdetektor ist gerade explodiert. Tipp: Vollkupferkühler wurden nahezu vollständig durch Heatpipes verdrängt. Beim Rest limitiert der Übergang zur Luft.
 

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Herdware

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Hier werden zwei verschiedene physikalische Eigenschaften verwechselt:
Für das Abstrahlen von Wärme ist die Farbe eines Materials vollkommen uninteressant!
Ich bin ziemlich sicher, dass meine Aussage richtig ist. Eine schwarze Oberfläche kann mehr Wärme abstrahlen.
(Mit den genauen, physikalischen Hintergründen bin ich spontan überfragt. Ich bin nur ein einfacher Ingenieur, der sowas erst mal wieder nachschlagen müsste. :))

Deshalb findet man auch oft schwarz eloxierte Kühlkörper z.B. für Elektronikbauteile. (Siehe diverse Kataloge von industriellen KK-Herstellern.)

Allerdings wie gesagt die direkte Übertragung in das angrenzende Medium Luft der wesentlich größere Faktor und übernimmt bei aktiver Kühlung (mit Lüfter/Luftstrom) praktisch die gesamte Wärmeabfuhr. Deshalb macht man sich da die Mühe/Kosten mit der schwarzen Oberflächenbehandlung in aller Regel nicht. (Bzw. höchstens um cooler auszusehen.;))

Ich mein, in der Wakü Branche wird ausschließlich auf lackiertes Kupfer gesetzt. Wenn deine Theorie stimmt, wär das ja eine Hammer Innovation.
Das ist keine Innovation sondern, was CPU-Kühler angeht, (annähernd 20 Jahre) alter Tobak. :lol:
Ob Alu oder Kupfer, das hat keinen Einfluss darauf, wie gut die Wärme an die Luft abgegeben wird.

Was wäre denn deine Theorie gewesen, warum die Hersteller von Premium-Luftkühlern wieder von Kupfer weggegangen sind?

Und Wasserkühlungs-Radiatoren sind das schlechteste Beispiel für einen Kühler, in dem man viel internen Wärmetransport braucht. Da läuft das warme Wasser ja direkt durch zig Kanäle überall im Kühlkörper verteilt.

Ich bin kein Experte in Sachen Wasserkühlungen, deshalb kann ich nicht mit Sicherheit sagen, warum bei vielen Radiatoren trotzdem Kupfer eingesetzt wird. Mein Tipp geht in die Richtung, dass man dort wegen galvanischen Effekten nur eine Sorte Metall in Kreislauf haben möchte. Bei den Wasserblocks auf CPU und GPU ist Kupfer aber extrem empfehlenswert (wie auch bei den CPU/GPU-Kontaktflächen von Luftkühlern). Deshalb werden die Radiatoren auch gleich aus Kupfer gemacht. Aber das ist wie gesagt nur eine Vermutung.
(Die galvanische Reaktion lässt sich wohl auch durch Zusätze im Wasser verhindern.)
 
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estros

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Das ist keine Innovation sondern, was CPU-Kühler angeht, (annähernd 20 Jahre) alter Tobak.
Ob Alu oder Kupfer, das hat keinen Einfluss darauf, wie gut die Wärme an die Luft abgegeben wird.
Bitte genau lesen. Der User sprach von Vorteilen, nicht von keinen Einfluss. Es bringt doch hier im Forum nichts zu diskutieren, wenn man Posts nur halbherzig liest.
 

Herdware

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Bitte genau lesen. Der User sprach von Vorteilen, nicht von keinen Einfluss.
Ich habe es doch mehrfach versucht zu erklären. Die Abgabe an die Luft ist der Flaschenhals bei Luftkühlern. Der Transport der Wärme innerhalb der Lamellen ist nicht das Problem bzw. wird durch Heatpipes oder bei günstigeren/kompakteren Modellen durch Kupferkerne erledigt.

Vollkupfer-Kühler sind seit den 2000ern deshalb so gut wie ausgestorben. Das ist wirklich nur noch ein teurer Marketing-Gag. Deshalb kann ich mir nicht vorstellen, dass die Graphen-Beschichtung hier für etwas gut sein soll, für das man schon Kupfer nicht braucht.

Wer es einfach nicht glauben kann:
https://www.techpowerup.com/review/cryorig-c7-cu/
Hier sieht man, dass die Kühlleistung der Kupfer-Variante wie zu erwarten innerhalb der Messungenauigkeit gleich ist, mit dem $20 günstigeren Alu-Modell.

Es bringt doch hier im Forum nichts zu diskutieren, wenn man Posts nur halbherzig liest.
Tut mir leid, aber deine Antwort mit "Hammer Innovation" kam mir etwas aggressiv, sarkastisch vor. Ich habe mir Mühe gegeben, trotzdem freundlich/augenzwinkernd zu antworten. Sorry, wenn das nicht so rüber gekommen sein sollte.

Es ist nicht schlimm, wenn man etwas nicht weiß. Dafür ist ein Forum ja auch da, dazu zu lernen. Deshalb versuche ich auch nicht allzu besserwisserisch aufzutreten und auch selbst Raum für Rückzieher zu lassen, weil man sich halt auch leicht mal selbst irren kann. (Z.B. bei der Galvanik-Geschichte in Wasserkühlungen. Nicht mein Fachgebiet.)
Wenn mir jemand darlegen kann, dass es sich bei Luftkühlern anders verhält als ich meine, bin ich gerne bereit mich verbessern zu lassen.

Ich bin übrigens nicht komplett ahnungslos was Kühlung angeht. Mein Job ist bzw. war es, Kühlung, Gehäuse usw. für Leistungselektronik zu konstruieren. So ein paar Grundlagen habe ich darüber schon noch im Hinterkopf. :)
 
H

h3@d1355_h0r53

Gast
1-2°C in der Luftkühler-Welt sind schon erstaunlich!
Nein. Kaufe dir 5x dasselbe Modell im Handel. Du wirst zu 100% eine Abweichung von 1-2 Grad haben wenn du alle unter gleichen Bedingungen testen würdest.

Ich bin ziemlich sicher, dass meine Aussage richtig ist. Eine schwarze Oberfläche kann mehr Wärme abstrahlen.
(Mit den genauen, physikalischen Hintergründen bin ich spontan überfragt. Ich bin nur ein einfacher Ingenieur, der sowas erst mal wieder nachschlagen müsste. :))

Deshalb findet man auch oft schwarz eloxierte Kühlkörper z.B. für Elektronikbauteile. (Siehe diverse Kataloge von industriellen KK-Herstellern.)

Allerdings wie gesagt die direkte Übertragung in das angrenzende Medium Luft der wesentlich größere Faktor und übernimmt bei aktiver Kühlung (mit Lüfter/Luftstrom) praktisch die gesamte Wärmeabfuhr. Deshalb macht man sich da die Mühe/Kosten mit der schwarzen Oberflächenbehandlung in aller Regel nicht. (Bzw. höchstens um cooler auszusehen.;))



Das ist keine Innovation sondern, was CPU-Kühler angeht, (annähernd 20 Jahre) alter Tobak. :lol:
Ob Alu oder Kupfer, das hat keinen Einfluss darauf, wie gut die Wärme an die Luft abgegeben wird.

Was wäre denn deine Theorie gewesen, warum die Hersteller von Premium-Luftkühlern wieder von Kupfer weggegangen sind?

Und Wasserkühlungs-Radiatoren sind das schlechteste Beispiel für einen Kühler, in dem man viel internen Wärmetransport braucht. Da läuft das warme Wasser ja direkt durch zig Kanäle überall im Kühlkörper verteilt.

Ich bin kein Experte in Sachen Wasserkühlungen, deshalb kann ich nicht mit Sicherheit sagen, warum bei vielen Radiatoren trotzdem Kupfer eingesetzt wird. Mein Tipp geht in die Richtung, dass man dort wegen galvanischen Effekten nur eine Sorte Metall in Kreislauf haben möchte. Bei den Wasserblocks auf CPU und GPU ist Kupfer aber extrem empfehlenswert (wie auch bei den CPU/GPU-Kontaktflächen von Luftkühlern). Deshalb werden die Radiatoren auch gleich aus Kupfer gemacht. Aber das ist wie gesagt nur eine Vermutung.
(Die galvanische Reaktion lässt sich wohl auch durch Zusätze im Wasser verhindern.)
Nein. Wenn ich solche Kataloge anschaue sind die meisten Produkte aus Aluminium oder Kupfer. Als Zusatzleistung dann auch eloxiert. Wenn es einen Unterschied gibt wird man ihn nicht messen können, da durch Fertigungstoleranzen mehr Abweichung entsteht.
Und jetzt bitte nicht argumentieren, dass Heizungen weiß sind oder sowas... Warum? Weil schwarze Heizkörper einfach bescheiden ausschauen.
Die meisten AIO Radiatoren sind auch nicht aus Kupfer sondern Aluminium. Macht aber kaum einen Unterschied, nur im Preis und ggf. Marketing des Produktes.
Wenn du in dem Bereich entwickelt hast wird dir sicherlich bewusst sein, dass Abstand der Lamellen, Anordnung der Lamellen, Luftstrom und Gesamtwatt im Bauraum wesentlich dazu beiträgt wie gut ein Kühler funktioniert. Wobei in der Leistungselektronik nochmal ganz andere Kaliber und v.a. Technologien zum Einsatz kommen.
 
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