Das Aus für Veggi-Burger, EU-Parlament hat abgestimmt

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Man kann auch einfach beides essen, um den eigenen Fleischkonsum zu reduzieren. Sowas nennt man dann einen Kompromiss.
 
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Skaiy schrieb:
warum muss ich das als Linker betonen?
Weil es als Linker deine Pflicht ist, den Neolibs immer wieder vorzuhalten, wie aggressiv sie in den Markt eingreifen möchten, nur um IHR Produkt ein bisschen besser verkaufen zu können.

Den freien Markt zu verteidigen IST links ... denn was hier gerade diskutiert wird, ist ein Angriff auf die unternehmerische und kaufmännische Freheit, die man in der neoliberalen Ecke aber immer nur dann hochhält, wenn man durch eine Regelung Einbußen befürchtet.
EIne Marktentwicklung einfach zulassen? No Way ... das muss gelenkt werden ... wo kommen wir den da hin, wenn das plötzlich demokratisch oder gar individuell entschieden werden darf?

Wer einfach zu blöd ist, die gewümnschten Lebensmittel zu identifizieren, der braucht einfach Hilfe beim Einkaufen und nicht solche Regelungen, die lediglich sicherstellen, dass er so blöd bleiben darf.

Was ist eigentlich mit Allergikerhinweisen? Die sind ja auch nicht wirklich verkaufsfördernd. Da kann die EU bestimmt auch noch irgendwas zerpflügen, schließlich hält das auch jene ab, die sich unsicher sind, ob sie eine Erdnussallergie haben, obwohl ihnen die Spuren von Erdnüssen nicht schaden.
Am besten auch weg ... es darf NICHTS auf der Verpackung stehen, das irgendwen vom Kauf abhalten könnte.
Klingt krank? Ist es ja auch!
Die Zwangsumbenennung ist aber auch kein "gesünderer" Einfall, obwohl noch nie jemand gestorben ist, weil er statt Hackfleisch Soya-Granulat gegessen hat.

Wenn man glaubt, dass das die MJenschen vom versehentlichen kaufen veganer Produkte abhält, dann könnte man die Beschriftung "vegan/vegetariscxh" über den Regalen ja mit Gelbem Blinklicht und rot-weißem Flatterband dekorieren. Oder lieber gelb-schwarz mit der Aufschrift "crime scene"?
 
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Tomislav2007 schrieb:
Warum sollen 96-97% der Menschen wegen nur 3-4% Veganern ihre Einkaufsgewohnheiten ändern und/oder mehr Zeit für ihren Einkauf verplempern ?
Man muss kein Veganer sein, um bewusst vegetarisch, vegane Produkte anzusteuern. Ich kann mir recht Problemlos eine Beinscheibe in den Einkaufswegen legen für Ragu alla Bolognese am Wochenende und für die Alltagsstulle irgend ne vegtarische, vegane Wurst.
Wobei so 0815 Aufschnitt aus Tier oftmals wirklich mies ist und da die Alternativen ein mindestens brauchbarer, bis überlegener Ersatz sind.

Kaito Kariheddo schrieb:
Im wesentlichen von Milchsäure die beim "reifen" entsteht. Bakterien fressen sich fröhlich durch das Fleisch und ihre Ausscheidungen zersetzen langsam Fett und Protein.
Naja, komplexer ist es schon. Das Aufbrechen von Proteinen und Fetten setzt neben Milchsäure auch Aminosäuren, Esther etc. frei bzw. synthetisieren die Bakterien und Schimmel auch Neue, komplexe Verbindungen. Was dabei herauskommt hängt stark von der Basis ab und das mit pflanzlicher Basis anzunähern ist schwer bis unmöglich.
Es gibt aber gute Sachen und wie üblich im Massenmarkt auch viel Mist :/.

Keylan schrieb:
Eines der Kernprobleme mit dem global steigenden Fleischverbrauch ist auch die massiv angewachsenen Weltbevölkerung, die Konzentration dieser Bevölkerung auf immer dichtere Ballungsgebiete und die zunehmende Erschöpfung der benötigten Ressourcen.
Wobei die Konzentration auf Cluster eigentlich was Gutes ist, was den Ressourcenverbrauch und Flächenverbrauch angeht. Problematisch wird es halt, wenn die Cluster mit Fleich versorgt werden, wobei die Tiere mit Soja/Mais aus globaler Produktion versorgt werden, wie die lokalen Kapazitäten (eigener Kontinent) nicht ausreichen.

Tomislav2007 schrieb:
Dann sorgt dafür das es politisch in eurem Sinne umgesetzt und Fleisch verboten, reglementiert oder so teuer gemacht wird das es niemand mehr kaufen will.
Hat das hier irgendwer gefordert? Bei dem was mir im Gedächtnis geblieben ist, wird allenfalls erwähnt, dass der viele Fleichkonsum nicht gut ist, was als Begründung herhält niederschwellige Angebote für Alternativen zu machen. Die Verbotsschiene fährt hier doch keiner (außer dir).

Tomislav2007 schrieb:
Ich bin davon überzeugt das die Hersteller von veganen Produkten eingeplant haben das sich Menschen vertun und aus Versehen vegane Produkte kaufen.
Wer neue Produkte etablieren will, macht niederschwellige Angebote. Überraschung.
Und für "wir wollen dich verarschen" sind die Bezeichnungen und Label zu auffällig. Mir will nicht einleuchten, dass irgendwer ein Kfz steuern können will, aber die Wahrnehmung für die Auszeichnung nicht reichen soll.
Zudem, wäre das Ganze wirklich täuschend ausgelegt hätten Verbraucherschutzverbände und Hersteller von tierischen Produkten sehr viele Rechtswege gehabt in der EU. Insofern war die neue Regelung eigentlich kaum notwendig, wäre es fiese Kundenverarsche, hätte es bereits Handhabe gegeben.

xexex schrieb:
Wieso man ein Produkt vegane Wurst nenn muss, werde ich nie verstehen und bin klar für die Abschaffung solcher Bezeichnungen. Da lügen sich die Verfechter solcher Bezeichnungen doch letztlich selbst an, entweder ich esse Fleisch oder ich verzichte auf Fleisch und esse (mehr) Pflanzenprodukte, aber dann bitte in der Form wie es sie gibt und nicht künstlich auf Wurst oder Fleischgeschmack getrimmt.
Ich will weniger, bewusster Tier essen und nicht pseudoreligiösen Kreiswichs betrieben.

xexex schrieb:
Die Natur gibt so viel hervorragenden Geschmack her, da muss man sich nicht selbst anlügen, indem man irgendeine Grütze mit Chemie versetzt und es nach einem Fleischprodukt benennt. Entweder koche ich vegetarisch/vegan, stehe dazu und nenne es beim Namen oder nicht und greife halt zum Fleisch.
Die Chemie ist ausgeschildert und nicht wenig davon setzt bzw. synthetisiert der ambitionierte Hobbykoch auch in seiner Küche mit natürlichen Zutaten.

Tomislav2007 schrieb:
Das ist einfach nur Verkaufsförderung weil den Marketingabteilungen klar ist das sie nicht so viel davon verkaufen wenn es veganes Dingsda heißt.
Oh nein, ansprechende Produktpräsentation. Das sollten wir auf höchster Ebene verbieten. Ab jetzt nur noch hässliche Bezeichnungen, hässliche Wurst, hässliche Autos, hässliche Städte, hässliche Politik und vor allem hässliche Menschen!

Skaiy schrieb:
Warum lässt man die Unternehmen nicht das produzieren, worauf sie Lust haben
Das ist mir etwas zu wirtschaftsliberal. Die Geschichte lehrt, dass Unternehmen dann wirklich hemmungslos Profite über alles stellen. Bei so Dingern wie Kreide und Holzstaub im Brot hole ich dann doch meinen inneren Tomislav hervor.

DerOlf schrieb:
Was ist eigentlich mit Allergikerhinweisen? [...]
Am besten auch weg ... es darf NICHTS auf der Verpackung stehen, das irgendwen vom Kauf abhalten könnte.
Klingt krank? Ist es ja auch!
Dann musste aber Fleisch, Tiermilch etc. verkaufen, ohne dass es als Fleisch oder Tiermilch erkennbar ist, denn da gibt es Allergien..
https://de.wikipedia.org/wiki/Alpha-Gal-Syndrom
Egal, der Vorschlag ist so bescheuert, ich bin dafür! 😘
 
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Piktogramm schrieb:
Das ist mir etwas zu wirtschaftsliberal.
Ich weiß. So absolut meine ich das am Ende auch nicht. Es sollte nur klarmachen: Wenn ein Unternehmen vegetarische/vegane Fleischersatzprodukte herstellen will, dann soll es das auch tun, weil es völlig harmlos ist und niemand dadurch irgendeinen relevanten Nachteil hat.

Und am Ende bedient ein Unternehmen eh nur die Nachfrage, egal ob vegan oder nicht, und offensichtlich gibt es für oben genannte Produkte eine Nachfrage und die hat Gründe. Sei es weil man weniger Fleisch konsumieren möchte oder weil Veganer etwas essen wollen, was im besten Fall wie Fleisch schmeckt.

Ich hatte hier im Thread auch geschrieben, dass ich grundsätzlich ein Freund von Regulierungen bin, aber bitte mit Hand und Fuß und Sinn, dann hat so etwas auch einen echten Mehrwert, den ich hier nicht sehe.
 
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Erkekjetter schrieb:
Ach, die heissen dann nicht Burger obwohl du das grad getan hast?
Wie hier schon zu Anfang gesagt wurde, ist ein Burger auch für mich keine Verarbeitungsform von Fleisch sondern ein Gericht. Kann man sicherlich drüber diskutieren, aber ein Fleischpatty kann ein Bestandteil eines Burgers sein oder auch nicht, für mich definiert sich ein Burger nicht über den Fleischgehalt. Ein Schnitzel ist hingegen ein Schnitzel, Hackfleisch ist Hackfleisch und Milch ist Milch.

Skaiy schrieb:
Warum so diktatorisch? Warum lässt man die Unternehmen nicht das produzieren, worauf sie Lust haben und Menschen das Essen, worauf sie Hunger haben?
Können sie doch! Aber wieso willst du etwas vorgesetzt bekommen und kaufen was da nicht drin ist, die Bezeichnung es aber suggeriert? Soll ein Stück Fett mit Wasser und Chemikalien für dich in beliebiger Zusammensetzung Margarine heißen dürfen? Darf ein Stück undefiniertes irgendwas für dich als Lachs vermarktet werden?

Die Bezeichnungen für viele Produkte sind seit Jahren genau festgelegt und was tatsächlich drin sein muss. Etwas Haferkleie mit Wasser aufgelöst, darf sich deshalb zurecht auch nicht mehr "Milch" schimpfen, weil es mit dem Produkt nichts gemeinsam hat. Wieso soll man es bei veganen Produkten anders handhaben? Viele Firmen schaffen es scheinbar, ihre rein pflanzlichen Produkte sehr gut zu vermarkten als das was sie sind.

Ich bin durchaus für eine gesunde und vielfältige Ernährung, aber dann sollte man den Menschen beibringen wie gut rein pflanzliche Gerichte schmecken und zubereitet werden können. Es gibt viele Länder in denen Fleisch nur selten auf der Speisekarte steht. Jetzt den Angriff der Nahrungsindustrie zu unterstützen, die sich an "Ersatzprodukten" eine goldene Nase verdienen indem sie die Produkte unter falschen Namen vertreiben, ist kein Weg zu einer gesunden Ernährung.
Ergänzung ()

CCIBS schrieb:
Nicht der Burger wäre in dem Fall das Problem, sondern "Typ Hähnchen"
Ich kann nicht in die Köpfe der Politiker schauen, für mich wäre in diesem Fall "mit Hänchengeschmack" die richtigere Bezeichnung gewesen, aber an sich halte ich von so einem Produkt und seiner Bezeichnung wenig. Wieso die Geschichte nicht beim Namen nennen? Muss man solche Sachen als vegetarische Chicken Nuggets verunglimpfen?
1760050575891.png


Die Industrie lacht doch nur über die Kunden, die Analogkäse noch kürzlich als riesigen Skandal bezeichnet haben, aber heute falsche Bezeichnungen für Produkte verteidigen. Für die Industrie ist es eine Goldgrube, denn bei Fleischprodukten gibt es seit Jahren klare Vorgaben die regelmäßig ausgereizt werden um Kosten zu sparen, mit "Veggie" lässt sich hingegen alles unter falschen Namen teuer verkaufen, Hauptsache es schmeckt und sieht entfernt nach dem richtigen Produkt aus.

Wenn das Zeug aus Graupen besteht und nach Fleisch schmeckt, dann sind es Graupen mit Fleischgeschmack und kein "veganes Hackfleisch", so einfach ist das. Nur daran kann die Industrie kein Geld verdienen, es könnte ja jemand kommen und einfach Graupen kaufen, zum Bruchteil des Preises.
 
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Erkekjetter schrieb:
Was hier halt nur als Assoziation dient um den Kunden zu sagen, was er erwarten kann. Definitiv nicht, was drin ist. Es ist sprachlich ganz klar keine „Inhaltsbeschreibung“.
Ja. Ich weiß. Ich Persönlich habe damit auch kein Problem, auch wenn ich es als Nicer und Selbstbewusster Move empfunden hätte, wenn sie es von sich aus rausgenommen hätten. "Das Problem" bezog sich auf die Argumentation der "Pro Verbot Seite"

Erkekjetter schrieb:
Zumal der andere Verfechter des Verbots sich ja auch konkret an „Burger“ gerieben hat.
Gab es in dieser Diskussion auf jeden Fall, aber ich glaube (ich kann da auch nur spekulieren) @xexex ging es da wirklich nur um das Patty.
Erkekjetter schrieb:
Mir scheint, dass die Befürworter hier sich schon an dem Punkt nicht einig sind und somit nicht klar umrissen werden kann, was eigentlich weshalb verboten werden sollte.
Das jede Person, eine andere Priorität hat, weshalb etwas verboten werden sollte, ist eigentlich natürlich. Ich mache da keinen Vorwurf, dass da keine Einigkeit herrscht. Entscheidender ist, dass eigentlich kein Argument wirklich stark ist.

Getäuscht wird man höchstens einmal, da beim ersten mal probieren man sich dann entscheidet, ob man es erneut kauft oder nicht. Und das bei einem sehr geringen finanziellen Verlust. Sehr viele Youtube-Werbung vor den Videos, sind da eine 1000x größere Täuschung und betrug.

Außerdem greift jede Person mal daneben. Wie viele Menschen haben schon aus versehen zur Laktosefreien Mich gegriffen? Ich selbst könnte mich jetzt nicht bewusst daran erinnern und ich weiß jetzt auch nicht, ob es da einen Geschmacklichen unterschied gab.

Außerdem geht es doch wirklich nur um die Bezeichnung, oder? Selbst wenn eine Soja Bratwurst, nicht mehr Bratwurst heißen darf, wird sie noch immer so aussehen. Genauso wie bei dem
1760049297535.png

Allein durch das Bild, wird jeder wissen, was Imitiert werden soll. Da muss "Typ Hähnchen" gar nicht stehen.
Ich bin mir sicher, allein durch die Bilder, wie es also aussieht, werden die Menschen noch immer "Daneben greifen", oder "Sich täuschen lassen", denn selbst wenn es nicht mehr so heißt, werden die Menschen erkennen, was imitiert werden soll.

Mir wird gerade klar, wie schlecht durchdacht und inkonsequent das alles ist.

Und falls es jemand interessiert. Auch wenn ich mich hier sehr für das Vegane Essen ausspreche, und auch schon selbst bei dem einen oder anderen auf die Vegane alternative umgestiegen bin, bin ich trotzdem Meilen weit davon entfernt überhaupt nur ein Vegetarier zu sein.
 
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Habu schrieb:
Man kann auch einfach beides essen, um den eigenen Fleischkonsum zu reduzieren
So ist es. Machen wir schon lange, bewusst weniger Fleisch zu essen. Aber was bei uns gar nicht auf den Tisch kommt, sind eben die veganen Kunstprodukte, um die es hier geht.

Ich brauche keine "Veggie-Fleischküchle" aus der Retorte, wenn ich sowas essen will, mach ich das selbst, z.B. auf Linsenbasis oder mit Gemüse.
Deshalb habe ich auch noch nie verstanden, warum die Veggie-Industrie diese Bezeichnungen aus dem Fleischuniversum überhaupt benutzt. Warum Veggie-Wurst, oder Veggie-Schnitzel? Warum nimmt man die Diskussion jetzt nicht zum Anlass und sieht es als Chance, um für diese Produkte eigenständige Bezeichnungen zu finden, und im besten Fall zu etablieren? Irgendwann gibt's dann neben dem Wurstbrot, dem Leberkässemmel und der Frikadelle, das Geschebrot*, das Plantkasbrötchen** und das Veggobello***. Verwechslung ausgeschlossen.

*Gemüsescheibe, **Plant-based-Käs, ***sollte klar sein. Nur als Beispiel. Die Nahrungsmittelindustrie und deren Werbeagenturen sollten zu mehr in der Lage sein, als ein Veggie-Schnitzel zu erfinden.

Ein eingefleischter Vegetarier weiß selbst welche Produkte er kaufen kann, ebenso wie ein notorischer Fleischvertilger.
Manche machen halt eine Religion aus ihrer Ernährung, wollen die andere Seite bekehren, und nehmen das jetzt zum Anlass sich bestätigt zu fühlen, bzw. sich in ihrer Freiheit eingeschränkt zu sehen.
Die ganze Diskussion darüber ist daher quatsch in meinen Augen. Also nicht hier, sondern in der Politik.
 
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xexex schrieb:
Ein Schnitzel ist hingegen ein Schnitzel, Hackfleisch ist Hackfleisch und Milch ist Milch.
Na ja wie gesagt, es geht bei dem, was nun durch EU Parlament ging aber auch darum, das der vegane Burger nicht mehr Burger heissen darf.
Wie schmeckt eigentlich Scheuermilch so, wenn Milch Milch ist?

Du hast btw noch immer nicht den Unterschied zwischen Marken bzw Herkunftsmarken wie Champagner, Parmesan, Wiener Schnitzel etc und normalen allgemeinen bezeichnungen wie Käse, Burger, Wurst, Schnitzel verstanden.
CCIBS schrieb:
ging es da wirklich nur um das Patty.
Weiss ich. Aber der Initiatorin bzw incanus nicht. Da man offensichtlich nichtmalmin so grundlegenden Dingen sich einig ist, zeigt doch, wie unsinnig das ganze vorhaben ist.
 
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rasand79 schrieb:
Ich brauche keine "Veggie-Fleischküchle" aus der Retorte, wenn ich sowas essen will, mach ich das selbst, z.B. auf Linsenbasis oder mit Gemüse.
Es ist ok, wenn du gern alles selbst machen möchtest und selbstverständlich ist das meist auch gesünder. Dennoch ist das kein Argument, denn zum einen ist das eine Anekdote und zum anderen stellst du so sämtliche Convenience-Produkte infrage.

rasand79 schrieb:
Deshalb habe ich auch noch nie verstanden, warum die Veggie-Industrie diese Bezeichnungen aus dem Fleischuniversum überhaupt benutzt.
Es ist einfach sinnvoll, etwas nach der Funktion und in Bezug auf Lebensmittel dem (zumindest angedachten) Geschmack zu benennen. Und wenn Firmen andere Namen finden wollen, dann tun die das auch.

Aber im Thread konnte ich im Bullshit-Bingo ja schon wieder Kreuze bei "Warum Fleischalternativen, wenn ihr doch kein Fleisch mögt??!!!einself" und "Alles nur Chemie!!!" machen (nicht wegen dir). Das zeigt, dass die Leute sich mit dem Thema wenig auseinandergesetzt haben und teils nur Parolen raushauen, die sie durch Politik und Medien ständig verzerrt und ohne Einordnung wiedergekäut bekommen, wie es auch bei vielen anderen Themen ist, die Rechte und Konservative für sich reklamieren.

rasand79 schrieb:
Warum nimmt man die Diskussion jetzt nicht zum Anlass und sieht es als Chance, um für diese Produkte eigenständige Bezeichnungen zu finden, und im besten Fall zu etablieren?
Es geht hier um den EU-Beschluss. Da gibt es keine Diskussion, sondern es wird ein Problem konstruiert, welches keines ist. Andernfalls sollen sie gern Statistiken zu Fehlkäufen darlegen.
 
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rasand79 schrieb:
Warum Veggie-Wurst, oder Veggie-Schnitzel?
Ich find ja auch die Alternativen, die nicht irgendetwas imitieren wollen, deutlich besser. Aber meine Eltern verwenden sowas zum Beispiel gerne, weil sie dann direkt wissen, was sie damit alles kochen könnten und was sie so zu erwarten haben. Die werden nicht mehr ihre kompletten Gewohnheiten umstellen und setzen weiterhin auf Convenience. Soll sie es meinetwegen alles V Hack, V Chicken oder V Gyros nennen. Wer da durcheinanderkommt, ist einfach mental ein bisschen zu sehr herausgefordert für unsere Welt.
 
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xexex schrieb:
Ein Schnitzel ist hingegen ein Schnitzel, Hackfleisch ist Hackfleisch und Milch ist Milch.
Also schon beim Schnitzel ist Wiener Schnitzel, Schweineschnitzel, Jägerschnitzel nicht das Selbe. Schnitzel ist Schnitzel lasse ich daher nicht durchgehen. Auch bei der Milch. Da gibts was von Kuh, Ziege, Schaf und anderen Tieren und die Mandelmilch ist mindestens seit dem Mittelalter schriftlich dokumentiert.
Selbst nach dem Mauerfall waren die einfältigeren Gesellen des Ostens[1] nicht von Kokosmilch überfordert. Das war schon begreiflich, dass das aus dem Euter des Kokosbaums stammt.

[1] Nicht alle Ostler sind einfältig, aber die typischen Einfältigen jedweder Bevölkerung halt.

xexex schrieb:
Aber wieso willst du etwas vorgesetzt bekommen und kaufen was da nicht drin ist, die Bezeichnung es aber suggeriert?
Was wird denn bei veganer Wurst suggeriert? Das da Pflanzen in der Wurst sind?! Wäre in etwa das, was bei veganer Wurst selbst meine Großmutter erwartet und die ist altersbedingt nicht am Puls der Zeit.

xexex schrieb:
Darf ein Stück undefiniertes irgendwas für dich als Lachs vermarktet werden?
"Undefiniertes irgendwas" als Lachs bezeichnen ist nicht, auch nach altem Recht. Wenn man irgendwas als "vegetarischer Analog von Lachs" bezeichnet, muss man sich sich glaubhaft Mühe geben, das sich das Lachs annähert. Sonst wäre es schlicht Täuschung.
Bei Magarine ist es ein festgelegter Gattungsbegriff, da geht Panschen weniger. Es gibt aber mittlerweile auch Butterersatz (u.a. "nobutter"), als Annäherungsversuch an Butter.

xexex schrieb:
Die Bezeichnungen für viele Produkte sind seit Jahren genau festgelegt und was tatsächlich drin sein muss. Etwas Haferkleie mit Wasser aufgelöst, darf sich deshalb zurecht auch nicht mehr "Milch" schimpfen, weil es mit dem Produkt nichts gemeinsam hat. Wieso soll man es bei veganen Produkten anders handhaben? Viele Firmen schaffen es scheinbar, ihre rein pflanzlichen Produkte sehr gut zu vermarkten als das was sie sind.
Ich frage mich ja echt, ob irgendwer wirklich von Kokosmilch, Mandelmilch, Hafermilch, Scheuermilch überfordert war. Zudem es ja nach besagter pflanzlichen Milch, Dekaden bis Jahrhunderte ohne Regelung funktionierte.

xexex schrieb:
Ich bin durchaus für eine gesunde und vielfältige Ernährung, aber dann sollte man den Menschen beibringen wie gut rein pflanzliche Gerichte schmecken und zubereitet werden können. Es gibt viele Länder in denen Fleisch nur selten auf der Speisekarte steht. Jetzt den Angriff der Nahrungsindustrie zu unterstützen, die sich an "Ersatzprodukten" eine goldene Nase verdienen indem sie die Produkte unter falschen Namen vertreiben, ist kein Weg zu einer gesunden Ernährung.
Ja schlimm! Da sind Menschen daran gewöhnt sich rosarote Wurst aus zermatschtem Tier als Aufschnitt aufs Brot zu werfen, schlimm wenn da irgendwer versucht analoge Produkte auf Pflanzen herzustellen! Oder wenn wer Bolognese aus Hack zubereiten will, unglaublich scheiße, wenn es da pflanzlich basierte Alternativen gibt. SCHLIMM Untergang vom Abendland, was fällt den bösen geldgeilen Unternehmen an den gemeinwohlorientierten Großfleischern die Kunden abzugraben :freak:

xexex schrieb:
Ich kann nicht in die Köpfe der Politiker schauen, für mich wäre in diesem Fall "mit Hänchengeschmack" die richtigere Bezeichnung gewesen, aber an sich halte ich von so einem Produkt und seiner Bezeichnung wenig. Wieso die Geschichte nicht beim Namen nennen? Muss man solche Sachen als vegetarische Chicken Nuggets verunglimpfen?
Weil dein Vorschlag sprachlich sperriger Unfug ist? Du würdest ja auch blöde schauen, wenn ein Wiener Schnitzel als "Panierter Fleischlappen, Typ: Rinderkalb" heißen sollte.
Prägnante, kurze Bezeichnungen sind halt schon besser. "Vegane Chicken Nuggets" halt alles. Es soll ein Analog zu einem anderen Produkt sein, aber eben vegan.

xexex schrieb:
Die Industrie lacht doch nur über die Kunden, die Analogkäse noch kürzlich als riesigen Skandal bezeichnet haben, aber heute falsche Bezeichnungen für Produkte verteidigen.
Vergisst du da bewusst den problematischen Teil? Beim Analogköse der als Skandal hochkam, war es der Umstand, dass dieser als regulärer Käse deklariert war. Es fordert ja Niemand, das die eindeutige Deklaration wegfallen soll. Arg bescheuert ist halt, einem entsprechendem Analog die Bezeichnung Käse, Milch, etc. komplett zu verbieten.

xexex schrieb:
Für die Industrie ist es eine Goldgrube, denn bei Fleischprodukten gibt es seit Jahren klare Vorgaben die regelmäßig ausgereizt werden um Kosten zu sparen, mit "Veggie" lässt sich hingegen alles unter falschen Namen teuer verkaufen, Hauptsache es schmeckt und sieht entfernt nach dem richtigen Produkt aus.
Die Produzenten von Analogprodukten sind genauso im Lebensmittel-, Wettbewerbs- und Handelsrecht reglementiert. Unter falschem Namen durfte da bisher auch nichts verkauft werden. Analoge mussten als solche erkennbar sein. Man darf (noch?) die Analoge aber so bezeichnen, dass erkennbar ist zu was sie analog sind.

xexex schrieb:
Wenn das Zeug aus Graupen besteht und nach Fleisch schmeckt, dann sind es Graupen mit Fleischgeschmack und kein "veganes Hackfleisch", so einfach ist das. Nur daran kann die Industrie kein Geld verdienen, es könnte ja jemand kommen und einfach Graupen kaufen, zum Bruchteil des Preises.
Wenn im Rezept "Hackfleisch" steht, dann ist das gesuchte Analog halt veganes Hack und nicht Graupen.

rasand79 schrieb:
Ein eingefleischter Vegetarier weiß selbst welche Produkte er kaufen kann, ebenso wie ein notorischer Fleischvertilger.
Die realen Vegetarier, Veganer in meinem Umfeld sind eher am kotzen, da in viele Produkte oftmals Gelatine, Milchzucker etc. reingeschmissen wird. Die alltägliche Versorgung ist da echt nicht so einfach, wenn man es ernst nehmen will.
Wobei die notorischen Fleichvertilger, die sich vorm V auf der Backung erschecken wirklich absurd sind. Nöhlen die ihren Bäcker voll, dass der kein Tier im Brot verbaut? Sind das die Selben, die aufgrund von rechten Gruselgeschichten eine Versicherung wollen, dass kein Insektenmehl im Brot ist?

rasand79 schrieb:
Deshalb habe ich auch noch nie verstanden, warum die Veggie-Industrie diese Bezeichnungen aus dem Fleischuniversum überhaupt benutzt. Warum Veggie-Wurst, oder Veggie-Schnitzel?
Mensch will weniger Tier essen, mag aber Schnitzel. Also wird Angebot unterpreitet: Versuch von Schnitzel, ohne Tier. Wo ist das Verständnisproblem?
 
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Reglohln schrieb:
stellst du so sämtliche Convenience-Produkte infrage
Nein. Ich habe nichts gegen Fischstäbchen oder Röstis aus dem Kühlregal. Mich nervt eher, dass man zwanghaft versucht Fleisch zu immitieren, und dafür unmengen Chemie und hochverarbeitete Produkte zum Einsatz bringt. Als ob der Erbsenburger auch nur im Ansatz noch was mit Erbsen zu tun hätte. Deshalb habe ich den Begriff "Retorte" gewählt und "Veggie-Fleischküchle".
Reglohln schrieb:
dem (zumindest angedachten) Geschmack zu benennen.
Sehe ich komplett anders. Warum sollte Gemüse nach Fleisch schmecken sollen? Der angedachte Geschmack von Karotten und Linsen ist für mich Karotte und Linse, und nicht Frikadelle.
Ich verstehe natürlich, dass man damit Fleischesser zu vegetarischen Produkten verführen will. Die sind ja auch wesentlich teurer und die Marge ungleich höher, weil im Trend und augenscheinlich gesünder - was es definitiv nicht der Fall ist. Aber echte Vegetarier möchten eher nicht, dass ihr Gemüsebrätling nach gemischtem Hackfleisch schmeckt.
Reglohln schrieb:
Es geht hier um den EU-Beschluss.
Ich weiß.
Reglohln schrieb:
Da gibt es keine Diskussion
Das wurde gestern sogar bei der Tagesschau zur Diskussion gestellt. Warte mal die nächsten Polit-Sendungen im ÖR ab. Ich höre schon das nächste Thema bei Hart-Aber-Fair.
 
Tomislav2007 schrieb:
Hallo

Das ist einfach nur Verkaufsförderung weil den Marketingabteilungen klar ist das sie nicht so viel davon verkaufen wenn es veganes Dingsda heißt.

Grüße Tomi
Ja das ist egal, von welcher Abteilung das kommt. Ich als Verbraucher find es scheisse.
Ganz ehrlich, wer sich das Zeugs reinfeffert der tut es unabhängig davon ob da jetzt "Vegane Leberwurst" oder "veganer Brotaufstrich mit Leberwurstgeschmack" kauft.

Wenn die also bewusst den Begriff "Fleisch", "Wurst" etc. eben nur aus diesem Grund nutzen dann ist es schlichtweg Verbrauchertäuschung.
 
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Habu schrieb:
Wer da durcheinanderkommt, ist einfach mental ein bisschen zu sehr herausgefordert für unsere Welt.
Ja, der hat dann ganz andere Probleme ;)
Aber wie gesagt, ein bisschen mehr Kreativität in der Namensgebung würde hier nicht schaden.
Habu schrieb:
was sie damit alles kochen könnten und was sie so zu erwarten haben
Wenn man sich das Produkt ansieht, und es aussieht wie ne Bratwurst, erwartet man eigentlich genau das. Und umso höher ist vermutlich danach die Enttäuschung, wenn die V-Bratwurst nach allem schmeckt, nur nicht nach Bratwurst. Wenn diese sogar noch so benannt wird.
 
Erkekjetter schrieb:
Weiss ich. Aber der Initiatorin bzw incanus. Da man offensichtlich nichtmalmin so grundlegenden Dingen sich einig ist, zeigt doch, wie unsinnig das ganze vorhaben ist.
Im Gegenteil, gerade das zeigt doch, wie genau man mit Bezeichnungen sein muss, um Klarheit zu schaffen.
Reglohln schrieb:
Das zeigt, dass die Leute sich mit dem Thema wenig auseinandergesetzt haben und teils nur Parolen raushauen, die sie durch Politik und Medien ständig verzerrt und ohne Einordnung wiedergekäut bekommen, wie es auch bei vielen anderen Themen ist, die Rechte und Konservative für sich reklamieren.
Du merkst es wirklich nicht, wie auch hier im Thread ständig Parolen und Kampfbegriffe von beiden Seiten genutzt werden und schlägst daher nur auf die eine, von Dir diesmal abgewandte Seite ein. Tausche einfach ‚Rechte‘ bzw. ‚Konservative‘ gegen ‚Linke‘ bzw. ‚Grüne‘, lies Dir den Satz durch und überlege in welchem Zusammenhang Du ihn genau so lesen könntest.

Es sollte hier doch nicht um Ideologien gehen, sondern einfach um die Wahrnehmung von Produkten. Wenn der eine damit fein ist auch ein flaches Stück Tofu als Schnitzel anzusehen, der andere aber Fleisch bei dieser Bezeichnung erwartet, dann muss ich keinem von beiden die Fähigkeit absprechen ein Fahrzeug zu führen.

Ich halte solche immer wiederkehrenden Dinge für arrogant und anmaßend, sie tragen jedenfalls nicht dazu bei, dass eine sachliche Diskussion entstehen könnte.
 
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Tici schrieb:
"veganer Brotaufstrich mit Leberwurstgeschmack"
Da ich auf Wurstaufstrich und Aufschnitt weitestgehend verzichte, habe kürzlich endlich vegetarische Brotaufstriche entdeckt, die mir super lecker schmecken.
Namentlich: "gegrillter Paprika", "Spinat mit Pinienkernen", "Tomate Chili", etc.
Eindeutig. Man weiß was man bekommt. Leberwurstgeschmack oder Mett-Imitat gibt es von dieser Firma nicht. So geht's auch.
 
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rasand79 schrieb:
Nein. Ich habe nichts gegen Fischstäbchen oder Röstis aus dem Kühlregal. Mich nervt eher, dass man zwanghaft versucht Fleisch zu immitieren, und dafür unmengen Chemie und hochverarbeitete Produkte zum Einsatz bringt. Als ob der Erbsenburger auch nur im Ansatz noch was mit Erbsen zu tun hätte. Deshalb habe ich den Begriff "Retorte" gewählt und "Veggie-Fleischküchle".
Ja klar wird versucht Fleisch zu imitieren, das schmeckt halt Vielen und es scheint ausreichend viele Personen zu geben, die den Geschmack halbwegs getroffen haben aber kein Tier futtern wollen.
Und Unmengen Chemie, jedwedes biologische Produkt ist voller Chemie. Chemie ist an sich nichts Schlechtes, physikalische, chemische Prozesse machen dein und alles Andere Leben aus. Die Kritik wäre wesentlich fundierter, wenn da konkrete chemische Verbindungen genannt werden, die irgendwo verwendet werden, die nachweislich schlecht sind. Genauso bei "hochverarbeitet", was ist da bitte die Definition, die bei jedwedem anderen verarbeitem Lebensmittel nicht auch kreift inkl. dem selbst gekochtem Eintops aus Biozutaten?!

rasand79 schrieb:
Sehe ich komplett anders. Warum sollte Gemüse nach Fleisch schmecken sollen?
Mensch will weniger Tier, Mensch will Geschmack von Fleisch. Also wolle Mensch Produkt ohne Tier, welches schmecken nach Fleisch.

rasand79 schrieb:
Ich verstehe natürlich, dass man damit Fleischesser zu vegetarischen Produkten verführen will.
Wer kennt es nicht, das rattenscharfe V-Schnitzel, welches in feinmaschiger Unterwäsche den armen Fleischfressern vier Meter vor der Fleischtheke auflauert. Verführerisch blinzelt es Jedem und jeder zu, das geile Stück, verführerischer als jedes Masthähnchen je sein könnte!
 
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rasand79 schrieb:
Mich nervt eher, dass man zwanghaft versucht Fleisch zu immitieren, und dafür unmengen Chemie und hochverarbeitete Produkte zum Einsatz bringt.
Soll ja nach Möglichkeit wie das "Original" sein, immerhin sparen sie sich den Medikamentencocktail.

Incanus schrieb:
Wenn der eine damit fein ist auch ein flaches Stück Tofu als Schnitzel anzusehen, der andere aber Fleisch bei dieser Bezeichnung erwartet, dann muss ich keinem von beiden die Fähigkeit absprechen ein Fahrzeug zu führen.
Wer bei den klar deklarierten und räumlich abgetrennten Alternativen ein Stück Fleisch erwartet, würde ich sogar die Fähigkeit absprechen, sich die Schuhe richtig zu zubinden. :D

rasand79 schrieb:
Wenn man sich das Produkt ansieht, und es aussieht wie ne Bratwurst, erwartet man eigentlich genau das.
Hab ich noch nie probiert, aber die vegane Currywurst um die Ecke bei mir läuft wohl richtig gut. Mir wäre es aber auch lieber, wenn es mehr Produkte geben würde, die einfach gesund und lecker sein wollen, so ganz ohne irgendwelche Vorbilder. Aber der Mensch ist eben ein Gewohnheitstier.
 
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Incanus schrieb:
Ihr seid euch entweder nicht einig, was ein Burger ist oder vielmehr, man weiß es gar nicht und diskutiert somit über ein Thema, dessen Grundlagen man nicht kennt. Genauso wirkt das ihr auch im verzweifelten Versuch, diesen abstrus korrupten Lobbyvorschlag zu verteidigen, bei dem es so offensichtlich ist, das es nicht um Verbraucherschutz sondern Wirtschaftsschutz geht. Wenn du wirklich diskutieren willst, könntest du auf die Rede von Zoe Mayer eingehen und auf ihre Punkte, die sie dort so nennt und darlegen, warum so ein Verbot im Bereich der veganen/vegetarischen Produkte Sinnhaft ist, keine bewusst eingeführte Benachteiligung der alternativen Produkte und Schutz der vor allem Fischwirtschaft darstellt und wieso es im Sinne des Verbraucherschutzes nicht erheblich wichtiger Sachen gäbe, die jedoch nicht angegangen werden, weil das wieder die Fleischlobby nicht will?

Das wäre endlich mal etwas inhaltliches von deiner Position. Statt deine Opferrolle zu frönen und so zu tun, als wärest du weder die eine noch die andere Seite, die ja sowieso alle das selbe machen würden. ebenso merkst du nicht, wie sehr du einen massiv Ideologie getriebenen Voreschlag verteidigst und spiegelst stattdessen dein eigenes Verhalten auf dein Gegenüber.

rasand79 schrieb:
Man weiß was man bekommt. Leberwurstgeschmack oder Mett-Imitat gibt es von dieser Firma nicht. So geht's auch.
Die heißen nicht so, weil die Firma ganz andere, seit Ewigkeiten bestehende Produkte anbietet und eben KEIN Alternativprodukt? Brotaufstriche wie von dir genannt sind doch nicht erst seit fleischlosen Alternativprodukten auf dem Markt sondern existieren seit Ewigkeiten und haben mit dieser Entwicklung so überhaupt gar nichts zu tun. Humusbrotaufstriche verschiedenster Geschmacksrichtungen als Beispiel gibt es seit Menschengedenken...

PS: Auch an dieser Stelle sei angemerkt: Soviel Chemie ist in veganen Fleischalternativen gar nicht drin. Das ist halt, wie so oft eine Mär, die auf mangelndem WIssen basiert. Wenn man Fleisch "herstellen" würde und nach dem Gesetz daher jeden Bestandteil des Fleisches einzeln nennen müsste, wäre es noch immer genau das selbe, die Leute würden es aber Chemie nennen. Kollagen als Beispiel ist exakt so in jedem Stück FLeisch. Stehts einzeln drauf, wie es bei den Alternativprodukten Gesetzesbedingt vorgeschrieben ist, ists Chemie, im Fleisch, wo es ebenso drin ist, aber nicht seperat als Inhaltsstoff deklariert werden muss, ists Chemie. Für die MAsse ist jeder E Stoff Chemie. Dabei hat jede noch so natürlicher Stoff, der in der Lebensmittelindustrie zum Einsatz kommt, eine E Nummer. Das ist nämlich nichts anderes als eine Katalognummer aus dem Register... https://de.wikipedia.org/wiki/E-Nummer

Das Problem bei Lebensmittel und was daran Chemie ist oder nicht, ist zu 99% basierend auf Unwissenheit. Die Wahrheit ist, die meisten kennen weder die E Nummern noch was diese angeben und die meisten Begriffe auf den Verpackungen kennen die Leute ebenso wenig und können nicht im geringsten zwischen synthetisch und natürlich unterscheiden. Merkt man immer daran, dass dann mit "Chemie" argumentiert wird..... Denn ALLES, egal ob synthetisch oder natürlich ist chemisch....
 
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Hallo

Piktogramm schrieb:
Wer neue Produkte etablieren will, macht niederschwellige Angebote. Überraschung.
Piktogramm schrieb:
Oh nein, ansprechende Produktpräsentation.
Das ist alles in Ordnung, es ist aber nicht in Ordnung den (Bei) Namen eines anderen Produktes zu benutzen/kopieren.

Tici schrieb:
Wenn die also bewusst den Begriff "Fleisch", "Wurst" etc. eben nur aus diesem Grund nutzen dann ist es schlichtweg Verbrauchertäuschung.
Evtl. bis wahrscheinlich hat das EU Parlament deswegen so entschieden.

Grüße Tomi
 
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