bitfunker
ewohner
- Registriert
- Okt. 2001
- Beiträge
- 18.283
Hi, Folks!
Ich habt es sicherlich auch schon bemerkt: Seit ca. drei Monaten gibt es Lebkuchen und Spekualtius, wohin das Auge blickt. In jeder Fußgängerzone fallen schon mittags wildwütig betrunkene Glühwein-Opfer durch die Straße. Die Schaufenster quellen über vor Sternen und Bäumchen. Jedes dritte Fenster in Wohngebieten blendet uns wie das Leuchtfeuer einer Landebahn.
Bald ist wieder Weihnachten!
Ich störe mich jedes Jahr aufs Neue daran, dass unter der Flagge "Weihnachten" Geschäfte gemacht werden und es in der Regel als erstes um den Konsum geht. Doch dies muss man wohl akzeptieren, das Weihnachtsgeschäft ist soweit etabliert.
Was auch nicht ganz neu ist, aber zumindest subjektiv jedes Jahr schlimmer wird, ist die "Schnorrerrei" zum Fest.
Kaum sind die ersten Herbsttage angebrochen, quillt der Briefkasten über, weil div. "gemeinnützige Einrichtungen" mundgemalte Karten von kleinwüchsigen Halb- bis Vollwaisen aus Südost-Finnland verschicken.
Außerdem soll man noch für einen Betrag, für den viele Arbeitnehmer lang stricken müssen, irgendwelche Patenschaften übernehmen, um sich im Halbjahrestakt ein Photo zuschicken zu lassen.
Ach ja, dann bitte noch Spenden für diverse Verbände, Vereine, Interessengruppen und Kleintierzüchtervereine sowie für nahezu unbekannte Pflänzchen in der Eifel; sie könnten im Jahre 2063 vom Aussterben bedroht sein.
Und der gerade in der Stad campierende Zoo braucht natürlich wieder Futtergeld.
Und haben wir auch dieses Jahr nicht wieder die heilige Pflicht, einen Quadratmeter Regenwaldsumpf zu "kaufen"?
Usw.
Nix gegen Spenden und Gemeinnützigkeit, viele lobenswerte Aktionen und Einrichtungen leben in erste Linie davon & geben die erhaltenen Mittel auch verantwortungsvoll und zweckgemäß aus.
Aber mir stoßen zwei Dinge sauer auf: 1. Warum immer nur zu Weihnachten? Wird da nicht gezielt mit der "Besinnlichkeit" unsere größten Kaufrausches im Jahr gespielt? Ich meine, schon!
Und 2. und viel ärgelicher: Die ganzen grauen und schwarzen Schafe, die auf der Welle der Seriösen mitschwimmen. Wenn man sich so manchen Bittbrief samt Beilagen (so z.B. die echt aufwenigen Sticker als Beilage zur Spendenaktion für irgendwelche Dschungeltiger oder die Hochglanzfotos für Patenschaften) ansieht, muss man sich doch als eifriger Spendern verschaukelt vorkommen. Schließlich würde dieser Bettelpomp von den Geldern bezahlt, die eigentlich den Projekten zukommen sollten.
Ist das so richtig? Sollte man das unterstützen? Und: Sollte man in Zeiten von Kinder- und Altersarmut nicht auch im eigenen Ländle ein wenig sozialer werden, wenn man dies anlässlich Weihnachten denn möchte?
Klar, der Blick über den Tellerrand ist wichtig, aber dabei darf man imho den "Teller" nicht vergessen.
So, fertig. Mal sehen, was ihr davon haltet...
Ich habt es sicherlich auch schon bemerkt: Seit ca. drei Monaten gibt es Lebkuchen und Spekualtius, wohin das Auge blickt. In jeder Fußgängerzone fallen schon mittags wildwütig betrunkene Glühwein-Opfer durch die Straße. Die Schaufenster quellen über vor Sternen und Bäumchen. Jedes dritte Fenster in Wohngebieten blendet uns wie das Leuchtfeuer einer Landebahn.
Bald ist wieder Weihnachten!
Ich störe mich jedes Jahr aufs Neue daran, dass unter der Flagge "Weihnachten" Geschäfte gemacht werden und es in der Regel als erstes um den Konsum geht. Doch dies muss man wohl akzeptieren, das Weihnachtsgeschäft ist soweit etabliert.
Was auch nicht ganz neu ist, aber zumindest subjektiv jedes Jahr schlimmer wird, ist die "Schnorrerrei" zum Fest.
Kaum sind die ersten Herbsttage angebrochen, quillt der Briefkasten über, weil div. "gemeinnützige Einrichtungen" mundgemalte Karten von kleinwüchsigen Halb- bis Vollwaisen aus Südost-Finnland verschicken.
Außerdem soll man noch für einen Betrag, für den viele Arbeitnehmer lang stricken müssen, irgendwelche Patenschaften übernehmen, um sich im Halbjahrestakt ein Photo zuschicken zu lassen.
Ach ja, dann bitte noch Spenden für diverse Verbände, Vereine, Interessengruppen und Kleintierzüchtervereine sowie für nahezu unbekannte Pflänzchen in der Eifel; sie könnten im Jahre 2063 vom Aussterben bedroht sein.
Und der gerade in der Stad campierende Zoo braucht natürlich wieder Futtergeld.
Und haben wir auch dieses Jahr nicht wieder die heilige Pflicht, einen Quadratmeter Regenwaldsumpf zu "kaufen"?
Usw.
Nix gegen Spenden und Gemeinnützigkeit, viele lobenswerte Aktionen und Einrichtungen leben in erste Linie davon & geben die erhaltenen Mittel auch verantwortungsvoll und zweckgemäß aus.
Aber mir stoßen zwei Dinge sauer auf: 1. Warum immer nur zu Weihnachten? Wird da nicht gezielt mit der "Besinnlichkeit" unsere größten Kaufrausches im Jahr gespielt? Ich meine, schon!
Und 2. und viel ärgelicher: Die ganzen grauen und schwarzen Schafe, die auf der Welle der Seriösen mitschwimmen. Wenn man sich so manchen Bittbrief samt Beilagen (so z.B. die echt aufwenigen Sticker als Beilage zur Spendenaktion für irgendwelche Dschungeltiger oder die Hochglanzfotos für Patenschaften) ansieht, muss man sich doch als eifriger Spendern verschaukelt vorkommen. Schließlich würde dieser Bettelpomp von den Geldern bezahlt, die eigentlich den Projekten zukommen sollten.
Ist das so richtig? Sollte man das unterstützen? Und: Sollte man in Zeiten von Kinder- und Altersarmut nicht auch im eigenen Ländle ein wenig sozialer werden, wenn man dies anlässlich Weihnachten denn möchte?
Klar, der Blick über den Tellerrand ist wichtig, aber dabei darf man imho den "Teller" nicht vergessen.
So, fertig. Mal sehen, was ihr davon haltet...
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