Die sterbenden AM5 CPUs - 9800X3D auf ASRock und ASUS Board

Bono35

Commander
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Hallo zusammen.

Ihr habt sicher von den Schlagzeilen gelesen, dass aktuell offenbar eine Reihe an X3D CPUs auf ASRock Boards (teilweise auch Asus) sterben und an den Pads entsprechend Spuren von Brand aufweisen. Gerade am Wochenende kamen entsprechend neue Berichte diverser Publikationen, die das Problem auf 9600X und 9700X - also non 3D CPUs - ausgeweitet haben.

Ich nutze aktuell einen Ryzen 9 7900X im 105 Watt ECO Modus auf einem Asus B650E-E mit 32 GB G.Skill Trident Z DDR5 6000 CL 36 Ram. Natürlich macht man sich ob der Haltbarkeit angesichts solcher Meldungen dann auch Sorgen um das eigene System - gerade in Zeiten wo Hardware nicht gerade billiger wird.

Meine Frage: Es wird in allen Berichten zum Thema geraten das BIOS upzudaten. Generell in meinen Augen ein guter Rat. Nur in Bezug auf mein Board, welches aktuell zuverlässig läuft, habe ich aktuell eigentlich kein Interesse ein Update zu fahren. Ich habe das System im September 2024 so in Betrieb genommen und bei Inbetriebnahme auf das im September 2024 aktuellste UEFI aktualisiert. Seitdem habe ich nichts mehr verändert, da das System wie gesagt zuverlässig läuft und beruflich "Mission Critical" ist.

Ich scheue das Upgrade auf die Version von Dezember 2025 aus zwei Gründen:

1. Es besteht nach dem Update keine Möglichkeit mehr ein Downgrade zu machen auf einer frühere Version da Asus dies blockt
2. Es bestehen zu dieser Version vielfache Berichte, dass Memory Training auch mit QVL RAM fehlschlagen kann und entsprechend das System unbrauchbar werden kann.

Frage:

Seht ihr die non x3D CPUs, betrieben ohne PBO, gleichermaßen gefährdet wie besagte 9800X3d CPUs auf diversen ASRock Boards die aktuell "reihenweise" (überspitzt gesprochen) abrauchen - oder ist das Ganze für Euch eher übertriebene Schlagzeilenmacherei?

Was würdet Ihr tun zur Vorbeugung? Das Problem scheint ja durchaus real zu sein - nicht nur bei ASRock sondern auch bei Asus, MSI und Gigabyte. Zudem wundert es mich, dass Computer Base das Thema noch nicht wirklich aufgegriffen hat.
 
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Bono35 schrieb:
Was würdet Ihr tun zur Vorbeugung? Das Problem scheint ja durchaus real zu sein
Bono35 schrieb:
die das Problem auf 9600X und 9700X - also non 3D CPUs - ausgeweitet haben.
Bono35 schrieb:
Ich nutze aktuell einen Ryzen 9 7900X
so what?

Bono35 schrieb:
Computer Base das Thema noch nicht wirklich aufgegriffen
ja weil es meist an den Nutzern lag:
ASRock hat das Thema einen Monat nach den Vorfällen noch einmal auf die Bühne zurückgeholt. Demnach habe es bei zurückgesendeten Mainboards mit vermuteten Beschädigungen passende Tests und Überprüfungen gegeben. Diese zeigten keine Defekte an den eingesendeten Platinen. Nachdem der Sockel von den Brandspuren befreit und gereinigt wurde, verliefen die Tests komplett fehlerfrei. Eine CPU-Beschädigung durch das Board schließt der Hersteller demnach aus.


Zuletzt gingen Beschädigungen an CPUs oft durch ein falsches Einsetzen der CPU beispielsweise „schief“ im Sockel zurück, das könnte auch hier der Fall gewesen sein. Dass es dabei nahezu immer die Gaming-CPU AMD Ryzen 7 9800X3D erwischte, lag primär am Kaufverhalten der Kundschaft, schließlich ist diese CPU auch die meistverkaufte von AMD in der Serie Ryzen 9000.
https://www.computerbase.de/news/ma...t-laesst-ryzen-9000-nicht-mehr-starten.91553/
 
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Es geht aber dabei um 9000er CPUs - dein 7900 sollte also davon erst gar nicht betroffen sein ?
 
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So neu ist das mit den 9600x und 9700x nicht -> Megathread

Ich glaube immer noch, dass AMD einen Anteil an dem Problem hat. Ich würde fast vermuten, dass Specs auf Kante genäht kommuniziert worden sind und man jetzt eigentlich etwas unmögliches lösen müsste: verbaute Hardware (Kondensatoren, Spannungswandler etc.) irgendwie über Softwarekorrekturen in den Griff zu bekommen.
Anders kann ich mir nicht erklären, warum AMD so fleißig bei RMA Prozessen mitmacht, wenn doch die Boardhersteller Schuld sein sollen ...
 
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Ja nun - wenn 9000er Non X3D CPUs betroffen sind, die sich ja so sehr nicht von den 7000ern unterscheiden, denke ich schon, dass man das man diskutieren bzw darüber nachdenken kann.

Danke für das Verlinken des Megathreads.
 
Installier Bios Updates wenn sie da sind.
Wenn das Problem auftritt, wird Asrock sicher dafuer aufkommen. Die Publicity, falls sie das nicht tun, wollen sie nicht
 
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Gilt die alte Regel "don't fix it when it's not broken" in Bezug auf UEFI Updates neuerdings nicht mehr?
 
Seitdem da alle paar MOnate doch recht relevante Sicherheitsupdates mitkommen kann man das schon up to date halten
 
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Mich stört dabei, dass es mittlerweile keinen Weg Zurück zu "known working" Versionen mehr gibt - jetzt wo Asus in der Tat ein Fallback verhindert.
 
Die Fälle gibts, wieviele das in Relation zu den abgesetzten Einheiten (9800x3d) nun tatsächlich sind? Habe keine Info dazu, vermutlich ist der prozentuale Anteil sehr gering. Dennoch ist das Problem da. Ausfälle in diesem Rahmen wird es leider immer wieder geben bzw gibt es, siehe 12VHPWR Stecker.
Wenn es einen mal trifft, dann hat man hoffentlich in einen seriösen Kanal gekauft und nicht bei irgendeinem ebay-Windei.

Persönlich nutze ich meinen 9800x3d seit Release. Ich habe seither jedes Bios-Update installiert und bin bis heute sehr gut damit gefahren. In meinem Umfeld sind mir ebenso keine Fälle bekannt wo es mit dieser CPU Probleme bzw Ausfälle gab, egal welcher Board-Hersteller.
 
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Bono35 schrieb:
die alte Regel "don't fix it when it's not broken"
Das ist wie "never change a running system" ziemlich überholt. Nur weil ein System läuft, heißt das nicht, dass es das auch gut tut - besonders hinsichtlich Systemsicherheit
 
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JP-M schrieb:
So neu ist das mit den 9600x und 9700x nicht -> Megathread

Ich glaube immer noch, dass AMD einen Anteil an dem Problem hat. Ich würde fast vermuten, dass Specs auf Kante genäht kommuniziert worden sind und man jetzt eigentlich etwas unmögliches lösen müsste: verbaute Hardware (Kondensatoren, Spannungswandler etc.) irgendwie über Softwarekorrekturen in den Griff zu bekommen.
Anders kann ich mir nicht erklären, warum AMD so fleißig bei RMA Prozessen mitmacht, wenn doch die Boardhersteller Schuld sein sollen ...
Und ich würde fast vermuten daß das ganze Gerede ein Sturm im Wasserglas ist und die allermeisten Fälle einzig und allein Schuld der User sind.
AMD spielt da mit weil es gesamt gesehen nur ein paar Einzelfälle sind und der problemlose Austausch sich positiv auf das Unternehmensimage auswirkt.
 
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Gut - dann sehe ich es eher so das ich mit 1,24 Volt SOC Spannung und maximal 1,1 Volt VCORE Spannung bei All Core Dauerlast wohl relativ im sicheren Bereich mit meinem System liege.

@BmwM3Michi Gute Frage - wahrscheinlich ein Update der Website. Das ist bei Asus öfter der Fall, dass deren Update Seiten temporär sich genau so verhalten.
 
Dein System läuft jetzt seit bald 1 1/2 Jahren stabil. Die Ausfälle treten i.d.R. ja relativ früh auf. Würde mir da nicht so viele Gedanken machen.
 
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Ebenso 7000er (7800X3D) und Asus Mobo...ja mache immer so 1-2 Wochen nach Bios Update draußen ist, das update.
Wenn nix mehr rollback geht, kannst dir sicher sein, dass da was "größeres" gefixt wurde.
Läuft ohne Probleme hier.

Mache lieber die bios updates, außer du weißt, warum nicht (Ram OC, bes. CPU UV etc).
 
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Manuelles OC betreibe ich garnicht. Ich betreibe die CPU sogar dauerhaft im 105 Watt ECO Mode, da die weitaus höhere Abwärme nicht im Verhältnis zur geringen Leistungssteigerung zum Stock Modus steht. Ram läuft im EXPO1 mit 6000 Mt.

Das Problem bei Asus ist, wie bei den meisten anderen Herstellern auch, dass sie keine konkreten Change Logs veröffentlichen.

Das keine Rollbacks mehr gehen, würde ich eher der Größe des UEFIs zuschreiben. Denn ich denke nicht, dass das B650E-E schon ein ROM mit 96 MB wie bei den Pro Art Boards aufweist. Da ist halt irgendwann Platzmangel.
 
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über USB BIOS Flashback sollte Downgrade normal möglich sein, oder nicht?
 
Laut Asus - nein. Laut Asus User Foren - nein.
 
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