@Kraeuterbutter
Dein Auto-Vergleich passt hier eher semi-gut, da sich die Sache bei Software nun mal anders verhält.
Du hast recht: Ein Anrecht darauf, dass eine Mod kostenlos ist, hat man nicht. Es hat sich in der Szene jedoch durchgesetzt, dass man auf freiwilliger Basis spenden kann (was legal ist). Das habe ich zum Beispiel bei den Mods für Far Cry und Crysis von
fholger so gemacht.
Das Problem hier ist: Er hat mit Software Geld verdient, an der er keinerlei Rechte besitzt. Er wusste das und hat es trotzdem jahrelang so praktiziert – das ist ihm nun eben auf die Füße gefallen. Sein Verhalten im Nachgang war ebenfalls wenig glücklich; wer Details dazu möchte, kann das ja auf Reddit selbst nachlesen.
Auch sein Abo-Modell war fragwürdig: Man hat bei Patreon 10 € für einen Monat gezahlt, um Zugriff auf die Mod zu erhalten. Sobald das Spiel aber ein Update bekam, musste man erneut 10 € zahlen, um die kompatible Version zu erhalten. Ich will seine Arbeit gar nicht kleinreden, da ist sicher extrem viel Freizeit und Herzblut hineingeflossen, aber es war schlichtweg nicht legal – und dessen war er sich bewusst.
Natürlich wäre es schön, wenn Firmen Moddern offiziell erlauben würden, mit Modifikationen Geld zu verdienen. Aber die Entwickler müssen auch ihr geistiges Eigentum schützen.
Ein Beispiel: Wenn jemand eine Mod kauft, könnte er denken, es handele sich um ein offizielles Produkt. Verursacht die Mod dann Schäden, fällt das auf den Entwickler zurück.
Das ist jetzt nur ein oberflächliches Beispiel für ein sehr komplexes Thema.
Genau dafür wurde jedoch das
Flat2VR Studio gegründet: Sie verhandeln direkt mit den Rechteinhabern, um offizielle Lizenzen für VR-Ports zu erwerben und diese dann rechtssicher verkaufen zu dürfen.