News Digital Markets Act: Apple legt Berufung gegen 500-Mio-Strafe der EU ein

Frank

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"Someone think of the poor shareholders!"

Hoffentlich haben sie hiermit keinen Erfolg. Die EU leistet generell bei den Tech-Giganten gerade großartige Arbeit und es wäre ein fatales Signal, wenn Apple hier Recht bekäme.
 
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CDLABSRadonP... schrieb:
Das nennt sich auch den Mund nicht vollbekommen. Erst krass geschont werden und dann auch noch motzen...
...und nun tatsächlich sogar noch tätig werden.
Auf dass sie sich ein Eigentor schießen!
 
Zuletzt bearbeitet: (Vertippsel)
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Jaja Apple. Geriert euch sehr gerne weiter in der Opferrolle und versucht, Stimmung gegen die EU zu machen.

Ich kopiere mal ganz frech:
Häufig besuchte Orte könnte die Navigations-App problemlos lokal speichern, unter der vollen Datenherrschaft des Nutzers und ganz ohne Konflikt mit der DMA.

Das Problem ist nicht das Apple das nicht könnte, oder das es zu viel Aufwand wäre, sondern das Apples Geschäftsmodell genau das vorsieht was das DMA verbietet.

Nämlich das eigene Monopol auszunutzen um die Nutzer der eigenen Dienste maximal an sich zu binden und dabei auch maximal "auszuschlachten" - in dem Fall um Daten zu erheben die sich vermarkten lassen. Wer wann wohin fährt ist dabei natürlich Gold wert.

Das selbe gilt für die Synchronisationsdienste. Diese "könnten" mit einem offenen protokoll arbeiten so das man auch 3rd Party Dienste zu Synchronisation und Remote-Steuerun verwenden könnte - entsprechende Authorisation auf dem Endgerät vorausgesetzt.

Das Will Apple aber nicht. Apple will das das nur mit eigenen Apps von Apple Geräten geht, unter Kontrolle von Apple. Begründung "Sicherheit" - Der Endnutzer könnte ja sonst einem unsicheren Dienst erlauben sein Gerät fernzusteuern. Das geht ja garnicht. Apple ist natürlich selbst per Definition "sicher".

Oder noch schlimmer Spiegelung. Der Horror. Da könnte ja jemand seine Apps und seine Daten von einem Iphone auf ein Drittgerät oder einen Emulator spiegeln !$!$!$!!!!

Es ist ganz offensichtlich was hier abgeht. Apple passt der DMA nicht, weil der DMA unlautere Kundenschädigende Praktiken verbietet.

Statt die Dienste von vornherein Kunden- und Mitbewerberfreundlich anzubieten werden sie aber weiter maximal auf das Apple-universe gedrillt und dann halt den EU Kunden vorenthalten.

Man muss sich aber fragen, wer hier die A-Karte zieht. Die EU Kunden die die Features nicht haben? Oder vielmehr die Kunden ausserhalb der EU die Apple komplett kontrollieren kann. Denn wer auf die Fahne Apples schwört hat nichts mehr was ihm selbst gehört.

Aber die verteidigenden Kommentare kommen gleich.

Die glücklichen Sklaven sind die gewaltätigsten eifrigsten Verteidiger ihrer Ketten!
 
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Vor allem beklagt Apple (laut Zitat von Macrumors) die verwirrenden Bedingungen für Entwickler...Ja Apple, wenn ihr euch dem DMA gegenüber complaint halten und nicht versuchen würdet die Entwickler über 5 Hintertüren weiter zu knechten, wären die Bedingungen auch nicht verwirrend.
 
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Fuer mich ist das immer noch als wuerde ich meinen Verkaufsstand mitten im Media Markt aufbauen und den Laden einfach um 5% unterbieten.
 
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Tici schrieb:
Vor allem beklagt Apple (laut Zitat von Macrumors) die verwirrenden Bedingungen für Entwickler...Ja Apple, wenn ihr euch dem DMA gegenüber complaint halten und nicht versuchen würdet die Entwickler über 5 Hintertüren weiter zu knechten, wären die Bedingungen auch nicht verwirrend.
Es ist einfach Malicious Compliance.

Apple hat die Leute um Mame4iOS ein ganzes Jahr hingehalten. Die mussten ihren Emulator in Arcademania umbennen, nachdem die EU Apple gezwungen hatte Emulatoren zu akzeptieren. Diese Hinhalteaktik ist typische Malicious Compliance. Das sie auch genau vor Ablauf der Jahresfrist zugestimmt haben ebenso, da sonst die Wettbewerbshüter evtl. eingeschritten wären. Man hofft das die Leute aufgeben.
 
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Bei dem Umsatz sollte man meinen können, dass Apple sich Juristen leisten könnte, um compliant zu sein.

Armes Unternehmen, wirklich traurig :(
 
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In der Stellungnahme zur Benutzung erklärt der Endnutzer, dass Apple dem Endnutzer vorschreiben wolle, wie er seine Hardware/sein Gerät zu betreiben habe und ihm Geschäftsbedingungen aufzwänge, die für Nutzer verwirrend und sogar schädlich seien. Um weiter hip und trendy zu sein, habe man die AGB jedoch ungelesen angenommen.
Das wäre die Formulierung aus Sicht der Nutzer (Google ist nicht wirklich besser), da wird aber von profitiert, daher ist das komplett okay.

Ich würde mir wirklich wünschen, man könne Hardware uns Software metaphorisch trennen. Sprich, ich kaufe die Hardware, egal ob Apple, Nintendo, Playstation oder was auch immer, bei der der Hersteller einfach kein Mitspracherecht mehr hat, was die Benutzung der Hardware angeht und die AGB ausschließlich für Online-Services und ähnliches gilt, sodass die Hardware eben nicht effektiv unbrauchbar wird, wenn der Hersteller mit dem falschen Fuß aufsteht.

Mal gucken, was da auf EU-Ebene die nächsten Jahre noch so kommt.
 
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Axxid schrieb:
Fuer mich ist das immer noch als wuerde ich meinen Verkaufsstand mitten im Media Markt aufbauen und den Laden einfach um 5% unterbieten.
Das ist schön, was es für dich ist. Nur hinkt der Vergleich gewaltig. Stell dir vor, Media Markt besitzt nicht nur das Geschäft, sondern kontrolliert auch die Fussgängerzone/Shopping Mall davor und darf entscheiden, wer überhaupt in den Laden kommt oder gesehen wird. Und wenn MediaMarkt aus irgendwelchen fadenscheinigen Gründen den Zutritt (auch ungerechtfertigterweise) verwehrt, darfst/kannst du nichts machen. - Wenn du solche Machtverhältnisse grundsätzlich gut findest, schau mal, ob du heute noch einen Flug über Peking nach Moskau oder Pyongyang findest.

Flutefox schrieb:
Es ist einfach Malicious Compliance.

Apple hat die Leute um Mame4iOS ein ganzes Jahr hingehalten. Die mussten ihren Emulator in Arcademania umbennen, nachdem die EU Apple gezwungen hatte Emulatoren zu akzeptieren. Diese Hinhalteaktik ist typische Malicious Compliance. Das sie auch genau vor Ablauf der Jahresfrist zugestimmt haben ebenso, da sonst die Wettbewerbshüter evtl. eingeschritten wären. Man hofft das die Leute aufgeben.
Das ist alles Fake News. Laut @Axxid ist das, was die EU macht, ein Einschnitt in unsere Grundrechte. /s
 
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ich verstehe die aufregung nicht
wer überteuerte i-phones kauft und sich dann über überteuerte apps aufregt
ist doch selbst schuld
da sollte die EU sich ganz raushalten (die haben genug echte probleme)
lösungsvorschlag# kauft einfach keine i-phones mehr dann regelt es der markt schon selbst
 
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Stimme Apple zu, die Summe der Geldstrafe geht so nicht klar. Sollten 750 Mio. Euro sein.
 
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Realistisch ist die Summe mindestens bis Rechtskräftigkeit immer auch politische Verhandlungsmasse. Die Verhandlungen für ein mögliches neues Handelsabkommen zwischen EU- und USA laufen ja. Möglicherweise erhofft sich Apple auf diesem Weg bedacht zu werden.
 
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tolotos66 schrieb:
da sollte die EU sich ganz raushalten (die haben genug echte probleme)

Also soll der EU der freie Zugang zum Markt egal sein?
Zumal die EU mehrere Probleme parallel bearbeiten kann. Da gibt es mehrere Teams
 
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Axxid schrieb:
Fuer mich ist das immer noch als wuerde ich meinen Verkaufsstand mitten im Media Markt aufbauen und den Laden einfach um 5% unterbieten.

Hat dein Media Markt denn ein Quasi-Monopol auf Unterhaltungselektronik?

Das hat Apple nämlich in Bezug auf die Plattform iOS und die entsprechenden Apps.

Vergleiche sind schon eine hohe Kunst.
 
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In der Stellungnahme zur Berufung erklärt Apple, dass die EU-Kommission dem Hersteller vorschreiben wolle, wie er seinen App Store zu betreiben habe und ihm Geschäftsbedingungen aufzwänge, die für Entwickler verwirrend und für Nutzer sogar schädlich seien. Um weitere Strafen zu vermeiden, habe man die Änderungen jedoch vorgenommen.

In Apples Augen hätten sie die DMA-Vorgaben mit ihren neueren Änderungen für den App Store umgesetzt.
In Wirklichkeit haben sie die kritisierten CTF in ein neues verwirrendes Gewand gesteckt, ohne dabei die DMA Vorgaben tatsächlich umzusetzen.
Auf Entwickler kommen erneut neue Tarife und vor allem Möglichkeiten zu, ihre Anwendungen über den Apple-Softwareladen und darüber hinaus zu vermarkten. Das Tarifdickicht ist allerdings nur schwer zu durchblicken.

Die umstrittene "Core Technology Fee" (CTF) für "digitale Güter und Dienste" entfällt ab dem 1. Januar. Sie wird durch eine "Core Technology Commission" (CTC) und eine "Initial Acquisition Fee" ersetzt. Diese beträgt 2 Prozent auf Verkäufe von digitalen Gütern und Diensten "durch neue Nutzer" innerhalb von sechs Monaten nach dem ersten Download einer App.

Weiterhin wird Apple zwei neue "Tiers" als "Store Service Fee" einführen. Für 5 Prozent Provision (Tier One) gibt es grundlegende Dienste wie "App-Vertrieb und App-Auslieferung", Sicherheitsfunktionen sowie App Management. Für 13 Prozent (Tier Two) sind "alle Dienste aus dem heutigen App Store" enthalten. Was das konkret bedeutet, muss sich noch zeigen. Verwirrenderweise gibt es laut Angaben von 9to5Mac auch noch eine weitere Tarifstufe der CTC, die allerdings offenbar dauerhaft anfällt, wenn über alternative Wege verkauft wird: Sie soll 5 Prozent betragen.
Heise
 
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Flutefox schrieb:
Häufig besuchte Orte könnte die Navigations-App problemlos lokal speichern, unter der vollen Datenherrschaft des Nutzers und ganz ohne Konflikt mit der DMA.

Das Problem ist nicht das Apple das nicht könnte, oder das es zu viel Aufwand wäre, sondern das Apples Geschäftsmodell genau das vorsieht was das DMA verbietet.

Nämlich das eigene Monopol auszunutzen um die Nutzer der eigenen Dienste maximal an sich zu binden und dabei auch maximal "auszuschlachten" - in dem Fall um Daten zu erheben die sich vermarkten lassen. Wer wann wohin fährt ist dabei natürlich Gold wert.

Die Daten werden (!) lokal gespeichert und an keiner Stelle ist es Apples Geschäftsmodells diese Daten irgendwie zu monetarisieren!

Flutefox schrieb:
Oder noch schlimmer Spiegelung. Der Horror. Da könnte ja jemand seine Apps und seine Daten von einem Iphone auf ein Drittgerät oder einen Emulator spiegeln !$!$!$!!!!

Spiegelung erlaubt den Remote-Zugriff auf das eigene iPhone, soweit ich weiß (ich lebe in der EU, konnte es also nicht testen) ohne dies bei jeder Session erst auf dem iPhone zu starten.
Damit das gelingen kann, muss der sich verbindende Mac den Sperrbildschirm des iPhones umgehen können und "Sperrbildschirm umgehen" ist eine Sache die wörtlich ein Millionengeschäft ist!
Dass das nur auf Geräten funktioniert die vertrauenswürdiges Sicherheitsniveau erreichen und eine sichere Kette der Verbindung zum iPhone aufbauen können ist absolut im Sinne des Nutzers.
Sonst kann sich jeder Windows-PC mit deinem iPhone verbinden, speichert die Schlüssel dafür und der Windows-PC selbst ist so offen wie ein Scheunentor und damit auch der Zugriff auf das iPhone.

Und ja, Apple selbst ist die Definition von sicher, denn wenn ich dem Hersteller meines Smartphones nicht vertraue(n kann), dann kann ich das Gerät sowieso nicht nutzen!
Wenn du Angst hast, dass Apple dich ausspioniert, dann kannst du natürlich auch kein iPhone nutzen - aber dann kannst du auch kein Android nutzen, wenn du keine CFW nutzt und den Sourcecode selbst durchgesehen, verstanden und verifiziert hast, bevor du ihn für dein System kompiliert hast, auf einem Compiler dessen Source du dir auch angesehen hast, denn der könnte gegebenenfalls selbst eigene Backdoors einfügen
 
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Apple hat kein Monopol auf Unterhaltungselektronik. In der EU laufen 66% der Geraete mit Andoid LINK. Und ganz ehrlich, dass Apple ein goldener Kaefig ist, ist seit Jahrzehnten bekannt.

Edit: Apple hat ein eigenes Oekosystem erschaffen und damit abartig viel Geld verdient. Aber es wird niemand gezwungen diese Produkte zu nutzen.
 
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