Dockingstations via USB - Probleme?

fat32

Cadet 3rd Year
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Hi,

ich plane die Anschaffung eines Notebooks, das ich sowohl zuhause als auch unterwegs nutzen will. Zuhause soll das Notebook an einen Bildschirm, Tastatur und Maus angeschlossen werden. Um nicht jedes Mal alles ein- und ausstecken zu müssen, dachte ich an eine Dockingstation.

Die Lenovo Thinkpads besitzen ja unten einen Stecker, mit dem man sie auf die Dockingstation stellen kann. Allerdings gefallen mir diese Geräte aufgrund des Preises, der Ausstattung und der Optik nicht. Mag ja sein, dass die gut verarbeitet und hochwertig sind, aber 1000€ für ein Notebook mit i3 und 4GB RAM ist einfach übertrieben.

Ich habe bisher außer den Thinkpads keine anderen Notebooks mit richtigem Dockinganschluss gesehen.

Es gibt ja auch Dockingstations, die über USB 3 angeschlossen werden. Was genau sind die Nachteile gegenüber einer richtigen Dockingstation? Kann man darüber auch problemlos einen zweiten Bildschirm betreiben? Arbeiten diese Stations mit Ubuntu zusammen oder kommt es da zu Problemen?

Grüße
fat32
 
USB 3.0 Docking funktioniert derzeit eher schlecht mit Linux. USB Hub und Netzwerk funktionieren in der Regel, Display streut zwischen "geht gar nicht" bis hin zu "nur geklonte Anzeige", Laden des Geräts über USB ist auch eher "naja". Wenn ich mich richtig entsinne hat ein Hersteller der entsprechenden Chipsätze vor wenigen Monten nachgedacht, ob vielleicht doch mal ein bisschen Treiber in den Kernel commited werden. Da wird aber wohl noch Zeit ins Land gehen.

Sonstige Nachteile: Die Bildschirmauflösung sowie die Bildwiederholrate sind oft stark begrenzt. Wo ein modernes gerät + Dock 4K mit 30Hz oder gar 60Hz bespielen kann, steht zu befürchten, dass bei WQHD Schluss ist. Wobei die Bildrate dann mitunter stark davon abhängt wie viel Bewegung im Bild ist, un wie groß die Last auf den USB Port ist, weil vielleicht über das Gbit Netzwerk auch noch Daten geschaufelt werden.

Geräte mit Dockinglösungen gibt es:
Lenovo Thinkpads (nicht alle!)
Dell Latitude (auch nicht alle)
HP Pro/Elitebook (auch lieber 2x hinschauen)




Die kosten aber meist alle gutes Geld. Im Vergleich mit so einem Acer Plastebomber ist bei selber Hardware mindestens mit Faktor 2 zu rechnen. Meiner Meinung nach ist die Investition aber sinnvoller die die Kisten dann meist wirklich 5Jahre aufwärts halten trotz täglichem mobilem Einsatz.
 
Zuletzt bearbeitet:
Achso die USB 3.0 Dockingstationen haben keinen Nachteil wenn du die per USB 3.0 mit einem NB verbindest
 
Bitte bei sowas Äpfel und Birnen trennen.

Über USB 3.0 (ohne 3.1 Typ C) wird kein Displaysignal übertragen. Das Displaysignal muss von der CPU berechnet werden und wird dann mittels DisplayLink Datenpakte über USB gesendet. Anschließend sitzt in dem Docker ein Chip von DisplayLink der den Datenstrom dekomprimiert und an die Anschlüsse (Meist DVI-D oder DVI-I plus DP oder HDMI) ausgibt.

Diese Systeme unterliegen diversen Begrenzungen bezüglich Auflösung, Bildrate und Inhalte. Arbeiten geht an solchen Boxen mit 2xFHD oder auch WQHD noch ganz gut. Auch FHD Videos gehen meistens ohne Probleme.

Man muss jedoch den einen USB Anschluss dann Ganzheitlich sehen. Nach 4Gbps ist Schluss mit Bandbreite. Erwartet man also volle 1Gbps via Ethernet und gleichzeitig 2x WQHD ala max. FPS dann kann einfach der USB nicht mehr mit.

Ansonsten funktionieren die Teile simpel. Treiber installieren, anschlie0en, Monitor einrichten, fertig. Gilt aber nur für Windows Umgebungen.
 
Es gibt sicher einen Grund, warum es teurere Laptops mit entsprechenden Dockingstations gibt.
Gerade, wenn es um die Grafik geht. Je nach Auflösung und Farbtiefe wird da schon so einiges abverlangt.

Ob da eine USB-Lösung das Richtige ist, wage ich zu bezweifeln.

Mich interessiert das Thema auch, auch wenn ich momentan keine Anwendung dafür habe. Aber wer weiß, was die Zukunft bringt.

Vielleicht gibt es ja den einen oder anderen, der schon mit verschiedenen Varianten Erfahrungen gesammelt hat.
 
Ich benutze folgende Dockingstation:
http://plugable.com/products/ud-3900

Angeschlossen ist meistens ein Microsoft Surface Pro 3 (Mobile i7 Dual Core); manchmal auch ein Samsung Chronos (i7 Quad Core).

Limitationen:
Die meisten Universal USB Dockingsstationen benutzen den virtuellen DisplayLink controller. Offiziell gibt es von Plugable keinen Linux Support.

Jedoch hat DisplayLink speziell für Ubuntu einen Treiber:
http://www.displaylink.com/downloads/ubuntu

Probiert habe ich den Treiber allerdings nicht.

Andere Nachteile: Der Grafikadapter ist "virtuell", wird also in Software erzeugt. 3D Unterstützung geht nicht; die meisten Spiele stürzen einfach ab (GDI Spiele wie z.B. Shredder Chess ist allerdings kein Problem).

Normales Arbeiten, zumindest unter Windows, ist problemlos möglich (Web, SoftMaker Office, Programmieren). Allerdings benötigt der Treiber auch CPU Resourcen (auf meinem Surface Pro 3 gönnt sich der DisplayLink DisplayManager zwischen 5-8% CPU); je höher die Auflösung, desto mehr CPU Resourcen. Allerdings nur, wenn die Verbindung zur Dockingstation hergestellt ist.

Ich persönlich mag die Universal Dockingstation sehr, habe allerdings (im Moment zumindest) dafür nur Windows als Hauptsystem in Benutzung.

Tut mir leid, dass ich nicht auf Ubuntu testen kann, aber Linux läuft für mich nur entweder als VM oder auf meinem alten Netbook...
 
Geräte mit Dockinglösungen gibt es:
Lenovo Thinkpads (nicht alle!)
Dell Latitude (auch nicht alle)
HP Pro/Elitebook (auch lieber 2x hinschauen)




Die kosten aber meist alle gutes Geld. Im Vergleich mit so einem Acer Plastebomber ist bei selber Hardware mindestens mit Faktor 2 zu rechnen. Meiner Meinung nach ist die Investition aber sinnvoller die die Kisten dann meist wirklich 5Jahre aufwärts halten trotz täglichem mobilem Einsatz.
Sollte ich mich wirklich überwinden können, so viel Geld zu investieren, ist die Frage, ob das dann auch vernünftig mit Ubuntu läuft. Weißt du das?

Achso die USB 3.0 Dockingstationen haben keinen Nachteil wenn du die per USB 3.0 mit einem NB verbindest
Habe gelesen, dass diese Dockingstations die CPU stark belasten, was zu einem hohen Verschleiß führt. Das und die Linux-Problematik lassen mich noch zweifeln, ob so eine Station wirklich das richtige für mich wäre.

Sieht so aus, als wäre der Traum von der Dockingstation geplatzt :D Es sei denn, ich steige wieder auf Windows um
 
Alle drei Firmen bieten ihre Geräte teils ab Werk mit Linux an. Entsprechend gibt es in der Regel einen passablen Support. Die Community für Linux auf Thinkpads ist groß, bei Dell ist die Community deutlich kleiner und bei HP habe ich keinen Schimmer.

Erfahrung Dell Support für ein E7440: Anrufen mit Problemchen mit der Hardware unter Linux (Ubuntu). Dank 3-Jahre Support Paket deutsche Telefonisten und man wird an Pinguinversteher weitergereicht. Also Hardwaretausch nicht half gab es recht zeitnah ein Biosupdate um das Problem zu beheben. Also trotz anderem Betriebssystem als Auslieferungszustand volle Unterstützung. Mit minimalem Aufwand bekommt Linux gleiche bis bessere Laufzeiten als Windows hin. Hardware funktioniert bis auf den SmartCardreader und Fingerprintsensor auf Anhieb. Ob und wie die Dinger zur Arbeit zu bewegen sind -> Mir egal!
Dockingport funktioniert allumfänglich. Einzig Displays die mit Displayport angeschlossen sind, bekommen den Linksynch nicht immer hin. EIn Wechselt mit Strg+Alt+F1 und wieder auf F7 zurück helfen jedoch. Da hat Intel bereits seit langer Zeit einen halbwegs "beliebten" Eintrag im Bugtracker aber sorecht besser wird es nicht.

Abseits davon ist ein Zweites E7440 mit Ubuntu bei einem Freund von mir im Einsatz. Seit einigen Monat mit 0 Support meinerseits.



CPU-Last verursacht keinen Verschleiß. Maximal der Lüfter, aber das sollte wenn nur ein Problem für billigst Geräte sein.
 
Wie schon gesagt: Wenn du Linux nutzen willst, kommst du um eine "echte" Docking-Lösung nicht herum.
USB3.0/3.1 mag mit Windows und speziellen Treibern funktionieren, aber die Docks arbeiten über PCIe, benötigen also keine komplizierten Treiber.
Die Thinkpads (L-Serie aufwärts) laufen einwandfrei mit Linux, habe hier selber eins mit Debian im Einsatz. Zusätzlich funktioniert das Dock wirklich überragend, hab da noch nie Abstürze oder so gesehen während des Dockens.

Edit: Falls du übrigens Student bist, da gibt es verschiedenste Vergünstigungsangebote. Von 1000€ für nen i3 und 4 GB RAM kann da keine Rede sein, eher 1000€ für nen i5, 256 GB SSD und 8 GB RAM (wobei zusätzliche 8 GB ja eh nur 40€ kosten...)
 
Zuletzt bearbeitet:
Oder ein bisschen warten und einen neuen Laptop mit Thunderbolt 3 (USB Typ C) Anschluss kaufen, dass sollte unter Linux auch problemlos funktionieren, da im Gegensatz zu einer USB 3.0 Docking Station keine Treiber etc. benötigt werden. Das müsste aber noch einmal jemand bestätigen, da ich selber kein Linux Nutzer bin.

Wie bereits erwähnt worden ist funktionieren die Docking Stations von HP, Lenovo, Dell, Fujitsu auch problemlos mit Linux, manchmal kommt es zu kleinen Fehlern, aber die werden schnell beseitigt. Bei Lenovo Dell und HP werden die Laptops und Docks auch ausführlich mit Linux getestet und sind offiziell kompatibel.
 
USB 3.1 und auch Thunderbird brauchen genauso Treiber unter Windows und Linux. Da würde ich nicht erwarten, dass man als Nutzer von Linux direkt am ersten Tag mit voller Unterstützung loslegen kann. Vor allem nicht mit Ubuntu oder ähnlichen Distris, die kein RollingRelease sind und daher nie den aller neusten Kernel haben. Wobei die volle Unterstützung oft auch unter Windows direkt vom ersten Tag weg nicht immer astrein ist.
 
Edit: Falls du übrigens Student bist, da gibt es verschiedenste Vergünstigungsangebote. Von 1000€ für nen i3 und 4 GB RAM kann da keine Rede sein, eher 1000€ für nen i5, 256 GB SSD und 8 GB RAM (wobei zusätzliche 8 GB ja eh nur 40€ kosten...)
Ja, ich bin Student. Welche Vergünstigungsangebote meinst du? Die bei notebooksbilliger sind ja nicht so der Renner...

Oder ein bisschen warten und einen neuen Laptop mit Thunderbolt 3 (USB Typ C) Anschluss kaufen, dass sollte unter Linux auch problemlos funktionieren, da im Gegensatz zu einer USB 3.0 Docking Station keine Treiber etc. benötigt werden. Das müsste aber noch einmal jemand bestätigen, da ich selber kein Linux Nutzer bin.
Würde es sich auch lohnen, bis nach der Cebit zu warten? Dann würde ich einfach solange ein billiger Notebook (80€) von einem Kumpel abkaufen und danach wieder auf eBay verkaufen. Ich brauche für die Klausurenphase in der Uni (ab Februar) halt dringend ein Notebook zum Anschauen von Folien und Recherchieren im Internet. Also keine hohen Ansprüche erstmal
 
z.B. hier. Such einfach bissl rum, da findet man genug.
 
Danke für den Link! Sieht gut aus :)

Ich habe noch nicht so ganz durchschaut, wie ich jetzt erkenne, ob so ein Notebook Dockingfähig ist oder nicht. Welche Modelle von Lenovo sind das? Alle Thinkpads?
Ergänzung ()

Die Lenovo Thinkpads L im Studienprogramm sehen gut aus. Für etwa 780€ gibts 14", Dockinganschluss, i5 Dualcore, 8GB RAM und 256GB SSD. Und man kann für 50€ auf 16GB RAM upgraden.

Danke für den Tip!

Und der "richtige" Dockinganschluss läuft "sicher" auch auf Linux?
 
Bei der L-Serie sind alle mit Prozessorgrafik dockingfähig. Steht bei dem von mir geposteten Shop auch dabei, wenn sie nicht dockingfähig sind. Bei den höheren Serien weiß ich es nicht, findet man aber z.B. bei Thinkwiki

Edit: Ja, der "richtige" Dockinganschluss läuft zu 100% mit Linux. ;) Hab's hier in Verwendung. (Debian Stretch mit Kernel 4.3). Halbwegs aktuelles Linux brauchst aber schon (z.B. Ubuntu 15.10).
 
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Andererseits, wenn ich so darüber nachdenke... Eigentlich bringt mir die Dockingstation ja nur was, wenn ich auch ein richtig gutes Notebook habe, mit dem ich meinen Desktoprechner ersetzen kann. Die Lenovos mit Dockingstation und Studentenprogramm haben aber alle keine Quadcores. Ich weiß nicht, ob ich das wirklich will, weil einen Dualcore habe ich ja jetzt schon...

Hätte nicht gedacht, dass die Entscheidung so schwer fallen kann...
 
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