Andy schrieb:
If it passes its tests and works, it’s worth as much as what humans get paid $200,000 or more a year to compose.
New York Times: Coding without Coder
Puh, also solche Aussagen sind gemeingefährlich, zumal die Tests in den meisten Fällen ja auch generiert sind - außer es gibt wirklich solch vorbildliche Entwickler, die die KI im TDD-Stil prompten und die Tests selber schreiben.
Etwas neues auf grüner Wiese zu entwickeln ist der Optimalfall, der eigentliche Mammutanteil an Entwicklungsaufwand fällt in der Wartung an - heißt selbst
wenn das Ergebnis tatsächlich wie gewünscht funktioniert, kann man sich damit trotzdem eine Menge technischer Schulden einhandeln, die den eigentlichen Implementierungsaufwand übersteigen.
testwurst200 schrieb:
"dEiN pRoMpT IsT nIcHt RiChTiG"
Wie soll das prompt denn aussehen? Muss da noch eine Drohung rein falls es meine Anweisungen missachtet?
Ohne zu wissen, wie deine Prompts aussehen, kann man schwer sagen, ob man jene verbessern könnte. Grundsätzlich ists aber immer gut, das LLM immer alle Annahmen prüfen zu lassen, für Tatsachenbehauptungen Belege zu fordern, und iterativ zu arbeiten, also eben kein "Schreib mir Facebook in grün" als Anweisung.
Brrr schrieb:
Meine These warum es bei Softwareentwicklung so gut funktioniert: Wir implementieren halt of ähnliche Dinge die es meist irgendwo schon in leicht anderer Form gibt. Und bei Dingen die ähnlich sind performt die KI ganz gut. In desto kleinere Teile man das Problem herunterbricht desto besser performt Claude.
Ich glaub die Wahrheit ist simpler: Syntax. Programmiersprachen sind deutlich unkomplizierter als natürliche Sprachen, es gibt keine Trillion Spezialfälle, Ausnahmen, und Ausnahmen der Ausnahmen, weil die Regeln halt wirklich strikt, und bei typisierten Sprachen alle Objekte auch sehr explizit sind. Und jetzt, wo die Teile ihren Code selbst testen/compilen können, fliegen Fehler auch sofort auf, was bei normaler Sprache nicht ganz so einfach ist.
Brrr schrieb:
Was ich auch feststelle, ich schreibe viel häufiger kleine Tools. Dinge die ich früher manuell gemacht hätte, weil das automatisieren zu viel Aufwand gewesen wäre, lasse ich Claude Code rasch ein Skript schreiben. Das funktioniert sehr häufig sehr gut.
Was ich auch feststelle, Skill Atrophy. Meine Fähigkeiten werden schlechter, wenn ich zu viel mache. Ich habe mir deshalb angewöhnt, manche Coding Sessions ganz klassisch zu machen. Dokumentation lesen und selber implementieren.
Unterschreib ich völlig - aber das, was ich auf der einen Seite verliere, bekomm ich gefühlt in anderen Themenbereichen zurück, für die ich ohne KI nicht die Muße gehabt hätte. Browser-Add-Ons sind jetzt mein Ding, und auch zunehmend UIs, für die ich früher viel zu faul gewesen wäre, sprich "CLI reicht doch völlig".
chr1zZo schrieb:
sowie Roblox Maps mit Monetarisierung.
Oha, der kam unerwartet. Darf man fragen wie da die Pipeline aussieht? Also hat Roblox eine GUI die von der KI genutzt wird, oder wie kann man sich das vorstellen?
KitKat::new() schrieb:
Konnte man auch vorher schon - alles was man zum Programmieren brauchte war etwas Zeit, den billigsen Computer und Internet, sonst nichts.
Gibt doch sicher auch IDEs fürs Smartphone und Tablet, ich glaub die Zeiten ohne Zugang zu einer Entwicklungsumgebung sind endgültig vorbei. Und selbst wenn, Codepen und Konsorten gibts ja auch zuhauf, man hat also wirklich keine Ausrede mehr.
