DaDare schrieb:
Wild guess, über ein Mitarbeiter, der eine lustige E-Mail angeklickt oder einen USB Stick gefunden hat.
Also ich hatte beruflich im AKW Unterweser zu tun. Da brauchte jede Person, die physischen Zugang haben wollte, ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis. Dessweiteren hat die Bundespolizei (Also ehemals BGS) das Torbewacht (Ja, also "echte" Polizeibeamte) und auf dem Werksgelände haben sich Boden-Luft-Abwehrsysteme der Bundeswehr befunden.
Jeder Computer war dort rein auf das Intranet beschränkt, du hast in dem Sinne keine direkte Kommunikation mit der Außenwelt. Email-Empfang war allerdings möglich, bevor du die bekommen hast, wurden aber Serverseitig alle Links, Bilder und Anhänge entfernt. Hattest du Anhänge erwartet, musstest du die explizit beim Admin anfordern mit "Darf-Schein". USB-Ports aller Rechner waren gesperrt. Entfeder physisch durch mit Schlüssel gesichertem Stopfen im Port oder schlicht Administrativ im Gerätemanager deaktiviert. Es gab nur bestimmte Terminalserver die nur von der eigenen IT ausgegebene USB-Sticks oder Laufwerke akzeptiert haben.
Wenn ein externer Lieferant irgendwas auf einem Stick mitgebracht hat, musstest du den bei der IT abgeben, die haben eine Heidenkasperei gemacht und dir das für 24 Std. auf ein temporär gemountetes Laufwerk gelegt.
Also nein, Du klickst da nichts irgendiowe irgendwo an und du steckst da auch keine fremden USB-Sticks ein.
Ich tippe eher darauf dass man da über eine gezielte Attacke auf einen Mitarbeiter oder bekannte Zulieferer gegangen ist. Oder es wurden die WAN-Strecken zwischen Außendienst und Zentrale angegriffen. So ein Sonar ist ein hochkomplexes System, die Inbetriebnahme und der Test/Kalibrierung erfolgt über Atlasspezialisten auf den Kriegsschiffen die, für diese Wartungsarbeiten, WAN-Zugriffe auf spezielle Datenaustauschbereiche haben (müssen)
Das Engineeringsystem, im dem die Waffen konkret geplant werden, ist praktisch eine Insel. Was das klassische ich klick auf alles Szenario eher sehr unwarscheinlich macht.