Tomislav2007 schrieb:
Es geht auch nicht nur um das Bürgergeld das wir jungen/gesunden Menschen geben, es geht auch um deren Verdienstausfall (Steuern/Sozialabgaben)
Die meisten Bürgergeldempfänger horten das Geld aber nicht auf dem Sparkonto und fahren davon 3 mal im Jahr ins Ausland in den Urlaub, sondern geben den größten Teil, wenn nicht gar alles, wieder hier aus, um die Lebenshaltungskosten zu decken. Also in die Binnenwirtschaft, worauf dann auch wieder indirekte Steuern gezahlt werden. Abgaben werden zwar nicht von denen bezahlt und natürlich wäre es für die Wirtschaft besser, alle wären in Arbeit und zahlen Steuern und Abgaben, aber das Thema hatten wir schon, das ist unrealistisch. Wieso soll das heute auch plötzlich so ein großes Problem sein, wo die Arbeitslosenquote auf einem niedrigen Niveau liegt?
Das Problem mit den Kosten wird meiner Meinung nach viel zu stark aufgebauscht, als wäre der Sozialstaat kurz vor dem Kollaps. Das hieß es schon vor 20 Jahren.
Das Geld für den Sozialetat geht nicht einseitig auf ein wohltätiges Konto und verschwindet dann auf mystische Weise, sondern wird von den betroffenen Personen wieder ausgegeben, hauptsächlich hier in Deutschland und zirkuliert weiterhin im Wirtschaftskreislauf.
Das bedeutendere Problem für den Sozialstaat und die Wirtschaft wird eher der demografische Wandel sein, also mehr alte Menschen außerhalb des Berufslebens, also auch mehr Menschen, die irgendwann pflegebedürftig werden und auf mehr Personal in der Pflege angewiesen sein werden, die aber eben aus diesem Grund auch dort vermehrt fehlen werden.