Der Bürgergeld Thread - Diskussionen rund ums Bürgergeld

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s0undjan schrieb:
Wer amerikanische Verhältnisse will mit schlechter Krankenversorgung für Arme und Millionen Obdachlosen, kann dort gerne leben, wir hier sind und bleiben ein Solidarstaat und der wird aller Unkenrufe zum Trotz nicht wegen einer herbeifantasierten Zahl an unwilligen Arbeitslosen untergehen.

Ich glaube das sind genau die Sprüche die, die US-Bürger auch vor 20-30 Jahren gehört haben.
Ich soll irgendwelchen Beweise bringen das zuviele Gesunde Menschen den Staat ausnutzen, dabei muss man mal nur die Ohren und Augen aufmachen um das zusehen.

Wenn du wirklich Sozial wärst, würdest du es genauso sehen.
Wir könten den Armen und Alten viel mehr Geld zustecken wenn Menschen die können mit anpacken würden.
Also wer sind jetzt die Sozialen?

Absicherheit im Falle der Arbeitslosigkeit, Krankheit Berufsunfähigkeit ist doch alles Legitim und möchte ich ja auch, aber auch nur wenn ich es benötige und nicht als Dauerlösung.
 
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gymfan schrieb:
"Bedarfe zur Teilnahme am sozialen und kulturellen Leben in der Gemeinschaft (das sog. sozio-kulturelle Existenzminimum)" haben für mich nichts mit "Überleben" oder gar der Verhinderung von Obdachlosigkeit oder dem Kampf gegen das Verhungern zu tun.
Beziehst du dich damit auf die 15€ + Zusatzleistungen, die Kindern/Jugendlichen/Jungen Erwachsenen (bis inkl 24) zustehen im Bürgergeld?
Oder übersehe ich gerade was?
 
Tomislav2007 schrieb:
Das kann an deinem Umfeld liegen, jeder umgibt sich mit dem Umfeld seiner Wahl, mein Umfeld sieht das so wie ich (Weniger Sozialstaat wäre besser).
Wenn ich mir Parteien ansehe, die das fordern, also z.B. libertäre Kleinsparteien, dann sind die doch in einer kleinen Minderheit. Der Sozialstaat ist mit CDU und FDP auch nicht unbedingt kleiner geworden, auch dort gab es Erhöhungen durch Inflationsausgleich und auch denen ist das Grundgesetz bewusst. Wollen und fordern kannst du natürlich alles Mögliche, deine Forderungen werden aber politisch keine Mehrheiten bekommen und auch die können dann nicht an Gesetzen mit Ewigkeitsklausel rütteln.
gymfan schrieb:
"Bedarfe zur Teilnahme am sozialen und kulturellen Leben in der Gemeinschaft (das sog. sozio-kulturelle Existenzminimum)" haben für mich nichts mit "Überleben" oder gar der Verhinderung von Obdachlosigkeit oder dem Kampf gegen das Verhungern zu tun. So lange ich sowas selber zahlen muss, wird das einfach gestrichen, wenn ich es mir nicht leisten kann. Da rufe ich nicht nach einem 9€-Ticket oder anderem Geld vom Staat sondern sehe zu, dass ich meine Freizeit entsprechend günstig organisiere (ohne Job habe ich für die Planung genügend Zeit).
Die gesellschaftliche Teilhabe ist Teil des Sozialstaats. Das kannst du für dich gerne anders sehen, aber auch Niedriglöhner könnten sich nicht die gesellschaftliche Teilhabe oder Lebensmittel leisten, wenn diese nicht bereits subventioniert werden würden.
gymfan schrieb:
Bleibt zu hoffen, dass man auch mal irgendwann an die Leute denkt, die sich aus eigener Kraft nie in diese Hängematte begeben haben. Aber die können ja gefälligst, neben den Kosten fürs Bürgergeld, das selbe nochmal für sich tragen. Und weil sie so bescheuert sind, auch gleich noch nebenbei fürs Alter und die eigene Pflege vorsorgen anstatt bei beidem auf den Staat zu vertrauen und das Arbeitseinkommen komplett zu verbraten.
Dann sei doch nicht "so bescheuert" und testweise mal kurzzeitig das Bürgergeld, spüre das pauschale undifferenzierte Nach-Unten-Treten von Anderen, den Vorwurf faul zu sein, obwohl du es gar nicht bist, die Falschaussagen über Arbeitslose, die hier reihenweise fallen, anstatt nach oben zu schauen, wo das richtig große Geld verbraten wird. Stattdessen gibt es Sozialneid nach unten, obwohl es "den einen Arbeitslosen" immer noch nicht gibt, nur eine immer noch nicht genau benannte Anzahl an unwilligen Arbeitslosen, die hier aus irgendwelchen Gründen als großes Problem aufgebauscht wird.

Ich gehe auch arbeiten und zahle Steuern und Abgaben, bin nicht sicher wie das mit der Rente aussehen wird, nur hat der Arbeitslose daran keine Schuld, sondern unser demografischer Wandel, Rentenreformen und indirekt auch die Hartz-Gesetze selbst, die erst einen großen Niedriglohnsektor möglich gemacht haben.

Hier kann man sich auch mal kurz informieren, wie groß der Sozialetat ist und was darunter fällt. Bei den Sozialleistungen dann aber noch die Bürokratie hinter dem Bürgergeld abziehen
Ergänzung ()

Cyberdunk schrieb:
Warum nicht die Gesunden Bürgergeld Empfänger zwingen sich Sozial zu betätigen bis sie ein Job haben?
Müll sammeln, älteren Menschen bei Kleinigkeiten helfen usw.
Weil Zwangsarbeit verboten ist
Cyberdunk schrieb:
Alles was zumutbar ist eben
Es ist bereits fast alles zumutbar. Warum die restlichen Arbeitslosen trotzdem nicht in Arbeit sind, musst du die jeweiligen Ämter fragen.
Cyberdunk schrieb:
Alles was zumutbar ist eben, aber einmal im Monat zum Amt rennen und die Hand aufmachen und dann 30 Tage ausschlafen und danach Freizeit haben ist ja sehr Sozial den Leuten gegenüber die das Finanzieren und sich den Rücken krumm machen.
Hier können du und die Anderen sehen, was wir alles finanzieren und wie verschwindend gering der Anteil an Sozialleistungen im Vergleich damit ist. Bitte auch die Bürokratie noch abziehen und jene ausblenden, die sich wirklich bemühen, in Arbeit zu kommen und nur kurzzeitig arbeitslos sind.

https://www.bpb.de/kurz-knapp/zahle...rgaenge-in-den-ruhestand/330148/sozialbudget/
Ergänzung ()

Cyberdunk schrieb:
Ich glaube das sind genau die Sprüche die, die US-Bürger auch vor 20-30 Jahren gehört haben.
Ich soll irgendwelchen Beweise bringen das zuviele Gesunde Menschen den Staat ausnutzen, dabei muss man mal nur die Ohren und Augen aufmachen um das zusehen.

Wenn du wirklich Sozial wärst, würdest du es genauso sehen.
Wir könten den Armen und Alten viel mehr Geld zustecken wenn Menschen die können mit anpacken würden.
Also wer sind jetzt die Sozialen?
Wer etwas behauptet, das auch 20 Jahre später immer noch nicht belegt ist, der darf gerne damit anfangen. Was die Kosten angeht, finde ich Belege, die zeigen, dass uns die Arbeitslosen kaum etwas kosten in Relation zum BIP, selbst wenn man utopisch davon ausgehen würde, dass 50% das System ausnutzen.

Was die Verweigerung der Jobsuche angeht, finde ich zumindest Indizien in Form von Artikeln und der Sanktionsquote, die diese Behauptung zumindest abschwächen
Ergänzung ()

Cyberdunk schrieb:
Wenn du wirklich Sozial wärst, würdest du es genauso sehen.
Da ich mich bereits öfter mit dem Thema beschäftigt habe und diese Diskussion hier nicht zum ersten Mal führe, kann ich es nicht so sehen, weil ich nichts dazu fand, dass eure Aussagen bekräftigt.
Ergänzung ()

Cyberdunk schrieb:
Absicherheit im Falle der Arbeitslosigkeit, Krankheit Berufsunfähigkeit ist doch alles Legitim und möchte ich ja auch, aber auch nur wenn ich es benötige und nicht als Dauerlösung.
Sehe ich genau so, ist aber bereits auch so der Fall. Ich sehe nicht, dass eine relevante Mehrheit dies für sich in Anspruch nimmt und die Kosten jener, die es tun, sind es für mich nicht wert, dass ich den Fokus darauf so stark lege, vor Allem nicht mit Methoden, die verfassungswidrig sind und auch jene treffen können, die gar nichts dafür können.
 
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s0undjan schrieb:
Hier kannst du sehen, was wir alles finanzieren und wie verschwindend gering der Anteil an Sozialleistungen im Vergleich damit ist

Ich habe nie gesagt das ich auch gegen andere verschwendungen bin, aber hier geht es um das Bürgergergeld, wie dir auch schon mehrfach gesagt wurde.
Wenn dir die Politik nicht passt, mach ein Thema dazu auf.

s0undjan schrieb:
Weil Zwangsarbeit verboten ist
Soziale Menschen müsste man erst garnicht zwingen, da würde schon das Gewissen reichen um zu sehen das man nicht nur nehmen kann.

s0undjan schrieb:
Wer etwas behauptet, das auch 20 Jahre später immer noch nicht belegt ist, der darf gerne damit anfangen
Nein? OK Amerika ist also nicht am Ende, ich glaub dir.
Ich bin so frei und versprech dir wenn du mal in Hamburg bist zeige ich dir 2 Blocks^^ wo Menschen Reih in Reih in Zelten wohnen..
 
Cyberdunk schrieb:
Wenn dir die Politik nicht passt, mach ein Thema dazu auf.
Der Link zeigt die Relation dessen, was uns die Sozialleistungen kosten. Die immer wieder kehrende Argumentation "Es kann nicht sein, dass das von meinem Steuergeld bezahlt wird" ergibt halt wenig Sinn, wenn man sich die tatsächlich Kosten mal ansieht.
Wir sind ja schon länger nicht mehr beim Bürgergeld, sondern über angeblich nicht wollen Arbeitslose. Die Änderungen des Bürgergelds zu Hartz-4 und den im ersten Post geschilderten Vergleich Mindestlohn zum neuen Bürgergeld wurde ein paar Seiten behandelt, jetzt liegt der Fokus irgendwie auf eine Minderheit an nicht Arbeitswilligen, warum auch immer.
 
s0undjan schrieb:
Ich sehe nicht, dass eine relevante Mehrheit dies für sich in Anspruch nimmt und die Kosten jener, die es tun, sind es für mich nicht wert, dass ich den Fokus darauf so stark lege, vor Allem nicht mit Methoden, die verfassungswidrig sind und auch jene treffen können, die gar nichts dafür können.
Genau du tust es nicht und bist da eben Liberaler als ich ( Wahrscheinlich verdienst du auch weit aus besser als ich)
Ich! sehe es aber nicht ein mir auch nur für einen Menschen den Rücken krumm zumachen der es nicht benötigt!

Nimmst du auf deiner Arbeitsstelle auch jeden Auftrag an wenn kein Kollege Bock drauf hat?

Ich habe eine klare Meinung, du bist Gesund, du bist Jung du hast keine Probleme, Geh Arbeiten!
Ich würde auch gerne immer zuhause sein, aber das Leben ist eben nicht so.
Und jeder muss den Scheiss durchmachen.
 
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Cyberdunk schrieb:
Soziale Menschen müsste man erst garnicht zwingen, da würde schon das Gewissen reichen um zu sehen das man nicht nur nehmen kann.
Und woher willst du wissen, dass es einfach an nicht sozialen Arbeitslosen liegt und nicht etwa auch an Firmen, die per se keine Langzeitarbeitslosen einstellen wollen?
Ergänzung ()

Cyberdunk schrieb:
Genau du tust es nicht und bist da eben Liberaler als ich ( Wahrscheinlich verdienst du auch weit aus besser als ich)
Ich! sehe es aber nicht ein mir auch nur für einen Menschen den Rücken krumm zumachen der es nicht benötigt!

Nimmst du auf deiner Arbeitsstelle auch jeden Auftrag an wenn kein Kollege Bock drauf hat?
Ich habe lange knapp über Mindestlohn gearbeitet, jetzt verdiene ich mehr, ich habe meine Meinung zu dem Thema aber schon lange vorher gehabt und werde sie wohl auch nicht ändern, egal wie viel ich verdienen würde. Das ändert ja nicht meinen Charakter.
Der Arbeitslose kann auch nichts dafür, dass der Satz damals schon über den Mindestlohn war, bzw. über dem Gehalt, dass ich vor Einführung des Mindestlohns verdiente. Er ist ja vom selben System betroffenen gewesen, er von Hartz-4 ich von aus den Boden sprießenden Leiharbeitsfirmen, die dank der Hartz-Gesetze erst möglich wurden. Jene Firmen, die mir mal angeblich Stellen anboten, bei denen ein Kollege Jahre später sagte, die gab es gar nicht, damit haben wir Leute gelockt und im Gespräch gesagt: Die Stelle ist leider 'noch nicht' frei, aber wir könnten sie 'kurzzeitig' hier und da einsetzen.
Cyberdunk schrieb:
Nimmst du auf deiner Arbeitsstelle auch jeden Auftrag an wenn kein Kollege Bock drauf hat?
Sowas kommt in meinem Kollegenkreis eher selten vor und wenn, würde ich mich erstmal informieren, ob derjenige tatsächlich kein Bock, oder irgendeinen Grund hat, bevor ich ihn aus der Ferne verurteile. Wenn sich herausstellt, der will tatsächlich nicht, dann würde ich auch sagen, mach den Kram selber.
Ergänzung ()

Cyberdunk schrieb:
Genau du tust es nicht und bist da eben Liberaler
Auch ja, aber hier würde ich eher sagen solidarisch und emphatisch. Ich bin halt so erzogen worden, andere nicht auf Grund von Vermutungen und Empfindungen zu verurteilen. Das habe ich trotzdem hier und da schon mal getan. Und lag dann falsch.
Ich bin froh nicht von Hartz-4 abhängig zu sein, ich war es mal ein paar Monate, das hat mir gereicht. Ich würde auch arbeiten gehen, selbst wenn ich nur etwas mehr bekommen würde, dabei geht es mir aber nicht um grenzenlose Solidarität, teilweise, ich will einfach nicht in dieses System rutschen und bin auch lieber der Typ, dessen Tag eine Struktur hat, über die ich auch weitgehend selbst entscheiden kann. Für mich ist das nicht Vollkasko, sondern eine unangenehme Notwendigkeit gewesen. Hier gabs vor 20 Jahren schon mal einen Thread im PuG über Arbeitslose, die gleiche Diskussion wie hier. Die Zahl ist ja so groß, die wollen alle nur nicht und mein Steuergeld usw.
 
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s0undjan schrieb:
Und woher willst du wissen, dass es einfach an nicht sozialen Arbeitslosen liegt und nicht etwa auch an Firmen, die per se keine Langzeitarbeitslosen einstellen wollen?

Schwachsinn, Menschen im Niedriglohn Bereich Arbeiten werden dringend gesucht.
Es gibt genug Arbeit man müsste nur mal anfangen ;)

s0undjan schrieb:
ich habe lange knapp über Mindestlohn gearbeitet, jetzt verdiene ich mehr
Und das ist der Weg, du hast dich da rausgekämpft, so wie es für ein Sozialstaat steht.
GW übrigens ;)

s0undjan schrieb:
Ich bin halt so erzogen worden, andere nicht auf Grund von Vermutungen und Empfindungen zu verurteilen. Das habe ich trotzdem hier und da schon mal getan

Ich bin genauso erzogen wurden, allerdings sieht man mit 47 Jahren wer Faul ist und wer nicht.
Ich habe vor jeder Klofrau mehr Respekt als vor jeden Bürgergeldempfänger der Gesund ist und Arbeiten könnte. ;)
Du kannst mit noch soviel %ten kommen, für mich ist jeder der Schmarotzt weniger wert als jeder der was tut.
 
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Hallo

s0undjan schrieb:
Und woher willst du wissen, dass es einfach an nicht sozialen Arbeitslosen liegt und nicht etwa auch an Firmen, die per se keine Langzeitarbeitslosen einstellen wollen?
Wieso sind Langszeitarbeitslose denn überhaupt langzeitarbeitslos geworden ? Nicht oder nicht genug beworben/bemüht ? Da fängt der Missbrauch an.
Zeitarbeit nimmt fast jeden der nicht schnell genug wegrennt, Zeitarbeit ist nicht immer toll aber ein Anfang um wieder in den Arbeitsmarkt rein zu kommen.

s0undjan schrieb:
Wenn sich herausstellt, der will tatsächlich nicht, dann würde ich auch sagen, mach den Kram selber.
Dann sind wir uns doch einig, wer nicht arbeiten will hat keine Hilfe verdient.

Grüße Tomi
 
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Cyberdunk schrieb:
Schwachsinn, Menschen im Niedriglohn Bereich Arbeiten werden dringend gesucht.
Es gibt genug Arbeit man müsste nur mal anfangen
Dann müssen wir nur noch das Rätsel lösen, warum Arbeitslose könnten, aber den Mindestlohnjob nicht annehmen. Wer das nicht tut, wird in der Regel sanktioniert, warum dann also, mogeln die sich alle durch oder stecken mit dem Sachbearbeiter unter einer Decke?
Cyberdunk schrieb:
Und das ist der Weg, du hast dich da rausgekämpft, so wie es für ein Sozialstaat steht.
GW übrigens
Danke!
Cyberdunk schrieb:
Ich habe vor jeder Klofrau mehr Respekt als vor jeden Bürgergeldempfänger der Gesund ist und Arbeiten könnte.
Ich auch. Respekt muss man sich ja verdienen heißt es. Aber das deute ich für mich nicht nur monetär. Da zählt für mich auch der Charakter. Ich habe mehr Respekt vor der freundlichen Klofrau, als vom pampigen Bankangestellten.
Ergänzung ()

Tomislav2007 schrieb:
Dann sind wir uns doch einig, wer nicht arbeiten will hat keine Hilfe verdient.
Jeder der arbeiten will, hat meiner Meinung nach mehr Hilfe verdient, als jene, die nicht wollen. Aber jene, die nicht wollen, würde ich nicht verhungern lassen wollen. Für mich ist der unterste Cut beim Existenzminimum, aus moralischen und juristischen Gründen. Das dies nicht fair gegenüber denen ist, die sich bemühen, ist mir bewusst, aber in (m)einer fairen Welt finden die auch schnell wieder einen Job, der sich monetär stark vom Existenzminimum abhebt.
 
s0undjan schrieb:
Dann müssen wir nur noch das Rätsel lösen, warum Arbeitslose könnten, aber den Mindestlohnjob nicht annehmen. Wer das nicht tut, wird in der Regel sanktioniert, warum dann also, mogeln die sich alle durch oder stecken mit dem Sachbearbeiter unter einer Decke?
Ja genau das tun sie, sie entwickeln gegen Strategien, ich habe ja nie gesagt das sie doof sind^^
Welche Belastungen die Clan Kriminalität aufs Sozialwesen hat kennst du? und du glaubst unsere Langzeitarbeitslosen kennen keine Tricks?

s0undjan schrieb:
Ich habe mehr Respekt vor der freundlichen Klofrau, als vom pampigen Bankangestellten.
Voll am Thema vorbei, es ging nicht um die Person oder Charakter sondern ob jemand Arbeitet oder nicht, bitte lass sowas.
 
Cyberdunk schrieb:
Ja genau das tun sie, sie entwickeln gegen Strategien, ich habe ja nie gesagt das sie doof sind^^
Welche Belastungen die Clan Kriminalität aufs Sozialwesen hat kennst du? und du glaubst unsere Langzeitarbeitslosen kennen keine Tricks?
Ja da die gibt, ich leugne sie ja nicht. Die Clans sind auch an sich ein großes Problem, nicht nur durch Schmarotzen, sondern auch gewalttätig. Da bin ich voll konform, was harte Sanktionen angeht, auch strafrechtlich.
Cyberdunk schrieb:
Voll am Thema vorbei, es ging nicht um die Person oder Charakter sondern ob jemand Arbeitet oder nicht, bitte lass sowas.
Ich beuge demütig mein Haupt und bitte um Verzeihung.
 
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s0undjan schrieb:
Weil Zwangsarbeit verboten ist
Jain - Wehrdienst bzw. die Ersatzmaßnahmen sind (Bzw. waren, ist ja ausgesetzt) für mich auch Zwangsarbeit. Insofern würde ich nicht pauschal sagen, dass Zwangsarbeit verboten ist. Man muss es sich nur zurecht formulieren.

s0undjan schrieb:
[...] Aber jene, die nicht wollen, würde ich nicht verhungern lassen wollen. Für mich ist der unterste Cut beim Existenzminimum, aus moralischen und juristischen Gründen. Das dies nicht fair gegenüber denen ist, die sich bemühen, ist mir bewusst, aber in (m)einer fairen Welt finden die auch schnell wieder einen Job, der sich monetär stark vom Existenzminimum abhebt.
Sehe ich z.B. auch anders. Ich würde die Leute, die nicht arbeiten wollen, nicht unfair benachteiligen. Ich würde ihnen aber auch kein Geld geben. Denn irgendwer muss dafür arbeiten gehen, damit jemand anderes, der keine Lust hat, es nicht muss. Das ist für mich zutiefst unmoralisch und nicht vertretbar.
Ich habe mir diese Gesellschaft auch nicht ausgesucht, aber ich finde mich damit ab. Wenn ich keine Lust mehr habe, würde ich auch nicht nach Geld schreien.
Wer nicht arbeiten kann, ist damit nicht gemeint. Mir geht es nur um das nicht WOLLEN. Und da habe ich kein Verständnis für das hinterherwerfen von Geld.
 
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Tomislav2007 schrieb:
Wieso sind Langszeitarbeitslose denn überhaupt langzeitarbeitslos geworden ? Nicht oder nicht genug beworben/bemüht ? Da fängt der Missbrauch an.
Zeitarbeit nimmt fast jeden der nicht schnell genug wegrennt, Zeitarbeit ist nicht immer toll aber ein Anfang um wieder in den Arbeitsmarkt rein zu kommen.
ZA ist nicht nur der Beginn, sondern ist auch auch häufig das Ende für einen Arbeiter/Angestellten, in der ZA fehlte bisher Respekt, außer in Deinen bereits genannten Pflegebereich, gegenüber einem MA
dieses führt dazu, dass ein Arbeiter immer unten bleibt, weil man es täglich auf ihn "bleib unten" "einprügelt"
 
Snowi schrieb:
Sehe ich z.B. auch anders. Ich würde die Leute, die nicht arbeiten wollen, nicht unfair benachteiligen. Ich würde ihnen aber auch kein Geld geben. Denn irgendwer muss dafür arbeiten gehen, damit jemand anderes, der keine Lust hat, es nicht muss. Das ist für mich zutiefst unmoralisch und nicht vertretbar.
Ich habe mir diese Gesellschaft auch nicht ausgesucht, aber ich finde mich damit ab. Wenn ich keine Lust mehr habe, würde ich auch nicht nach Geld schreien.
Wie auf einigen Seiten zuvor bereits von jemandem angesprochen, würden Obdachlosigkeit und Verhungerte uns teuer zu stehen kommen. Die genauen Folgekosten sind natürlich schwer zu kalkulieren.
Auch moralisch finde ich es nicht so verwerflich, jemanden zu alimentieren, als ihn verhungern zu lassen, aber das ist subjektiv.
Mal eine andere Betrachtungsweise: Würde mein Bruder z.B. darunter fallen, ich würde ihm natürlich raten geh arbeiten Junge, aber wenn nicht und er dann zu verhungern droht oder irgendwo obdachlos wird, würde ich selbst meine Arbeit hinten anstellen und mich um ihn kümmern, wissen wollen, dass es ihm gut geht und lauthals gegen dieses neue System demonstrieren.
Kurz gesagt: Das Vorhaben hätte auch Folgen für Arbeitnehmer, Selbstständige, jeder der irgendwo Verwandte haben könnte, die das betrifft, die dann obdachlos werden, was uns auch Geld kostet oder gar verhungern, was das kostet, darüber spekuliere ich lieber nicht - und das nur, damit wir ein paar Hunderttausende Arbeitslose weniger haben und 40 Millionen Arbeitnehmer, Arbeitgeber und Solo-Selbständige wieviel.... 3 € weniger im Monat an Steuern zahlen müssen?
 
Zuletzt bearbeitet:
s0undjan schrieb:
und das nur, damit wir ein paar Hunderttausende Arbeitslose weniger haben und 40 Millionen Arbeitnehmer, Arbeitgeber und Solo-Selbständige wieviel.... 30 Cent weniger im Monat an Steuern zahlen müssen?
Ja? Würde jemand den ich kenne verhungern, weil er einfach keinen Bock hat zu arbeiten, würde ich ihm auch nicht helfen. Was ist das denn für eine Einstellung? "Ich hab keinen Bock was zu machen, sieh zu dass ich was zu essen hab!"?

Arbeit muss ja nicht zwingend bezahlt sein - reicht ja ein Ehrenamt. Feuerwehr, Jugendhilfe, ... Oder für die Gemeinde die Parks sauber halten. Keine Ahnung.
Aber ich sehe nicht ein, jemandem Geld zu geben, der nicht arbeiten WILL. Um was anderes geht es ja nicht.
Dass das keine Menschenverachtende Arbeit sein darf, damit ich diese Einstellung habe, sollte klar sein. Ich würde also niemanden "zwingen" wollen, sich körperlich kaputt zu arbeiten, oder demütigende Arbeit auszuüben, auch wenn viele Leute es in vielen Berufen freiwillig tun (Flughafenlogistik wäre da ein Beispiel, das ich persönlich kenne, weil ich es ca. 1 1/2 Jahre gemacht habe).
Aber einfach so keinen Bock? Warum sollte ich dafür 30 Cent pro Jahr bezahlen wollen?
 
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Snowi schrieb:
Ja? Würde jemand den ich kenne verhungern, weil er einfach keinen Bock hat zu arbeiten, würde ich ihm auch nicht helfen. Was ist das denn für eine Einstellung? "Ich hab keinen Bock was zu machen, sieh zu dass ich was zu essen hab!"
Ich würde das anders handhaben aber weder meine noch deine Ansicht muss repräsentativ für alle sein. Kann mir aber nicht vorstellen, dass man nahen Verwandten seinem Schicksal überlässt und wer das Existenzminimum gekürzt bekommt, wird es sicher nicht leichter haben, in Arbeit zu kommen. Durch Strafen, die im schlimmsten Fall den Tod in Kauf nehmen motiviert man niemand. Davon abgesehen, dass diese Diskussion auf Grund von Verfassungswidrigkeit sowieso nur rein spekulativ ist und daraus auch nicht mehr wird. Das wird wenn eh nur dazu führen, dass die Schlangen bei den Tafeln noch länger werden und die schauen nicht auf Motivation, sondern auf Bedürftigkeit.
Scheitert es denn mit dem Ehrenamt am Willen der Arbeitslosen?
 
Hallo

whtjimbo schrieb:
ZA ist nicht nur der Beginn, sondern ist auch auch häufig das Ende für einen Arbeiter/Angestellten, in der ZA fehlte bisher Respekt, außer in Deinen bereits genannten Pflegebereich, gegenüber einem MA
Respekt gibt es nicht geschenkt, Respekt muss man sich verdienen, Mitleid gibt es geschenkt.
Zeitarbeit kann für einen Langzeitarbeitlosen eine Chance sein, man kann von einem Auftraggeber der Zeitarbeit übernommen werden wenn man gut arbeitet oder man bewirbt sich weiter während man bei der Zeitarbeit arbeitet, ein Lebenslauf sieht besser aus wenn an erster Stelle Zeitarbeit und nicht Arbeitslos steht.

Grüße Tomi
 
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Tomislav2007 schrieb:
ein Lebenslauf sieht besser aus wenn an erster Stelle Zeitarbeit und nicht Arbeitslos steht.
Der Langzeitarbeitslose hat ja heute bereits so einen Lebenslauf. Man kann sie ja nicht auf Null setzen und sagen ab heute fangen wir mit deinem System an. Die sind ja schon da. Dann muss man auch auf die Firmen schauen und fragen, wie viele Langzeitarbeitslose sie denn einstellen. Für ein Arbeitsverhältnis braucht es immer zwei.
 
s0undjan schrieb:
Ich würde das anders handhaben aber weder meine noch deine Ansicht muss repräsentativ für alle sein.
Das ist natürlich wahr - aber dafür ist das Forum ja da, hoffe ich zumindest :)

s0undjan schrieb:
Kann mir aber nicht vorstellen, dass man nahen Verwandten seinem Schicksal überlässt und wer das Existenzminimum gekürzt bekommt, wird es sicher nicht leichter haben, in Arbeit zu kommen.
Wenn er es sich spontan anders überlegt, kann man ihm ja gerne helfen. Aber eben erst dann, wenn man auch etwas machen will. Ich gehe ja davon aus, dass die Person keine Lust hat, irgendeiner Arbeit nachzugehen. Wenn sie nichts findet, ist das was völlig anderes, außer er besteht darauf zwingend als Beruf X, und nur als X, zu arbeiten, und findet dort nichts. Aber generell sind das ja andere Fälle, als konsequente Arbeitsverweigerung, worum es mir ja ging.

s0undjan schrieb:
Durch Strafen, die im schlimmsten Fall den Tod in Kauf nehmen motiviert man niemand.
Geht ja auch nicht um motivieren. Wenn ich lieber verhungere als zu einen Finger krumm zu machen, ist das Problem ein anderes.

s0undjan schrieb:
Davon abgesehen, dass diese Diskussion auf Grund von Verfassungswidrigkeit
Wenn es nach mir geht, würde ich das ändern - aber kann ich leider nicht.

s0undjan schrieb:
Sowieso nur rein spekulativ ist und daraus auch nicht mehr wird. Das wird wenn eh nur dazu führen, dass die Schlangen bei den Tafeln noch länger werden und die schauen nicht auf Motivation, sondern auf Bedürftigkeit.
Dürfen die ja gerne machen - habe ich ja nichts gegen. Ich möchte nur reinen Unwillen nicht finanzieren müssen. Betrifft ja auch nur einen Bruchteil derer, die zur Tafel gehen.

s0undjan schrieb:
Scheitert es denn mit dem Ehrenamt am Willen der Arbeitslosen?
Nein, wer ein Ehrenamt ausführt arbeitet ja. Solange er denn tatsächlich etwas tut. Dann wäre das ja für mich völlig Ok. Aber das war ja nicht das Thema. Das Thema war: Konsequentes Nichtstun weil keine Lust.
 
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