Adam_Smith
Lt. Commander
- Registriert
- Aug. 2007
- Beiträge
- 1.548
Anmerkung: Dieser Thread wurde aus thematischen Gründen hieraus abgespalten: https://www.computerbase.de/forum/threads/eurowahl-2009-was-habt-ihr-gewaehlt.596177/
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Ein wesentlicher Punkt des "Wahlprogramms" der Piratenpartei ist die Legalisierung der Privatkopie. Auf Bundesebene dann noch der Kampf gegen den Überwachungsstaat, was ja mit dem "Stasi 2.0" Logo gleich on Top der verlinkten Seite plakativ demonstriert wird.
Beide Dinge machen nicht einmal einen Prozent der Aufgaben und Entscheiungstiefe der jeweiligen Parlamente aus. All die anderen wichtigen Punkte spricht die Piratenpartei nicht einmal an. Daher schneidet sie bei den Wahl-O-maten so schlecht ab. Warum sollte man auch allen ernstes eine Partei wählen die zu den wirklich wichtigen Themen des politischen Alltags keine Meinung hat?!
Und zum politischen Tiefgang der Partei:
http://www.piratenpartei.de/navigation/politik/urheberrecht-und-nicht-kommerzielle-vervielfaeltigung
Wer dies, unter Kenntnis der heutigen Rechtssprechung, durchliest, der muss einfach nur lachen.
1.) Ein gesetzliches Verbot von Kopierschutzmechanismen ist de Facto mit der Verfassung unseres Landes nicht vereinbar. Dem Schaffer eines Werkes steht das voll umfängliche Recht zu sein Werk zu gestalten, was eben auch Kopierschutzmechanismen beinhaltet.
2.) Die Anfertigung einer Privatkopie ist bereits heute in vollem Umfang legal sofern die Quelle von der die Kopie bezogen wird eine legale Quelle ist.
3.) Die grundlegende Rechtssprechung des Bundesverfassungsgerichtes zum Thema Urheberrecht beinhaltet die grundsätzliche Gleichsetzung aller Träger von medialen und informativen Inhalten. (Buch, Tonträger, Datenträger, ...)
Aufgrund der technischen Unterschiede der einzelnen Medien können sie in der Ausdetaillierung der Gesetze nicht exakt gleich behandelt werden.
Die Frage die man sich als informierter Wähler an dieser Stelle stellen muss ist doch, was für ein Haufen da hinter dieser Partei steckt. Der Tiefgang ist gleich null und ein Wahlprogramm welches weder das Verfassungsrecht noch die geltende Rechtssprechung berücksichtigt ist für mich nicht das Papier wert auf dem es steht.
Insofern kann ich gut nachvollziehen warum viele Menschen Probleme damit haben nachzuvollziehen was die Piratenpartei überhaupt (sein) will.
Für mich ist es eine Partei die aus der Wut auf die bösen Urheber und den Hass auf einen gewissen Wolfgang Schäuble heraus entstanden ist. Mehr Tiefgang erkenne ich leider nicht ...
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Ein wesentlicher Punkt des "Wahlprogramms" der Piratenpartei ist die Legalisierung der Privatkopie. Auf Bundesebene dann noch der Kampf gegen den Überwachungsstaat, was ja mit dem "Stasi 2.0" Logo gleich on Top der verlinkten Seite plakativ demonstriert wird.
Beide Dinge machen nicht einmal einen Prozent der Aufgaben und Entscheiungstiefe der jeweiligen Parlamente aus. All die anderen wichtigen Punkte spricht die Piratenpartei nicht einmal an. Daher schneidet sie bei den Wahl-O-maten so schlecht ab. Warum sollte man auch allen ernstes eine Partei wählen die zu den wirklich wichtigen Themen des politischen Alltags keine Meinung hat?!
Und zum politischen Tiefgang der Partei:
http://www.piratenpartei.de/navigation/politik/urheberrecht-und-nicht-kommerzielle-vervielfaeltigung
Wer dies, unter Kenntnis der heutigen Rechtssprechung, durchliest, der muss einfach nur lachen.
1.) Ein gesetzliches Verbot von Kopierschutzmechanismen ist de Facto mit der Verfassung unseres Landes nicht vereinbar. Dem Schaffer eines Werkes steht das voll umfängliche Recht zu sein Werk zu gestalten, was eben auch Kopierschutzmechanismen beinhaltet.
2.) Die Anfertigung einer Privatkopie ist bereits heute in vollem Umfang legal sofern die Quelle von der die Kopie bezogen wird eine legale Quelle ist.
3.) Die grundlegende Rechtssprechung des Bundesverfassungsgerichtes zum Thema Urheberrecht beinhaltet die grundsätzliche Gleichsetzung aller Träger von medialen und informativen Inhalten. (Buch, Tonträger, Datenträger, ...)
Aufgrund der technischen Unterschiede der einzelnen Medien können sie in der Ausdetaillierung der Gesetze nicht exakt gleich behandelt werden.
Die Frage die man sich als informierter Wähler an dieser Stelle stellen muss ist doch, was für ein Haufen da hinter dieser Partei steckt. Der Tiefgang ist gleich null und ein Wahlprogramm welches weder das Verfassungsrecht noch die geltende Rechtssprechung berücksichtigt ist für mich nicht das Papier wert auf dem es steht.
Insofern kann ich gut nachvollziehen warum viele Menschen Probleme damit haben nachzuvollziehen was die Piratenpartei überhaupt (sein) will.
Für mich ist es eine Partei die aus der Wut auf die bösen Urheber und den Hass auf einen gewissen Wolfgang Schäuble heraus entstanden ist. Mehr Tiefgang erkenne ich leider nicht ...
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