Ich habe seit 2 Jahren die D90, bin kein Profi und kann die D90 dennoch empfehlen. Ich hatte zunächst zwar etwas Ärger durch Pixelfehler, die ich übergangsweise per Software (Pixelfixer) aus den RAW-Fotos ausgemappt habe. Habe es dann aber durch den Support beheben lassen (defekter Pixel wird durch umliegende Pixel neu "berechnet").
Während man das bei Canon scheinbar selber machen kann, muss eine Nikon zum Nikon Reparaturservice (geht aber schnell ~7 Tage).
Generell ist es so das man sich immer weiter den Möglichkeiten der Kamera annähert. Selbst nach 2 Jahren kann ich nicht behaupten die Kamera zu beherrschen.
Die D90 hat einen relativ großen Sensor bei 12 MPixel, was als Vorteil anzusehen ist. Normalerweise erschlage ich das meiste mit dem Kit Objektiv (18-105mm).
Aber obacht: Einer schrieb was von Sportfotografie/Station. Hier muss man sich im klaren sein, das man mit dem Kit-Objektiv nicht sehr weit kommt, jedenfalls nicht wenn einem das Licht so langsam abhanden kommt und sich die Personen zu schnell bewegen (ich sag nur Ultimate Frisbee am Abend mit Flutlicht und dem 18-105 --> kann man vergessen).
Da muss dann definitiv ein richtig teures Objektiv her. Zum einen reicht die Lichtstärke nicht und zum anderen braucht man überlicherweise auch noch eine große Brennweite und das macht es eben teuer (1000+ EUR - nur für das Objektiv). Das ist aber definitiv etwas für später.
Für den Fall das man auch mal Makroaufnahmen von Blumen, Insekten, etc machen möchte kann man sich statt einem Makro-Objektiv auch erst einmal mit einer "guten" Makrolinse behelfen (Marumi DHG Achromat +5...gibt es auch baugleich von Dörr und einem weiteren Anbieter...Hama?). Wenn es einem Spaß macht holt man sich das passende Objektiv.
Zur Video-Funktionalität: Die D90 kann zwar nur 720p aber das reicht eigentlich. Wurde durch eine nette Polizistin ermahnt als ich in mit der D90 letztes Jahr eine Szene der Dreharbeiten zu NCIS Los Angeles (2x06 - Standoff - am 8. September 2010) mitten in LA mitgefilmt habe.
Dann noch das andere Zubehör....was den Preis nach oben schraubt.
Stativ:
Es lohnt sich nicht ein billiges 20 EUR Alu-Stativ zu kaufen. Da wackelt alles und man kann den Kugelkopf nicht ordentlich einstellen. So um die 100-120 EUR bekommt man schon die ersten brauchbaren Stative. Ich habe mir für unterwegs ein Benro Travel Angel in der Carbon Variante zugelegt (Benro C-168M8) und bin damit sehr zufrieden. Es muss natürlich nicht unbedingt eines aus Carbon sein (~230 EUR), Alu tuts auch (ist halt günstiger) aber wenn man länger zu Fuss unterwegs ist, ist man über jedes fehlende Gramm froh.

Ansonsten findet sich auch bei Manfrotto, Slik, Giottos (nicht die zum essen) und Bilora ein passendes Modell zwischen 90-130 EUR.
Bei Amazon finden sich die Slik (Pro) Stative gerade recht günstig (50-60% des vorherigen Preises).
Kugelkopf:
Hier gibt es auch wieder unzählige Anbieter und man muss sich klar werden weches Wechselplattensystem man verwenden will (wenn man mehr als ein Stativ hat...kommt schneller als man denkt - neben dem großen Stativ noch ein Gorillapod und schon hat man das Problem). Für den Anfang reicht meiner Meinung die Chinaware von Triopo wie z.B. deren B2 Modell (~65 EUR plus Zoll). Das gibt nur leicht nach wenn man die Stellschauben festzieht und kann auch noch ein etwas schwereres Objektiv verkraften.
Ein Novoflex 19P hält zwar auch eine D90 + 18-105mm gibt aber deutlich nach.
Blitz:
Metz 50 AF ~200 EUR
Kleinkram:
Dann noch Kleinkram wie ein Mikrofasertuch, Objektivpinsel/Sensorpinsel (für die harten Fälle), 2. Akku (?), Blasebalk zum Staub wegpusten.
Evtl. noch einen Fotorucksack...spätestens beim nächsten Urlaub...ggf. mit einem Fach für ein Netbook/Notebook, damit man auch unterwegs mal die Fotos sichern kann.
Software:
Eine Bildbearbeitung ist auch schon ganz nett. Für den Anfang Corel PaintShopPro Photo X(irgendwas) bzw. die Einsteigervariante von Adobe. Drauf achten das auch das jeweilige RAW Format unterstützt wird sonst ärgert man sich später noch. Ansonsten gibt es zumindest für einfache Dinge das kostenlose "Raw Therapee". Die neue Version zeigte sich vor ein paar Monaten ziemlich zickig (häufige Abstürze).
Panorama Aufnahmen geplant? Kostenlos kann man mit Hugin (
http://hugin.sourceforge.net/) einsteigen. Ich selbst nutze PTGui in der Pro Version (~150 EUR). Die Pro Version kann direkt die RAW-Bilder lesen, sonst muss man sich mit den JPGs begnügen.
Im letzten Urlaub habe ich so 3500 Fotos geschossen und ich behaupte jetzt mal 2000 Fotos davon waren Teilfotos, die in ein Panoramafoto eingeflossen sind (Bryce Canyon, Death Valley, Grand Canyon, Monument Valley). Maximal waren es glaube ich 14 Einzelfotos --> 1 Panoramafoto.
Damit hat man auch bei nur 12 MPixel Einzelaufnahmen eine ausreichende Pixeldichte für 3x2m Panorama-Poster/Tapete und man bekommt so auch das "Feeling" für die Ausmaße wie dem Grand Canyon wieder.
