Defekter RAM - wie weitere Vorgangsweise ?

erich56 schrieb:
Habe heute morgen einen Bekannten, der sich bei sowas auch sehr gut auskennt, den Screenshot vom MemText86 geschickt, und er meinte dazu, wenn das, was dort gezeigt wird, stimmen würde, dann würde XP ja nicht derart störungsfrei laufen.
Da hat dein Bekannter aber weder Ahnung noch recht.
Die Windows-Speicherdiagnose ist dagegen unnütz, weil sie nicht zuverlässig Fehler findet.
Findet diese Fehler -> RAM defekt
Findet diese keine Fehler -> sagt gar nichts aus

Memtest86 ist übrigens eine aktuelle Software. Memtest86+ hingegen nicht.
Ist aber bei deiner alten Kiste egal (ja: Die Architektur ist von 2013, also ist sie 5 Jahre alt.) Memtest86+ liefert hier also in der Regel richtige Ergebnisse, im Zweifel nochmal Memtest86 ohne Plus nutzen.

Ist aber eigentlich egal, die Fehler werden in beiden Programmen auftreten, wenn du den Test lange genug machst. Pass =5 ist minimum für ein verlässliches Ergebnis. Wenn davor schon Fehler auftreten, zB bei Pass = 0 oder Pass = 1, kannst abbrechen, weil du deine Diagnose ja schon hast.
Dass dein System ansonsten gefühlt stabil läuft liegt daran, dass der Fehler zum einen im oberen Bereich liegt, zum anderen daran, dass du viele Speicherfehler nicht mal merkst. Das resultiert dann zB in defekten Dateien, was dir u.U. erst nach ewigenen Zeiten auffällt. Außerdem liefert der Speicher nicht bei jeder Art von Daten falsche Daten zurück. Das erklärt dann auch, warum das Windows-Tool nichts findet. Es wird halt schlicht nicht die Daten reinschreiben die zum Fehler führen.

-> Dein Speicher ist defekt oder zumindest mit der aktuellen Konfiguration (Takt, Timings, Spannung) instabil. Das sagt dir Memtest86+ und damit liegt es richtig.

(Einen Kommentar zum Thema Windows XP spare ich mir jetzt mal komplett, wenn das dein Ernst war...)
 
h00bi schrieb:
In welchen Slots ist der RAM denn eingebaut? Alle rechts? Alle links? Blau? Grau?

Kannst du Windows 10 noch starten? Wenn ja, lad dir CPU-Z runter und öffne den Tab "Memory". Dort steht der effektive RAM Takt in MHz, in dem Feld sollte etwas um 933 stehen.

Lt. BIOS sind die RAM wie folgt eingebaut: A1 B1 C1 D1

Lt. CPU-Z, Tab "Memory", beträgt der effektive RAM Takt 935,8 MHz.
 
was ich noch versuchen könnte:
- den CPU Takt von 3.9GHz auf die ursprünglichen 3.4GHz zu reduzieren
- den RAM Takt von 1866MHz auf einen niedrigeren Wert zu reduzieren

hätte das einen Sinn? Oder kann ich das bleiben lassen?
 
Eine Alternative zum Austausch von defektem RAM ist die betroffenen Bereiche mit bcdedit /set {badmemory} badmemorylist ... von der Speicherverwaltung ausblenden lassen, so dass Windows die Bereiche mit den Defekten nicht verwendet.
 
Holt schrieb:
Eine Alternative zum Austausch von defektem RAM ist die betroffenen Bereiche mit bcdedit /set {badmemory} badmemorylist ... von der Speicherverwaltung ausblenden lassen, so dass Windows die Bereiche mit den Defekten nicht verwendet.
hm, hat auf den ersten Blick natürlich interessant für mich ausgesehen, scheint aber eine ziemlich komplizierte und vor allem auch heikle Angelegenzheit zu sein. Auszuführen von jemanden, der davon absolut was versteht und weiß, was er tut - ich selber zähle mich leider nicht dazu :(
Ergänzung ()

nachdem der PC auf WinXP die ganze Nacht hindurch völlig störungsfrei gelaufen ist, und zwar mit zwei Grid-Computing Projekten, wovon eines durch den gleichzeitigen Start mehrerer Tasks an die 85% RAM beansprucht hat, schob ich am Morgen die neu gebrannte Memtest86 (v7.5 bzw. 4.3.7) CD ins Laufwerk.
Circa 2 Stunden lang hab ich immer wieder einen Blick auf den Monitor geworfen: soweit keine Fehler.
Als ich dann weg ging und nach ca. 2 1/2 Stunden wiederkam, merkte ich, daß sich das Tool offenbar aufgehängt hatte:
es lief zwar immer noch irgendwie, allerdings stand sowohl bei Pass als auch bei Test jeweils 100%, und das änderte sich trotz fortlaufender Zeit nicht mehr - siehe Screenshot:
Memtest86 v4.3.7 - Ende.jpg

also scheint dieses Tool wohl nur bedingt brauchbar bzw. bedingt aussagekräftig zu sein.
Was auch schade ist: der RAM-Takt wird nicht angezeigt - was in Hinblick auf die offenbar viel zu hohe Anzeige im MemTest86+ interessant zu sehen gewesen wäre.

Unterm Strich stellt sich für mich langsam aber sicher die Frage, wie brauchbar denn all diese RAM-Testtools tatsächlich sind. Möglicherweise kann man im Endeffekt keinem davon vertrauen.

Fakt ist aber auch, daß wieder eine ganze Nacht lang der PC auf XP fehlerfrei gelaufen ist, und zwar mit permanenter RAM-Beanspruchung von ca. 85%. Soll ich da wirklich davon ausgehen müssen, daß die RAMs defekt sind?
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn die Zeit noch läuft und der kleine Bindestrich bei State WW-WWW sich noch dreht läuft der Test auch noch.
Es gibt einzelne Testschritte bei denen geschrieben wird und dann eine längere Zeit gewartet wird bevor ausgelesen wird einfach um zu prüfen ob der RAM die Daten über mehrere Minuten halten kann.

Warum nutzt du denn nicht einfach den aktuellen Memtest86 in Version 7? Boote die CD im UEFI Mode, dann startet der neue Test.
 
danke für den Hinweis. Ja, das Tool läuft tatsächlich noch, nun bereits mehr als 5 Stunden. Mich irritiert eben, daß bereits seit einigen Stunden Pass 100% angezeigt wird.
Unter "Iterations" steht nun die Zahl 80, vorher (nach 3 1/2 Studnen) waren's 8.

Punkto Version7: hatte beim Booten die beiden Möglichkeiten angezeigt bekommen, und mich offensichtlich für die falsche entschieden :mad:
Hatte mich dann bezügl. der am Bildschirm laufenden Versionsanzeige (4.3.7) eh gewundert, warum dort nicht 7.5 steht (wie beim Download angegeben), sondern 4.3.7. Okay, jetzt ist für mich alles klar, werde den Test dann auch noch mit Booten im UEFI-Mode durchführen.

gerade sehe ich: nach etwas mehr als 5 1/2 Stunden schreibt MemTest86: "Pass complete - no errors".
 
Zuletzt bearbeitet:
Das Tool ist sehr wohl brauchbar und super. Wenns nur noch blinkt aber sonst nicht mehr weitergeht, dann hängt es
-> ebenfalls ein Zeichen, dass der RAM defekt ist

Das beste Programm kann nicht weiterlaufen, wenn der speicher den es selbst belegt defekt ist. Die zeichen sind mehr als eindeutig
 
Wenn mal Fehler auftreten und mal nicht, so muss dies nicht bedeuten das Memtest86 nichts taugt, es kann auch sein das die Fehler wirklich nicht immer erscheinen. Vielleicht haben die Riegel unterschiedliche Angaben im SPD und mal nimmt das BIOS in der Stellung AUTO die einen und mal die anderen, was dann eben mal Fehler und mal keine Fehler zur Folge hat.
 
okay, nun scheint mehr Klarheit zu herrschen:

habe gestern die UEFI-Version des MemTest86 (v7.5) laufen lassen, und zwar 2 mal - je 4 Durchgänge.
Das Ergebnis war jedesmal genau das gleiche: bei Test10 (Bit Fade Test) wurde ein Fehler angezeigt, und dieser tritt immer genau an der gleichen Adresse auf - siehe Screenshots:

Bericht Test Complete.jpgAdressbenennung.jpg

d.h. wegen dieses einzigen Fehlers stürzt Windows10 immer wieder ab; Windows XP hingegen überhaupt nie - und genau das ist, was ich nicht verstehe.
Es laufen auf beiden System genau die gleichen Anwendungen, welche mehr als 80% des RAM belegen. Warum stößt sich WindowsXP nicht an diesem Speicherfehler, Windows10 aber sehr wohl?
 
Also mal ehrlich... Was genau willst du jetzt?
Das Problem ist längst geklärt und die Lösung obliegt dir.
es steht dir jetzt frei zu beten oder zu philosophieren über Schwachsinn.
Oder du behebst das Problem und damit wars das. Aber hier rumzudiskutieren bei einem offensichtlichem Hardwarefehler ist lächerlich

Und jetzt doch ein XP-Kommentar: XP ist ein veraltete, unsichere Plattform. Diese als Maßstab für irgendwas heranzuziehen ist merklich.... nennen wir es: beschränkt
 
rg88 schrieb:
Und jetzt doch ein XP-Kommentar: XP ist ein veraltete, unsichere Plattform. Diese als Maßstab für irgendwas heranzuziehen ist merklich.... nennen wir es: beschränkt
Ich hab Dir schon einmal klar gesagt: spar Dir bitte Deine herablassenden Bemerkungen. Wer glaubst Du denn, wer Du bist? Denn so ein Auskenner, als der Du Dich darstellst, bist Du nicht. Denn sonst könntest Du wohl klipp und klar erklären, warum Windows XP über einen Speicherfehler hinwegsieht, und Windows 10 das nicht tut. Um genau das geht es mir letztendlich bei meiner Frage, die Du offenbar nicht wirklich verstanden hast. Und für die Du offenbar auch keine Antwort hast.
 
@ TE , da hast Du aber Glück gehabt das nur eine bestimmte Adresse ist, die kann man ausschließen
lassen mit dem Treiber und dem Tool "BadMemoryManager" was dabei ist, viel Glück.

ok, suche auf GITHUB nach "BadMemory" , das ist ein Treiber der zuvor geladen wird um bestimmte
Speicherbereiche für Windows 10 zu sperren.

Da muß irgendwie eine README.md Datei sein die alles erklärt.

HEX = 1962573C4
DEC = 6814004164 (Byte-Adresse)
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
erich56 schrieb:
Denn sonst könntest Du wohl klipp und klar erklären, warum Windows XP über einen Speicherfehler hinwegsieht, und Windows 10 das nicht tut.
Weil Windows 10 die vorhandenen Ressourcen viel effektiver nutzt als XP. Bei Windows XP wird der defekte Speicherbereich wahrscheinlich nie angesprochen, weil XP den vorhandenen RAM nicht effizient nutzt.
 
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Wie viel GB belegt ein Win10 nach der Installation ?

Wie viel GB braucht XP ?
 
erich56 schrieb:
wegen dieses einzigen Fehlers stürzt Windows10 immer wieder ab; Windows XP hingegen überhaupt nie - und genau das ist, was ich nicht verstehe.
Windows stützt nur ab, wenn durch den RAM Fehler eben wichtige Datenstrukturen oder wichtiger Programmcode korrupt werden und die dürften bei Xp und Win 10 eben auch unterschiedlichen RAM Adressen liegen. Bei XP eben offenbar nicht auf der Adresse wo der Fehler auftritt.
erich56 schrieb:
Es laufen auf beiden System genau die gleichen Anwendungen, welche mehr als 80% des RAM belegen. Warum stößt sich WindowsXP nicht an diesem Speicherfehler, Windows10 aber sehr wohl?
Dann hast Du vermutlich bei XP immer wieder mal Fehler in den Daten dieser Anwendungen, ohne es bemerkt zu haben. Gerade bei Mediendaten muss sich so ein Bitfehler auch gar nicht bemerkbar machen, wenn Du aber z.B. Archive (7z, RAR, ZIP) hast die korrupt sind, dann weißt Du nun wieso.

Was Du machen kannst, hatte ich doch schon geschrieben:
Holt schrieb:
Eine Alternative zum Austausch von defektem RAM ist die betroffenen Bereiche mit bcdedit /set {badmemory} badmemorylist ... von der Speicherverwaltung ausblenden lassen, so dass Windows die Bereiche mit den Defekten nicht verwendet.
Da ist ein Link in dem Beitrag der erklärt wie es geht und natürlich wird Memtest86 dann den Fehler immer noch anzeigen, denn nur bei Windows wird der Bereich mit dem Fehler ausgeblendet, Memtest86 weiß davon natürlich nichts.
 
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