Durchgehendes Brummen auf dem Mikrofoneingang

DingleDuck

Cadet 4th Year
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Ich hatte hier schon mal einen Thread erstellt, hatte da aber keine Hilfe bekommen deswegen versuche ich es mal erneut da es wirklich dringend ist...
Also folgendes Problem: Mein Mikro gibt ein Brummen wieder. Klingt nach einer typischen Brummschleife, nur dass ich diese nicht höre außer wenn ich einstelle dass ich mich selbst höre oder wenn ich mich aufnehme.
Bei einem Freund hatte ich dasselbe Problem.
Bei der PC Werkstatt jedoch nicht, deswegen gehe ich mal von "Unreinheit" vom Strom aus.
Ich habe schon folgendes probiert:
Alle möglichen Stecker umgesteckt und verschiedene Steckdosen ausprobiert.
Alle Stecker vom PC abgesteckt ausser das Headset und das Netzteil.
Außerdem habe ich folgende Pc Komponenten schon abgesteckt und/oder ausgetauscht: Das Gehäuse, die Soundkarte, die Grafikkarte, das Mainboard, die HDD, das Netzteil und das Laufwerk.
Ich weiß wirklich nicht mehr weiter und brauche dringend Hilfe da das Problem wirklich gravierend ist.
Vielen Dank im Voraus und liebe Grüße.
 
Erst einmal ganz von Vorne:
- Welche Soundkarte?
- Welches Mikro?
- An welchem Anschluß?
- Welche Treiberversion?
- Welche Treibereinstellungen?
- Welches Betriebssystem?
- Welche sonstige Hardware?
- Kreuzt das Mikrofonkabel vielleicht andere stromführende Leiter?
 
Soundkarte: Soundblaster Audigy Fx, allerdings selbes Problem auch bei Soundblaster Z und einer billigeren Soundkarte. Ebenso bei der onboard.
Anschluss ist Klinke.
Headset ist das Hyper X Cloud. Hatte auch ein no name Headset getestet, gleiches Problem.
Betriebssystem ist Win 10. War aber ebenso bei Win 7.
Sonstige Hardware: Intel 4790k, Gtx 980, Msi Z97 G55 sli. 2x HyperX Fury 8gb ram. Eine Samsung SSD 250gb und eine 2tb HDD.
Kabel vom Headset schließe ich aus.
Was ich komisch finde ist halt dass mein bester Freund fast dasselbe Rig hat wie ich (ausser Atx, cpu kühler und gehäuse und keine hdd) und trotzdem hat er weder bei sich zuhause noch bei mir das Problem.
 
- Ist bei Dir der Schutzleiter belastet?
- Ist die Verbindung des Gehäuses mit dem Bezugspotential in Ordnung?
- Ist die Soundkarte vielleicht ein wenig zu nah an der Grafikkarte?
- Wie hoch ist die Restwelligkeit auf den einzelnen Spannungsebenen sekundärseitig des Netzteiles (ggf. mal ein anderes Netzteil ausprobieren)?
- Probiere mal nur mic des headsets sowie einen separaten Kopfhörer, brummt es dann immer noch?
- Frontanschlüsse? Wenn ja, probier' mal direkt an der Karte und steck die Frontanschlüsse ab.
 
Schuztleiter belastet heißt? Ebenso die sache mit dem Bezugspotential kann ich nicht beantworten. Die soundkarte brummt ja auch wenn die gpu komplett draußen ist. Anderes Netzteil wurde schon getestet, selbes Ergebnis.
Nur mic und andere Kopfhörer ebenso.
Hatte den PC auch schon komplett nackt aufgebaut um das Gehäuße auszuschließen, da war dann nichts mit Frontanschlüssen.
 
Schutzleiter belastet heißt, daß da Ströme drüber fließen. Dies ist durch eine Elektrofachkraft an der NSHV nachzumessen, keinesfalls selber, da man da meist in der Nähe spannungsführender, berührbarer Teile arbeiten muß. Fließen dort auch nur geringe Ströme, kann dies schon das Referenzpotential für das Netzteil und die darauffolgenden Komponenten beeinflussen.

Spannender ist aber, ob tatsächlich ein durchgängiges Referenzpotential am Rechner anliegt. Das ist noch öfter der Fall, als eine Belastung des Schutzleiters - Unzureichende Bemessung oder gar eine Unterbrechung. Auch dann kann das Netzteil nicht zuverlässig arbeiten, da es dann das Referenzpotential aus dem Neutralleiter bilden muß, der aber, je nach Lastverteilung innerhalb der gesamten Infrastruktur kein Stabiles Potential gegenüber der Referenz halten wird. Auch die Filterstufen werden nicht mehr zuverlässig arbeiten können, was ebenfalls die Funktion beeinträchtigt.

Aber probier auch mal ein standalone-mic oder nur das mic vom Headset mit einem separaten Kopfhörer aus. Es kann auch gut sein, daß da zwei getrennte Signalwege mit unterschiedlichem Referenzpotential geführt werden, die dann auf die selbe Masseverbindung innerhalb der Zuleitung vom Headset gezwungen werden und es deswegen zu Ausgleichsströmen kommt. Das ist einfach zu machen und erfordert im Gegensatz zu den vorgenannten Möglichkeiten keine Qualifikation zur Elektrofachkraft.
 
Also das mit dem Mikro und anderen Kopfhörern werde ich mal ausprobieren wenn ich nachher wieder zuhause bin.
Was ich noch sagen kann ist dass bei uns das Haus sehr alt ist, masse und nullung laufen zusammen. Da wird sich aber wohl auch nichts dran ändern da ich vermute dass es sehr viel arbeitsaufwand wäre dies zu ändern.
Was würde so ein durchgängiges referenzpotential am rechner verursachen könnsn? Oder andersrum, was könnte man dagegen tun?
 
Oh-oh. Wenn Du keinen separaten Schutzleiter hast, hat auch Dein Rechnergehäuse ein undefiniertes, lastabhängiges Potential. Zusätzlich dazu hast Du im Fehlerfalle nur bedingten Personenschutz, hier muß die gesamte Zuleitung so bemessen sein, daß mindestens das 2-fache des Bemessungsstromes der Sicherung fließen kann, damit diese gesichert auslöst, jedoch ist die Zeitdauer auch wieder abhängig von der gewählten Auslösecharakteristik. Ein RCD, der in Deinem Netz nicht funktionieren würde, muß jedoch (für den allgemeinen Hausgebrauch) schon bei 30mA (also 0,03A) innerhalb von 0,4s auslösen.

Zusätzlich zu dem gesteigerten Risiko für Personen hast Du kein eindeutiges Referenzpotential an Deiner Versorgung. Zwar wird der Neutralleiter normalerweise im Hausanschluss auf Erdpotential "gezwungen", das nutzt Dir aber an den Steckdosen recht wenig. Ist die Last zu stark unsymmetrisch, oder wechselnd unsymmetrisch, "schwankt" auch die Versorgung scheinbar stärker, allerdings nur, weil sich das Potential des Bezugspunktes (der Neutralleiter) "verschiebt".

Du kannst mal den Test machen: Schlepp mal Dein ganzes Geraffel zum Nachbarn (vorausgesetzt, dieser verfügt über eine etwas modernere Infrastruktur) oder Deinem Kumpel, und probier Dein Micro dort aus.

Was man machen kann? Persönlich kann ich nur empfehlen, die gesamte Installation auf einen vernünftigen Stand zu bringen. Zwar kann die Installation derzeit noch unter Bestandschutz fallen, geeignet für den modernen Bedarf jedoch ist sie nicht. "Moderne" Geräte brauchen oftmals einen getrennten Schutzleiter, da die Filterstufen meist separat darauf aufgelegt werden (vereinfacht ausgedrückt), was im Fehlerfalle zu einer früheren Abschaltung führt (Verschleißteile) und im Normalbetrieb zu einer geringeren "Verunreinigung" des Netzes.
Hat für Dich dann auch den Vorteil, daß eine zeitgemäße Elektroinstallation auch einen deutlich besseren Personenschutz bietet als Deine derzeitige Installation.
 
Also bei meinem besten freund hatte ich das problem ebenfalls, ob dort die leitungen ähnlich sind weiß er aber auch nicht.
In der pc werkstatt hingegen war das problem nicht, die haben die leitungen aber auch vor 2 jahren alle neu bekommen.

Wie gesagt das mit dem seperaten mikro probier ich heute mal aus, werd ich dann mal sehen ob das hilft.

Was ich nur komisch finde ist halt dass mein bester freund bei mir das problem nicht hat, obwohl es fast dasselbe rig ist. Ich bei ihm schon.
Vielleicht hat sein headset (auch klinke) ja eine bessere rauschunterdrückung oder so.
Ergänzung ()

Also hatte grade mal andere kopfhörer drangemacht und nur das mikro vom headset benutzt.
Hatte dann wohl nen kurzschluss, usb geräte sind ausgegangen da zu wenig strom und mainboard hat sich runtergefahren.
Danach konnte ich das headset komplett ohne brummen anschließen. Allerdings geht auch der onboard mikro eingang nicht.
Außerdem nur schwarzes bild wenn ich graka anschließe, egal ob ich das hdmi kabel an die graka schließe oder an die onboard.
 
Tja, da war dann wohl irgendwo ein Kontakt lose, der ein wenig unangenehme Begleiterscheinungen zu Tage förderte. Vielleicht findest Du ja den Schweißpunkt und kannst die fehlerhafte Komponente dann eindeutig identifizieren.
 
Keine ahnung wie das passiert ist, habe alles ganz normal angeschlossen, so wie vorher auch.
Bringe das Board morgen zur pc werkstatt, werd es wohl eingetauscht kriegen.

Aber warum war das brummen auf ein mal weg?
 
DingleDuck schrieb:
Aber warum war das brummen auf ein mal weg?

DingleDuck schrieb:
Hatte dann wohl nen kurzschluss,[...]Allerdings geht auch der onboard mikro eingang nicht.

Meine Vermutung: Da stimmte wohl etwas mit der Signalmasse nicht. Nach Deinem kleinen Malheur hat sich dann wohl auch der Signalkreis für Mic verabschiedet, der eigentlich auch das Brummen verursachte (oder der Rechner war komplett aus und daher rauschte auch nichts mehr).
 
Das heißt wenn ich ein neues mainboard habe kann ich mein Problem lösen indem ich den signalkreis der onboard mikro büchse unterbreche?
Alles irgendwie sehr komisch, aber ich muss wohl mal darauf warten dass den elektriker ins haus kriege.
Wie gesagt, ist nur sehr komisch dass ich das problem habe und mein kumpel nicht, glaube kaum dass ein headset so ein brummen komplett filtern kann wenns klinke als anschluss hat.
 
DingleDuck schrieb:
Das heißt wenn ich ein neues mainboard habe kann ich mein Problem lösen indem ich den signalkreis der onboard mikro büchse unterbreche?

Himmels Willen, nein. Ich gehe schlichtweg mal davon aus, daß da sowieso ein Fehler vorlag, insbesondere auch von Deiner Beschreibung des "Tatherganges" aus: Gerät angeschlossen -> Brutzel -> Probleme -> Brummen weg.
 
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