eddiexy schrieb:
Ich finde es zwar auch dreist mit der Limitierung, aber wenn einem das Game gefällt, dann kann man es trotzdem kaufen...
Das mit den Limitierungen haben sich die User, oder besser gesagt, die Raubkopierer selbst zuzuschreiben!
Sry, dieser Argumentation kann man aus meiner Sicht nun mal gar nicht folgen:
Das heißt nämlich übersetzt: Wenn in der Gesellschaft die Mord-Rate steigt ist es iO, wenn man einfach mal alle inhaftiert, das haben sich dann die Mörder selbst zuzuschreiben...

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Fakt ist: Die Raubkopiererei ist zwar in der Tat ein großes Problem, dieses darf aber keinesfalls auf die ehrlichen User abgewälzt werden. Zumal es durchaus sinnvolle Gegenmaßnahmen gibt. So könnte man zB das ohnehin verschwendete in Kopierschutzmaßnahmen investierte Geld zur Preissenkung der Produkte verwenden, was den Anreiz für Raubkopien an sich bereits senkt. Zudem ist es sinnvoll, legal erworbene Software durch Updates und kostenlos angebotene Erweiterungen zu belohnen.
Die derzeitige Regelung spielt Raubkopierern aus meiner Sicht eher noch in die Hände, was ich schade finde.
Darüber hinaus ist es mehr als nur fraglich, ob derartige Limitierungen überhaupt legal sind (und Achtung: das es sie gibt ist noch lange kein Beweis für ihre Legalität). Ich persönlich gehe sogar davon aus, dass dies gerade NICHT der Fall ist, wenn man sich die europarechtlichen Verbraucherschutzbestimmungen anschaut. Ein Beispiel: Habe ich ein (nicht so schnell zu beseitigendes) Problem mit meinem Rechner, das mich in gewissen Zeitabständen zur Neuinstallation des ganzen Rechners zwingt, ist mein teuer erworbenes Spiel ganz schnell mal eben unbrauchbar. Das darf es aber nicht sein, da ich mit dem Kauf die Nutzungsrechte erworben habe.
Überdies ist es auch fraglich, ob die Hersteller das Recht haben (und dieses Ziel wird hier ganz klar verfolgt), das private Verleihen von legal erworbener Software zu unterbinden. Ich meine, sie haben dieses Recht nicht, was bedeutet, dass sie ebenfalls kein Recht dahingehend besitzen, diesen (legalen) Verleih zu limitieren.
Es wird sicherlich eine ganze Weile lang dauern, aber ich setze meine ganze Hoffnung in das europäische Recht, das bereits in der Vergangenheit mehrfach seinen Hang zum Verbraucherschutz unter Beweis gestellt hat.
Bis dahin ist es Sache des Kunden, den Konzernen durch ihr eigenes Kaufverhalten eine klare Linie zu zeigen.
Klar, ich würde auch gerne FC2 zocken, gar keine Frage, aber es erscheint mir weit wichtiger, für seine Überzeugungen einzustehen und auch Unannehmlichkeiten dafür in Kauf zu nehmen. Und das bedeutet halt Boykott.
MfG,
Dominion1.