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Daten-Redundanz schaffen

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Schnitzlhuber

Gast
Hallo zusammen,

ich bin auf der Suche nach eine Möglichkeit, meine Daten zu sichern. Mir ist klar, dass Daten-Redundanz nicht gleich Datensicherheit ist, dennoch möchte ich euch bitten, von einer Diskussion um die Definition dessen abzusehen.

Worum es geht: Ich will Fotos sichern und zwar nicht wenige. Und das regelmäßig, also soll das irgendwo auch automatisiert sein.

Ich stelle mir das wie folgt vor:
Ich habe einen Arbeitsrechner, an dem ich die Daten sicher. Sprich: nicht auf der Systemplatte. Nun soll auch eine externe Speicherlösung her. Und hier frage ich mich, ob sich die Anschaffung eines RAID-Systems lohnt. Oder ob ich zB einfach 2 externe Festplatten über USB dranklemme. Software-seitig würde ich mir dann wünschen, dass der Rechner die Festplatten dann synchronisiert. Die Daten vom internen Datengrab sollen also auf die externen Platten geschrieben werden. Dies am besten während ich daran arbeite, nicht erst in der Nacht oder so. Wenn ich neue Daten habe, sollen die gleich vervielfältigt werden.

Meinem Dafürhalten ist USB3 schnell genug für die Aufgabe. Daher bin ich momentan auf dem Standpunkt, dass 2 externe Festplatten über USB-Kabel angeschlossen auch ausreichen. Vielleicht übersehe ich auch was und würde daher gerne eure Meinung dazu wissen. Auch wäre es nett, wenn ihr mir in Sachen Software einen Tipp geben könntet, wie ich die o.g. Aufgaben bewerkstelligen kann. Ich arbeite derzeit mit Windows.

Danke für eure Antworten.
 
Hi,

du kannst es grundsätzlich so machen wie du es vorhast. Es gäbe auch die Möglichkeit, das ganze per Netzwerk zu bewerkstelligen (NAS) und davon dann per externem Laufwerk nochmals eine Sicherung zu ziehen. Eventuell wäre auch (je nach Budget und Internetverbindung) eine Cloudlösung interessant für dich. Ein RAID muss nicht sein, da es dir in Punkto Sicherheit nicht viel bringt und eher für hohe Verfügbarkeit gedacht ist. Deine Lösung mit 2 Festplatten per USB halte ich für vollkommen ok!

Das Budget wäre ausserdem wichtig um festzulegen, ob externe Software für das Synchronhalten genutzt werden kann / soll oder ob es mit kostenloser Software gehen muss.

Aber grundsätzlich: sehr löblich, dass du dir über die Sicherung Gedanken machst! :)

VG,
Mad
 
Danke für eure Antworten. Grundsätzlich soll das Ganze eher kostengünstig gehalten werden. Wichtig ist mir eigentlich nur, dass das Backup auf die externen Laufwerke im laufenden Betrieb passiert und ich dafür nicht meine Arbeit unterbrechen muss. Generell handelt es sich um eine Einzelplatz-Lösung; es gibt also keine weiteren Nutzer, die auf die Daten zugreifen müssen.
Was mich noch interessiert:
Wie verhält es sich mit Dateibenennungen und Metadaten? Ich stells mir so vor:
- Kopiere Dateien auf internes Datengrab A
- Backup auf die externen Laufwerke B und C startet automatisch
- Ich benenne die Dateien auf Laufwerk A alle um und füge ihnen Metadaten hinzu (Autor, Erstelldatum etc...)
--> Was passiert nun mit den Daten auf B und C? Werden die Dateinamen und Metadaten ebenfalls synchronisiert? Oder kommt dann die Software durcheinander?
 
Schnitzlhuber schrieb:
- Kopiere Dateien auf internes Datengrab A
- Backup auf die externen Laufwerke B und C startet automatisch
- Ich benenne die Dateien auf Laufwerk A alle um und füge ihnen Metadaten hinzu (Autor, Erstelldatum etc...)
--> Was passiert nun mit den Daten auf B und C? Werden die Dateinamen und Metadaten ebenfalls synchronisiert? Oder kommt dann die Software durcheinander?

Geht alles mit Robocopy. Wenn sich das Änderungsdatum der Datei ändert ist es für Robocopy eine neue Datei, d.h. sie wird erneut kopiert.
 
Einige Aspekte pro NAS-Lösung würde ich noch beisteuern:

- zentraler Speicher mit Zugriff für mehrere Clients (sauber nach Lesen und Schreiben administriert)

- Backup zum NAS mit mitgelieferter Software, sicher und erprobt

- USB-Festplatte kann am NAS direkt angeschlossen und gesteuert als zusätzliches Backup-Medium dienen.

- heutige gute NAS-Geräte arbeiten sehr zuverlässig, wahrscheinlich zuverlässiger als der PC

- eventuell etwas in die Netz-Infrastruktur investieren um den parallelen Zugriff performant zu gestalten.


Fazit: Ein zentrales Speicherkonzept bietet mehr Möglichkeiten und zusätzliche Sicherheiten.
 
Es geht doch nur um einen PC, also fällt das erste und letzte Argument schon mal weg.
 
Kommt darauf an, welches OS du hast...
Bei Win8 oder Mac hast du für solche Sachen den Dateiversionsverlauf/TimeMachine, wo du die Daten auf einen externen (auch Netzwerk-)Datenträger speichern kannst. Ist zwar nur 1x die Stunde, aber das sollte aktuell genug sein und du kannst auch ältere Versionen wieder herstellen...
 
Es sollten mind. 2 externe Backups vorhanden sein, die aber nicht gleichzeitig am Rechner hängen, sondern alle paar Tage/Wochen gewechselt werden. Anderenfalls drohen viele Gefahren:
- "wegsynchronisieren" (mal einen iPhone-Besitzer fragen, was das ist)
- Fehlbedienung (wenn man versehentlich mal das Falsche löscht, wird das synchronisiert)
- Diebstahl
- Blitzschlag, Überschwemmung
- Virenbefall
 
Rome1981 schrieb:
Ist zwar nur 1x die Stunde, aber das sollte aktuell genug sein und du kannst auch ältere Versionen wieder herstellen...

1x die Stunde ist nicht genug. Das muss direkt im laufenden Betrieb passieren und nicht im Zweifelsfall 1h später.
 
Hi,

vielleicht magst du uns am Ende, wenn deine Entscheidung gefallen ist, kurz Feedback geben, was genau und wie es umgesetzt wurde und wie du zufrieden bist? Der Nächste in deiner Situation wird es dir sicherlich danken :)

VG,
Mad
 
Ich werds wohl die Tage mal mit Robocopy testen, zunächst aber nur mit einem externen Laufwerk. Was mich interessiert: Ich hab mir diese bebilderte Benutzeranleitung zu robocopy GUI angesehen und festgestellt, dass man dort als Target nur ein Ziel angeben kann. Wenn ich 2 externe Laufwerke habe, will ich natürlich, dass das Backup parallel auf beide geschrieben wird. Funktioniert das damit auch? Geht das in einem einzelnen Skript oder muss ich einfach dazu ein neues Skript erstellen mit einem anderen Target, so dass im Prinzip 2 robocopy Prozesse laufen?
 
Schnitzlhuber schrieb:
Ich hab mir diese bebilderte Benutzeranleitung zu robocopy GUI angesehen und festgestellt, dass man dort als Target nur ein Ziel angeben kann. Wenn ich 2 externe Laufwerke habe, will ich natürlich, dass das Backup parallel auf beide geschrieben wird. Funktioniert das damit auch? Geht das in einem einzelnen Skript oder muss ich einfach dazu ein neues Skript erstellen mit einem anderen Target, so dass im Prinzip 2 robocopy Prozesse laufen?

Lass die GUI weg, geh direkt auf die Konsole. Einfach eine Batchdatei mit min. zwei Zeilen und jeweils start robocopy quelle ziel optionen erstellen. Dann laufen zwei Prozesse parallel.
 
garbel schrieb:
Oder SyncBack Free - kann wahrscheinlich auch alles was du brauchst.

Ich nutze immer SyncBack SE (also die Kaufversion, ca. 30 Euro) damit komme ich persönlich besser zurecht, als mit Robocopy.
Mit Syncback geht auch alles, was man sich vorstellen kann - bei der Kaufversion z.B. auch automatisierte Backups im Hintergrund, z.B. sogar als Administrator, während man selbst gar nicht als Admin eingeloggt ist (deshalb habe ich mir die Kaufversion mal geholt).
 
Robocopy funktioniert soweit ganz gut. Ich habe es mal mit einem Quell-Ordner und zwei Zielordnern auf einer anderen Partition probiert. Die beiden erstellten Prozesse machen das anstandslos. Jedoch ist das Zeitintervall noch 1 Minute, auch wenn ich /MON:0 einstelle. /MOT:1 habe ich dazu, also eine Änderung, dann soll es reagieren. Jedoch macht er dies erst nach einer kurzen Pause und nicht sofort.
 
Gut möglich, das es kontraproduktiv ist /mon und /mot gleichzeitig zu verwenden. Probier es mal mit nur einem von beiden Parametern. Weniger als 1 geht nicht.
 
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