DS DSLite CGNAT

Chibi88

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Hallo,

ich komme bei den Begriffen noch durcheinander. Kann mir das jemand so erklären, dass es ein 8 jähriger versteht?

Soweit ich das verstehe:

DS: Public v4 und v6 Adressen werden genutzt?

DSLite: private v6, public v6 wird genutzt?

CGNAT: dslite?

Danke
 
Chibi88 schrieb:
DS: Public v4 und v6 Adressen werden genutzt?
korrekt
DSLite: private v6, public v6 wird genutzt?
Bei DSlite hast du nur eine öffentliche IPv6 und private IPv4. IPv4 Traffic wird durch IPv6 getunnelt und bei einem AFTR-Gateway des Providers wieder auf IPv4 überetzt (und umgekehrt). Ein überlastetes AFTR-Gateway kann deinen kompletten IPv4 Traffic lahmlegen.
Bei CGNAT hast du nur eine öffentliche IPv6 und private IPv4. Für IPv4 ist es ähnlich wie wenn du zuhause 2 Router hintereinander als Routerkaskade hättest. IPv4 Traffic ausgehend ist kein Problem, IPv4 Traffic eingehend muss erst durch einen NAT Router beim Provider.
IPv6 geht direkt.
Dass das IPv4 NAT Gateway Performanceprobleme verursacht ist eher unwahrscheinlich.
 
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Bei CGNAT ist dann über IPv4 auch nicht so ohne Weiteres etwas bei die Zuhause von Außen erreichbar, bspw. von unterwegs auf sein NAS zugreifen oder irgendein Gameserver auf einem heimischen PC. Das ginge dann nur über die IPv6 Adresse.
Denn bei CGNAT teilen sich mehrere Internetanschlüsse eine IPv4 Adresse und bei eingehenden Verbindungen weiß das NAT nicht, zu welchem Anschluss die Verbindung gehen soll. Bei ausgehenden Verbindungen ist das aber kein Problem, denn dort weiß das NAT, von welchem Anschluss die Verbindung kommt und kann dann die Daten auf dem Rückweg wieder an den Anschluss weiterleiten.
 
DS: IPv4 + IPv6
CGNAT: NAT auf Providerseite um IPv4 Adressen zu sparen, mehrere Kunden teilen sich eine öffentliche IPv4 Adresse
DSLite: Eine spezielle Variante von CGNAT. Hier wird der IPv4 Traffic des Kunden durch IPv6 zum Provider getunnelt und dort geNATet.
 
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Chibi88 schrieb:
Normal interessiert Dich das nicht, daher müssten wir wissen – um es für Deine Perspektive passend erklären zu können –, warum es Dich interessiert. (Nur) drei Beispiele solcher Perspektiven:
  1. Willst Du einen Server, einen Dienst daheim bereitstellen (Online-Spiel hosten, …)?
  2. Willst Du einen neuen Internet-Anbieter auswählen (1&1, Cable, …? Oder
  3. willst Du selbst ein Internet-Anbieter werden und überlegst noch, ob Du IPv4-Adressen sparen willst? :D
kartoffelpü schrieb:
hätte natürlich noch dazuschreiben können, dass das […]
Und dass es richtig schlecht ist. Themen in der Informatik sind so gut wie immer nicht allgemein beantwortbar sondern aus der Perspektive des Fragenden zu beleuchten. Nicht umsonst haben wir hier oft diese Erwähnung des XY-Problems.
 
norKoeri schrieb:
Themen in der Informatik sind so gut wie immer nicht allgemein beantwortbar sondern aus der Perspektive des Fragenden zu beleuchten. Nicht umsonst haben wir hier oft diese Erwähnung des XY-Problems.
Was aber in diesem Thread nicht anzuwenden ist. Denn der TE will ja kein praktisches Problem gelöst haben, sondern lediglich eine grunsätzliche Erklärung der Begriffe für ein besseres Verständnis.
 
Leider ist auch das eine Ausprägung eines XY-Problems: Gibt Viele, die auf einmal nach Begriffen fragen, alles Unmögliche verstehen wollen, aber eigentlich ein Problem versuchen selbst zu lösen. Genau diesen Ansatz hat der Thread-Ersteller schon mal vor zwei Jahren probiert …

Und Du hast weiterhin das Problem der Perspektive, wieder drei Beispiele: Du kamst mit Web-Surfen und Dienste, also eingehend und ausgehend. h00bi mit den Servern dazwischen. darkiop versuchte eher die IP-Versionen zu erklären.

Vielleicht will der Thread-Ersteller auch einfach nur verstehen, wie er seine Firewall bei Internet-Anbieter XY einzurichten hat. Daher hat eine solche Frage schon eine Motivation. Die brauchen wir. Sonst schreibt man sich einen Ast oder schreibt neben vorbei.
 
norKoeri schrieb:
Leider ist auch das eine Ausprägung eines XY-Problems: Gibt Viele, die auf einmal nach Begriffen fragen, alles Unmögliche verstehen wollen, aber eigentlich ein Problem versuchen selbst zu lösen
Andersrum muss man aber nicht bei jeder Fragestellung ein XY-Problem reininterpretieren bzw. lösen wollen. Für die Beantwortung der Frage, so wie sie gestellt wurde, ist es erstmal ziemlich egal, was er dann mit den Informationen anfangen will und ob er damit überhaupt mehr vor hat, als sich rein sein Interesse zu befriedigen.

Wenn ich jemanden frage, was beim Auto ein Vergaser und eine Einspritzanlage ist und wo die Unterschiede liegen, heißt das ja auch nicht zwangsweise, dass ich plötzlich Auto herstellen oder am Motor von meinem privaten PKW rumbasteln will. Das kann auch einfach nur Interesse am Thema an sich sein und da gibt es dann auch kein XY-Problem hinter der Frage.
 
norKoeri schrieb:
Leider ist auch das eine Ausprägung eines XY-Problems: Gibt Viele, die auf einmal nach Begriffen fragen, alles Unmögliche verstehen wollen, aber eigentlich ein Problem versuchen selbst zu lösen. Genau diesen Ansatz hat der Thread-Ersteller schon mal vor zwei Jahren probiert …

Und Du hast weiterhin das Problem der Perspektive, wieder drei Beispiele: Du kamst mit Web-Surfen und Dienste, also eingehend und ausgehend. h00bi mit den Servern dazwischen. darkiop versuchte eher die IP-Versionen zu erklären.

Vielleicht will der Thread-Ersteller auch einfach nur verstehen, wie er seine Firewall bei Internet-Anbieter XY einzurichten hat. Daher hat eine solche Frage schon eine Motivation. Die brauchen wir. Sonst schreibt man sich einen Ast oder schreibt neben vorbei.

Generell habe ich das Gefühl, dass CGNAT bzw. DSLITE bei einem Remote Access VPN öfters zu Problemen führen kann. Das ist der eigentlich Grund meiner Anfrage.

Danke soweit für die ausführlichen Erklärungen.
 
Chibi88 schrieb:
Das ist der eigentlich Grund meiner Anfrage.
Auch das ist nicht der eigentliche Grund. :evillol: Welchen Internet-Anschluss (Anbieter) nutzt Du: Ist das Dein eigener Anschluss, eines Bekannten (für den Du fragst) oder ist das ein Anschluss, den Du unterwegs nutzt?
Chibi88 schrieb:
Remote Access VPN
Welche Software genau? Eigentlich dürfte es keine Probleme geben. Im Internet hält sich das als Begründung, also dass man durch die Nennung von „VPN“ den Internet-Anbieter 1&1 dazu bewegt, dass man von einem DS-Lite-Tunnel auf Dual-Stack geschaltet wird. Technisch träfe das nur (?) dann zu, wenn die VPN-Software nicht mit TCP sondern mit UDP arbeitet, und keine (bzw. zu selten) Keep-Alives schickt.

Das Problem ist hier, dass bei der Umsetzung zwischen öffentlichen und privater IPv4-Adresse irgendwann diese Umsetzung abläuft, also vom Umsetzer vergessen wird. Schickt die VPN-Software während dieser Zeitspanne nichts, gehen folglich die UDP-Ports zu. Aber das beträfe wieder nur bestimmte Software bzw. bestimmte Konstellation wie IPv4/udp. Daher die Frage, nach der Software, die zum Einsatz kommt oder kommen könnte.
mibbio schrieb:
ein Vergaser und eine Einspritzanlage
Keine Themen aus der Informatik. Du kannst abstrakte Konstrukte wie Dual-Stack, DS-Lite-Tunnel und CGNAT nur aus einem Kontext heraus erklären. Alles andere sind Versuche aus (D)einer Perspektive heraus, die vielleicht glücklicherweise zufällig die Perspektive des Fragenden schneidet.
 
norKoeri schrieb:
Keine Themen aus der Informatik. Du kannst abstrakte Konstrukte wie Dual-Stack, DS-Lite-Tunnel und CGNAT nur aus einem Kontext heraus erklären.
Braucht man eben nicht, je nach Fragestellung. Man kann jede technische Frage auch recht allgemein beantworten, ohne einen speziellen Kontext zu berücksichtigen. Du denkst nur einfach kompliziert als nötig und gehst von einer nicht existierenden Problemstellung aus.

Wozu ist der Kontext relevant, wenn man einfach nur beschreibt, dass man bei dem einen eine eigene öffentliche IPv4 Adresse hat, sich beim anderen eine anbieterseitige IPv4 mit mehreren Anschlüssen teilt und beim dritten zusätzliche IPv4 durch IPv6 getunnelt wird. Das beantwortet die Frage des TE bereits (man kann vielleicht noch 1-2 Details mehr erwähnen) und ist immer die gleiche Antwort, egal ob der Fragende Endnutzer, ISP oder Netzadmin ist.

Und auch beim meinem Autobeispiel kann man die Frage einmal kontextunabhängig allgemein beantworten oder speziell für einen bestimmten Kontext mehr dafür relevante Detail erklären.
 
norKoeri schrieb:
Auch das ist nicht der eigentliche Grund. :evillol: Welchen Internet-Anschluss (Anbieter) nutzt Du: Ist das Dein eigener Anschluss, eines Bekannten (für den Du fragst) oder ist das ein Anschluss, den Du unterwegs nutzt?

Welche Software genau? Eigentlich dürfte es keine Probleme geben. Im Internet hält sich das als Begründung, also dass man durch die Nennung von „VPN“ den Internet-Anbieter 1&1 dazu bewegt, dass man von einem DS-Lite-Tunnel auf Dual-Stack geschaltet wird. Technisch träfe das nur (?) dann zu, wenn die VPN-Software nicht mit TCP sondern mit UDP arbeitet, und keine (bzw. zu selten) Keep-Alives schickt.

Das Problem ist hier, dass bei der Umsetzung zwischen öffentlichen und privater IPv4-Adresse irgendwann diese Umsetzung abläuft, also vom Umsetzer vergessen wird. Schickt die VPN-Software während dieser Zeitspanne nichts, gehen folglich die UDP-Ports zu. Aber das beträfe wieder nur bestimmte Software bzw. bestimmte Konstellation wie IPv4/udp. Daher die Frage, nach der Software, die zum Einsatz kommt oder kommen könnte.

Keine Themen aus der Informatik. Du kannst abstrakte Konstrukte wie Dual-Stack, DS-Lite-Tunnel und CGNAT nur aus einem Kontext heraus erklären. Alles andere sind Versuche aus (D)einer Perspektive heraus, die vielleicht glücklicherweise zufällig die Perspektive des Fragenden schneidet.

Global Protect. Wir haben einige Kunden, die diese Software nutzen. In letzter Zeit kommt es immer mal wieder vor, dass User von Problemen berichten. Oftmals kommt es bei diesen zu timeouts bzw. zu Verbindungssbbrüchen. Manche User haben eben keine öffentlich ipv4 Adresse und kommen via DSLITE auf das Gateway. Ich vermute, dass das Probleme macht und versuche das noch irgendwie zu verknüpfen :)
 
mibbio schrieb:
Man kann jede technische Frage auch recht allgemein beantworten, ohne einen speziellen Kontext zu berücksichtigen.
Bei Informatik-Themen eben oft nicht, weil das keine physikalische Gegenstände sondern bereits selbst Gedanken-Konstrukte sind. Ich habe Dir oben drei mögliche Perspektiven aufgemalt. Du hast jetzt die Eine rausgepickt … die dann wieder Folgefragen aufwerfen. Und wie Du an der eigentlichen Frage des Thread-Ersteller siehst, kam er sogar aus einer Perspektive, die hier noch gar keiner auf den Schirm hatte.

Auf jeden Fall zeigt das, dass ChatGPT für solche Fragen unbrauchbar ist, denn es legt einfach drauf los und sieht dann toll aus (und erschlägt so die Vielfalt oder vielleicht sogar Nachfragen). Du selbst hast es durch eingehende/ausgehende Verbindungen ergänzt. Was in einer anderen Perspektive dann Web-Surfen versus Server-Dienste sind.
Chibi88 schrieb:
Mein Tipp: Das in einem Forum zentriert auf „Strata“ bzw. „Palo Alto Networks“ oder wenigstens VPNs fragen, also welche möglichen Ursachen das sein könnten. Kaum jemand hier dürfte Admin für GlobalProtect sein. Auch gehört der Thread eigentlich ins dieses Unterforum … jedenfalls soweit ich ComputerBase bisher verstehe. Auch dort dürften Admins für GlobalProtect rar sein.
Chibi88 schrieb:
versuche das noch irgendwie zu verknüpfen
Ich würde anders herum herangehen, also was GlobalProtect nutzt,
  • IPv6 oder IPv4
  • UDP oder TCP
Falls Ihr IPv4/udp konfiguriert habt, könnte mein erwähntes NAT-Timeout die Ursache sein. Wie Du an jenem Hyperlink siehst, muss das nicht Provider-spezifisch sein, sondern könnte sogar vom Router abhängen. Auch diese Info sammeln. Vielleicht musst Du auch mal vor Ort aufschlagen und es testen.

Dann würde ich die Konfiguration durchforsten (oder sogar die Verbindung aufsprengen und mittels Wireshark verfolgen) und so klären, wann GlobalProtect seine Heartbeats bzw. Keep-Alives macht. Kann aber auch sein, dass Dein VPN-Hersteller irgendwas in seiner Firewall macht, also jene IP-Adressen falsch klassifiziert oder ein anderes Konfigurations-Set nutzt.
Chibi88 schrieb:
Manche User haben eben keine öffentlich ipv4 Adresse und kommen via DSLITE auf das Gateway.
Gleichzeitig würde ich wild Herumprobieren, also einen Betroffenen mit 1&1 als Internet-Anbieter schnappen und ihn bitten, dass er seinen Internet-Anschluss auf Dual-Stack umstellen lässt … wenn es überhaupt 1&1 betrifft. Ich würde an Deiner Stelle lieber mehr Informationen sammeln, also nicht nur ob es keine öffentliche IPv4-Adresse ist, sondern auch welchen Internet-Anbieter der Betroffene nutzt. Vielleicht ergeben sich sogar regionale Unterschiede.

1&1 hatte vor Jahren an meinem Dual-Stack-Anschluss die Port-Timeouts fehlerhaft konfiguriert. Ganz ohne DS-Lite-Tunnel oder CGNAT. Hat dann 1½ Jahre gekostet bis ich das durch hatte, mit viel Abwimmelei und am Ende musste ich mir sogar anhören, dass das nur ganz wenige Kunden betroffen hatte – ich war also nicht mal der Einzige. Auch Internet-Anbieter machen Fehler.
Chibi88 schrieb:
dass es ein 8 jähriger versteht?
Wenn Du der lokale Administrator für ein GlobalProtect VPN bist, dann sollte das nicht nötig sein.

Wenn Du selbst keinen Zugang zu den Support-Foren von Strata/GlobalProtect hast, geht der Weg über Dein ITK-Systemhaus. Jene müssten das Phänomen allein schon aus der Erfahrung heraus kennen und in der Konfiguration beheben könne. Falls es wider Erwarten sogar ein Software-Bug ist, wirst Du nur so ein Support-Ticket auf- bzw. durchbekommen.

Hier mal mehr offenlegen, in welche Situation bzw. Rolle Du festsitzt. Als mögliche Ursachen sehe ich, dass die Quell-IPv4 von Eurer Firewall falsch klassifiziert wird oder die Timeouts im VPN oder Firewall nicht sitzen. Möglich Auswege wären, einen Betroffenen bei 1&1 auf Dual-Stack umstellen zu lassen und/oder euren eigenen VPN-Endpunkt neben IPv4 auch über IPv6 anzubieten.
 
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