Bericht Die Ratatouille-KI: Claude Code im Langzeittest – wo es vibed und wo es hakt

Booth schrieb:
Btw: Schonmal dran gedacht, dass China NICHT demokratisch ist und es dort inzwischen Staubsauber UND KI gibt? Scheint nicht besonders viel zu "demokratisieren" dort.
Ich denke wir haben uns bereits jetzt erschöpfend ausgetauscht und ich streite mich hier sicher nicht an Ostern mit Dir. Aber die erweiterte Bedeutung des Begriffs Demokratisierung würd ich dann schon noch empfehlen mal anzuschauen.

Frohe Ostern!
 
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@Booth
Im Kontext KI findet das als eine Art "Branchen-Paradigma" Anwendung.

Die eigentliche Bedeutung des Begriffes wird hier verwendet, um bspw. ausdrücken, dass KI, Ressourcen und Wissen aus den Händen weniger Experten und Großkonzerne gelöst werden (sollten), um sie einer breiten Masse zugänglich zu machen.

Man findet die Verwendung bspw. bei Publikationen von Microsoft, Google oder in der Marktforschung/Unternehmensberatung bspw. bei Gartner.

https://tecnovy.com/de/ki-demokratisierung
https://www.wuv.de/Archiv/"Künstliche-Intelligenz-wird-demokratisiert"
 
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Guter Artikel!

Ich bin Softwareentwickler und mittlerweile kommt man um Claude Code nicht mehr drum herum. Wobei es sicher noch Softwarefelder gibt wo man damit nicht viel anstellen kann. Aber seit Claude Opus 4.5 oder so, ist es wirklich massiv besser geworden. Ob es nochmals so einen Boost gibt ist zumindest fragwürdig. Hierzu ein gutes Video:

Meine These warum es bei Softwareentwicklung so gut funktioniert: Wir implementieren halt of ähnliche Dinge die es meist irgendwo schon in leicht anderer Form gibt. Und bei Dingen die ähnlich sind performt die KI ganz gut. In desto kleinere Teile man das Problem herunterbricht desto besser performt Claude.

Ich habe die letzten Monate recht intensiv mit Claude Code an einer App (iOS, Android) gearbeitet. React Native in dem Falle, also wohl der Best Case für Claude Code. Es kann wirklich viel. Aber gleichzeitig auch, wenn ich zu grosse Bröcke gebe, stelle ich hinterher meist dann doch Dinge fest die nicht gut sind. In Summe ist es auch mit Claude Code noch ein haufen Arbeit. Es ist und bleibt ein iterativer Prozess bis man zu einem guten Ergebnis kommt. Und hätte ich keinen Programmierbackground käme da nichts gutes raus. Ich korrigiere die Pläne recht oft oder mache dann das eine oder andere doch noch manuell. Manchmal dreht es sich auch im Kreis und ich muss das Problem dann doch selber analyiseren um der KI den Tipp zu geben wo es klemmt.

Was ich auch feststelle, ich schreibe viel häufiger kleine Tools. Dinge die ich früher manuell gemacht hätte, weil das automatisieren zu viel Aufwand gewesen wäre, lasse ich Claude Code rasch ein Skript schreiben. Das funktioniert sehr häufig sehr gut.

Was ich auch feststelle, Skill Atrophy. Meine Fähigkeiten werden schlechter, wenn ich zu viel mache. Ich habe mir deshalb angewöhnt, manche Coding Sessions ganz klassisch zu machen. Dokumentation lesen und selber implementieren.

Was ich auch feststelle, Kollegen die vorher schon YOLO waren (Input-Validierung nur im Frontend etc.), blühen mit KI so richtig auf, aber im negativen Sinne. Die produzieren jetzt noch mehr fragwürdige Dinge.

Im Moment sehe ich noch nicht, dass ich nicht mehr gebraucht würde, auch wenn nun viele kleine Tools komplett ohne Entwickler erstellen können. Ab einer gewissen grösse und vorallem auch wenn das Tool produktiv im Einsatz ist, möchtest du lieber jemanden haben der Risiken einschätzen kann. Die grosse Frage für mich ist, wird Softwareentwicklung weiterhin ein gut bezahlter Job bleiben? Falls nicht habe ich für mich zumindest schone in Plan B.
 
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Hmm. Komisch. Laut den ganzen AMD Experten hier im Forum musste die KI Blase doch platzen…🤣
 
Domi83 schrieb:
Denn JA, ich habe Google gefragt... aber ich suche anders als die Person die da vielleicht gerade antwortet.
Google ist gefühlt für die Suche bei Softwareentwicklung auch massiv schlechter geworden. Ich benutze nur schon deswegen immer häufiger Claude wenn ich etwas zu einem Thema wissen will.
 
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Ich nutze Claude Code mittlerweile seit Anfang März. Wir sind eine kleine Softwarebude mit mittlerweise 4 Entwicklern, diversen Produkten im CAD Bereich und jeder muss wirklich fast jeden Mist können und kennen, was einem das Gehirn auf dauer frittiert.

Ich habe jetzt angefangen gewisse Bottlenecks mit Claude Code zu stopfen. Ich frage selbstkritisch, ob das was ich da fabriziert habe von Claude für OK befunden wird. Ich hinterfrage aber auch kritisch DAS, was Claude mir anbietet und sage ihm, was falsch ist. Teils habe ich aber auch in 2 Stunden Dinge erledigt bekommen, für die ich sonst 3 Tage gebraucht hätte um den ganzen Krempel von Hand zu tippen. Ich nutze es also selbst um andere Implementierungen auszuprobieren für die ich sonst gar keine Zeit habe und meine vorhandenen Projekte effizient zu erweitern. Ich nutze Claude, als wäre es mein neuer Superbrain Kollege.

Manch einer mag ja komplett nur VIBE Coding betreiben, für mich ist es aber nur ein "Tool" was mir meine Arbeit erleichtern und unterstützen soll.
 
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@Booth @Vigilant danke für‘s Dranbleiben und für die Erläuterung der Verwendung vom Begriff „Demokratisierung“. Für mich war (und ist), der Begriff hier auch fehl am Platz, aber ich kann jetzt verstehen wo es her kommt und kann mir persönlich auch denken, warum hier von bestimmten Marktteilnehmern positiv konnotierte Begriffe verwendet werden, die bei genauem Hinsehen (in meinen Augen) doch eher unpassend sind.
 
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Ich würde ja gerne die Analyse von Anwendungen auf Datenschutz automatisieren mit Agenten, da hier viele Schritte sich wiederholen. Solange aber die LLMs mir hier Steine in den Weg legen und sagen "da helfe ich nicht" und angibt dass das gegen das Gesetz verstößt, ist der einzige mir nützliche Anwendungsfall gestorben.

Am Ende des Tages wird man sich vermutlich seine Arbeitsprozesse in eigengeklöppelten Skripten und Anwendungen gießen und damit günstiger weg kommen als bei den großen LLM-Firmen Massenweise Token zu kaufen.
 
Zoldan schrieb:
Ist das nicht nur noch eine Frage der Zeit, bis der AI generierte Code einen Robustheits-Niveau erreicht, dass man als erfahrener Programmierer nicht mehr viel verbessern/ausbügeln kann?!
Glaube ich nicht, einfach deswegen weil es für jedes Problem in der Software unendlich viele Lösungsmöglichkeiten gibt und welche Lösungen gut sind stark vom Kontext abhängen.
 
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Ich habe die Security-Konfiguration einer Applikation verändert und bekam dann einen HTTP Code 403, weil der Forward gescheitert ist. Der Prompt zum Beheben des Fehlers hat dann 5 Minuten gebraucht. Aber es hat auf anhieb funktioniert. Es spart insgesamt viel Zeit, auch wenn es langsam ist.
 
Vigilant schrieb:
Die eigentliche Bedeutung des Begriffes wird hier verwendet, um bspw. ausdrücken, dass KI, Ressourcen und Wissen aus den Händen weniger Experten und Großkonzerne gelöst werden (sollten), um sie einer breiten Masse zugänglich zu machen.
Man muss hier aber kritisch anmerken, dass "Demokratisierung" von den Tech-Oligarchen gerne benutzt wird, um zu kaschieren, dass sie selbst keinerlei Filter, Regelungen oder Restriktionen in ihre Programme einbauen. Hier herrscht bei den Jensens, Musks und Bezos' einfach die Hybris vor sowohl Technologiestifter wie "Herrscher" sein zu können.
Wenn man sich Kunstschaffende anschaut oder Menschen, die in sozialen Berufen arbeiten, sieht man da wenig positiven Einfluss der KI und auch keine Demokratisierung im Sinne des Abbaus von Hierarchien. Kunst verliert ihren Sinn, wenn jeder zu Hause für sich seine Fantasien mit KI erstellen kann. Und wenn ich mir anschaue, dass mit der Technik gerade vor allem Schlipsträger entlastet werden, frage ich mich, wer eigentlich kommerziell KI im Gesundheitsbereich voranbringen möchte, um auch der Krankenschwester, dem Pfleger oder dem geistig behinderten Menschen das tägliche Leben zu erleichtern.
Ich möchte damit nicht sagen, dass es da keine Entwicklungen gibt und KI deshalb schlecht wäre, aber aktuell wird die Entwicklung von Menschen gesteuert, die ein rein kommerzielles Interesse an ihrem Produkt haben. Das ist übrigens eine interessante Parallele zu den Gründern sozialer Netzwerke, die immer wieder von Teilhabe, Demokratisierung etc. gesprochen haben, aber absolut nichts gegen die negativen Folgen ihrer Projekte unternehmen, solange die Kasse stimmt.
 
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erstellt mit ki?
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@Boimler
Das stimmt, weswegen der Kontext, wie bei so vielen Dingen, sehr wichtig ist. Wer sagt was, in welchem Bezug und mit welchem Ziel. Skepsis und Hinterfragen sollten ständige Begleiter sein.
 
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sNo0k schrieb:
Jetzt wird also die Arbeit auf die Werkzeuge angepasst? Merkwürdige Entwicklung, normalerweise werden/wurden Werkzeuge entwickelt, um die Arbeit zu erleichtern.

Natürlich wird es das, wurde es schon immer.

Wenn 1 neues Werkzeug halt 3 alte Werkzeuge ersetzt, dann wurde bisher auch die Arbeit angepasst.

Und genauso ist KI, es ist ein Werkzeug. Entweder man nutzt es, oder lässt es sein.
 
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Vielen Dank für den Artikel! Auch für die angeregte Diskussion hier im Forum. Ich finde, die Meinung des Autors fasst es gut zusammen. Technisch ist das, was hier seit knapp fünf Jahren mit einer konstant wachsenden Geschwindigkeit bewerkstelligt wird, schlichtweg beeindruckend. Gleichzeitig sind die Gefahren für uns als Individuen und für die Gesellschaft insgesamt nicht zu unterschätzen. KI als Technologie kann, richtig eingesetzt, einen Mehrwert bieten. Abgesehen von den aktuell den öffentlichen Diskurs dominierenden Sprachmodellen gibt es tolle Anwendungsfälle für neuronale Netze, beispielsweise in der Bilderkennung oder der Prognoseerstellung.

Den Begriff der „Demokratisierung der Softwareentwicklung” finde ich maximal deplatziert. Softwareentwicklung ist heute bereits demokratisiert; dafür hat die Open-Source-Community mehr getan, als KI jemals könnte. Es gibt schier unendliche Möglichkeiten, Software auf jedem erdenklichen Weg zu erstellen. Hinter dem Begriff Demokratisierung im Kontext von KI steckt für mich lediglich, dass ich mir nicht mehr die Mühe machen muss, mich in Konzepte, Systeme und Sprachen einzuarbeiten, sondern möglichst ohne eigenen Aufwand Dinge entwickeln kann. Und das sehe ich kritisch.

Es macht Spaß, sich mit Softwareentwicklung auseinanderzusetzen und eigene Projekte mit Hilfe von Chatbots umzusetzen. Das möchte ich gar nicht verneinen. Aber welcher Mehrwert entsteht dadurch? Die Arbeit hat man nicht selbst aufgebracht, man entwickelt nicht selbst. Es entsteht kein tieferes Verständnis für die Funktion der Bibliotheken, für eine effiziente Anwendung davon oder überhaupt für das, was man gerade tut. Und das Schlimme daran ist, dass darunter die Qualität des Outputs leidet. Wer soll denn noch verantworten, was wir heute in Millionenstückzahl ins Internet kippen, sei es Text, Code, Bilder oder sogar Musik? Es funktioniert ja alles schon irgendwie.

Wir setzen Quantität über Qualität. Immer höher, schneller und weiter als je zuvor. Doch zu welchem Preis? Wir nutzen gestohlene Inhalte als Trainingsdaten, roden Wälder und stecken den Energieaufwand ganzer Länder in den Aufbau von Rechenzentren, nur um uns am Ende noch mehr zu passiven Konsumenten zu machen, als wir es in unserer heutigen Gesellschaft ohnehin schon sind. Als angehender Software-Engineer und Hobbymusiker bin ich von all dem mittlerweile sehr müde. Wir schätzen seelenlose, zusammengeklaute Arbeit mehr als echten Aufwand. Kreativität und der Prozess der Erstellung werden zur Mangelerscheinung. Und dabei verlieren wir selbst die Fähigkeit, Dinge zu erschaffen. Siehe dazu ergänzend die Themen Deskilling und Cognitive Offloading.

Es ist anstrengend, aufwändig und zeitintensiv, sich in Themen einzuarbeiten, sie zu durchdringen und tatsächliches Wissen aufzubauen. Aber der Output ist wesentlich nachhaltiger. Echte Kompetenz anzuwenden macht immer noch mehr Spaß als scheinbare. Aus meiner Sicht zeigt das Aufkommen von KI sehr eindeutig unsere Defizite im Bereich eines nachhaltig strukturierten Bildungssystems und der Struktur unserer heutigen Arbeitswelt. Wir belohnen mehr den Output und den oberflächlichen Mehrwert davon als die Tiefe und den tatsächlichen Sinn. KI ist Beschleuniger dafür, nicht der Verursacher. Dazu gehört auch die Frage, ob KI überhaupt das richtige Werkzeug ist. Viele Probleme lassen sich mit einem durchdachten Algorithmus effizienter, transparenter und ressourcenschonender lösen. Der Griff zu einem großen Sprachmodell ist nicht automatisch die beste Antwort.

KI kann als ergänzendes Werkzeug, in der Softwareentwicklung und darüber hinaus echten Mehrwert bieten. @Brrr hat es schön beschrieben. Ich nutze Claude auch selbst oft gerne als Sparringspartner, zur Erstellung von wiederkehrendem Boilerplate, kleinen Skripten, als Helfer wenn ich mal Feststecke oder auch als Suchmaschinenersatz. Aber das setzt voraus, dass man selbst weiß, was man tut. Die Kompetenz, den Output zu bewerten, zu hinterfragen und zu verantworten, kann kein schöner Bonus sein - sie muss die Vorraussetzung dafür sein. Dafür und auch darüber hinaus ist die Fähigkeit, Dinge selbständig von Hand zu erarbeiten und zu erschaffen, essenziell. Wir müssen sie aktiv ausbilden und schützen - denn sie entsteht nicht erst im Nachhinein. Sie wächst nur durch das eigene Tun, durch Erfahrung, durch Scheitern und Verstehen. Wer diesen Prozess überspringt, überspringt das Lernen selbst.

Dazu empfehle ich ergänzend gerne diesen Beitrag: Why I stopped using AI code editors
 
Antropics Bild, wo überall theoretisch KI erfolgsversprechend eingesetzt werden kann, ist nicht schlecht. Auffällig ist, dass man KI auch im Management einsetzen könnte, das aber momentan nicht antizipiert wird....
 
Habe schon viele alte ERP Systeme die mal irgendein Schlampian programmiert und massive Sicherheitslücken hatte auf neusten Stand geupgraded. Habe schon eigene SaaS Algorithmic Plattformen entwickelt und vertreibe diese. Ich nutze Claude auch mit Wordpress dank des neuen Connectors seit Anfang des Jahres.

Was ich viel feststelle, gerade auf Sozialen Medien wo sie jetzt alle AI Telefonagenten und co. verteiben und mit DSGVO Konform werben.. mache ich einen Check deren Webseiten und Software sowie Datenschutzerklärung, fliegen die alle ab :D Wenn man Claude die richtigen Daten und Prompts gibt, bekommt man wunderbare Improvements, Security Audits und Verbesserung im UI/UX Bereich. Selbst iOS / Android Apps lasse ich 1A bauen sowie Roblox Maps mit Monetarisierung.
 
Brrr schrieb:
Glaube ich nicht, einfach deswegen weil es für jedes Problem in der Software unendlich viele Lösungsmöglichkeiten gibt und welche Lösungen gut sind stark vom Kontext abhängen.
Ist das nicht genau die aktuelle Stärke einer AI/LLM gegenüber eines Menschen auf eine schier unendliche Datenbasis zurückgreifen zu können und innerhalb Sekundenbruchteilen dann die wahrscheinlich beste Lösung für das Software-Problem zu finden.

Manche tun ja gerade so, als ob auf der "anderen" Seite alles Vollblut-Software-Entwicklungs-Profis stehen.
Auch dort dürfte die Gruppe der Blinsen einen hohen %-Satz entsprechen und dann stellt sich am Ende doch wieder die Frage, ob die AI für das Geld nicht die bessere Lösung bieten wird?!
 
Ramschladen schrieb:
Manch einer mag ja komplett nur VIBE Coding betreiben, für mich ist es aber nur ein "Tool" was mir meine Arbeit erleichtern und unterstützen soll.

Ist bei mir ähnlich. Vibe-Coding ist nichts für mich, aber als Unterstützung ist die KI eine unglaubliche Hilfe. Man kann schnell Dinge hinterfragen und prüfen lassen, bekommt auch manchmal richtig gute Ansätze etwas anders und besser zu lösen. Stupide Anpassungen, Refactoring und kleinere Überarbeitungen erledigt diese 1A, spart immmens Zeit.

Aber dennoch muss man wissen, was man da tut, vor allem was die KI anstellt.

Die ganzen Programmierer, die vorher schon nicht gut waren, werden durch KI jetzt nicht plötzlich besser, die werden nur mehr ungeprüften Code fabrizieren. Man kann nur hoffen, dass die KI von sich aus die dümmsten Fehler erkennt und fixt, aber noch sind wir nicht da angekommen.

Und nach wie vor muss man sich mit der Materie auskennen, sonst kann man nicht vernünftig Formulieren, was die KI machen soll und man kann nicht prüfen, ob die KI wirklich das richtige Ergebnis lieferte.

Es findet jedenfalls eine massive Disruption in der Softwarewelt statt, deren Ausgang man noch nicht vorhersehen kann. Man merkt im Moment, dass viele SaaS-Dienste es schwer haben werden, weil jetzt jeder deren Kerndienste einfach selbst bauen kann.

Ab es besser ist, wenn 1000 Nutzer 1 SaaS benutzen oder 1000 Nutzer 1000 eigene Dienste Vibe-Coden lassen, das wird der Markt auf Dauer regeln.

Oder auch kleine oder spezialisierte Tool-Anbieter, diese werden es schwerer haben. Meistens braucht man nur einen Bruchteil von deren Tools, was die KI schnell zaubern kann. Es muss nicht perfekt sein, es muss nicht sicher sein, es muss keine 1000 Fällte abfangen, es muss nur ein Problem lösen... und das machen die kleinen KI Programme.
Ist natürlich auch schade, weil es viele kleine 1-Mann-Firmen sind, die darunter leiden werden.
 
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