Dateien von Windows zu Ubuntu rüberholen

Lehe

Cadet 3rd Year
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63
Hi Community,
Ich habe mir gestern parallel zu Windows 7 Ubuntu 11.04 installiert. Das ganze mit "Wubi", das keine Extra Partition angelegt hat, sondern das Linux dann in einem Programmordner untergebracht hat.
Jetzt möchte ich aber auch einige Programme vom Windows rüberholen bzw. kopieren, da ich sie in beiden Betriebssystemen verwenden will. Neben einigen Spielen wäre das vor allem beim Kaspersky wichtig.
Kann mir da jemand weiterhelfen?
Leander
 
Ich denke das wird so nicht funzen, du musst sicher unter Linux jedes Programm noch mal neu installieren.
 
Was genau willst du mit Spielen oder Kasperski in Linux? das sind beides Windows-Programme und einen Virenscanner brauchst du unter Linux sowieso nicht ( würde auch nicht laufen).

Du kannst unter Ubuntu 11.04 relativ einfach NTFS-Partitionen einhängen und dann aus Linux heraus dir die Dateien rüberziehen. Diese Windowspartitionen sollten im Filemanager links in der Leiste direkt zu sehen sein.

EDIT: Das gilt für Dateien, für Programme ist das sinnlos, das Windowsprogramme unter Linux nicht laufen (und Virenscanner mal überhaupt nicht)
 
Um unter Linux Windowsprogramme nutzen zu können musst du Wine benutzen. Aber es werden niciht 100% aller Programme unterstützt. Davon abgesehen bringt dir dein Kaspersky unter Linuxd überhaupt nichts und wird auch so nicht laufen.
Zugriff auf deine Windows installation hast du soweit ich mich erinnern kann über /host
 
Windows-Programme sind für Windows geschrieben und funktionieren nicht unter Linux. Ein Antiviren-Programm bräuchtest du unter Linux aber eh nicht. Wenn du ein Programm für irgendeinen konkreten Anwendungszweck brauchst, schau dich im Software-Center um (Anwendungen>Softwarecenter) und ja nicht irgendwelche dubiose Dateien aus dem Netz runterladen und versuchen zu installieren - das läuft unter Linux etwas anders ab.
 
Aha, warum sollte man denn unter Linux kein Antiviren-Programm benötigen? Weil es kaum Schädlinge gibt?
Gut, wer braucht schon in der Wüste einen Sicherheitsgurt...
 
Ich denke, dass die Aussagen eher so gemeint waren, dass man gar keinen Schutz braucht, auch den internen nicht, weil Linux ja "ach so sicher" ist. Deshalb war meine Aussage eher hypothetisch gemeint.
 
Linux ist ein Betriebssystem und kein Programm, dass man mal eben unter Programme installiert. Wenn du es testen willst, dann nutze eine Live-CD oder teste es in einer VM. Und dann mache dich ersteinmal mit den Gegebenheiten von Linux vertraut. Ja es gibt Tools, die unter beiden Betriebssystemen laufen, aber in der Regel sind das unterschiedlichen Versionen (Gimp oder Open Office).
Und ganz wichtig: Rechtemanagement! Was Microsoft über Jahrzehnte hat schleifen lassen und was auch der Grund für das leichte Hacken eines XPs war, ist unter Linux schon ewig Standard und MUSS! auch genutzt werden. Surfe NIE als Root!
 
warum installierst du linux, wenn du windows Programme nutzen willst? Dann bleib bei Windows! :)
 
Naja, Linux ist gerade deswegen "ach so sicher", weil es interne Schutzmechanismen gibt. Zusätzliche Schutzmechanismen braucht man aber auf einem Desktop-Rechner (bei Servern ist es vielleicht anders) kaum.
 
Sorry, aber welchen Sinn macht es, in Windows ein Linux zu installieren um dann Windows-Programme dort laufen zu lassen???

Wenn Du Ubuntu testen willst, dann Live-CD. Wenn Du es nutzen willst, empfehle ich, es "echt" zu installieren. Schadet doch nix, eine weitere Partition zu erstellen...
 
Bin grade am Desktop-CD erstellen... ;)
 
moquai schrieb:
Ich denke, dass die Aussagen eher so gemeint waren, dass man gar keinen Schutz braucht, auch den internen nicht, weil Linux ja "ach so sicher" ist. Deshalb war meine Aussage eher hypothetisch gemeint.

Sagen wir mal so, wenn du z.B. Ubuntu auf deinem Desktop installierst, brauchst du nichts mehr zu tun. Die einzigen Risiken unter Linux sind Löcher und Schwachstellen in irgendwelchen Anwendungen, die aber sehr schnell geschlossen werden, daher schön das System updaten. Viren, Trojaner und sonstigen Schwachsinn für Linux kenne ich persönlich keine.
 
Lehe schrieb:
Jetzt möchte ich aber auch einige Programme vom Windows rüberholen bzw. kopieren, da ich sie in beiden Betriebssystemen verwenden will. Neben einigen Spielen wäre das vor allem beim Kaspersky wichtig.
Windowsprogramme laufen nicht unter Linux - außer mit einem Windows-Emulator wie Wine, der die Sache aber deutlich komplizierter macht. Du kannst nicht einfach Windows durch Linux ersetzen und alles andere so weitermachen wie bisher.

Nutze am besten einfach weiter Windows für deine Windowsprogramme.
 
@birtuma;

" brauchst du nichts mehr zu tun. ..."

Ja, das wird wohl immer die ewige pauschale Aussage von den Linux-Anhängern bleiben.
Besonders die Ubuntu-User sind da arg optimistisch eingestellt.

Linux ist sicherer, keine Frage, aber es ist auch eine Sache der Konfiguration.

"Ich installiere mal eben Linux, dann kann mir nichts passieren." Das funktioniert nicht.
 
Dann gib mir einen Fall bzw. ein Beispiel, in dem irgendwas bei einem Desktop-Nutzer passiert ist. Virus, Hack, was auch immer...
 
@birtuma: Das ist ein Totschlagargument.
Die Ursache deiner Beobachtung liegt nicht in einer besseren Sicherheit von Linux-Desktops ggü. WIndows-Desktops. Einzig und allein weil der Linux-Desktop ein zu uninteressantes Ziel ist, passiert damit so wenig.

Die Bugs in typischen Desktop-Anwendungen wie Firefox, Flash, Java-Plugin, vlc, Acrobat-Reader (ja, viele Desktop-Linuxer verwenden den Nonfree-Kram) sind selten Windows-only Bugs sondern betreffen auch Linux. Da der vom Angreifer eingesetzte Schadcode aber in der Regel OS-spezifisch ist und das OS auf dem Desktop mit über 90% Wahrscheinlichkeit Windows ist, kümmern sich die meisten Hacks nur um Windows. Es wäre uneffektiv, sich zusätzlich um das restliche Kleinvieh zu kümmern.

Linux in einer 0815-Installation für den Desktop, (d.h. ohne Erweiterungen wie z.B. ein restriktiv konfiguriertes SELinux) und Windows sind sich von der Architektur her hinsichlich Sicherheit für Desktop-Nutzer sehr, sehr ähnlich. Nahezu jedes Loch in einem der vielen Desktop-Programme versetzt den Angreifer in die Lage, die kompletten Rechte des gehackten Nutzers zu bekommen. In dem Punkt ist die 0815-Linux-Installation keinen Deut besser die 0815-Windows-Installation. Das Problem ist bekannt, erforscht und es stehen Abhilfen zur Verfügung, kommen aber in der Praxis kaum zum Einsatz.

Schau dir als "Beweis" dieser Theorie ein Umfeld an, in dem Linux Marktführer ist: Server. Dort erlebt man Hacks ohne Ende, wenn man die Kisten nicht abschottet oder wirklich intensiv pflegt. Linux-Server sind eben ein attraktives Ziel - genau wie Windows-Desktops.
 
Es gibt doch Virenscanner für Linux. Bsp. Clamav oder auch eine Linuxversion von Avira Antivir. Allerdings sind die nicht sehr komfortabel und müssen von Hand gestartet werden. Ein residenter Wächter fehlt.
 
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