Dienstwagenprivileg

Firma sitzt in HH und ich in Berlin. Ich möchte ungern ein Poolfahrzeug fahren. Ich muß ja kaum was von den 1% zahlen, also ist es für mich ein sehr guter Deal. Mir ging es nur um das Thema grundsätzlich.
 
Muhladde schrieb:
Wer keinen Dienstwagen fährt, weil er ihn beruflich braucht und keine 1% zahlt, der freut sich natürlich und stimmt dem lieben Staat zu, dass andere das zahlen müßen.
Klar, weil die 1% auch nicht erheblich weniger sind, als ein gleichartiges Neufahrzeug privat kostet. Wie uninfomriert kann man eigentlich sein?

Jetzt wird natürlich sofort wieder einer um die Ecke kommen und eine Rechnung mit einem kleineren Gebrauchten aufmachen, der dann weniger kostet als die 1% des Firmenwagens. Und jaja Listenpreis blablubb. Die Großabnehmerabatte bekomme ich privat eben nicht und genau das ist aber, wozu verglichen werden muss. Richtig ist zwar, dass ich privat meist nicht Bruttolistenpreis bezahle, den Rabatt, den man also Normal privat bekommt, ist aber nicht im Ansatz so hoch, dass er die 1% schlägt. Wäre dem so, würde eben genau keiner Firmenwagen fahren. Der wird gefahren, weil es für die Firma UND den Fahrer günstiger kommt.

Ich finde es eh immer so herrlich, dass hier damit argumentiert wird, dass alle immer auf den günstigsten Preis schauen und das beste P/L nutzen. Aber genau beim Firmenwagen wird dann damit arghumentiert, dass das nicht die günstigste Variante sei und all die Firmenwagenfahrer plötzlich lieber draufzahlen als Privat das gleiche Fahrzeug sich zu holen. Ist klar ne?

Und dann am Ende noch Stolz prahlen, dass man Steuerhinterziehung betreibt. Sich über den Staat aufregen entgegen aller Fakten, das der angeblich abzockt und dann selber betrügen bei der Steuer. Kannste du dir einfach nicht ausdenken eine solche Gehirnakrobatik...
 
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Muhladde schrieb:
Wer keinen Dienstwagen fährt, weil er ihn beruflich braucht und keine 1% zahlt, der freut sich natürlich und stimmt dem lieben Staat zu, dass andere das zahlen müßen. Soweit normales Verhalten.
Ich fühle mich einfach mal angesprochen und kann dir aber versichern, dass ich auch einen Dienstwagen habe.
Muhladde schrieb:
Die Details sind aber folgende. Man konfiguriert sich mehr Ausstattung oder ein vernünftiges Modell, was den Preis hoch treibt und man dafür an die Firma monatlich auch was zahlen muß.
Das entscheidende Detail ist: Das kommt auf die Firma an.
Was du auch verschweigst (oder nicht weißt) ist die Tatsache, das der Eigenanteil, den du an die Firma zahlst, vom geldwerten Anteil, z.B. den 1%, abgezogen werden.
Bei BLP 70k und 200€ Eigenanteil würdest du mit der 1% Regelung also nur 500€ zusätzlich versteuern. Schon bist du bei 0.7%
Muhladde schrieb:
Dann kommen die 1% vom Listenpreis, der ja durch Zubehör deutlich höher ist.
1% beim Verbrenner, 0.5% beim Hybrid und 0.25% beim Stromer.
Bei allen abzüglich des Eigenanteils (den man laut deiner Aussage ja so gut wie immer hat)
 
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Natürlich weiss er das mit den Eigenanteil nicht. Ich möchte mal nicht unterstellen, dass er so „naiv“ ist zu glauben, dass das sonst keiner wüsste und er das unterschlagen könnte.

Ebenso offensichtlich plappert er auch nur nach, was andere ihm vorgekaut haben, ohne das er es versteht oder erklären könnte. Alles was von ihm kam sind die 0815 „Argumente“
wie man sie ein jedes Mal hört und ebenso die gleichen Fehler inkl. dem Geprahle, dass man ja kein Dienstwagen haben könne und aus Neid dann dagegen sei.
 
Dienstwagenprivileg war gestern. Ab jetzt muss das Fahrradprivileg fallen. Das ist totaler blödsinns Populismus in reinstform. Man verbindet hier indirekt zwei Dinge, die nichts miteinander zu tun haben.
Es trifft aber das übliche Bild, zu komplexen Themen keine Lösung zu bieten, aber mit dem Finger auf andere zu zeigen.

IMG_2873.jpeg


Das Bild wurde von mir unten abgeschnitten, außer der Partei die es lanciert hat, stand nichts mehr dabei.
 
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Ja wer kennt es nicht, die zig Fahrräder auf den Autobahnen, die diese massiv abnutzen.

Alter, wer fällt auf so einen kompletten Blödsinn rein und stimmt diesem zu bzw. wer denkt sich sowas aus ohne sich in Grund und Boden zu schämen?
 
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knoxxi schrieb:
Das Bild wurde von mir unten abgeschnitten, außer der Partei die es lanciert hat, stand nichts mehr dabei.
War es denn eine, die das ernst meinte oder die Satire-Partei 'Die Partei'?
 
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War keine Satire Partei, nein.
 
Das ist einfach eine Kampagne zum Anstacheln gegen das Fahrrad und somit letztlich auch die Grünen, die dahingehend ja weit mehr in Richtung Fahrrad drücken. Die Zielgruppe kennt diese "Details" mit den Mofas und den cm³ nicht und 50€ wirkt nicht allzu hoch.

Das ist nichts anderes als böswilliger, schädigender Hetzwahlkampf....
 
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Natürlich könnte man nun sagen das die Diskussion völlig OT ist und nichts mit dem eigentlichen Thema zu tun hat.

Das sehe ich anders, weil es dafür genutzt werden soll von dem Thema abzulenken, sonst hätte man nicht das selbe wording verwendet um hier eine Verbindung herzustellen.

Mich würde wirklich die Kosten-Nutzen-Rechnung interessieren, was nach Erfassung der Daten, der permanenten Pflege, der Einhaltung der Regeln, der Kennzeichnung der Räder übrig bleiben würde. Ich vermute mal, mit einer 0 bist du noch sehr gut bedient.

Es ist und bleibt billigster Populismus, der rein der Hetze und Stimmungsmache dient. Gerade von einer Lokalpartei, die absolut nichts an den Gesetzen ändern könnte.
 
Das einzige ist wo man da einen Bogen spannen könnte ist das steuerfreie jobrad. Damit schiebt man den öffentlichen Diskurs noch weiter in Richtung Kleingeld in der Couchritze.

Der Rest ist ein billiger Versuch zu polarisieren leider fallen da genug Leute drauf rein.
 
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knoxxi schrieb:
Das Bild wurde von mir unten abgeschnitten
Schade ... ich hätte es interessant gefunden, zu erfahren, welche Partei das lanciert hat.
 
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@DerOlf
Kleiner Tipp: Eine blaue Partei...
Ein Plakat aus Hessen.
 
Gerechtigkeit herstellen mit noch mehr Steuern zahlen... :freak:
 
Gibt wohl Neuerungen, die mich echt fassungslos machen. Das E-Auto soll mehr subventioniert werden. (so weit so gut). Grundsätzlich bin ich ja für steuerliche Unterstützungen, die Förderungen auf 95.000 Eur anzuheben und dazu noch eine Abschreibung von 78% in den ersten 3 Jahren (40 ,24 und 14%) vorzusehen, ist skandalös. Da subventioniert der "kleine Mann" die Luxuskarren der Gutverdiener/Unternehmer. Das sollte so nicht sein. Stattdessen wäre es sinnvoller, wenn alle profitieren, weil sie steuerlich entlastet werden.
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/unternehmen/e-auto-dienstwagen-subventionen-100.html

Wo ist der Anreiz, Autos für den "kleinen Mann" zu bauen, wenn 95k Eur Karren abgesetzt werden können. So kommt das 25k-Auto doch nie. Stattdessen subventioniert man noch schön die chinesischen Hersteller, die unseren Markt bald überfluten werden und die deutschen Hersteller, die seit Jahren vor sich hinträumen und nicht mehr konkurrenzfähig sind. :( Aber Hauptsache das Deutschlandticket möglichst schnell wieder teurer machen.
 
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Vielleicht sollte ich meinen Chef doch fragen ob es nicht Zeit für den Dienstporsche ist.

Ich meine wir werben doch mit schnellem Service. Da brauch ich auch ein schnelles Auto :mussweg:
 
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