Also der Donglevorschlag den einige hier gebracht haben bringt auch nichts.
Dongle wurden hauptsächlich bei sehr teuren (professionellen) Anwendungen verwendet. Allerdings ist die Raubkopierrate bei Firmen (die diese Software einsetzen) (mittlerweile) sehr gering. Die Firmen, in denen ich bisher gearbeitet habe haben ausschließlich Originalsoftware verwendet. Ich denke das Raubkopien nur noch in wirklich kleinen Firmen < 10 Mitarbeiter oder so überhaupt noch eine Rolle spielen. Das Problem ist einfach, das es für illegale Profisoftware wohl (fast) keinen Markt gibt im Gegensatz zu spielen (Stichwort: kommerzielle Raubkopien aus Russland/Asien).
Wer weiß wie Hardware funktioniert, der weiß auch, das alle Kopierschütze, die lokal arbeiten knackbar sind. Das gilt z.B. für DVD, Blu-Ray, Computerspiele.
Das Problem ist einfach das ein Computer keine verschlüsselten Inhalte verarbeiten kann. Irgendwo im Ram, CPU Registern oder sonstwo müssen die Daten "nackt" liegen, damit sie verarbeitet werden können.
Nur deswegen können auch Blu-Rays entschlüsselt werden.
Standardmäßig sind die Inhalte von Blu-Ray Videos bekanntermaßen AES verschlüsselt. Das verfahren ist bis heute nicht in akzeptabler Zeit brechbar (wenn man den Schlüssel nicht kennt). Das Problem ist, das die Blu-Ray lokal ausgeführt wird. Da der PC wie oben beschrieben keine verschlüsselten Daten verarbeiten kann, muss irgendwo der Schlüssel liegen. Per Reverse-Engineering kommt man an den Schlüssel und kann dann ganz einfach den Inhalt entschlüsseln.
Die (Spiele-)Industrie bzw. Kopierschutzhersteller haben in den letzten Jahren versucht die Hürde für das Reverse-Engineering immer höher zu legen. Das hat man z.B. an Starforce gesehen, der ja über ein Jahr nicht knackbar war (kopierbar schon, aber nicht knackbar). Das Problem bei Starforce z.B. ist das das Reverse Engineering ultra aufwendig ist. Erschwert wird das ganze dadurch, das es keine offene Spezifikation des Systems gibt. D.h. der Reverse-Engineerer sitzt quasi vor einer Blackbox und muss sich da durchbeißen. Hat er es aber einmal geschafft, das System zu "entschlüsseln" gibt es keine richtige Hürde mehr. Der Kopierschutzhersteller kann zwar ein paar Modifikationen in neuen Versionen vornehmen, aber das Grundkonzept bleibt das gleiche, das System ist nicht mehr hinreichend geschützt.
Das gleiche gilt übrigens auch für Dongles. Das kann auch alles Reverse-Engineerd werden.
Der einzigst effektive Kopierschutz ist das Verlagern des Prozessausführungsortes.
Das hat vorher schon einer geschrieben. D.h. das Spiel wird auf einem Server im Internet ausgeführt und nur der Bildschirminhalt wird auf den lokalen PC gestreamt.
Der neue Ubisoftkopierschutz ist eine Vorstufe davon. Da aber Bandbreite bei o.g. Kopierschutz eine entscheidende Rolle spielt, kann der heute noch nicht genutzt werden, weil die Bandbreitenanschlüsse einfach zu langsam sind. Da aber Ubisofts Kopierschutz auch zum größten Teil lokal ausgeführt wird, so wird auch dieser Kopierschutz (irgendwann) geknackt werden. Da es sich um ein neues System handelt kann es natürlich etwas dauern. Sobald der Kopierschutz reihenweiße geknackt wird, wird Ubi wohl auch Offlinepatches veröffentlichen.
Einen Vorteil sehe ich in den neuen Kopierschutzsystemen: Seit die DRM Geschichte angefangen hat, sind noch nie so schnell wie zuvor die Kopierschütze aus spielen entfernt worden (z.B. Anno 1404, Far Cry 2). Bei vielen alten Spielen ist der Kopierschutz nie entfernt worden (z.B. viele Need for Speed Teile).
Das führt dann teilweise zu großen Schwierigkeiten bei neuen Betriebssystem (z.B. Starforce), was bei ungeschützten Spielen (nicht unbedingt) der Fall wäre.
Jedenfalls sind die Onlineserver irgendwann für Ubi zu teuer, und einfach abschalten können sie nicht. Also denke ich kann man z.B. AC2 in 6 bis 12 Monaten komplett ohne Kopierschutz spielen (legal per Patch).
Hoffen wir es zumindest :-)