Das Aus für Veggi-Burger, EU-Parlament hat abgestimmt

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Kassenwart schrieb:
Ich habe damals eine vegane Leberwurst gekauft weil ich als Kind halt gerne Leberwurst gegessen habe und probieren wollte ob es an den Geschmack herankommt.
Und ist es das? Ernstgemeinte Frage. Hat dich das Ersatzprodukt überzeugt, zukünftig auf Leberwurst zu verzichten?
 
Lies richtig lieber Incanus! Hoch verarbeitete Lebensmittel KÖNNEN auch ungesunde sein, Chips und CO fallen auch darunter. Aber nicht alles, was der Definition nach darunter fällt ist eben auch ungesund. Es hat einen Grund, warum abseits der Überschrift die Lebensmittel dann auch exakt benannt sind, die dort gemeint sind. Wenn ich Frosta TK esse (Beispiel), komme ich nicht gesunder weg, als wenn ich das selbe daheim koche. Ess ich natürlich nur TK Pizza, Chips und trinke Cola, dann sieht das anders aus.

Um das differenzieren zu können, würde aber eben entsprechendes Wissen voraussetzen. Grundlegend eben was die NOVA Klassifikation ist... Das fängt unter anderem damit an, das es den Begriff hochverarbeitet gar nicht definiert gibt. Man also nie weiß, was so Quellen wie deine eigentlich meinen, solange sie keine Beispiele exakt benennen.
 
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rasand79 schrieb:
das widerspricht sich meiner Meinung nach.
Dann ist deine Meinung nicht korrekt.

Wenn ich mich ausgewogen ernähre, mir aber am Wochenende abends mal eine TK-Salamipizza in den Ofen schiebe, ernähre ich mich dann auf einmal insgesamt unausgewogen? Ersetze die Pizza gerne mit einer veganen Alternative.

Nicht was ich esse ist primär für eine ausgewogene Ernährung wichtig, sondern wie viel davon.

Man kann sich ausgewogen ernähren und trotzdem 1x im Monat nach McDonald's gehen.

rasand79 schrieb:
Für einen Vegetarier, Fleischgeschmack zu immitieren erscheint mir einfach unsinnig.
Richtig, dir persönlich. Es gibt aber zahlreiche Menschen, die (mal) auf Fleisch verzichten wollen und trotzdem den Fleischgeschmack haben wollen.

Und das ist völlig legitim. Noch einmal: Man wird nicht primär zum Vegetarier/Veganer, weil man den Geschmack vom Fleisch nicht mag.

Guess what: Man wird nicht als Vegetarier/Veganer geboren und fast alle von denen haben vorher Fleisch gegessen und gemocht.
 
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Piktogramm schrieb:
Also schon beim Schnitzel ist Wiener Schnitzel, Schweineschnitzel, Jägerschnitzel nicht das Selbe. Schnitzel ist Schnitzel lasse ich daher nicht durchgehen.
Alles klar definiert, ich zitiere einfach ein Stück Wikipedia.
Schnitzel sind dünn geschnittene Fleischstücke, bei denen der ursprünglich vorhandene Knochen ausgelöst worden ist.
"Wiener Schnitzel" hat die Besonderheit noch ein genau definiertes Gericht zu sein und darf nur noch als "Schnitzel nach Wiener Art" bezeichnet werden, wenn es nicht als Kalbfleisch ist. Stelle dir vor wie groß der Aufschrei wäre, wenn plattgedrückte Separatorenfleischpampe als "Schnitzel" vermarktet werden würde, aber als "Veggi Schnitzel" geht plötzlich alles was im entferntesten nach einem panierten Schnitzel ausschaut?

Wir haben seit Jahrzehnten klare Regeln in der Lebensmittelverordnung, weshalb Produkte wie Krebsfleischersatz auch nur so genannt werden dürfen. Etwas was aus Fischeiweiß gebaut wurde und nach Krebsfleisch schmecken mag, ist alles nur kein Krebsfleisch.
 
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@Kassenwart

Kann ich nur bestätigen. Seitdem ich die Pomersche Veggy Leberwurst entdeckt habe, habe ich keine Fleischhaltige Leberwurst mehr gekauft. Finde die schlichtweg besser.
rasand79 schrieb:
Für einen Vegetarier, Fleischgeschmack zu immitieren erscheint mir einfach unsinnig.
Nein, ist es nicht. Ich mag gerne Fleisch. Warum auf den Geschmack verzichten weil ich meinen Konsum reduzieren möchte? Es macht es schlichtweg einfacher. Ich kann immernoch mit meiner Frau Gyrospita essen, immernoch ein Schnitzel in die Pfanne hauen und immernoch schön Würstchen und Steaks auf den Grill werfen.

Nur halt in vegetarisch. Unsere Essgewohnheit ändert sich dadurch quasi nicht, aber wir können auf Fleisch verzichten (Sie seit nun 14 Jahren, ich esse weiter Fleisch, störe mich aber null daran auch mal darauf zu verzichten bzw. auch teilweise Produkte wie bei der Leberwurst durch geschmacklich bessere zu ersetzen)
 
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knoxxi schrieb:
*sofern nicht Viruel indiziert
* (was Erkältungen, also grippale Infekte, dummerweise notorisch sind) :mussweg:
 
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Erkekjetter schrieb:
Und wenn man sich jetzt nochmal einliest, wo das Wort Schnitzel herkommt...
Ich suche sehr gerne Pilze. Parasolpilze werden fast immer als Schnitzel zubereitet. Da beschwert sich auch keiner über den Namen...
 
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Schnitzel leitet sich halt auch von Schnitz als kleines Stück von etwas ab. Deswegen gibt es auch heute noch das Holzschnitzel/Holzhackschnitzel. Hier müssten doch jetzt einige völlig ausrasten. Hack und Schnitzel zusammen in Kombination missbraucht um etwas zu bezeichnen was weder Hackfleisch noch ein Schnitzel ist. XD

Schnitzel bezeichnet also eindeutig NICHT aus was etwas ist sondern eine körperliche Eigenschaft. Nämlich ein kleines Stück von etwas größerem. Oder etwas anders ausgedrückt, etwas was von etwas größerem weggeschnitzt wurde...
 
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Erkekjetter schrieb:
Lies richtig lieber Incanus! Hoch verarbeitete Lebensmittel KÖNNEN auch ungesunde sein, Chips und CO fallen auch darunter.
Habe ich und natürlich fallen Chips und Co auch darunter, weiß also nicht worauf Du hinaus möchtest.
Der Punkt ist doch, dass man Fleischersatzprodukte meist nur in hochverarbeiteter Form bekommt, weil sie sonst sich eben nicht wie Fleisch anfühlen oder schmecken, während man ein Burgerpatty aus Rindfleisch pur hernehmen kann.
Ergänzung ()

Erkekjetter schrieb:
Hier müssten doch jetzt einige völlig ausrasten.
Stimmt, ich raste gerade aus, weil ich im Holzhandel eigentlich meine Abendbrotzutaten kaufen wollte.
 
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Incanus schrieb:
Der Punkt ist doch, dass man Fleischersatzprodukte meist nur in hochverarbeiteter Form bekommt,
Ich habs verständlich dargelegt. Wenn du es nicht verstehen willst, muss ich nicht nochmal meine Zeit an dir verschwenden. Wie beim Schnitzel verkennst du aktiv den Kern des Arguments.
 
xexex schrieb:
Alles klar definiert,
Milch auch. Eine offizielle Definition laut Duden ist:

milchiger Saft bestimmter Pflanzen
Quelle: https://www.duden.de/rechtschreibung/Milch

Wenn wir Definitionen nehmen, müsste Sojamilch vollkommen in Ordnung sein. Ist es aber nicht.

Also ist das nur eine Einbahnstraße, wie man jetzt Produkte nennen darf?

Die Lobby und ihre gehörigen Politiker haben den Begriff Milch lediglich für tierische Erzeugnisse vereinnahmt.
 
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Incanus schrieb:
Stimmt, ich raste gerade aus, weil ich im Holzhandel eigentlich meine Abendbrotzutaten kaufen wollte.
Sagt derjenige der Angst hatte dass ihm in der Fleischtheke das Veggy-Schnitzel untergejubelt wird...
 
Wobei ich zugeben muß, daß es Begriffe gibt, die mir dann doch ein wenig gegen den Strich gehen...

'Vegetarische Chicken Nuggets' - hätte hier nicht einfach 'vegetarische Nuggets' völlig ausgereicht?

'Veganes Hackfleisch' - wenn schon die Kurzform 'Hack' einigermaßen etabliert ist, wieso noch diese Bezeichnung?
 
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Skaiy schrieb:
Wenn wir Definitionen nehmen, müsste Sojamilch vollkommen in Ordnung sein. Ist es aber nicht.
Nicht nur das, es müsste verboten sein, tierische Produkte Milch zu nennen. Also das genaue Gegenteil, was aktuell Ideologie getrieben passiert. Also wenn man unterstellt, dass die Definition in Wikipedia der Weisheit letzter Schluss ist....
 
Araska schrieb:
'Vegetarische Chicken Nuggets' - hätte hier nicht einfach 'vegetarische Nuggets' völlig ausgereicht?
Nee, "Chicken" beschreibt ja den Geschmack. Es gibt ja nicht nur Fleischnuggets, sondern auch Gemüse- oder Fischnuggets.

Wenn auf der Packung nur vegetarische Nuggets stehen würde, wüsste ich nicht, um was es sich handelt und müsste mir extra die Zutatenliste anschauen.
 
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Erkekjetter schrieb:
Stichwort Sellerieschnitzel.
Grundsätzlich ein Problem der deutschen Sprache, wenn man Gerichtbezeichnungen und tatsächlichen Inhalt in einen Topf wirft, deshalb bemühe ich mich auch möglichst einen "Wiener Schnitzel" serviert zu bekommen. Da gebe ich dir absolut Recht, genau gesehen dürfte auch ein Putenschnitzel nicht so verkauft werden. Bei anderen Sachen ist die Geschichte einfacher, bei Hackfleisch brauchen wir glaube ich nicht weiter zu diskutieren, bei Wurst eigentlich ebenso wenig. Während Lebensmittelprüfer seit Jahrzehnten penibel kontrollieren ob sich in dem Zeug nur das befindet was da rein gehört, hat man ihnen bei "Veggi" der Industrie einen Freischein ausgestellt.

Für mich gehört bei sowas immer ein "-ersatz" Zusatz dazu, so wie man es schon seit Jahrzehnten benutzt hat. Da kann dann von mir aus jegliche Pampe unter dem Namen vermarktet werden und es ist klar nicht als das eigentliche Produkt deklariert, aber auch darüber kann man sich streiten.
 
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Erkekjetter schrieb:
Wie beim Schnitzel verkennst du aktiv den Kern des Arguments.
Dann hast Du ihn wohl nicht verständlich genug dargelegt, So wie ich weil Du das Argument selbst gemacht gegenüber (industriell) hochverarbeitet auch nicht verstehst.
Skaiy schrieb:
Nee, "Chicken" beschreibt ja den Geschmack.
Jetzt wird es völlig absurd. Wenn da 'Chicken' steht, aber kein Hühnchen/Hähnchen drin ist sind wir doch gerade an dem Punkt, um den es hier geht.
 
Kassenwart schrieb:
Ich habe seit dem keine "echte" Leberwurst mehr gekauft.
finde ich gut. Ich hab leider noch kein Ersatzprodukt gefunden, welches mich überzeugt hat.

LikeHike schrieb:
ein Schnitzel in die Pfanne hauen und immernoch schön Würstchen und Steaks auf den Grill werfen.
finde ich auch gut, wenn das für dich eine Alternative zu Fleisch darstellt. Ich hab diese für mich noch nicht gefunden.

Allerdings ging es ursprünglich um die Bezeichnungen. Nicht um den Geschmack, über den sich bekanntlich nicht streiten lässt. Außer hier natürlich ;)


Skaiy schrieb:
Dann ist deine Meinung nicht korrekt.
na dann. Jetzt bin ich überzeugt.
Skaiy schrieb:
Nicht was ich esse ist primär für eine ausgewogene Ernährung wichtig, sondern wie viel davon.
Ne, ernsthaft. Ich meide solche Produkte soweit es geht. Ist vielleicht auch eine Art Ideologie, ich spreche mich davon nicht frei. Ich kenne viele Leute, die sich quasi ausschließlich von Fertiggerichten ernähren, egal ob mit oder ohne Fleich, und sich überhaupt keine Gedanken darüber machen, was da überhaupt drin ist, oder sich darauf berufen, dass wenn es giftig wäre, es ja nicht als Lebensmittel verkauft werden dürfte. Was nunmal nicht stimmt, siehe Zucker als prominentes Beispiel. Aber das ist ne andere Baustelle die ich eigentlich nicht aufmachen will.
Aber ich gebe dir grundsätzlich recht, auf die Mischung kommt es an.
 
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